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- Schweizer Wein aus dem Waadtland: Murailles No.7 und die Rückkehr der Eidechse
Wer Schweizer Wein mit Geschichte sucht, wird im Waadtland fündig – Authentizität, die im Glas weiterklingt. In Aigle kehrt die Smaragdeidechse in die historischen Trockenmauern zurück und mit ihr ein Sinnbild gelebter Biodiversität. Seit 1919 prägt das «Eidechsli» die Identität von Murailles, jetzt öffnet die Linie No.7 ein neues, fruchtbetontes Kapitel. Die Handschrift der Weinmacherin Marjorie Bonvin verbindet Tradition mit Zeitgeist, leichtfüssig und präzise. So wird aus Herkunft Gegenwart – und aus einer Ikone ein zeitgemässer Genussmoment. © Dominique Derisbourg Die Rückkehr der Eidechse: Biodiversität mit Symbolkraft Lange fehlte sie im Blickfeld, jetzt ist sie wieder da: die Smaragdeidechse in den Trockenmauern von Aigle. Für Murailles ist sie seit über hundert Jahren das Sinnbild der Verbindung von Weinberg und Terroir – geboren 1919 auf dem Etikett des «Aigle les Murailles» durch den Waadtländer Künstler Frédéric Rouge. Ihre Wiederkehr ist kein Zufall: Gemeinsam mit Fachpersonen und der Hochschule Changins initiierte Henri Badoux ein Biodiversitätsprojekt zur Wiederansiedlung der Eidechse. In den historischen Murailles-Reblagen wurden einzelne Zeilen entfernt, Korridore begrünt, Waldränder geöffnet und abgestufte Übergangszonen geschaffen. So entstehen naturnahe Rückzugsorte – ein lebendiges Netzwerk, das im Chablais bereits wieder mehrere Tiere zeigt. Diese Entwicklung steht exemplarisch für eine neue Selbstverständlichkeit im Weinbau: Ökologie und Qualität gehören zusammen. Wer Nachhaltigkeit auch jenseits des Weins entdecken will, findet inspirierende Anknüpfungspunkte – von Reisen bis Kulinarik mit Weitblick. © Maison Henri Badoux Schweizer Wein aus dem Waadtland: was No.7 verspricht Mit der Linie Murailles No.7 öffnet die Marke ein modernes Genusskapitel – gemacht für Momente, die unkompliziert und spontan sein dürfen. Drei Cuvées tragen die Idee: fruchtbetont, frisch, zugänglich. No.7 Blanc zeigt exotische Fruchtaromen von Mango und Ananas und endet weich und rund. No.7 Rosé ist floral, leicht und wie geschaffen für sonnige Stunden. No.7 Rouge setzt auf rote und schwarze Beeren und verabschiedet sich mit einem charmanten, geschmeidigen Abgang. Hinter dieser Handschrift steht Marjorie Bonvin. Die Winemakerin verbindet fundierte Weintechnologie mit dem Gespür für Balance – geprägt von Kindheitstagen im Rebberg über die Ausbildung zur Winzerin und Weintechnologin bis ins Maison Henri Badoux: seit 2011 begleitet sie die Crus des Hauses, seit 2021 leitet sie Produktion, Vinifikation und Önologie. Murailles No.7 Rosé · © Maison Henri Badoux No.7 geniessen: von der Basler Terrasse bis in den Chablais Serviert wird No.7 am besten gut gekühlt – Maison Henri Badoux empfiehlt rund 10 Grad. So entfalten sich die exotischen Noten von Mango und Ananas am schönsten: als Apéro auf der Terrasse, zu asiatisch inspirierter Küche, zu Fisch oder einem fruchtigen Dessert. Aus einer Flasche wird so ein unkomplizierter Begleiter für laue Sommerabende. Und wer dem «Eidechsli» einmal selbst begegnen möchte: Aigle liegt näher, als man denkt – mit dem Zug ist das Chablais von Basel aus gut erreichbar, dorthin, wo Trockenmauern, Reben und die Eidechse seit über hundert Jahren zusammengehören. Bis dahin genügt ein gut gekühltes Glas auf der Terrasse – ein Genuss-Moment für sich, so wie eine stille Auszeit in den Bergen. Genau das macht diesen Schweizer Wein besonders: Er bringt ein ganzes Terroir – Landschaft, Handwerk und ein wiederkehrendes Symbol – in ein einziges Glas. Und erinnert daran, dass die schönsten Geschichten nicht erzählt, sondern eingeschenkt werden.
- Region Innsbruck: Hochgefühle zwischen Gipfelblick und Genusstafel
Wenn Höhenluft und Gastfreundschaft miteinander verschmelzen, entstehen Augenblicke, die lange nachhallen. In der Region Innsbruck zeigt sich dieses Zusammenspiel eindrücklich: «Hochalpin und Hochgenuss gehen hier nämlich stets Hand in Hand.» Ob frühe Sonnenaufgänge auf der Nockspitze, bequeme Bergstationen mit Weitblick oder Almhütten, die lokale Produkte kreativ verarbeiten – die Region bietet Ausblicke und Einkehr in einem Zug. Drei kompakte Anregungen für diejenigen, die sich den Sommer in den Bergen genussvoll erschliessen wollen. © Innsbruck Tourismus / Markus Mair Region Innsbruck: Gipfel, Gondeln und die neue Stadtterrasse Wer morgens früh auf der Nockspitze steht, erlebt ein naturschauspiel, das sich in der Erinnerung festsetzt: Auf hochalpinen 2'404 Metern belohnt der Sonnenaufgang mit einem 360‑Grad‑Panorama, das bis zu den Kalkkögeln und den Zillertaler Alpen reicht. Solche Aussichten sind prägnante Motivgeber für alle, die Fotomotive mit alpine Weite suchen. Der Patscherkofel, bequem per Gondel erreichbar, ergänzt diese Hochgebirgs-Inszenierung mit einer Bergstation, von der sich zahlreiche Wanderwege öffnen. An klaren Tagen gibt die Flanke des Patscherkofel den Blick auf rund 400 Gipfel frei; die Bergstation ist zugleich Ausgangspunkt für Touren wie den Jochleitensteig, der das Hausbergpanorama erlebbar macht. Auch in städtischer Nähe verbindet sich Bergwelt mit urbaner Perspektive: Die neue Aussichtsterrasse auf dem RAIQA‑Rooftop nahe dem Innsbrucker Hauptbahnhof verschmilzt die Bergketten mit dem Stadtbild und verdeutlicht den alpin‑urbanen Charakter der Region — ein kurzer, eindrücklicher Kontrast zwischen Dächerzeile und Gipfelkette. Aufsteigen und geniessen: Almhütten, Direktvermarktung und internationale Noten Die althergebrachte Almküche hat in und um Innsbruck weiterhin hohen Stellenwert. Auf der urigen Götzner Alm etwa stehen regionale Produkte und hausgemachte Schmankerln im Zentrum; von Kasnudeln über Schweinsbraten bis zum Kaiserschmarren prägen klassische Aromen die Karte. Das Mieminger Plateau gilt als eine der produktivsten Direktvermarktungsregionen rund um Innsbruck. Die Stöttlalm zeigt, wie Produzenten und Küche hier zusammenwirken: Die Speisekarte spiegelt die Lieferungen der Umgebung, sodass heimische Klassiker und internationale Variationen aus hochwertigen Zutaten entstehen. Ebenso eigenständig ist die Lanser Alm, auf 1'735 Metern gelegen, wo die Einkehr zur kulinarischen Reise wird: Dort trifft Nepal auf Tirol — Momo auf Kaspressknödel, Curry auf Speck — und verdeutlicht die Bandbreite, mit der die Region Genuss vermittelt. Diese Kombination aus Tradition und kreativer Offenheit ist ein wesentlicher Teil des gastlichen Angebots. © Innsbruck Tourismus / Manuel Kottersteger Bewegen und knipsen: Seenrunden, Schluchten und Aussichtsplattformen Die Drei‑Seen‑Runde in Kühtai führt durch Hochgebirgslandschaft, die auch ohne alpines Vorwissen erlebbar ist: Auf rund sieben Kilometern und circa 440 Höhenmetern eröffnen zwei idyllische Bergseen sowie ein Stausee immer wieder Fotomotive und Rastplätze zum Füsse‑Kühlen und Verweilen. Wildromantisch präsentiert sich im Inntal die Ehnbachklamm: Der sprudelnde Ehnbach bahnt sich seinen Weg durch Felsformationen, eingerahmt von sattgrüner Vegetation — ein Ort, der zum Innehalten und Fotografieren auffordert. Die stadtnahe Sillschlucht punktet mit der Aussichtsplattform Drachenfelsen, deren durchsichtiger Boden über dem Abgrund schwebt und den Blick über schroffe Felswände und üppige Flora freigibt. Mit der markanten Bergiselschanze im Rücken entsteht ein eindrückliches Nebeneinander von Architektur und Natur — und an heissen Tagen bietet die Schlucht eine willkommene Abkühlung. Ankommen, hochsteigen, bleiben: Die Region Innsbruck empfiehlt für Kurzaufenthalte die Welcome Card, die ab zwei Nächten in einer Partnerunterkunft gratis aufs Smartphone gebucht wird und Ermässigungen sowie die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sichert. Umweltverträgliche Anreise ist unkompliziert — Zugverbindungen führen direkt aus Zürich, München, Wien nach Innsbruck. So bleibt mehr Raum für das Wesentliche: den Blick, den Geschmack und das Foto, dessen Echo noch lange nachklingt. © Innsbruck Tourismus / Danijel Jovanovic
- Damenuhren: Jaeger-LeCoultre Rendez-Vous setzt neue Massstäbe
Wenn eine Uhr mehr erzählt als die Zeit, entsteht wahre Begehrlichkeit. Mit den neuen Rendez‑Vous Modellen bringt Jaeger‑LeCoultre zwei Facetten moderner Eleganz ans Handgelenk – als fein gearbeitete Damenuhren, die Handwerk und Haltung verbinden. Eine poetische Miniaturmalerei in Platin trifft auf eine der schlanksten Silhouetten der Kollektion. Zwei Antworten auf die Frage, wie zeitgemäss feminine Uhrmacherei heute aussieht. © Jaeger-LeCoultre Damenuhren mit Haltung: zwei neue Rendez-Vous Modelle Jaeger‑LeCoultre stellt zwei Neuheiten der Rendez‑Vous Linie vor, die feminine Uhrmacherei als Haltung neu formulieren: die äusserst limitierte Jewellery Night & Day und die puristische Hour‑Minute. Beide Modelle bleiben den charakteristischen Floral‑Ziffern treu, interpretieren sie jedoch unterschiedlich – einmal als Bühne für ein kunstvolles Zifferblatt, einmal als diskrete Signatur auf einer der schlanksten Silhouetten der Kollektion. Wer die poetische Seite der Marke bereits schätzt, erinnert sich an die Jaeger‑LeCoultre Master Hybris Artistica – auch hier verbinden sich Technik und Ästhetik zu einem stimmigen Statement. © Jaeger-LeCoultre Jewellery Night & Day: Platin, Lackminiatur und 48 Baguettes Die Rendez‑Vous Jewellery Night & Day erscheint als streng limitierte Edition von nur 10 Stück. In einem 34‑mm‑Gehäuse aus Platin 950 umrahmen 48 baguettegeschliffene Diamanten die Lünette; weitere Brillanten akzentuieren Hörner und Flanken. Auf einem transparenten Saphir‑Zifferblatt entfaltet sich eine Miniaturmalerei in Lack: Ein Asian Paradise Flycatcher auf Blütenzweigen, darunter die handgemalte Mond‑und‑Sonnen‑Scheibe der Night‑&‑Day‑Komplikation, die in 24 Stunden einmal rotiert. Unter dem Saphirboden arbeitet das automatische Kaliber 733. Der fein dekorierte Mechanismus trägt einen Rotor aus 22‑karätigem Gold (916/1000); der Kronen‑Diamant setzt die Rendez‑Vous Signatur fort. Ein blauer Alligatorriemen mit Satin‑Finish und Schnellwechselsystem komplettiert den Auftritt. © Jaeger-LeCoultre Hour‑Minute: 29 mm, schlank und alltagstauglich Die Rendez‑Vous Hour‑Minute destilliert die Codes der Linie zu essenzieller Klarheit. Ihr 29‑mm‑Gehäuse – in Edelstahl oder 18K (750/1000) Roségold – misst nur 7.47 mm Höhe und zählt damit zu den schlanksten Zeitmessern der Kollektion. Die polierte, diamantfreie Lünette, ein mit einer stilisierten Sonne gravierter Vollboden sowie ein konzentrisch aufgebautes Zifferblatt mit Sonnenschliff, Floral‑Ziffern und dezenten Diamant‑Indexen prägen die Ästhetik. Für das Styling stehen ein taupefarbener Alligatorriemen mit Satin‑Schimmer und – exklusiv für Rendez‑Vous seit 2025 – ein neues Metallband mit rautenförmigen, hochpolierten Gliedern zur Wahl, das sich weich wie ein Band um das Handgelenk legt. Inspiration für Uhrenliebhaberinnen in Basel bietet auch die Breitling Boutique in Basel – unterschiedliche Interpretationen von Dress‑Uhren im direkten Vergleich. © Jaeger-LeCoultre Handwerk und Femininität: Métiers Rares™ im Fokus Beide Neuheiten sind eine Hommage an die in der Manufaktur gepflegten Métiers Rares™ – von der feinen Gravur über das Edelsteinfassen bis zur Miniaturmalerei, deren Tiefe auf dem transparenten Saphir‑Träger besonders zur Geltung kommt. Dass diese Sorgfalt nicht nur Vitrinenstücke hervorbringt, zeigt die praxisnahe Ausstattung: komfortable Wechselarmbänder, robuste Gehäuse und ein Design, das vom Tageslicht bis zum Abend mühelos besteht. Für einen weiteren Blick auf ikonische Schweizer Uhrmacherei lohnt sich unser Feature zur Bucherer Certified Pre‑Owned‑Kultur – Heritage, Qualität und verantwortungsbewusster Luxus im Hier und Jetzt. Am Ende bleibt eine klare Botschaft: Uhr und Schmuck verschmelzen zu Persönlichkeit – genau dort, wo eine Damenuhr ihren stärksten Ausdruck findet. Ob als kunstvolle Edition in Platin oder als reduzierte Dresswatch für jeden Tag – die neuen Rendez‑Vous zeigen, wie vielfältig eine Damenuhr sein kann. Präzision, Poesie und Präsenz – in zwei charakterstarken Interpretationen.
- Ballerinas 2026: der It-Schuh für den Herbst – von Mary Jane bis Two-Tone
Kein Schuh trägt den Übergang vom Sommer in den Herbst so leichtfüssig wie die Ballerina. Was die Modewelt 2026 fest im Griff hat, ist längst mehr als ein kurzes Revival: Der flache Ballettschuh bleibt der It-Schuh der Saison – mal mit Riemchen, mal aus Mesh, mal zweifarbig, mal in sattem Herbstbraun. Von der Anzughose bis zum Strickkleid tragen Ballerinas jeden Look eine Spur eleganter, ohne je bemüht zu wirken. Höchste Zeit, den Trend für den Basler Herbst zu übersetzen. © Tory Burch Warum die Ballerina bleibt Die Rückkehr der Ballerina begann 2022, als das Modehaus Alaïa unter Pieter Mulier eine beschlagene Mary Jane vorstellte, die im Nu ausverkauft war. Seither hat praktisch jede Marke – von der Luxusadresse bis zur Highstreet – ihre eigene Version geformt. Der Grund für die Beständigkeit liegt in der Vielseitigkeit: Zur weiten Anzughose wirkt die Ballerina im Büro souverän, zur Boyfriend-Jeans lässig, zum Midikleid am Abend feminin. Sie ist der wandelbarste It-Schuh der Saison – und trägt jene französische Lässigkeit in sich, die nie aus der Mode kommt. Mary Jane Ballerinas: der Riemen macht den Unterschied Der grösste Auftritt dieser Saison gehört der Ballerina mit Riemchen über dem Spann – der Mary Jane. Das schmale Band verwandelt den klassischen Ballettschuh in etwas Verspieltes, das mit feinen Söckchen und Minirock einen Hauch Schulmädchen-Nostalgie erhält. Nach ihrem Sommerauftritt kommt die Riemchen-Ballerina nun in herbstlichen Tönen zurück: Schokolade, Sand und Kaffeebraun lösen das reine Schwarz ab. Häuser wie Givenchy setzen die Silhouette edel um, während COS, Flabelus oder Repetto sie alltagstauglich interpretieren. © Repetto Mesh Ballerinas: zweite Haut und hoher Spann Transparenz bleibt das eleganteste Spiel der Saison. Mesh-Ballerinas – zart wie eine zweite Haut – prägen den Trend, seit Alaïa das feine Netzgewebe in den Ballettschuh brachte. Neu ist der höhere Schnitt: Ein tiefer V-Ausschnitt am Spann streckt den Fuss optisch und lässt das Bein länger wirken, während die Zehenpartie betont spitz zuläuft. Marken wie Le Monde Béryl, The Row oder Khaite zeigen, wie viel Raffinesse in dieser scheinbar schlichten Form steckt. © Alaïa Two-Tone und Cap-Toe: der zeitlose Kontrast Wer nur in ein Paar investiert, wählt die zweifarbige Ballerina. Der Klassiker – heller Schuh, dunkle Kappe – geht auf das Erbe von Chanel zurück und hat bis heute nichts von seiner Eleganz verloren: Die dunkle Spitze lässt den Fuss schmaler wirken und passt zu praktisch allem. Auch auf den Laufstegen war der Kontrast präsent, etwa als kräftiges Colour-Blocking. Gesteppte Modelle und Cap-Toe-Varianten machen die Two-Tone-Ballerina zum stillen Luxus, der Saison für Saison funktioniert. © Chanel Rote Ballerinas: der Farbtupfer für den Basler Herbst Die Französinnen schwören diesen Herbst auf die rote Ballerina – nicht im gedämpften Bordeaux, sondern in klarem, leuchtendem Rot, das schlichte Looks sofort veredelt; das Pariser Traditionshaus Repetto gilt hier als erste Adresse. Wer es ruhiger mag, folgt den warmen Brauntönen von Karamell über Kastanie bis Mokka. In Basel entfaltet der Trend seinen Reiz zur Feinstrumpfhose und zum kurzen Trench – und zu Swiss-Made-Accessoires wie einer Tasche von kleinbasel oder einem Stück von LABELED. Ob mit Riemchen, aus Mesh oder zweifarbig: Die Ballerina beweist, dass wahre Eleganz flach sein darf. © Repetto Ballerinas richtig kaufen und tragen Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Grösse: Ballettschuhe – besonders von Repetto – fallen knapp aus, weshalb eine halbe bis ganze Nummer grösser meist besser sitzt; am besten probiert man sie abends an, wenn die Füsse leicht angeschwollen sind. Weiten tun sich die Modelle nur wenig, dafür passt sich das Leder mit der Zeit dem Fuss an – eine Machart, die vom echten Ballettschuh stammt. Beim Styling folgt man am elegantesten der französischen Schule: zur Feinstrumpfhose und zum Rock oder Kleid für den Tag, zur weiten Jeans und Bluse für den lässigen Auftritt, zur Anzughose fürs Büro. So wird die flache Silhouette vom Basler Kopfsteinpflaster bis zum Abend am Rheinbord zum wandelbarsten Schuh der Garderobe.
- Wellnesshotel in Kalabrien: Capovaticano Resort Thalasso Spa
Authentisch reisen statt Inszenierung: In Kalabrien zeigt sich der Süden in seiner ursprünglichen Form. Das Capovaticano Resort Thalasso Spa, ein Wellnesshotel in Kalabrien, liegt an der Costa degli Dei, eingerahmt von Felsen, Meeresblau und dem Blick auf Stromboli. Eine Architektur, die sich zurücknimmt, lässt Raum für das, was trägt: Wasser, Licht, Wind. Im Herzen des Hauses die Thalasso mit Meerwasser, Wärme und Mineralien, dazu eine Küche, die die Region feiert. Ein Ort, der Kalabriens Seele spürbar macht – leise, beständig, echt. © Eric Cuvillier Architektur, die Landschaft spricht: S‑Form, Sandstein, Stromboli Ankunft in Bewegung: Die kurvige Zufahrt folgt der S‑Silhouette des Hauses, einer Geste an das Tyrrhenische Meer. Die Fassade aus warmem Sandstein – Terrakotta, Ocker, Beige – holt die Strandpalette ins Licht. Im Foyer fällt der Blick durch eine runde Öffnung im Dach, eine Hommage an den Vulkankegel von Stromboli, der am Horizont ruht. Nichts ist laut, alles ist bewusst gesetzt. Materialien, Texturen und Proportionen treten zurück und geben der Umgebung den Vortritt. Das Resort wird zur Kulisse für das, was diese Küste prägt: Wind, Wasser, Sonne – und die langen Abende, wenn der Himmel über den Äolischen Inseln glüht. © Eric Cuvillier Wellnesshotel in Kalabrien: Thalasso als Herzstück Wasser als Methode: Die Thalasso im Haus setzt auf Meerwasserpools, Kneipp-Pfad, Dampfbad, Sauna, Hydromassagen und 15 Behandlungsräume – 2000 Quadratmeter, die Regeneration strukturieren. Anwendungen wie «Calabrian Aromatic» arbeiten mit Bergamotte, Zitrone und Rosmarinöl; «Sea Breeze» verbindet Behandlung und Meeresluft direkt am Strand. Wer bewusst reist, findet hier eine sanfte, wirksame Routine. Zwischen Wärme, Mineralien und Rhythmus entsteht eine tiefe, anhaltende Entspannung – getragen vom Blick auf die See und vom leisen Geräusch der Wellen. © Capovaticano Resort Thalasso Spa Kulinarik mit Herkunft: Tropea, Bergamotte, Meer Drei Restaurants – Mantineo, Stromboli, Strombolicchio – erzählen die Region auf dem Teller. Saisonale Karten setzen den Moment ins Zentrum: rote Zwiebel aus Tropea, Bergamotte, fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch aus der Umgebung, hausgemachte Pasta, ’Nduja und das berühmte kalabrische Tartufo. Die Küche ist eine Einladung, Kalabrien differenziert zu schmecken: handwerklich, präzise, leicht. Jede Zutat bleibt erkennbar, jede Herkunft spürbar – eine zeitgemässe Interpretation des kulinarischen Erbes der Küste. © Capovaticano Resort Thalasso Spa Lage und Erlebnisse: Costa degli Dei, Äolische Inseln, Hinterland Das Resort liegt mit direktem Zugang zu Stränden, klarem Wasser und Tauchplätzen – in den kühleren Monaten wird der Aussenpool beheizt. Bootsausflüge führen zu den Äolischen Inseln, Wanderwege ziehen sich über den Monte Poro; im Hinterland warten Seidenmuseum, Handwerk und stille Dörfer. Wer aus Basel anreist, erreicht Kalabrien via Zürich oder Mailand mit Anschluss nach Lamezia Terme; von dort ist es ein kurzer Transfer an die Costa degli Dei. So wird aus einem verlängerten Wochenende ein konzentrierter Südtrip – mit Sonnenuntergängen, die im Gedächtnis bleiben. Wer das Capovaticano Resort Thalasso Spa wählt, entscheidet sich für die stille Intensität Kalabriens: Meer, das trägt; Aromen, die bleiben; Architektur, die den Raum der Natur grosszügig teilt. Ein Rückzugsort, der die Reise nach Süden zu einer Erfahrung verdichtet – mit Blick auf «Iddu», den Stromboli, und der Gewissheit, dem Wesentlichen nah zu sein. © Capovaticano Resort Thalasso Spa
- LABELED Womenswear: neues Basler Label von Chabnam Jankovic
In der Basler Modelandschaft ist eine neue, leise Stimme zu entdecken: LABELED, eine 2025 gegründete Womenswear-Marke, die in der Schweiz entworfen und in Italien und Frankreich gefertigt wird. Hinter dem Label steht Chabnam Jankovic, die Mode als Zusammenspiel von Sprache und Design begreift. Ihre Entwürfe leben von Kontrasten – reduziert und markant zugleich – und sind auf Dauer angelegt statt auf schnelle Trends. Ein Blick auf ein junges Label, das mit seiner ersten Kollektion Haltung zeigt. © LABELED · Fotografie: Judith Hirsbrunner LABELED Womenswear: in Basel gegründet, in Italien und Frankreich gefertigt LABELED versteht sich als elevated Womenswear-Marke, deren Ausgangspunkt eine einzige Frage ist: wie Kontraste und Widersprüche ein stimmiges Ganzes ergeben. Diese Spannung prägt die Marke von Grund auf. Diese Feier der Gegensätze zieht sich durch Kollektionen, gestalterische Entscheidungen und Atmosphäre. Im Zentrum steht das Leben, wie es sich entfaltet: Formen und Texturen werden daraufhin befragt, wie Kleidungsstücke durch die Jahreszeiten getragen werden – für eine Balance aus reduzierter Klarheit und markanter Präsenz. Look aus der ersten Kollektion – der Murmure Cardigan · © LABELED · Fotografie: Judith Hirsbrunner Die erste Kollektion: Handwerk aus Italien und Frankreich Durchdachte Details – mal sichtbar, mal diskret – verankern die Haltung der Marke. Jedes Stück ist bewusst als langlebige Ergänzung einer Garderobe gedacht, nicht als kurzlebiger Trend. Sinnbildlich dafür stehen die ersten Stücke: der Murmure Cardigan aus einer feinen Superkid-Mohair-Mischung, mit einem zurückhaltenden Zitat am Saum, sowie das Rumeur Sweatshirt aus schwerer Bio-Baumwolle mit Marken-Stickerei auf der Front und einem Zitat an der Schulter. Beide werden in Italien gefertigt und setzen auf feine Verarbeitung und stille Details statt auf laute Effekte. Look aus der ersten Kollektion – das Rumeur Sweatshirt · © LABELED · Fotografie: Judith Hirsbrunner
- kleinbasel by Tanja Klein: Sommerkollektion und Swiss-Made Taschen aus Basel
Der Sommer zeigt sich in Basel von seiner schönsten Seite – und in der Schneidergasse denkt die Mode bereits den Übergang zum Herbst mit. kleinbasel by Tanja Klein steht für zeitlose Mode aus Basel: fair, hochwertig und alltagstauglich, im eigenen Atelier entworfen und bewusst in kleinen Serien statt als Massenware gefertigt. Faire Bedingungen und ein umweltbewusster Ansatz stehen dabei im Zentrum. Ein Rundgang durch ein Basler Label, das Stil und Nachhaltigkeit konsequent zusammendenkt. Sommerkollektion «Gentle Sea Breeze» 2026 · © kleinbasel by Tanja Klein kleinbasel by Tanja Klein: «Gentle Sea Breeze» und die ersten New Arrivals Die aktuelle Sommerkollektion «Gentle Sea Breeze» 2026 lebt von einer harmonischen Komposition aus Farben, Materialien und raffinierten Schnitten. Entwickelt werden die Kollektionen von Tanja Klein und ihrem Team im eigenen Basler Atelier – und während die Sommerstücke noch die Saison prägen, treffen bereits die ersten New Arrivals ein, die den Bogen zum Herbst spannen. Ein Höhepunkt ist der vielseitige Overall Timea in Print Bubble aus reiner Viskose, der mühelosen Chic mit Funktionalität verbindet – vom Büroalltag bis zum Abend. Ergänzt wird die Kollektion durch Stücke wie das Wickelkleid Valerie B, die Jupe Dana B oder das Gilet Selma, das sich zu Hose, Jupe oder Kleid kombinieren lässt und jedem Look eine neue Facette gibt. Overall Timea in Print Bubble · © kleinbasel by Tanja Klein Handwerkskunst aus der Schweiz: Taschen und Accessoires Neben der Mode geniesst die Lederwaren-Linie von kleinbasel einen Ruf, der weit über die Stadtgrenzen hinausreicht – nicht zuletzt, seit Tanja Klein für ihr Engagement mit dem Publikumspreis des Klima-Awards Basel-Stadt ausgezeichnet wurde. Sorgfältiges Handwerk und verantwortungsvolle Fertigung prägen jedes Stück. Die Clutch «Twin M» besteht aus genarbtem, glänzendem Swiss-Made-Rindsleder mit leichtem Baumwollfutter und lässt sich dank austauschbarer Träger als Hand-, Achsel- oder Crossbody-Tasche tragen. Wer mehr Stauraum sucht, greift zur Tasche Eviva aus Swiss-Made-Rindsleder und glattem Kalbsleder oder zum urbanen Rucksack Zaino – Stücke, in denen Funktion und Ästhetik zusammenfinden. Clutch «Twin M» aus Swiss-Made-Rindsleder · © kleinbasel by Tanja Klein Einzelstücke und Herrenmode in der Schneidergasse Der Flagship Store an der Schneidergasse 24 ist die erste Adresse, um die Stücke in Ruhe anzuprobieren und die Materialien zu erspüren. Immer wieder locken hier Clearance-Aktionen mit ausgesuchten Einzelstücken für Damen und Herren – ein guter Anlass, langlebige Klassiker zu entdecken. Darüber hinaus ist eine Auswahl der Kollektion in ausgewählten Geschäften in der ganzen Schweiz erhältlich. Auch die Herren kleidet das Label ein: Das leicht taillierte Hemd Theo überzeugt mit feinen Flankennähten und perfekter Passform, während die Chino Sven als unkomplizierter Begleiter durch den Tag führt. Bezahlt werden kann im Store übrigens auch mit dem Stadtbon Basel – ein Detail, das die tiefe Verwurzelung von kleinbasel by Tanja Klein in seiner Stadt unterstreicht.
- Auszeit in Budapest
Die Sehnsucht nach einer Auszeit, einem Moment des Innehaltens und einem tiefgreifenden Wellness-Erlebnis ist in unserem schnelllebigen Alltag präsenter denn je. Wo liesse sich diese Sehnsucht besser stillen als in der Welthauptstadt der Thermalquellen? Willkommen in Budapest – dem idealen Ort für tiefes Wohlbefinden und ästhetische Erneuerung. Die Kettenbrücke in Budapest Auszeit in Budapest – Historie, Wellness und Donauglanz Budapest besitzt eine tief verwurzelte Tradition in der Beauty- und Wellness-Kultur. Schon im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert erlebte die Bäderstadt ihren Höhepunkt: Die monumentalen Repräsentationsbauten und die angebotenen therapeutischen Kuren machten Budapest zu einem internationalen Zentrum luxuriöser Kuranlagen. Diese Expertise ist bis heute spürbar. Die Stadt selbst, die «Königin der Donau», ist ein architektonisches Meisterwerk und bietet eine atemberaubende Kulisse. Sightseeing entlang der Donau ist unvergesslich – sei es zu Fuss oder mit einer Schifffahrt. Von der berühmten Fischerbastei aus bietet sich ein Blick auf die imposanten Brücken und das majestätische Parlament, dessen Bau 1904 abgeschlossen wurde. Die gesamte Pracht der Burg und der Donau-Skyline, die nachts golden leuchtet, schafft eine Atmosphäre von Weltstadtglamour. Die Innenstadt lädt mit einer vielfältigen Gourmet-Szene, zahlreichen Kaffeehäusern, Restaurants und Museen sowie erstklassigen Shoppingmöglichkeiten zum Flanieren und Entdecken ein. Doch die wahre Essenz dieser Kultur liegt tief unter der Oberfläche: Täglich strömen über 70 Millionen Liter Heilwasser aus 123 Quellen hervor. Dieses mineralreiche Wasser, dessen Temperatur bis zu 76 °C erreicht, bildet die Essenz der ungarischen Wellnesskultur. Das Rudas Thermalbad Beauty-Treatments, Entschleunigung und Erholung Ein üblicher Städtetrip mündet oft in einem Spagat zwischen Entdecken und dem Wunsch nach Erholung, da die Fülle an Eindrücken die notwendige Regeneration unterbrechen kann. Genau hier beginnt die Exklusivität dieser Reise. Das Angebot Auszeit in Budapest, ist das unverzichtbare Upgrade zum klassischen Städtetrip – basierend auf der intelligenten Verknüpfung des inspirierenden Budapest-Erlebnisses mit einem handverlesenen Paket wohltuender Treatments. Das Geheimnis liegt in der Balance: Die Tagesgestaltung lässt Raum für kulturelle Erkundungen am Vor- oder Nachmittag. Die verbleibende Zeit ist ganz der tiefgreifenden Pflege für Körper, Geist und Seele gewidmet. Erlebnis und Erholung verschmelzen so mühelos, schenken Flexibilität und ermöglichen wahre Entschleunigung und Genuss. Das Herzstück des Arrangements bildet der Besuch eines traditionellen Thermalbades, dessen warmes Wasser die Gelenke entspannt. Ergänzt wird dies durch eine Auswahl gezielter Treatments, die über die gesamte Reise hinweg für spürbare Ergebnisse sorgen: Kosmetikbehandlungen revitalisieren die Haut und schenken ihr neue Leuchtkraft, während tiefenwirksame Massagen Verspannungen lösen, um die Balance von Körper und Geist wiederherzustellen. Das Programm umfasst verschiedene Optionen an Wellness- und Verwöhnritualen zur Pflege von Kopf bis Fuss. Kosmetische Behandlung zum Entspannen Dieses Reisekonzept wurde speziell für Frauen entwickelt, die sich eine intensive Auszeit wünschen – sei es mit der besten Freundin oder der Mutter. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Verbringen kostbarer Zeit, verbunden mit dem individuellen Fokus auf Achtsamkeit und Wohlbefinden. Die Beauty-Treatments transformieren den Städtetrip in ein regenerierendes Wellness-Retreat, das unmittelbar sichtbar macht, wie gut diese Pause tut. Diese exklusive Kombination aus Budapests reicher Kultur, dem Genuss seiner Thermalbäder und einem perfekt abgestimmten Beauty-Programm macht diese Reise so unwiderstehlich. Der Startschuss für die persönliche Transformation in Budapest liegt nun in den Händen der Reisenden. Mehr Informationen und Reisedaten zu den verschiedenen Beauty-Paketen finden Sie hier.
- Afternoon Tea in der Schweiz: das stille Bergritual von Crans-Montana
Zwischen Bergwiesen und einem der weitesten Alpenpanoramen der Schweiz gewinnt eine alte Geste neuen Reiz: der Nachmittag, an dem für einen Tee alles stillsteht. In der Hostellerie du Pas de l'Ours in Crans-Montana wird daraus ein Erlebnis, das weit über Scones und Sandwiches hinausreicht – und Lust macht, dem Ritual quer durch die Welt der Relais & Châteaux zu folgen. Bild: Hostellerie du Pas de l'Ours / Relais & Châteaux Ein Refugium für die Teestunde in Crans-Montana In einem ganz in Holz gehaltenen Chalet, heimelig wie eine Berghütte, haben Gäste die Wahl zwischen zwei Nachmittagen. «Le Goûter» verlängert die Stunde mit feiner Patisserie, samtiger heisser Schokolade und aussergewöhnlichen Teesorten. «Le Pétillant» verleiht denselben zarten Süssigkeiten ein Prickeln von Champagner. Beide entfalten sich vor einem der weitesten Panoramen der Schweizer Alpen – dort, wo der Blick weiter reicht als jeder Terminkalender. Verantwortlich für die Handschrift ist Sterne-Küchenchef Franck Reynaud, dessen instinktive, vom Terroir geprägte Küche alpine Produkte und präzises Handwerk in den Mittelpunkt stellt. Am schönsten fügt sich die Teestunde in einen langen Bergtag: erst ein Spaziergang entlang der Bisse du Ro, dann das Ritual auf der Terrasse, später ein Gourmet-Dinner im Restaurant L'Ours. Im Sommer wie im Winter bleibt Crans-Montana damit eine jener Adressen, die am tiefsten in der alpinen Lebenskunst verwurzelt sind. Bild: Hostellerie du Pas de l'Ours Afternoon Tea in der Schweiz: das Nachmittagsritual mit Alpenblick Der Afternoon Tea in der Schweiz ist längst mehr als britische Nostalgie. Er steht für eine Kultur der Pause – für den Moment, in dem eine eingeschenkte Tasse, ein sorgfältig angerichtetes Gebäck und ein mit Bedacht gedeckter Tisch davon erzählen, wie man empfängt und wie man innehält. Genau darin liegt der Reiz für alle, die dem Spätsommer eine langsamere Note geben möchten: keine durchgetaktete Ausflugsliste, sondern eine bewusst gesetzte Stunde mit Aussicht. Wer Genuss lieber mit Bewegung verbindet, findet dieselbe Haltung auf einer kulinarischen Wanderwoche im Engadin: auch dort gehört das Innehalten zwischen den Gipfeln zum Programm. Wo das Ritual ernst genommen wird, verwandelt es einen Nachmittag in eine kleine Zeremonie – und einen Ort in ein Ziel. Bild: Hostellerie du Pas de l'Ours Wenn das Ritual auf Reisen geht Die Teestunde von Crans-Montana ist Teil einer grösseren Idee. In zehn Häusern der Vereinigung Relais & Châteaux, die sich als Hüterin von Gastfreundschaft und lokaler Kultur versteht, wird der Nachmittag jeweils anders gedeutet – und jedes Mal zum Anlass, ein Stück Welt zu entdecken. In der Maison Pic in Valence hebt Anne-Sophie Pic, mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet, das französische «goûter» auf ein «4H»: süsse Köstlichkeiten, Tellerdesserts und herzhafte Häppchen, getragen von Kräutern, Blüten und Gewürzen. Im schottischen The Torridon, einem ehemaligen Jagdhaus aus dem 19. Jahrhundert, treffen Scones mit Clotted Cream und hausgemachter Konfitüre auf die Silhouetten der Highlands; die Torridon-Mischung wird eigens für das Haus komponiert. Weiter südlich, im toskanischen Pieve Aldina in Radda in Chianti, heisst der Nachmittag schlicht la merenda und setzt sich im Sommer am Pool fort, mit grosszügigen Scheiben frischer Wassermelone. Im Riad Fès wiederum ist der Minztee an keine Uhrzeit gebunden: aus der Höhe eingeschenkt, damit er Luft bekommt, ist er vor allem eine Geste des Willkommens. Und in Sri Lanka führen die Ceylon Tea Trails mitten in aktive Teeplantagen – vom Teefeld bis in die Tasse, entlang einer Geschichte, die bis 1867 zurückreicht. Bild: Hostellerie du Pas de l'Ours Crans-Montana als Ziel für eine langsame Auszeit So weit die Wege auch führen, das Naheliegende bleibt eindrücklich. Crans-Montana verbindet die Weite der Walliser Höhen mit der Ruhe eines Nachmittags, der nichts erzwingt. Wer die Auszeit lieber im Gleiten verbringt, findet ähnliche Entschleunigung auf einer Flusskreuzfahrt auf dem Rhein – die Teestunde aber ist hier kein Programmpunkt zwischen zwei Terminen, sondern der Grund, überhaupt anzureisen: erst die Höhenluft entlang der Bisse du Ro, dann das Innehalten mit Blick auf die Gipfel. Bild: Hostellerie du Pas de l'Ours Eine Stunde, die den ganzen Tag verändert Am Ende braucht es keine weite Reise, um zu verstehen, worum es geht. Der Afternoon Tea in der Schweiz – so, wie ihn Crans-Montana zwischen Bisse du Ro und Alpenpanorama inszeniert – erinnert daran, dass Genuss oft eine Frage des Tempos ist. Wer die Stunde bewusst setzt, nimmt mehr mit als Patisserie und Champagner: das seltene Gefühl, dass für einen Moment tatsächlich alles stillsteht.
- Schokolade Basel: das Baslerstäbli vom xocolatl und seine sieben Namen
In der Basler Altstadt, wo die Marktgasse ihre Gäste seit jeher mit kleinen Fachgeschäften empfängt, verbirgt sich hinter einer unscheinbaren Fassade eine ganze Welt aus Kakao. xocolatl heisst das Geschäft an der Marktgasse 6 – und mit dem Baslerstäbli führt es eine Spezialität, die es so nur hier gibt: ein Stück Schokolade, das seine Heimat gleich im Namen trägt. Bild: Basel Tourismus Schokolade Basel: die Welt der Schokolade an der Marktgasse Wer bei xocolatl eintritt, betritt kein gewöhnliches Süsswarengeschäft, sondern eine Bibliothek des Geschmacks. Rund 600 Schokoladenprodukte aus aller Welt reihen sich hier aneinander, sortiert wie Bücher im Regal – aus Madagaskar, Ecuador, der Schweiz und vielen weiteren Herkunftsländern. Der Name ist Programm: «Die Welt der Schokolade» steht über dem Sortiment, und gemeint ist das durchaus wörtlich. Hinter dieser Auswahl stehen Handarbeit und Haltung. Maren Gnädinger hat Anbaugebiete bereist, Kooperativen besucht und mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern auf ihren Plantagen gesprochen, um zu wissen, woher der Kakao stammt und wie er gehandelt wird. Nachhaltige Produktion und fairer Handel sind hier keine Schlagworte, sondern Auswahlkriterien – Produkte aus Ländern, in denen missbräuchliche Kinderarbeit zum Alltag gehört, sucht man bewusst vergeblich. Damit reiht sich das Fachgeschäft in eine Basler Genussszene ein, die Qualität und Herkunft ernst nimmt, vom neuen Restaurant BANKS im Grand Hotel Les Trois Rois bis zum kleinen Laden in der Altstadt. Das Baslerstäbli und seine sieben Dialektnamen Das eigentliche Wahrzeichen des Hauses aber ist das Baslerstäbli. Das Schokoladenformat wird exklusiv für xocolatl gefertigt und ist in sieben Basler Dialektnamen aufgeteilt – eine kleine Hommage an die Sprache der Stadt, die aus Schokolade mehr macht als eine Nascherei: ein Stück Basel. Wer die sieben Namen entziffern möchte, muss den Weg an die Marktgasse antreten, denn ihren Charme entfalten sie erst in der Vitrine. Über das Jahr verändert sich das Sortiment mit den Jahreszeiten. Ein Herz und ein Schmetterling gehören ebenso dazu wie ein Stern zur Weihnachtszeit und ein Hase zu Ostern. So wird das Baslerstäbli zum Begleiter durch den Kalender – und zum Mitbringsel, das sich in Basel ebenso gut macht wie als Gruss aus der Rheinstadt in die Ferne. Es ist die lokal verwurzelte Antwort auf ein globales Sortiment: international inspiriert, unverkennbar baslerisch. Gerade als Geschenk entfaltet das Baslerstäbli seinen Reiz: ein Stück Basel, das sich verschenken lässt, ohne beliebig zu wirken. Wer grössere Aufmerksamkeiten sucht, wird bei xocolatl ebenfalls fündig – das Geschäft stellt auf Wunsch Präsente zusammen, berät auch Firmenkunden und liefert diese versandfertig. So verbindet sich die Sorgfalt, mit der die Schokoladen ausgewählt werden, mit der Freude, sie weiterzureichen: Aus einer Tafel wird ein durchdachtes Mitbringsel, das seine Herkunft gleich miterzählt. Schokoladen-Kaffee statt WLAN Im hinteren Teil des Ladens öffnet sich ein Schokoladen-Kaffee, das zum Verweilen einlädt. Über dreissig heisse und kalte Trinkschokoladen stehen zur Wahl, mit und ohne Aromen, dazu Kaffee- und Tee-Spezialitäten und eine Vitrine mit hausgemachten Kuchen. Zu den Klassikern zählt die glutenfreie Schokoladen-Tarte, die sich stückweise oder als ganze Torte mitnehmen lässt. Über allem wacht ein Motto, das in Zeiten permanenter Erreichbarkeit fast programmatisch klingt: «Sorry we don’t have WiFi – please talk to each other.» Es ist eine Einladung, den Blick vom Bildschirm zu heben – und passt bestens zu einem Basler Sommer, der ohnehin am liebsten draussen und miteinander gelebt wird, ob beim Rheinschwimmen quer durch die Stadt oder bei einer heissen Schokolade in der Altstadt. Ein süsses Stück Basel zum Mitnehmen Schokolade Basel hat viele Adressen, doch nur wenige erzählen ihre Herkunft so charmant wie das Baslerstäbli vom xocolatl. Wer das Globale und das Lokale auf einem einzigen Löffel vereinen möchte, findet an der Marktgasse 6 nicht nur eine Spezialität mit sieben Namen, sondern ein süsses Stück Stadtgeschichte zum Mitnehmen.
- Food Pairing: die Aromenlehre hinter der perfekten Kombination
Eine Wissenschaft auf der Suche nach der perfekten Geschmackskombination. Hintergrund des Food Pairings sind wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Aromenlehre. Unsere Zunge unterscheidet fünf Geschmacksrichtungen: bitter, sauer, salzig, süss und umami. Beim Food Pairing werden die einzelnen Lebensmittel im Labor auf ihre Aromen analysiert. Die Kombination von Zutaten mit ähnlichen Aromenbildern empfinden wir geschmacklich als besonders harmonisch. Das Aroma einer Erdbeere kann beispielsweise in folgende Nuancen unterteilt werden: fruchtig, würzig, zitronig, säuerlich, röstartig und käsig. Dazu passen Bananen, Vanille, Spargeln und Krustentiere, die ähnliche Nuancen aufweisen.
- Schoggi-Tour: die Schokoladentour durch Basels Altstadt
Stéphanie Greiner, Schweizerin mit kolumbianischen Wurzeln, auf den Spuren von Kakao, einer ebenso aromatischen wie spirituellen Frucht. Foto: Nils Fisch Stéphanie Greiner ist in Basel geboren und aufgewachsen. Sie ist bereits als Kind viel gereist, bei ihr zu Hause wurde gern gekocht und mit Freunden aus aller Welt gefeiert. Das Interesse für andere Kulturen und Lebensweisen sowie auch die Liebe zur Kulinarik wurden ihr in die Wiege gelegt. Kolumbien als ihr zweites Heimatland hat eine besondere Bedeutung für sie. Zu den Schoggi-Erlebnissen kamen Sie durch Zufall – oder war es vielleicht Bestimmung? Ich bin inmitten des kulturellen Herzens von Kakao und Schokolade aufgewachsen. Wirklich bewusst wurde mir dies erst, als ich nach mehreren Jahren Auslandsaufenthalt nach Basel zurückkam und für Freunde und Bekannte aus der Ferne kleine improvisierte Schokoladenrundgänge in der Stadt organisierte, um ihnen die «feine handgefertigte Schweizer Schokolade» näherzubringen. Da entdeckte ich, was alles hinter einer Schokoladentafel steckt und wie stark ich sowohl mit dem Ursprung des Kakaos im Amazonas als auch mit der edlen Schokoladenverarbeitung in der Schweiz verbunden bin. So wurde aus einem Hobby eine Leidenschaft und ein Unternehmen. Was bedeutet Kakao für Sie? Für mich ist Kakao die Urform und Schokolade das kulturelle Produkt einer kostbaren Pflanze. Ich finde es unglaublich spannend, wie Kakao und später Schokolade über Jahrtausende hinweg durch die halbe Welt gewandert sind, von Südamerika über Europa und Afrika. Dabei hatte diese tropische Frucht auf jedes Volk eine grosse Wirkung. Die alten mesoamerikanischen Zivilisationen verstanden Kakao beispielsweise als Herzensöffner und Symbol für die Wiedergeburt. Kakao wurde damals teilweise auch von Priestern als bewusstseinserweiterndes Getränk für Zeremonien zubereitet, denn Kakao hat in purer Form eine sanfte psychoaktive Wirkung. Kakao wurde für mich zum Herzensbegleiter. Zur Schokolade habe ich wiederum eine starke kulturelle Verbindung, da sowohl Kolumbien als auch die Schweiz grosse Schoggi-Kulturen sind. Wie sind die Touren aufgebaut, für wen eignen sie sich? Die Schokoladentour führt durch die wunderschöne Altstadt Basels. Wir besuchen handwerkliche Chocolatiers und erleben traditionelle lokale Familienbetriebe, die teils schon in fünfter Generation Schokolade kreieren. Auch lernen wir junge Bean-to-Bar-Unternehmen kennen, die von der Kakaobohne bis zur fertigen Tafelschokolade alle Produktionsschritte hausintern durchführen. Die Teilnehmer erhalten zudem einen Einblick in die tausendjährige Schokoladengeschichte, lernen die Schokoladenverarbeitung als traditionelles Handwerk kennen und probieren alles von der Kakaofrucht über Kakaobohnen bis zur fertigen Tafel. Dabei entdecken sie einige der bis zu 600 Aromen, die in einer guten Schokolade enthalten sein können. Die Schoggi-Tour eignet sich für Schokoladen-Enthusiasten und für alle, die dieses Genussmittel neu entdecken möchte. Xocotour Suisse, www.xocotour.ch












