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  • Confiserie Schiesser: Basler Süsswarentradition am Marktplatz

    Die Confiserie Schiesser ist eines der ältesten Kaffeehäuser der Schweiz und eines der seltenen Beispiele, bei denen weitgehend noch alles im Originalzustand ist, nicht nur baulich, sondern auch inhaltlich. Denn als «Café, Tea-Room, Confiserie zum Rathaus», wie es am Haus zu lesen ist, pflegt die Confiserie Schiesser bis heute die klassische schweizerische Tradition der Verbindung von Kaffeehaus, Salon de Thé und der Zuckerbäckerei. © Tim Lüdin Im Gespräch mit Rosalba Schiesser 2020 feierte die Confiserie Schiesser am Basler Marktplatz den 150. Geburtstag. Rosalba und Stephan Schiesser führen sie in vierter Generation. Seit 2018 ist Rosalba Schiesser Geschäftsführerin des Haupthauses und der 2005 eröffneten «Chocolaterie», der Filiale im Gebäude der UBS an der Aeschenvorstadt 1. Für BaslerIN schildert sie ihr Leben zwischen Tradition und Gegenwart. © Confiserie Schiesser Können Sie etwas über die Zuckerbäcker in der Schweiz und zu den Schiesser-Vorfahren sagen? Vom 17. bis 20. Jahrhundert waren vorwiegend die Bündner Zuckerbäcker in ganz Europa berühmt und in besonderem Masse geschätzt. Die Familie Schiesser kam 1870 jedoch aus dem Glarnerland nach Basel. Übrigens: Frauen waren in diesem Metier schon immer essenziell. Sie arbeiteten und bestimmten mit und haben, wie im Falle unseres Grossvaters, der an der Spanischen Grippe starb, den Betrieb allein weitergeführt. Seit eh und je steht an der Fassade der Confiserie Schiesser «Café, Tea-Room, Confiserie zum Rathaus». Auch die Adresse ist seit der Gründung von vor mehr als 150 Jahren der Marktplatz in Basel, doch die ursprüngliche Hausnummer war 15, nicht wie heute 19. Seit wann ist das so und warum? Die heutige Fassadenbeschriftung stammt aus der Zeit nach 1910, als im Zuge der Marktplatzerweiterung die Häuserzeile zwischen Hutgasse und Sattelgasse komplett erneuert und dafür neu parzelliert wurde. Der Neubau steht am ursprünglichen Ort. Wenig später wurden Räume im benachbarten Eckhaus dazu gemietet, die u. a. den Tea Room im ersten Stock erweiterten. © Confiserie Schiesser Schiesser ist nicht nur ein Laden, sondern auch ein Café und ein Tea Room. Worin besteht der Unterschied zwischen den drei Bereichen? Das Café steht in der Tradition des Kaffeehauses, das früher nur von Männern besucht wurde. Es hat dunkle Holzwände und dunkle Holzmöbel. Der Tea Room hat eine weibliche Tradition. Es hat eine helle Einrichtung und wurde früher hauptsächlich von Frauen besucht, die den feinen Tee mit Kuchen und aufwendiger Patisserie genossen. Eine Confiserie ist eine Zuckerbäckerei und verkauft Konfekt. Ein Café bietet Kuchen, ein Tea Room auch Herzhaftes – ist Schiesser eine Confiserie, eine Konditorei oder eine Bäckerei? Ja, eine Confiserie wird auch Konditorei oder Zuckerbäckerei genannt. Das ist ein Handwerksbetrieb, in dem süsses Gebäck und feines Salzgebäck von Hand produziert werden. Die Konditorei grenzt sich von der Bäckerei dadurch ab, dass dort keine Brotwaren produziert werden. Dies spielt auch in der Arbeitszeit eine sehr grosse Rolle. Während die Bäcker bereits ab 2 Uhr nachts arbeiten, können unsere Konditoren noch ausschlafen, da wir erst um 7 Uhr starten. Als unser Ur-Grossvater Rudolph Schiesser den ersten Konditor-Confiseur-Verein in Basel mitgründete, wurde das Handwerk «Zuckerbäcker» in «Konditor» umbenannt. In der Schweiz heisst die korrekte Berufsbezeichnung «Konditorin-Confiseurin». Zu den anspruchsvollsten Arbeiten gehört die Herstellung von Wunsch- und Hochzeitstorten. Ein Spezialgebiet gehört dem Chocolatier. In der Chocolaterie-Abteilung werden nebst Schokolade, Schokoladen- figuren und -spezialitäten auch Pralinés produziert. Sie gelten aufgrund ihrer aufwendigen Herstellung als die Krönung der Chocolatiers-Kunst. © Confiserie Schiesser Im Herzen der Stadt gelegen, stellt sich die Frage: Wo werden die so unterschiedlichen Waren für den Verkauf in der Confiserie und den Verzehr im Café und dem Tea Room produziert? Was ist hausgemacht, was eingekauft? Wir haben im Haus eine Backstube, eine Chocolaterie sowie eine Patisserie-Abteilung und produzieren alle Spezialitäten selbst. Sämtliche Rohstoffe werden so regional wie möglich eingekauft. Einige unserer Lieferanten beliefern uns bereits seit Generationen. Was bedeutet es, ein Haus zu führen, das einen prominenten Ort so lange mitgeprägt hat? Ist es eine Verpflichtung? Eine Ehre? Oder mitunter auch eine Last? Es ist hauptsächlich eine grosse Ehre und Freude! Die Pflicht sehe ich darin, die Tradition, die hochstehende Qualität sowie unsere Gastfreundschaft zu leben und zu erhalten. Eine Last sehe ich in der erdrückenden Bürokratie sowie den aktuellen Rahmenbedingungen. Seit der Pandemie haben uns die übertriebenen Reglemente, Vorgaben, ständig wechselnden Auflagen und Verbote sehr unter Druck gesetzt und nur geschadet. Auch die massiven administrativen Kontrollen durch diverse Behörden und deren Aufwände sind reine Schikane. Wir sind keine Juristen, sondern immer noch leidenschaftliche Gastgeber. Wie leben Sie den Spagat zwischen Tradition und Gegenwart? Was empfinden Sie als erhaltenswert und warum? Wo lassen Sie Neues zu? Zwischen Tradition und Gegenwart sehe ich keinen Spagat, sondern eher eine Brücke, die auf jeden Fall erhaltenswert ist. Auch die über hundertjährigen altbewährten Rezepte dürfen nicht geändert werden. Das erwartet unsere Kundschaft in konstanter Qualität von anno dazumal! Dabei sind wir auch stets offen für Neues, primär betreffend unsere Lernende, die immer wieder moderne Kreationen ausprobieren und herstellen. Der Spagat in meinem Leben ist eher woanders zu finden: Mein Mann Stephan und ich haben zwei Kinder und führen gemeinsam eine altehrwürdige Institution mit 32 Mitarbeitenden während sehr schwierigen Zeiten. Als moderne Frau habe ich den Anspruch, Familie, Haushalt und Confiserie perfekt zu meistern und mich dabei nicht selbst zu verlieren. © Confiserie Schiesser Sie sind die erste Geschäftsführerin des Betriebs, die mit ihrer Familie nicht im Schiesser-Gebäude wohnt. Was ist in Ihren Augen der Vorteil? Gibt es auch Nachteile? Für mich gibt es keinen Feierabend in diesem Sinne. In Gedanken bin ich permanent bei der Arbeit. Die räumliche Distanz hilft dennoch, etwas Abstand zum Geschäft zu gewinnen. Da wir in Fussdistanz wohnen, gibt es keine Nachteile. Sie sind gebürtige Italienerin. Wann kamen Sie nach Basel und weshalb? Was lieben Sie in und an Basel? Meine Eltern sind in den 1970er-Jahren aus Süditalien nach Bad Säckingen emigriert. Ich hatte eine wunderschöne Kindheit im badischen Ambiente. Nach dem Wirtschafts-Abitur war ich für eine Unternehmensberatung tätig, deren Hauptsitz in Reinach war. Somit zog ich von meinen Eltern weg ins Baselbiet. Das war damals sehr dramatisch: Meine Eltern hatten längst auf eine Hochzeit mit einem Italiener gewartet. Stattdessen zog ich nun unverheiratet in ein anderes Land. Ein paar Jahre später wurde ich GF-Assistentin im Ristorante Da Roberto in der Küchengasse. Fünf Jahre später wurde mir eine Stelle in der Geschäftsleitung der legendären Confiserie Frey am Bahnhof angeboten. Während dieser Zeit lernte ich Stephan Schiesser kennen. 2005 zog ich zu ihm nach Basel. Somit ist die Antwort klar: In die Stadt Basel kam ich der Liebe wegen. Was ich sonst noch an Basel liebe, ist die lässige Lebendigkeit der Baslerinnen und Basler, die Weltklassenkultur und -kunst sowie die regionale Schoggi- und Kaffeehauskultur. Ausserdem gefallen mir das mediterrane Ambiente der Stadt sowie die kurzen Wege. Es ist ein grosses Privileg und eine Freude, zu Fuss zur Arbeit oder zum Einkaufen zu gehen, zu flanieren oder auch abends nach dem Ausgehen nach Hause zu spazieren. Ich liebe und lebe die Basler Gastronomie. Mich trifft man entweder in einem belebten Basler Café (nicht nur im Schiesser) oder in einem gemütlichen Basler Restaurant. Text: Ulrike Zophoniasson

  • Fotowettbewerb Siena Awards: Marko Klavs aus Möhlin unter den Nominierten

    Manchmal beginnt Weltklasse ganz in der Nähe. Der in Möhlin lebende Fine-Art-Fotograf Marko Klavs zählt beim renommierten Fotowettbewerb Siena Creative Photo Awards 2026 in der Kategorie Open Theme zu den Nominierten – eine Nominierung, die international Gewicht hat. Seine Stillleben-Fotografie inszeniert Alltägliches wie ein Gemälde: eine Artischocke, eine Birne, ein Löffel, getragen von ruhigem Licht und klarer Komposition. Der gebürtige Slowene macht aus stillen Objekten grosse Momente – und rückt damit ein Stück der Region Basel ins internationale Rampenlicht. © Marko Klavs Stillleben-Fotografie zwischen Licht und Form Klavs' Arbeiten konzentrieren sich auf Fine-Art-Stillleben, inspiriert von den Traditionen der klassischen Malerei. Es geht um Licht, Form, Atmosphäre und zeitlose Schönheit – jene stille Eleganz, die ein gutes Gemälde und ein gutes Foto teilen. Seine Serie «Silent Objects» nimmt sich Zeit für das Unscheinbare: Küchenobjekte, Früchte, Oberflächen. Nichts ist zufällig, jedes Detail bewusst gesetzt. So entstehen Bilder, die weniger zeigen als andeuten – und gerade dadurch lange nachwirken. © Marko Klavs Siena Awards: nominiert in einem der grössten Fotowettbewerbe Die Siena Creative Photo Awards zählen zu den renommiertesten internationalen Fotowettbewerben. Als Nominierter der Kategorie Open Theme genannt zu werden, ist entsprechend eine Bestätigung auf höchster Ebene – die Gewinner werden am 10. Oktober bekanntgegeben. Es ist nicht die einzige: In den vergangenen Monaten wurde Klavs' Arbeit auch bei den International Visionography Awards, den European Photography Awards, den New York Photography Awards sowie den WPE Awards ausgezeichnet – eine dichte Folge internationaler Anerkennung. © Marko Klavs Ein Blick aus Möhlin in die Welt Gearbeitet wird dort, wo Klavs lebt: in Möhlin im Fricktal, einen Katzensprung von Basel entfernt. Von hier aus reicht sein Blick weit – über das Stillleben hinaus in Serien wie «Urban Poetry», die Architektur zur Bühne macht, oder «Timeless Landscapes». Dass diese Anerkennung aus der Region kommt, macht sie besonders. Marko Klavs zeigt im internationalen Fotowettbewerb Siena Awards, dass grosse Fine-Art-Fotografie keine grosse Bühne braucht, sondern einen genauen Blick – und die Geduld, auf das richtige Licht zu warten. © Marko Klavs

  • Schweizer Wein aus dem Waadtland: Murailles No.7 und die Rückkehr der Eidechse

    Wer Schweizer Wein mit Geschichte sucht, wird im Waadtland fündig – Authentizität, die im Glas weiterklingt. In Aigle kehrt die Smaragdeidechse in die historischen Trockenmauern zurück und mit ihr ein Sinnbild gelebter Biodiversität. Seit 1919 prägt das «Eidechsli» die Identität von Murailles, jetzt öffnet die Linie No.7 ein neues, fruchtbetontes Kapitel. Die Handschrift der Weinmacherin Marjorie Bonvin verbindet Tradition mit Zeitgeist, leichtfüssig und präzise. So wird aus Herkunft Gegenwart – und aus einer Ikone ein zeitgemässer Genussmoment. © Dominique Derisbourg Die Rückkehr der Eidechse: Biodiversität mit Symbolkraft Lange fehlte sie im Blickfeld, jetzt ist sie wieder da: die Smaragdeidechse in den Trockenmauern von Aigle. Für Murailles ist sie seit über hundert Jahren das Sinnbild der Verbindung von Weinberg und Terroir – geboren 1919 auf dem Etikett des «Aigle les Murailles» durch den Waadtländer Künstler Frédéric Rouge. Ihre Wiederkehr ist kein Zufall: Gemeinsam mit Fachpersonen und der Hochschule Changins initiierte Henri Badoux ein Biodiversitätsprojekt zur Wiederansiedlung der Eidechse. In den historischen Murailles-Reblagen wurden einzelne Zeilen entfernt, Korridore begrünt, Waldränder geöffnet und abgestufte Übergangszonen geschaffen. So entstehen naturnahe Rückzugsorte – ein lebendiges Netzwerk, das im Chablais bereits wieder mehrere Tiere zeigt. Diese Entwicklung steht exemplarisch für eine neue Selbstverständlichkeit im Weinbau: Ökologie und Qualität gehören zusammen. Wer Nachhaltigkeit auch jenseits des Weins entdecken will, findet inspirierende Anknüpfungspunkte – von Reisen bis Kulinarik mit Weitblick. © Maison Henri Badoux Schweizer Wein aus dem Waadtland: was No.7 verspricht Mit der Linie Murailles No.7 öffnet die Marke ein modernes Genusskapitel – gemacht für Momente, die unkompliziert und spontan sein dürfen. Drei Cuvées tragen die Idee: fruchtbetont, frisch, zugänglich. No.7 Blanc zeigt exotische Fruchtaromen von Mango und Ananas und endet weich und rund. No.7 Rosé ist floral, leicht und wie geschaffen für sonnige Stunden. No.7 Rouge setzt auf rote und schwarze Beeren und verabschiedet sich mit einem charmanten, geschmeidigen Abgang. Hinter dieser Handschrift steht Marjorie Bonvin. Die Winemakerin verbindet fundierte Weintechnologie mit dem Gespür für Balance – geprägt von Kindheitstagen im Rebberg über die Ausbildung zur Winzerin und Weintechnologin bis ins Maison Henri Badoux: seit 2011 begleitet sie die Crus des Hauses, seit 2021 leitet sie Produktion, Vinifikation und Önologie. Murailles No.7 Rosé · © Maison Henri Badoux No.7 geniessen: von der Basler Terrasse bis in den Chablais Serviert wird No.7 am besten gut gekühlt – Maison Henri Badoux empfiehlt rund 10 Grad. So entfalten sich die exotischen Noten von Mango und Ananas am schönsten: als Apéro auf der Terrasse, zu asiatisch inspirierter Küche, zu Fisch oder einem fruchtigen Dessert. Aus einer Flasche wird so ein unkomplizierter Begleiter für laue Sommerabende. Und wer dem «Eidechsli» einmal selbst begegnen möchte: Aigle liegt näher, als man denkt – mit dem Zug ist das Chablais von Basel aus gut erreichbar, dorthin, wo Trockenmauern, Reben und die Eidechse seit über hundert Jahren zusammengehören. Bis dahin genügt ein gut gekühltes Glas auf der Terrasse – ein Genuss-Moment für sich, so wie eine stille Auszeit in den Bergen. Genau das macht diesen Schweizer Wein besonders: Er bringt ein ganzes Terroir – Landschaft, Handwerk und ein wiederkehrendes Symbol – in ein einziges Glas. Und erinnert daran, dass die schönsten Geschichten nicht erzählt, sondern eingeschenkt werden.

  • Region Innsbruck: Hochgefühle zwischen Gipfelblick und Genusstafel

    Wenn Höhenluft und Gastfreundschaft miteinander verschmelzen, entstehen Augenblicke, die lange nachhallen. In der Region Innsbruck zeigt sich dieses Zusammenspiel eindrücklich: «Hochalpin und Hochgenuss gehen hier nämlich stets Hand in Hand.» Ob frühe Sonnenaufgänge auf der Nockspitze, bequeme Bergstationen mit Weitblick oder Almhütten, die lokale Produkte kreativ verarbeiten – die Region bietet Ausblicke und Einkehr in einem Zug. Drei kompakte Anregungen für diejenigen, die sich den Sommer in den Bergen genussvoll erschliessen wollen. © Innsbruck Tourismus / Markus Mair Region Innsbruck: Gipfel, Gondeln und die neue Stadtterrasse Wer morgens früh auf der Nockspitze steht, erlebt ein naturschauspiel, das sich in der Erinnerung festsetzt: Auf hochalpinen 2'404 Metern belohnt der Sonnenaufgang mit einem 360‑Grad‑Panorama, das bis zu den Kalkkögeln und den Zillertaler Alpen reicht. Solche Aussichten sind prägnante Motivgeber für alle, die Fotomotive mit alpine Weite suchen. Der Patscherkofel, bequem per Gondel erreichbar, ergänzt diese Hochgebirgs-Inszenierung mit einer Bergstation, von der sich zahlreiche Wanderwege öffnen. An klaren Tagen gibt die Flanke des Patscherkofel den Blick auf rund 400 Gipfel frei; die Bergstation ist zugleich Ausgangspunkt für Touren wie den Jochleitensteig, der das Hausbergpanorama erlebbar macht. Auch in städtischer Nähe verbindet sich Bergwelt mit urbaner Perspektive: Die neue Aussichtsterrasse auf dem RAIQA‑Rooftop nahe dem Innsbrucker Hauptbahnhof verschmilzt die Bergketten mit dem Stadtbild und verdeutlicht den alpin‑urbanen Charakter der Region — ein kurzer, eindrücklicher Kontrast zwischen Dächerzeile und Gipfelkette. Aufsteigen und geniessen: Almhütten, Direktvermarktung und internationale Noten Die althergebrachte Almküche hat in und um Innsbruck weiterhin hohen Stellenwert. Auf der urigen Götzner Alm etwa stehen regionale Produkte und hausgemachte Schmankerln im Zentrum; von Kasnudeln über Schweinsbraten bis zum Kaiserschmarren prägen klassische Aromen die Karte. Das Mieminger Plateau gilt als eine der produktivsten Direktvermarktungsregionen rund um Innsbruck. Die Stöttlalm zeigt, wie Produzenten und Küche hier zusammenwirken: Die Speisekarte spiegelt die Lieferungen der Umgebung, sodass heimische Klassiker und internationale Variationen aus hochwertigen Zutaten entstehen. Ebenso eigenständig ist die Lanser Alm, auf 1'735 Metern gelegen, wo die Einkehr zur kulinarischen Reise wird: Dort trifft Nepal auf Tirol — Momo auf Kaspressknödel, Curry auf Speck — und verdeutlicht die Bandbreite, mit der die Region Genuss vermittelt. Diese Kombination aus Tradition und kreativer Offenheit ist ein wesentlicher Teil des gastlichen Angebots. © Innsbruck Tourismus / Manuel Kottersteger Bewegen und knipsen: Seenrunden, Schluchten und Aussichtsplattformen Die Drei‑Seen‑Runde in Kühtai führt durch Hochgebirgslandschaft, die auch ohne alpines Vorwissen erlebbar ist: Auf rund sieben Kilometern und circa 440 Höhenmetern eröffnen zwei idyllische Bergseen sowie ein Stausee immer wieder Fotomotive und Rastplätze zum Füsse‑Kühlen und Verweilen. Wildromantisch präsentiert sich im Inntal die Ehnbachklamm: Der sprudelnde Ehnbach bahnt sich seinen Weg durch Felsformationen, eingerahmt von sattgrüner Vegetation — ein Ort, der zum Innehalten und Fotografieren auffordert. Die stadtnahe Sillschlucht punktet mit der Aussichtsplattform Drachenfelsen, deren durchsichtiger Boden über dem Abgrund schwebt und den Blick über schroffe Felswände und üppige Flora freigibt. Mit der markanten Bergiselschanze im Rücken entsteht ein eindrückliches Nebeneinander von Architektur und Natur — und an heissen Tagen bietet die Schlucht eine willkommene Abkühlung. Ankommen, hochsteigen, bleiben: Die Region Innsbruck empfiehlt für Kurzaufenthalte die Welcome Card, die ab zwei Nächten in einer Partnerunterkunft gratis aufs Smartphone gebucht wird und Ermässigungen sowie die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sichert. Umweltverträgliche Anreise ist unkompliziert — Zugverbindungen führen direkt aus Zürich, München, Wien nach Innsbruck. So bleibt mehr Raum für das Wesentliche: den Blick, den Geschmack und das Foto, dessen Echo noch lange nachklingt. © Innsbruck Tourismus / Danijel Jovanovic

  • Damenuhren: Jaeger-LeCoultre Rendez-Vous setzt neue Massstäbe

    Wenn eine Uhr mehr erzählt als die Zeit, entsteht wahre Begehrlichkeit. Mit den neuen Rendez‑Vous Modellen bringt Jaeger‑LeCoultre zwei Facetten moderner Eleganz ans Handgelenk – als fein gearbeitete Damenuhren, die Handwerk und Haltung verbinden. Eine poetische Miniaturmalerei in Platin trifft auf eine der schlanksten Silhouetten der Kollektion. Zwei Antworten auf die Frage, wie zeitgemäss feminine Uhrmacherei heute aussieht. © Jaeger-LeCoultre Damenuhren mit Haltung: zwei neue Rendez-Vous Modelle Jaeger‑LeCoultre stellt zwei Neuheiten der Rendez‑Vous Linie vor, die feminine Uhrmacherei als Haltung neu formulieren: die äusserst limitierte Jewellery Night & Day und die puristische Hour‑Minute. Beide Modelle bleiben den charakteristischen Floral‑Ziffern treu, interpretieren sie jedoch unterschiedlich – einmal als Bühne für ein kunstvolles Zifferblatt, einmal als diskrete Signatur auf einer der schlanksten Silhouetten der Kollektion. Wer die poetische Seite der Marke bereits schätzt, erinnert sich an die Jaeger‑LeCoultre Master Hybris Artistica – auch hier verbinden sich Technik und Ästhetik zu einem stimmigen Statement. © Jaeger-LeCoultre Jewellery Night & Day: Platin, Lackminiatur und 48 Baguettes Die Rendez‑Vous Jewellery Night & Day erscheint als streng limitierte Edition von nur 10 Stück. In einem 34‑mm‑Gehäuse aus Platin 950 umrahmen 48 baguettegeschliffene Diamanten die Lünette; weitere Brillanten akzentuieren Hörner und Flanken. Auf einem transparenten Saphir‑Zifferblatt entfaltet sich eine Miniaturmalerei in Lack: Ein Asian Paradise Flycatcher auf Blütenzweigen, darunter die handgemalte Mond‑und‑Sonnen‑Scheibe der Night‑&‑Day‑Komplikation, die in 24 Stunden einmal rotiert. Unter dem Saphirboden arbeitet das automatische Kaliber 733. Der fein dekorierte Mechanismus trägt einen Rotor aus 22‑karätigem Gold (916/1000); der Kronen‑Diamant setzt die Rendez‑Vous Signatur fort. Ein blauer Alligatorriemen mit Satin‑Finish und Schnellwechselsystem komplettiert den Auftritt. © Jaeger-LeCoultre Hour‑Minute: 29 mm, schlank und alltagstauglich Die Rendez‑Vous Hour‑Minute destilliert die Codes der Linie zu essenzieller Klarheit. Ihr 29‑mm‑Gehäuse – in Edelstahl oder 18K (750/1000) Roségold – misst nur 7.47 mm Höhe und zählt damit zu den schlanksten Zeitmessern der Kollektion. Die polierte, diamantfreie Lünette, ein mit einer stilisierten Sonne gravierter Vollboden sowie ein konzentrisch aufgebautes Zifferblatt mit Sonnenschliff, Floral‑Ziffern und dezenten Diamant‑Indexen prägen die Ästhetik. Für das Styling stehen ein taupefarbener Alligatorriemen mit Satin‑Schimmer und – exklusiv für Rendez‑Vous seit 2025 – ein neues Metallband mit rautenförmigen, hochpolierten Gliedern zur Wahl, das sich weich wie ein Band um das Handgelenk legt. Inspiration für Uhrenliebhaberinnen in Basel bietet auch die Breitling Boutique in Basel – unterschiedliche Interpretationen von Dress‑Uhren im direkten Vergleich. © Jaeger-LeCoultre Handwerk und Femininität: Métiers Rares™ im Fokus Beide Neuheiten sind eine Hommage an die in der Manufaktur gepflegten Métiers Rares™ – von der feinen Gravur über das Edelsteinfassen bis zur Miniaturmalerei, deren Tiefe auf dem transparenten Saphir‑Träger besonders zur Geltung kommt. Dass diese Sorgfalt nicht nur Vitrinenstücke hervorbringt, zeigt die praxisnahe Ausstattung: komfortable Wechselarmbänder, robuste Gehäuse und ein Design, das vom Tageslicht bis zum Abend mühelos besteht. Für einen weiteren Blick auf ikonische Schweizer Uhrmacherei lohnt sich unser Feature zur Bucherer Certified Pre‑Owned‑Kultur – Heritage, Qualität und verantwortungsbewusster Luxus im Hier und Jetzt. Am Ende bleibt eine klare Botschaft: Uhr und Schmuck verschmelzen zu Persönlichkeit – genau dort, wo eine Damenuhr ihren stärksten Ausdruck findet. Ob als kunstvolle Edition in Platin oder als reduzierte Dresswatch für jeden Tag – die neuen Rendez‑Vous zeigen, wie vielfältig eine Damenuhr sein kann. Präzision, Poesie und Präsenz – in zwei charakterstarken Interpretationen.

  • Ballerinas 2026: der It-Schuh für den Herbst – von Mary Jane bis Two-Tone

    Kein Schuh trägt den Übergang vom Sommer in den Herbst so leichtfüssig wie die Ballerina. Was die Modewelt 2026 fest im Griff hat, ist längst mehr als ein kurzes Revival: Der flache Ballettschuh bleibt der It-Schuh der Saison – mal mit Riemchen, mal aus Mesh, mal zweifarbig, mal in sattem Herbstbraun. Von der Anzughose bis zum Strickkleid tragen Ballerinas jeden Look eine Spur eleganter, ohne je bemüht zu wirken. Höchste Zeit, den Trend für den Basler Herbst zu übersetzen. © Tory Burch Warum die Ballerina bleibt Die Rückkehr der Ballerina begann 2022, als das Modehaus Alaïa unter Pieter Mulier eine beschlagene Mary Jane vorstellte, die im Nu ausverkauft war. Seither hat praktisch jede Marke – von der Luxusadresse bis zur Highstreet – ihre eigene Version geformt. Der Grund für die Beständigkeit liegt in der Vielseitigkeit: Zur weiten Anzughose wirkt die Ballerina im Büro souverän, zur Boyfriend-Jeans lässig, zum Midikleid am Abend feminin. Sie ist der wandelbarste It-Schuh der Saison – und trägt jene französische Lässigkeit in sich, die nie aus der Mode kommt. Mary Jane Ballerinas: der Riemen macht den Unterschied Der grösste Auftritt dieser Saison gehört der Ballerina mit Riemchen über dem Spann – der Mary Jane. Das schmale Band verwandelt den klassischen Ballettschuh in etwas Verspieltes, das mit feinen Söckchen und Minirock einen Hauch Schulmädchen-Nostalgie erhält. Nach ihrem Sommerauftritt kommt die Riemchen-Ballerina nun in herbstlichen Tönen zurück: Schokolade, Sand und Kaffeebraun lösen das reine Schwarz ab. Häuser wie Givenchy setzen die Silhouette edel um, während COS, Flabelus oder Repetto sie alltagstauglich interpretieren. © Repetto Mesh Ballerinas: zweite Haut und hoher Spann Transparenz bleibt das eleganteste Spiel der Saison. Mesh-Ballerinas – zart wie eine zweite Haut – prägen den Trend, seit Alaïa das feine Netzgewebe in den Ballettschuh brachte. Neu ist der höhere Schnitt: Ein tiefer V-Ausschnitt am Spann streckt den Fuss optisch und lässt das Bein länger wirken, während die Zehenpartie betont spitz zuläuft. Marken wie Le Monde Béryl, The Row oder Khaite zeigen, wie viel Raffinesse in dieser scheinbar schlichten Form steckt. © Alaïa Two-Tone und Cap-Toe: der zeitlose Kontrast Wer nur in ein Paar investiert, wählt die zweifarbige Ballerina. Der Klassiker – heller Schuh, dunkle Kappe – geht auf das Erbe von Chanel zurück und hat bis heute nichts von seiner Eleganz verloren: Die dunkle Spitze lässt den Fuss schmaler wirken und passt zu praktisch allem. Auch auf den Laufstegen war der Kontrast präsent, etwa als kräftiges Colour-Blocking. Gesteppte Modelle und Cap-Toe-Varianten machen die Two-Tone-Ballerina zum stillen Luxus, der Saison für Saison funktioniert. © Chanel Rote Ballerinas: der Farbtupfer für den Basler Herbst Die Französinnen schwören diesen Herbst auf die rote Ballerina – nicht im gedämpften Bordeaux, sondern in klarem, leuchtendem Rot, das schlichte Looks sofort veredelt; das Pariser Traditionshaus Repetto gilt hier als erste Adresse. Wer es ruhiger mag, folgt den warmen Brauntönen von Karamell über Kastanie bis Mokka. In Basel entfaltet der Trend seinen Reiz zur Feinstrumpfhose und zum kurzen Trench – und zu Swiss-Made-Accessoires wie einer Tasche von kleinbasel oder einem Stück von LABELED. Ob mit Riemchen, aus Mesh oder zweifarbig: Die Ballerina beweist, dass wahre Eleganz flach sein darf. © Repetto Ballerinas richtig kaufen und tragen Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Grösse: Ballettschuhe – besonders von Repetto – fallen knapp aus, weshalb eine halbe bis ganze Nummer grösser meist besser sitzt; am besten probiert man sie abends an, wenn die Füsse leicht angeschwollen sind. Weiten tun sich die Modelle nur wenig, dafür passt sich das Leder mit der Zeit dem Fuss an – eine Machart, die vom echten Ballettschuh stammt. Beim Styling folgt man am elegantesten der französischen Schule: zur Feinstrumpfhose und zum Rock oder Kleid für den Tag, zur weiten Jeans und Bluse für den lässigen Auftritt, zur Anzughose fürs Büro. So wird die flache Silhouette vom Basler Kopfsteinpflaster bis zum Abend am Rheinbord zum wandelbarsten Schuh der Garderobe.

  • Wellnesshotel in Kalabrien: Capovaticano Resort Thalasso Spa

    Authentisch reisen statt Inszenierung: In Kalabrien zeigt sich der Süden in seiner ursprünglichen Form. Das Capovaticano Resort Thalasso Spa, ein Wellnesshotel in Kalabrien, liegt an der Costa degli Dei, eingerahmt von Felsen, Meeresblau und dem Blick auf Stromboli. Eine Architektur, die sich zurücknimmt, lässt Raum für das, was trägt: Wasser, Licht, Wind. Im Herzen des Hauses die Thalasso mit Meerwasser, Wärme und Mineralien, dazu eine Küche, die die Region feiert. Ein Ort, der Kalabriens Seele spürbar macht – leise, beständig, echt. © Eric Cuvillier Architektur, die Landschaft spricht: S‑Form, Sandstein, Stromboli Ankunft in Bewegung: Die kurvige Zufahrt folgt der S‑Silhouette des Hauses, einer Geste an das Tyrrhenische Meer. Die Fassade aus warmem Sandstein – Terrakotta, Ocker, Beige – holt die Strandpalette ins Licht. Im Foyer fällt der Blick durch eine runde Öffnung im Dach, eine Hommage an den Vulkankegel von Stromboli, der am Horizont ruht. Nichts ist laut, alles ist bewusst gesetzt. Materialien, Texturen und Proportionen treten zurück und geben der Umgebung den Vortritt. Das Resort wird zur Kulisse für das, was diese Küste prägt: Wind, Wasser, Sonne – und die langen Abende, wenn der Himmel über den Äolischen Inseln glüht. © Eric Cuvillier Wellnesshotel in Kalabrien: Thalasso als Herzstück Wasser als Methode: Die Thalasso im Haus setzt auf Meerwasserpools, Kneipp-Pfad, Dampfbad, Sauna, Hydromassagen und 15 Behandlungsräume – 2000 Quadratmeter, die Regeneration strukturieren. Anwendungen wie «Calabrian Aromatic» arbeiten mit Bergamotte, Zitrone und Rosmarinöl; «Sea Breeze» verbindet Behandlung und Meeresluft direkt am Strand. Wer bewusst reist, findet hier eine sanfte, wirksame Routine. Zwischen Wärme, Mineralien und Rhythmus entsteht eine tiefe, anhaltende Entspannung – getragen vom Blick auf die See und vom leisen Geräusch der Wellen. © Capovaticano Resort Thalasso Spa Kulinarik mit Herkunft: Tropea, Bergamotte, Meer Drei Restaurants – Mantineo, Stromboli, Strombolicchio – erzählen die Region auf dem Teller. Saisonale Karten setzen den Moment ins Zentrum: rote Zwiebel aus Tropea, Bergamotte, fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch aus der Umgebung, hausgemachte Pasta, ’Nduja und das berühmte kalabrische Tartufo. Die Küche ist eine Einladung, Kalabrien differenziert zu schmecken: handwerklich, präzise, leicht. Jede Zutat bleibt erkennbar, jede Herkunft spürbar – eine zeitgemässe Interpretation des kulinarischen Erbes der Küste. © Capovaticano Resort Thalasso Spa Lage und Erlebnisse: Costa degli Dei, Äolische Inseln, Hinterland Das Resort liegt mit direktem Zugang zu Stränden, klarem Wasser und Tauchplätzen – in den kühleren Monaten wird der Aussenpool beheizt. Bootsausflüge führen zu den Äolischen Inseln, Wanderwege ziehen sich über den Monte Poro; im Hinterland warten Seidenmuseum, Handwerk und stille Dörfer. Wer aus Basel anreist, erreicht Kalabrien via Zürich oder Mailand mit Anschluss nach Lamezia Terme; von dort ist es ein kurzer Transfer an die Costa degli Dei. So wird aus einem verlängerten Wochenende ein konzentrierter Südtrip – mit Sonnenuntergängen, die im Gedächtnis bleiben. Wer das Capovaticano Resort Thalasso Spa wählt, entscheidet sich für die stille Intensität Kalabriens: Meer, das trägt; Aromen, die bleiben; Architektur, die den Raum der Natur grosszügig teilt. Ein Rückzugsort, der die Reise nach Süden zu einer Erfahrung verdichtet – mit Blick auf «Iddu», den Stromboli, und der Gewissheit, dem Wesentlichen nah zu sein. © Capovaticano Resort Thalasso Spa

  • LABELED Womenswear: neues Basler Label von Chabnam Jankovic

    In der Basler Modelandschaft ist eine neue, leise Stimme zu entdecken: LABELED, eine 2025 gegründete Womenswear-Marke, die in der Schweiz entworfen und in Italien und Frankreich gefertigt wird. Hinter dem Label steht Chabnam Jankovic, die Mode als Zusammenspiel von Sprache und Design begreift. Ihre Entwürfe leben von Kontrasten – reduziert und markant zugleich – und sind auf Dauer angelegt statt auf schnelle Trends. Ein Blick auf ein junges Label, das mit seiner ersten Kollektion Haltung zeigt. © LABELED · Fotografie: Judith Hirsbrunner LABELED Womenswear: in Basel gegründet, in Italien und Frankreich gefertigt LABELED versteht sich als elevated Womenswear-Marke, deren Ausgangspunkt eine einzige Frage ist: wie Kontraste und Widersprüche ein stimmiges Ganzes ergeben. Diese Spannung prägt die Marke von Grund auf. Diese Feier der Gegensätze zieht sich durch Kollektionen, gestalterische Entscheidungen und Atmosphäre. Im Zentrum steht das Leben, wie es sich entfaltet: Formen und Texturen werden daraufhin befragt, wie Kleidungsstücke durch die Jahreszeiten getragen werden – für eine Balance aus reduzierter Klarheit und markanter Präsenz. Look aus der ersten Kollektion – der Murmure Cardigan · © LABELED · Fotografie: Judith Hirsbrunner Die erste Kollektion: Handwerk aus Italien und Frankreich Durchdachte Details – mal sichtbar, mal diskret – verankern die Haltung der Marke. Jedes Stück ist bewusst als langlebige Ergänzung einer Garderobe gedacht, nicht als kurzlebiger Trend. Sinnbildlich dafür stehen die ersten Stücke: der Murmure Cardigan aus einer feinen Superkid-Mohair-Mischung, mit einem zurückhaltenden Zitat am Saum, sowie das Rumeur Sweatshirt aus schwerer Bio-Baumwolle mit Marken-Stickerei auf der Front und einem Zitat an der Schulter. Beide werden in Italien gefertigt und setzen auf feine Verarbeitung und stille Details statt auf laute Effekte. Look aus der ersten Kollektion – das Rumeur Sweatshirt · © LABELED · Fotografie: Judith Hirsbrunner

  • kleinbasel by Tanja Klein: Sommerkollektion und Swiss-Made Taschen aus Basel

    Der Sommer zeigt sich in Basel von seiner schönsten Seite – und in der Schneidergasse denkt die Mode bereits den Übergang zum Herbst mit. kleinbasel by Tanja Klein steht für zeitlose Mode aus Basel: fair, hochwertig und alltagstauglich, im eigenen Atelier entworfen und bewusst in kleinen Serien statt als Massenware gefertigt. Faire Bedingungen und ein umweltbewusster Ansatz stehen dabei im Zentrum. Ein Rundgang durch ein Basler Label, das Stil und Nachhaltigkeit konsequent zusammendenkt. Sommerkollektion «Gentle Sea Breeze» 2026 · © kleinbasel by Tanja Klein kleinbasel by Tanja Klein: «Gentle Sea Breeze» und die ersten New Arrivals Die aktuelle Sommerkollektion «Gentle Sea Breeze» 2026 lebt von einer harmonischen Komposition aus Farben, Materialien und raffinierten Schnitten. Entwickelt werden die Kollektionen von Tanja Klein und ihrem Team im eigenen Basler Atelier – und während die Sommerstücke noch die Saison prägen, treffen bereits die ersten New Arrivals ein, die den Bogen zum Herbst spannen. Ein Höhepunkt ist der vielseitige Overall Timea in Print Bubble aus reiner Viskose, der mühelosen Chic mit Funktionalität verbindet – vom Büroalltag bis zum Abend. Ergänzt wird die Kollektion durch Stücke wie das Wickelkleid Valerie B, die Jupe Dana B oder das Gilet Selma, das sich zu Hose, Jupe oder Kleid kombinieren lässt und jedem Look eine neue Facette gibt. Overall Timea in Print Bubble · © kleinbasel by Tanja Klein Handwerkskunst aus der Schweiz: Taschen und Accessoires Neben der Mode geniesst die Lederwaren-Linie von kleinbasel einen Ruf, der weit über die Stadtgrenzen hinausreicht – nicht zuletzt, seit Tanja Klein für ihr Engagement mit dem Publikumspreis des Klima-Awards Basel-Stadt ausgezeichnet wurde. Sorgfältiges Handwerk und verantwortungsvolle Fertigung prägen jedes Stück. Die Clutch «Twin M» besteht aus genarbtem, glänzendem Swiss-Made-Rindsleder mit leichtem Baumwollfutter und lässt sich dank austauschbarer Träger als Hand-, Achsel- oder Crossbody-Tasche tragen. Wer mehr Stauraum sucht, greift zur Tasche Eviva aus Swiss-Made-Rindsleder und glattem Kalbsleder oder zum urbanen Rucksack Zaino – Stücke, in denen Funktion und Ästhetik zusammenfinden. Clutch «Twin M» aus Swiss-Made-Rindsleder · © kleinbasel by Tanja Klein Einzelstücke und Herrenmode in der Schneidergasse Der Flagship Store an der Schneidergasse 24 ist die erste Adresse, um die Stücke in Ruhe anzuprobieren und die Materialien zu erspüren. Immer wieder locken hier Clearance-Aktionen mit ausgesuchten Einzelstücken für Damen und Herren – ein guter Anlass, langlebige Klassiker zu entdecken. Darüber hinaus ist eine Auswahl der Kollektion in ausgewählten Geschäften in der ganzen Schweiz erhältlich. Auch die Herren kleidet das Label ein: Das leicht taillierte Hemd Theo überzeugt mit feinen Flankennähten und perfekter Passform, während die Chino Sven als unkomplizierter Begleiter durch den Tag führt. Bezahlt werden kann im Store übrigens auch mit dem Stadtbon Basel – ein Detail, das die tiefe Verwurzelung von kleinbasel by Tanja Klein in seiner Stadt unterstreicht.

  • Auszeit in Budapest

    Die Sehnsucht nach einer Auszeit, einem Moment des Innehaltens und einem tiefgreifenden Wellness-Erlebnis ist in unserem schnelllebigen Alltag präsenter denn je. Wo liesse sich diese Sehnsucht besser stillen als in der Welthauptstadt der Thermalquellen? Willkommen in Budapest – dem idealen Ort für tiefes Wohlbefinden und ästhetische Erneuerung. Die Kettenbrücke in Budapest Auszeit in Budapest – Historie, Wellness und Donauglanz Budapest besitzt eine tief verwurzelte Tradition in der Beauty- und Wellness-Kultur. Schon im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert erlebte die Bäderstadt ihren Höhepunkt: Die monumentalen Repräsentationsbauten und die angebotenen therapeutischen Kuren machten Budapest zu einem internationalen Zentrum luxuriöser Kuranlagen. Diese Expertise ist bis heute spürbar. Die Stadt selbst, die «Königin der Donau», ist ein architektonisches Meisterwerk und bietet eine atemberaubende Kulisse. Sightseeing entlang der Donau ist unvergesslich – sei es zu Fuss oder mit einer Schifffahrt. Von der berühmten Fischerbastei aus bietet sich ein Blick auf die imposanten Brücken und das majestätische Parlament, dessen Bau 1904 abgeschlossen wurde. Die gesamte Pracht der Burg und der Donau-Skyline, die nachts golden leuchtet, schafft eine Atmosphäre von Weltstadtglamour. Die Innenstadt lädt mit einer vielfältigen Gourmet-Szene, zahlreichen Kaffeehäusern, Restaurants und Museen sowie erstklassigen Shoppingmöglichkeiten zum Flanieren und Entdecken ein. Doch die wahre Essenz dieser Kultur liegt tief unter der Oberfläche: Täglich strömen über 70 Millionen Liter Heilwasser aus 123 Quellen hervor. Dieses mineralreiche Wasser, dessen Temperatur bis zu 76 °C erreicht, bildet die Essenz der ungarischen Wellnesskultur. Das Rudas Thermalbad Beauty-Treatments, Entschleunigung und Erholung Ein üblicher Städtetrip mündet oft in einem Spagat zwischen Entdecken und dem Wunsch nach Erholung, da die Fülle an Eindrücken die notwendige Regeneration unterbrechen kann. Genau hier beginnt die Exklusivität dieser Reise. Das Angebot Auszeit in Budapest, ist das unverzichtbare Upgrade zum klassischen Städtetrip – basierend auf der intelligenten Verknüpfung des inspirierenden Budapest-Erlebnisses mit einem handverlesenen Paket wohltuender Treatments. Das Geheimnis liegt in der Balance: Die Tagesgestaltung lässt Raum für kulturelle Erkundungen am Vor- oder Nachmittag. Die verbleibende Zeit ist ganz der tiefgreifenden Pflege für Körper, Geist und Seele gewidmet. Erlebnis und Erholung verschmelzen so mühelos, schenken Flexibilität und ermöglichen wahre Entschleunigung und Genuss. Das Herzstück des Arrangements bildet der Besuch eines traditionellen Thermalbades, dessen warmes Wasser die Gelenke entspannt. Ergänzt wird dies durch eine Auswahl gezielter Treatments, die über die gesamte Reise hinweg für spürbare Ergebnisse sorgen: Kosmetikbehandlungen revitalisieren die Haut und schenken ihr neue Leuchtkraft, während tiefenwirksame Massagen Verspannungen lösen, um die Balance von Körper und Geist wiederherzustellen. Das Programm umfasst verschiedene Optionen an Wellness- und Verwöhnritualen zur Pflege von Kopf bis Fuss. Kosmetische Behandlung zum Entspannen Dieses Reisekonzept wurde speziell für Frauen entwickelt, die sich eine intensive Auszeit wünschen – sei es mit der besten Freundin oder der Mutter. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Verbringen kostbarer Zeit, verbunden mit dem individuellen Fokus auf Achtsamkeit und Wohlbefinden. Die Beauty-Treatments transformieren den Städtetrip in ein regenerierendes Wellness-Retreat, das unmittelbar sichtbar macht, wie gut diese Pause tut. Diese exklusive Kombination aus Budapests reicher Kultur, dem Genuss seiner Thermalbäder und einem perfekt abgestimmten Beauty-Programm macht diese Reise so unwiderstehlich. Der Startschuss für die persönliche Transformation in Budapest liegt nun in den Händen der Reisenden. Mehr Informationen und Reisedaten zu den verschiedenen Beauty-Paketen finden Sie hier.

  • Selbstwertgefühl stärken: Wenn das Selbstbild uns im Weg steht

    Stellen Sie sich vor, Sie sitzen hinter einem Vorhang. Auf der anderen Seite sitzt ein Zeichner, der Sie noch nie gesehen hat – und Sie auch jetzt nicht sehen kann. Er wartet darauf, dass Sie sich beschreiben, damit er ein Porträt von Ihnen zeichnen kann. Dafür müssen Sie Ihr Gesicht in Worte fassen. Wie würden Sie sich beschreiben – und womit würden Sie beginnen? Mit Ihren schönen Augen? Ihrem sympathischen Lächeln? Ihren wunderschönen lockigen Haaren? Mit der Wärme und Leidenschaft, die in Ihrem Gesicht sichtbar werden, wenn Sie von etwas erzählen, das Sie begeistert? Oder würden Sie den Blick zuerst auf Ihre vermeintlichen Makel richten: die zu grosse Nase, die Augenringe, die hängende Wangenpartie, das zu wuchtige Kinn, die Falten im Gesicht oder die unreine Haut? Genau diese Frage machte Dove 2013 im Kampagnenfilm «Real Beauty Sketches» sichtbar. Das Experiment berührte damals Millionen Menschen und tut es bis heute, weil es eine erstaunliche Erkenntnis sichtbar machte: Das Bild, das wir von uns selbst haben, ist häufig viel kritischer, strenger und unvorteilhafter als das Bild, das andere von uns wahrnehmen – und als der Eindruck, den wir tatsächlich hinterlassen. Image by Dora Borostyan Zwei Porträts – und ein entscheidender Unterschied Im Dove-Film schilderten sich die Frauen genau so: hinter einem Vorhang, gegenüber dem vom FBI ausgebildeten forensischen Zeichner Gil Zamora. Er war darauf spezialisiert, Gesichter allein anhand mündlicher Beschreibungen zu skizzieren – eine Technik, die unter anderem für Phantombilder eingesetzt wird. Die Frauen beschrieben die Form ihres Gesichtes und ihres Kinns, ihre Stirn, ihre Augen, ihre Lippen und ihre Haare. Zamora konnte sie währenddessen nicht sehen und zeichnete sie ausschliesslich nach ihren Worten. Danach verliessen die Frauen den Raum. Anschliessend kam jeweils eine zweite Person herein, die der vorherigen Frau kurz begegnet war. Sie beschrieb dieselbe Frau ein zweites Mal. Wieder zeichnete Zamora, ohne sie zu sehen und ausschliesslich anhand der Erzählung. Die Erkenntnis war erschütternd: Als die beiden Porträts später nebeneinander aufgehängt wurden, war deutlich zu sehen, wie stark sie sich voneinander unterschieden. Alle Frauen im Experiment hatten sich selbst kritischer, härter und unvorteilhafter beschrieben, als die fremden Personen sie wahrgenommen hatten. Die Porträts aus den Selbstbeschreibungen wirkten müder, strenger und verschlossener. Die Zeichnungen nach den Beschreibungen der fremden Personen zeigten dieselben Frauen hingegen weicher, offener und wohlwollender. Mit anderen Worten: Die Frauen im Experiment sahen sich nicht so, wie sie auf andere wirkten. Ihr kritischer Blick hatte ihr Selbstbild verzerrt. Doch was geschieht, wenn wir diesem verzerrten Bild nicht nur vor dem Spiegel begegnen, sondern beginnen, unser Leben danach auszurichten? Wenn der verzerrte Blick das ganze Leben beeinflusst Das Erschreckende an einem verzerrten Selbstbild ist, dass es nicht im Badezimmer zurückbleibt, sobald wir den Spiegel verlassen. Es begleitet uns nach draussen – in unsere Beziehungen, unsere Gesundheit und unseren Beruf. Es beeinflusst, wie wir auftreten, welche Möglichkeiten wir ergreifen und wie viel Liebe, Erfolg und Lebensfreude wir uns selbst erlauben. Vielleicht kennen Sie das auch: Sie haben sich verabredet und möchten ausgehen, neue Menschen treffen, sich wieder einmal attraktiv und lebendig fühlen – und sich vielleicht sogar verlieben. Dann betrachten Sie sich im Spiegel, und plötzlich sehen Sie nur noch die paar Kilos zu viel, die schlaffe Haut oder das Kleid, das angeblich nicht richtig sitzt. Sie sagen die Verabredung ab und versprechen sich: «Wenn ich abgenommen habe und wieder fit bin, gehe ich wieder aus.» Doch während Sie auf diese vermeintlich bessere Version Ihrer selbst warten, findet das Leben ohne Sie statt. Sie verpassen Begegnungen, Leichtigkeit und die Möglichkeit, einen Menschen kennenzulernen, der Sie genauso interessant und attraktiv finden könnte, wie Sie heute sind. Der Rückzug verstärkt die Einsamkeit, die Enttäuschung nährt den Selbstzweifel – und der verzerrte Blick scheint am Ende recht zu behalten. Auch im Beruf kann dieser Blick Entscheidungen treffen. Sie sitzen in einer Besprechung und wissen genau, was Sie beitragen könnten. Trotzdem schweigen Sie, weil eine andere Person souveräner oder selbstsicherer auf Sie wirkt. Wenig später spricht sie genau den Gedanken aus, den Sie zurückgehalten haben – und erhält dafür die Anerkennung. Nicht Ihre Kompetenz hat gefehlt. Der Zweifel hat verhindert, dass Ihre Stimme gehört wurde. Oder Sie hadern mit dem Älterwerden, wie Millionen Frauen auf der ganzen Welt. Plötzlich bemerken Sie die hängende Wangenpartie, die Augenringe oder die dünner werdende, fahle und trockene Haut. Sie betrachten ein altes Foto und vergleichen die Frau von heute mit der Frau, die Sie mit zwanzig oder dreissig waren. Vielleicht schleicht sich der Gedanke ein: «Wer will mich noch mit fünfzig?» Solche Situationen und Gedanken kennen die meisten Frauen. Wenn Sie sich darin wiedererkennen, sind Sie damit also nicht allein. Der verzerrte Blick kann jedoch noch viel mehr Schaden anrichten. Seine eigentliche Macht liegt darin, uns falsche Gedanken einzupflanzen, die sich mit der Zeit in unserem Bewusstsein festsetzen. Und das ist verheerend. Denn wie Sie wissen: Was wir glauben, beeinflusst unsere Entscheidungen. Aus Entscheidungen entstehen Handlungen, aus wiederholten Handlungen werden Gewohnheiten – und aus diesen Gewohnheiten kann ein Leben entstehen, das viel kleiner, einsamer und freudloser ist, als es sein müsste. Die gute Nachricht ist: Dieser kritische Blick ist kein unveränderliches Schicksal. Er lässt sich verändern. Auch Gedanken und Selbstbilder, die sich über Jahre eingeprägt haben, lassen sich korrigieren. Den entscheidenden Hinweis liefert bereits das Dove-Experiment: Die Frauen konnten ihren eigenen Blick erweitern, indem sie erfuhren, was andere Menschen in ihnen sahen. Ein wirkungsvoller Weg zu einem vollständigeren Selbstbild sind deshalb Rückmeldungen von aussen. Selbstwertgefühl stärken heisst, den eigenen Blick zu prüfen Der erste Schritt besteht nicht darin, sich vor dem Spiegel einzureden, dass alles an Ihnen schön ist. Ein Satz, an den Sie nicht glauben, wird Ihren Blick kaum verändern. Wenn Sie Ihr Selbstwertgefühl stärken möchten, beginnen Sie stattdessen damit, Ihre Wirkung zu überprüfen und sich eine entscheidende Frage zu stellen: Ist das Bild, das ich von mir habe, wirklich richtig? Diese Frage können Sie nicht allein beantworten. Denn was Sie im Spiegel sehen, betrachten Sie immer durch Ihren eigenen, vertrauten Blick. Wenn dieser Blick seit Jahren auf dieselben vermeintlichen Makel gerichtet ist, wird er wahrscheinlich auch morgen wieder genau dort hinschauen. Ihre Wirkung entsteht nicht allein vor dem Spiegel. Sie entsteht in der Begegnung mit anderen Menschen: wenn Sie einen Raum betreten, jemanden begrüssen, zuhören, sprechen, lachen oder von etwas erzählen, das Sie begeistert. Erst ein Gegenüber kann Ihnen beschreiben, was in diesem Moment bei ihm ankommt. Eine KI kann ein Bild auswerten. Ein Buch oder E-Book kann Ihnen Wissen vermitteln und die richtigen Fragen stellen. Ein Foto kann einen einzelnen Augenblick festhalten. Doch all das erlebt nicht, wie Ihre Stimme klingt, wie Sie sich bewegen, welche Energie Sie ausstrahlen und welchen Eindruck Ihre Anwesenheit hinterlässt. Um Ihre Wirkung wirklich zu überprüfen, brauchen Sie deshalb Menschen – und reale Begegnungen. Warum andere Perspektiven so wichtig und wertvoll sind Beginnen können Sie in Ihrem eigenen Umfeld. Bitten Sie mehrere Menschen aus unterschiedlichen Bereichen Ihres Lebens um eine ehrliche und konkrete Rückmeldung. Fragen Sie nicht einfach: «Findest du mich schön?» Stellen Sie stattdessen gezielte Fragen wie: «Was fällt dir an meiner Ausstrahlung zuerst auf?» «Wie wirke ich, wenn ich einen Raum betrete?» «Was ist das Besondere an mir, das dir in Erinnerung bleibt?» «Was nehme ich an mir selbst deiner Meinung nach zu wenig wahr?» Hören Sie den Antworten zu, ohne sie sofort abzuschwächen oder zurückzuweisen. Schreiben Sie die Rückmeldungen auf. Wenn verschiedene Menschen unabhängig voneinander ähnliche Eigenschaften nennen, erhalten Sie Hinweise auf eine Wirkung, die in Ihrem bisherigen Selbstbild möglicherweise fehlt. Vertraute Menschen haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind erreichbar. Sie können eine Freundin anrufen, Ihren Partner fragen oder bei einem gemeinsamen Familienessen ein ehrliches Gespräch beginnen. Gleichzeitig kennen diese Menschen Ihre Geschichte. Sie erinnern sich an frühere Versionen von Ihnen, möchten Sie vielleicht schützen und begegnen Ihnen innerhalb längst gewachsener Rollen. Ihr Blick kann ehrlich und liebevoll sein – vollkommen unvoreingenommen ist er selten. Einen frischeren ersten Eindruck erhalten Sie von Menschen, die Ihnen noch nie begegnet sind. Auch dieser Weg ist möglich. Sie können auf einer Veranstaltung, einer Party oder während eines Gesprächs in der Stadt eine fremde Person fragen, wie Sie auf sie wirken. Ein solches Feedback kann besonders aufschlussreich sein, weil dieser Mensch weder Ihre Vergangenheit noch Ihre Unsicherheiten kennt – ähnlich wie die fremden Personen bei Doves «Real Beauty Sketches». Dieser Weg verlangt allerdings Mut und den richtigen Moment. Nicht jede Frau möchte fremde Menschen um eine persönliche Rückmeldung bitten, nicht jede Situation eignet sich dafür, und eine einzelne Antwort bleibt immer nur eine Perspektive. Ein klareres Bild entsteht, wenn mehrere Frauen unabhängig voneinander beschreiben, was sie wahrnehmen. Deshalb habe ich für all jene Frauen, die ehrliches Feedback von fremden Menschen erhalten möchten, ohne selbst auf die Suche gehen zu müssen, den Visual Impact Day entwickelt: einen geschützten und wertschätzenden Rahmen, in dem Frauen ohne gemeinsame Vergangenheit aufeinandertreffen und sich ehrlich spiegeln. Dabei entstehen an einem einzigen Tag oft erstaunliche Erkenntnisse. Manche Frauen nehmen sich am Abend anders wahr, als sie am Morgen angekommen sind – nicht, weil ihnen jemand etwas eingeredet hätte, sondern weil sie endlich erkennen, was andere längst in ihnen sehen. Wenn Sie diesen Perspektivenwechsel selbst erleben möchten, lade ich Sie zum Visual Impact Day in Basel ein. Mehr über den Visual Impact Day erfahren Dora Borostyan ist Gründerin und Chefredaktorin von BaslerIN sowie Expertin für visuelle Transformation und Wirkung. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet sie in den Bereichen Beauty, Mode, Medien, Design und visuelle Kommunikation. Mit ihrer Visual Impact Method™ zeigt sie Frauen den Weg von ihrer aktuellen Wirkung zu ihrem gewünschten Erscheinungsbild – für mehr Selbstbewusstsein, Ausstrahlung und Präsenz. In ihrem Workshop Visual Impact Day in Basel beschäftigen sich Frauen mit der Frage, wie ihr oft überkritischer Blick auf sich selbst das eigene Selbstbild prägt und wie sehr dieses von der Wahrnehmung anderer abweichen kann. doraborostyan.com

  • Afternoon Tea in der Schweiz: das stille Bergritual von Crans-Montana

    Zwischen Bergwiesen und einem der weitesten Alpenpanoramen der Schweiz gewinnt eine alte Geste neuen Reiz: der Nachmittag, an dem für einen Tee alles stillsteht. In der Hostellerie du Pas de l'Ours in Crans-Montana wird daraus ein Erlebnis, das weit über Scones und Sandwiches hinausreicht – und Lust macht, dem Ritual quer durch die Welt der Relais & Châteaux zu folgen. Bild: Hostellerie du Pas de l'Ours / Relais & Châteaux Ein Refugium für die Teestunde in Crans-Montana In einem ganz in Holz gehaltenen Chalet, heimelig wie eine Berghütte, haben Gäste die Wahl zwischen zwei Nachmittagen. «Le Goûter» verlängert die Stunde mit feiner Patisserie, samtiger heisser Schokolade und aussergewöhnlichen Teesorten. «Le Pétillant» verleiht denselben zarten Süssigkeiten ein Prickeln von Champagner. Beide entfalten sich vor einem der weitesten Panoramen der Schweizer Alpen – dort, wo der Blick weiter reicht als jeder Terminkalender. Verantwortlich für die Handschrift ist Sterne-Küchenchef Franck Reynaud, dessen instinktive, vom Terroir geprägte Küche alpine Produkte und präzises Handwerk in den Mittelpunkt stellt. Am schönsten fügt sich die Teestunde in einen langen Bergtag: erst ein Spaziergang entlang der Bisse du Ro, dann das Ritual auf der Terrasse, später ein Gourmet-Dinner im Restaurant L'Ours. Im Sommer wie im Winter bleibt Crans-Montana damit eine jener Adressen, die am tiefsten in der alpinen Lebenskunst verwurzelt sind. Bild: Hostellerie du Pas de l'Ours Afternoon Tea in der Schweiz: das Nachmittagsritual mit Alpenblick Der Afternoon Tea in der Schweiz ist längst mehr als britische Nostalgie. Er steht für eine Kultur der Pause – für den Moment, in dem eine eingeschenkte Tasse, ein sorgfältig angerichtetes Gebäck und ein mit Bedacht gedeckter Tisch davon erzählen, wie man empfängt und wie man innehält. Genau darin liegt der Reiz für alle, die dem Spätsommer eine langsamere Note geben möchten: keine durchgetaktete Ausflugsliste, sondern eine bewusst gesetzte Stunde mit Aussicht. Wer Genuss lieber mit Bewegung verbindet, findet dieselbe Haltung auf einer kulinarischen Wanderwoche im Engadin: auch dort gehört das Innehalten zwischen den Gipfeln zum Programm. Wo das Ritual ernst genommen wird, verwandelt es einen Nachmittag in eine kleine Zeremonie – und einen Ort in ein Ziel. Bild: Hostellerie du Pas de l'Ours Wenn das Ritual auf Reisen geht Die Teestunde von Crans-Montana ist Teil einer grösseren Idee. In zehn Häusern der Vereinigung Relais & Châteaux, die sich als Hüterin von Gastfreundschaft und lokaler Kultur versteht, wird der Nachmittag jeweils anders gedeutet – und jedes Mal zum Anlass, ein Stück Welt zu entdecken. In der Maison Pic in Valence hebt Anne-Sophie Pic, mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet, das französische «goûter» auf ein «4H»: süsse Köstlichkeiten, Tellerdesserts und herzhafte Häppchen, getragen von Kräutern, Blüten und Gewürzen. Im schottischen The Torridon, einem ehemaligen Jagdhaus aus dem 19. Jahrhundert, treffen Scones mit Clotted Cream und hausgemachter Konfitüre auf die Silhouetten der Highlands; die Torridon-Mischung wird eigens für das Haus komponiert. Weiter südlich, im toskanischen Pieve Aldina in Radda in Chianti, heisst der Nachmittag schlicht la merenda und setzt sich im Sommer am Pool fort, mit grosszügigen Scheiben frischer Wassermelone. Im Riad Fès wiederum ist der Minztee an keine Uhrzeit gebunden: aus der Höhe eingeschenkt, damit er Luft bekommt, ist er vor allem eine Geste des Willkommens. Und in Sri Lanka führen die Ceylon Tea Trails mitten in aktive Teeplantagen – vom Teefeld bis in die Tasse, entlang einer Geschichte, die bis 1867 zurückreicht. Bild: Hostellerie du Pas de l'Ours Crans-Montana als Ziel für eine langsame Auszeit So weit die Wege auch führen, das Naheliegende bleibt eindrücklich. Crans-Montana verbindet die Weite der Walliser Höhen mit der Ruhe eines Nachmittags, der nichts erzwingt. Wer die Auszeit lieber im Gleiten verbringt, findet ähnliche Entschleunigung auf einer Flusskreuzfahrt auf dem Rhein – die Teestunde aber ist hier kein Programmpunkt zwischen zwei Terminen, sondern der Grund, überhaupt anzureisen: erst die Höhenluft entlang der Bisse du Ro, dann das Innehalten mit Blick auf die Gipfel. Bild: Hostellerie du Pas de l'Ours Eine Stunde, die den ganzen Tag verändert Am Ende braucht es keine weite Reise, um zu verstehen, worum es geht. Der Afternoon Tea in der Schweiz – so, wie ihn Crans-Montana zwischen Bisse du Ro und Alpenpanorama inszeniert – erinnert daran, dass Genuss oft eine Frage des Tempos ist. Wer die Stunde bewusst setzt, nimmt mehr mit als Patisserie und Champagner: das seltene Gefühl, dass für einen Moment tatsächlich alles stillsteht.

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