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- Das Geheimnis von Salma Hayek: Ultherapy und der natürliche Lifting-Effekt
Hollywood-Star Salma Hayek schwört auf Ultherapy®, eine nicht-invasive Behandlung, die die Haut sichtbar strafft, Fältchen reduziert und einen natürlich wirkenden Lifting-Effekt ermöglicht. Die Methode, die weltweit an Popularität gewinnt, verbindet technologische Präzision mit subtilen, harmonischen Ergebnissen – und ist auch in Basel bei Swissestetix verfügbar. Ultherapy – Hintergrund und Bedeutung der Methode Hollywood-Ikone Salma Hayek ist das globale Gesicht für Ultherapy® und vertraut auf die nicht-invasive Methode, um ihre Haut auf natürliche Weise zu straffen. Doch was genau steckt hinter dieser nicht-invasiven Behandlung, die verspricht, die Haut sichtbar zu verjüngen? Ultherapy® ist eine klinisch erprobte Methode zur Hautstraffung, die ohne Skalpell auskommt und keineswegs neu auf dem Markt ist – bereits seit 17 Jahren sorgt sie für natürlich aussehende Straffungsergebnisse. Durch die stetige Weiterentwicklung der Technologie und prominente Fürsprecherinnen wie Salma Hayek erlebt die Behandlung derzeit eine neue Welle der Aufmerksamkeit. Ultherapy – Markteinführung und wissenschaftliche Evidenz Ultherapy® wurde 2008 global eingeführt. Die erste Zulassung durch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA erfolgte 2009, zunächst für das nicht-invasive Augenbrauenlifting. In den Folgejahren wurden die Zulassungen auf die Straffung von Hals, Kinnpartie und Dekolleté erweitert. Damit ist Ultherapy® das erste und bisher einzige von der FDA zugelassene Verfahren dieser Art mit Echtzeit-Ultraschall-Visualisierung. Die Wirksamkeit der Methode ist klinisch sehr gut belegt. Studien der renommierten Northwestern University, Illinois, USA (2008) zeigten, dass neun von zehn Patienten eine klinisch signifikante Liftung der Augenbrauen nach nur einer Behandlung erfahren hatten. Dieses Ergebnis wurde von einem Gremium unabhängiger plastischer Chirurgen und Dermatologen durch anonymisierte Vorher-Nachher-Fotos bestätigt. Was ist Ultherapy und wie funktioniert es? Ultherapy® ist ein nicht-invasives Verfahren, das die körpereigene Kollagenproduktion anregt. Es nutzt mikrofokussierten Ultraschall, um die Haut im Gesicht, am Hals und am Dekolleté sichtbar zu liften und zu straffen. Dabei wird ein spezieller Ultraschallkopf auf die zu behandelnden Hautpartien aufgesetzt. Dieser sendet gebündelte Ultraschallwellen in tiefere Hautschichten, ohne die Hautoberfläche zu verletzen. Die Energie erzeugt in der Tiefe des Gewebes präzise Wärmepunkte, die der Körper als kleine Verletzungen interpretiert. Daraufhin wird die Produktion von neuem, straffendem Kollagen und Elastin angeregt. Dieser Prozess, auch Neokollagenese genannt, führt über mehrere Monate zu einer sichtbaren Straffung und Anhebung der Haut. Ein entscheidender Vorteil von Ultherapy gegenüber anderen HIFU-Behandlungen (hochintensiv fokussierter Ultraschall) ist die patentierte DeepSEE®-Technologie. Sie ermöglicht es dem Behandler, während der gesamten Anwendung die zu behandelnden Gewebeschichten auf einem Bildschirm zu sehen und die Ultraschallenergie gezielt in der optimalen Tiefe abzugeben. Für wen ist Ultherapy geeignet und wo wird die Behandlung in Basel angeboten? Ultherapy® eignet sich besonders für Personen mit leichter bis moderater Hauterschlaffung, die sich ein frischeres und jünger wirkendes Aussehen wünschen, aber noch keinen chirurgischen Eingriff in Betracht ziehen. Ideale Kandidaten sind in der Regel Frauen und Männer ab 30 Jahren, bei denen die Haut an Spannkraft verliert. Typische Anwendungsgebiete: Gesicht: Anhebung der Augenbrauenpartie, Straffung der Wangen und eine definiertere Kinnlinie («Jawline») Hals: Reduzierung von schlaffer Haut und Fältchen Dekolleté: Glättung von Knitterfältchen und straffere Haut im Brustbereich In Basel wird Ultherapy unter anderem bei Swissestetix angeboten, die das Verfahren als Teil ihres medizinisch-ästhetischen Spektrums einsetzen. Ablauf einer Ultherapy-Behandlung Eine Ultherapy®-Behandlung dauert je nach zu behandelndem Areal zwischen 30 und 90 Minuten. Nach einer gründlichen Reinigung der Haut wird Ultraschallgel aufgetragen. Der Arzt oder die Ärztin führt dann den Ultraschallkopf über die entsprechenden Hautpartien. Während der Energieabgabe kann ein leichtes Kribbeln oder Wärmegefühl empfunden werden. Das Schmerzempfinden ist individuell, kann aber bei Bedarf mit leichten Schmerzmitteln vor der Behandlung reduziert werden. Ein grosser Vorteil ist, dass es in der Regel keine Ausfallzeiten gibt. Leichte Rötungen oder Schwellungen können auftreten, klingen jedoch meist innerhalb weniger Stunden ab. Die gewohnten Aktivitäten können sofort fortgeführt werden. Ergebnisse und Haltbarkeit der Ultherapy Erste Ergebnisse sind oft schon direkt nach der Behandlung sichtbar. Der eigentliche Lifting-Effekt entwickelt sich jedoch schrittweise über drei bis sechs Monate, da der Körper Zeit benötigt, neues Kollagen zu bilden. Die Haltbarkeit der Ergebnisse ist individuell und hängt vom natürlichen Alterungsprozess ab, hält aber in der Regel ein bis zwei Jahre. Vorteile und Nachteile von Ultherapy Vorteile: Nicht-invasiv, keine Operation oder Narben Anregung der körpereigenen Kollagenproduktion für natürliche, langanhaltende (bis zu zwei Jahren) Ergebnisse Keine Ausfallzeiten, sofort wieder gesellschaftsfähig Präzise Behandlung durch Echtzeit-Ultraschallbildgebung Klinisch erprobt und FDA-zugelassen Nachteile: Das endgültige Ergebnis ist erst nach mehreren Monaten sichtbar Kann während der Behandlung als unangenehm empfunden werden Die Kosten können je nach Behandlungsareal hoch sein Nicht für jeden Hautzustand geeignet (z. B. bei starker Hauterschlaffung) Risiken und Nebenwirkungen Ultherapy® gilt als sicheres Verfahren. Die häufigsten Nebenwirkungen sind vorübergehend und können leichte Rötungen, Schwellungen, Kribbeln oder eine vorübergehende Berührungsempfindlichkeit umfassen. In seltenen Fällen kann es zu kleinen blauen Flecken oder einem vorübergehenden Taubheitsgefühl kommen. Sehr seltene, aber mögliche Risiken bei unsachgemässer Anwendung sind Nervenreizungen. Daher ist die Wahl eines erfahrenen und qualifizierten Anbieters entscheidend. Wissenswertes zu Ultherapy Ultherapy wirkt in tiefen Gewebeschichten, ohne die Hautoberfläche zu verletzen, und zählt zu den am besten untersuchten nicht-invasiven Liftingmethoden. Die kontinuierliche Kollagenneubildung ermöglicht ein natürlich wirkendes Ergebnis, das sich über Monate hinweg entwickelt und langfristig anhält. Fazit Ultherapy® bietet eine wirksame und sichere Möglichkeit, den Zeichen der Hautalterung entgegenzuwirken und ein jugendlicheres Aussehen zu erzielen, ohne sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen zu müssen. Durch die Anregung der natürlichen Regenerationsprozesse der Haut entstehen langanhaltende Resultate mit einem subtilen, natürlich wirkenden Lifting-Effekt.
- Engagement für die Musikszene Basel
Die Musikszene Basel steht unter Druck – gleichzeitig entsteht neues Engagement, das Kultur und Gemeinschaft stärkt. Foto: Henry Hirtle Entwicklung der Musikszene Basel Das Lebensgefühl vieler junger Menschen in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren spürbar verändert. Steigende Lebenshaltungskosten und unsichere Zukunftsaussichten erschweren es der Generation zwischen 20 und 30, Freizeit und Kreativität frei zu gestalten. Viele entscheiden sich im Nachtleben deshalb eher für wenige grosse Erlebnisse als für regelmässige kleine Ausgänge – ein Trend, der Clubs und lokale Kulturangebote zunehmend unter Druck setzt. Foto: Henry Hirtle Verschiebungen im sozialen Miteinander Doch die wirtschaftliche Lage ist nur ein Teil des Problems. Seit der Coronapandemie hat sich das soziale Miteinander verschoben: Homeoffice, digitale Vorlesungen und Social Media prägen den Alltag. Begegnungen finden immer seltener «vor Ort» statt. Was als pragmatische Lösung begann, hat das Verständnis von Gemeinschaft verändert. Junge Menschen orientieren sich an digitalen Trends, an dem, was online als «cool» gilt – und grosse Events mit entsprechendem Budget ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Die lokale Szene bleibt dabei oft auf der Strecke. Auswirkungen auf Kulturorte in Basel Diese Entwicklung hat Folgen: Immer mehr Clubs müssen schliessen, wie zuletzt der jahrzehntealte Basler Club Borderline. Diejenigen, die bestehen, passen sich dem Trend an – Vielfalt und künstlerische Freiheit gehen verloren, weil sich risikoreiche Konzepte kaum mehr verantworten lassen. Für Basel, eine Stadt mit reicher Kulturgeschichte, ist das ein herber Verlust. Mit jedem geschlossenen Club verschwindet ein Ort der Begegnung, des Ausdrucks und der Selbstentfaltung. Damit fehlen jungen Menschen die physischen Räume, in denen echte Verbindungen entstehen. Die Sehnsucht nach einem gelebten «Wir» wächst – nach Orten, an denen ausprobiert, gestaltet und Zugehörigkeit erfahren werden kann. Neue Initiativen in der Musikszene Basel Hier setzen Initiativen wie Cultura40 an – das Musiklabel des Vereins Techno Basilea. Junge Baslerinnen und Basler mit einer geteilten Liebe für elektronische Musik schaffen Räume, in denen Jugendkultur wieder lebt – mit Grillfesten, Kunstausstellungen oder Tanzveranstaltungen, offen für alle, die mitmachen wollen. Mitgliedschaften ermöglichen Engagement: Wer mitorganisiert, Inhalte gestaltet oder Verantwortung übernimmt, wird Teil eines Netzwerks, das Kreativität, Freundschaft und Zusammenhalt fördert. Die erwirtschafteten Mittel fliessen direkt zurück in die Projekte. Richard Hille ist Präsident des Vereins Techno Basilea und Projektleiter von Resurrections e.V. Fest in der Basler Clubkultur verankert, organisiert er mit seinem Team Techno-Events in Locations wie dem Nordstern, der Voltahalle oder der Pauluskirche. Mit seinen 25 Jahren setzt er sich leidenschaftlich dafür ein, die Jugendkunst und -kultur in Basel lebendig zu halten und Begegnungsorte zu schaffen, die weit über Musik hinausgehen – von Partys bis zu Grill-Events. Richard Hille, Foto: Henry Hirtle Am Ende geht es um mehr als um Musik oder Feiern. Es geht um Selbstentfaltung – um die Rückkehr zu gelebter Authentizität. Schönheit entsteht nicht allein durch Perfektion, sondern durch Begegnung, Bewegung und gemeinsames Schaffen. Wo junge Menschen wieder füreinander da sind, entsteht eine Kultur, die von innen leuchtet: stark, ehrlich, echt. Eine gesunde Kultur stärkt eine gesunde Gesellschaft. Dementsprechend lautet das Motto des Vereins: «Wir sind die Kultur.» Das ist kein Slogan, sondern ein Aufruf, Energie ins reale Leben zu tragen. Nur eine vereinte Gesellschaft lässt Kultur atmen und wachsen.
- Publikumspreis Klima-Award Basel-Stadt 2025 für kleinbasel
Das Slow-Fashion-Label kleinbasel by Tanja Klein gewinnt den Publikumspreis beim Klima-Award Basel-Stadt 2025 – eine Auszeichnung für nachhaltiges Wirtschaften und lokales Design. Preisverleihung Klima-Award Basel-Stadt 2025 – Publikumspreis für kleinbasel Auszeichnung beim Klima-Award Basel-Stadt 2025 Das Basler Slow Fashion Label kleinbasel by Tanja Klein darf sich über eine besondere Anerkennung freuen: Bei der Verleihung des Klima-Awards Basel-Stadt 2025 erhielt das Unternehmen den mit 3'000 Franken dotierten Publikumspreis. Die Preisverleihung fand am 11. September im Rahmen der Gewerbetagung in der Lounge des St. Jakob-Parks statt. Werte und Philosophie von kleinbasel Für das Label ist die Auszeichnung eine bedeutende Bestätigung seiner Unternehmensphilosophie. Seit Jahren setzt kleinbasel konsequent auf Slow Fashion, faire Produktionsbedingungen und lokales Design. Die Werte Transparenz, Ressourcenschonung und Langlebigkeit stehen im Mittelpunkt der Arbeit. Tanja Klein, die das Label gegründet hat und dessen kreative Leitung innehat, zeigt sich erfreut über die Ehrung: Die Anerkennung durch das Publikum erfülle sie mit Stolz und Dankbarkeit. Das Engagement für eine transparente, faire und ressourcenschonende Produktion mit starkem Fokus auf Qualität und lokales Handwerk werde damit gewürdigt. Tanja Klein, Designerin und Inhaberin des Basler Labels kleinbasel Finale des Wettbewerbs und Partner des Awards Im Finale des Wettbewerbs standen neben kleinbasel auch Revendo und die Kurierzentrale Basel. Den Hauptpreis der Jury erhielt Revendo. Alle drei Finalisten demonstrierten eindrucksvoll, wie sich Nachhaltigkeit als zentraler Bestandteil in die Unternehmensstrategie integrieren lässt. Der Klima-Award Basel-Stadt wurde vom Gewerbeverband Basel-Stadt initiiert und findet in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal statt. Als Partner unterstützen die Basler Kantonalbank, die IWB, der Kanton Basel-Stadt sowie BaselCircular das Projekt. Bedeutung der Auszeichnung für das Label Rund 250 Gäste waren bei der Preisverleihung dabei und nutzten den Abend im symbolträchtigen Rahmen des Stadions für den Austausch über zukunftsweisende Ideen einer nachhaltigen Wirtschaft. kleinbasel bedankt sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, der Kundschaft und dem Publikum für das entgegengebrachte Vertrauen. Die Auszeichnung verstehe man als Motivation, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen – mit Mode, die Haltung zeigt. Wir gratulieren herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung.
- Basler Weihnachtsmarkt 2025: Festlicher Zauber in der Altstadt
Der Basler Weihnachtsmarkt zählt zu den schönsten Europas und verwandelt die historische Innenstadt vom 27. November bis 23. Dezember 2025 in ein winterliches Märchen. Auf 148 festlich geschmückten Ständen zwischen Barfüsserplatz und Münsterplatz verschmelzen Handwerkskunst, kulinarische Raffinesse und jene besondere Atmosphäre, die Basel in der Adventszeit so einzigartig macht. Barfüsserplatz @Basel Tourismus Barfüsserplatz – Das pulsierende Herz des Basler Weihnachtsmarkts Der Barfüsserplatz bildet das pulsierende Zentrum des Basler Weihnachtsmarkts. Rund um die historische Barfüsserkirche reihen sich 104 liebevoll dekorierte Holzchalets aneinander. Hier findet sich eine sorgfältig kuratierte Auswahl an Kunsthandwerk, Geschenkideen und kulinarischen Spezialitäten. Die Bandbreite reicht von traditionellen Weihnachtsdekorationen über handgefertigten Schmuck bis zu regionalen Gaumenfreuden. Zu den Neuheiten zählen mehrere Handelsstände: «Nordkraut» mit Tee und Räucherutensilien, «SideFill-Flaschen», «Lemon Brothers» mit Limoncello, «Erdmann» mit Chutneys, «Merci Lavande» mit Lavendel-Produkten aus der Provence, die «Korkeria» mit Kork-Artikeln sowie die Drechslerei «Holzart» mit handgemachten Engeln. Die Tradition des Kerzenziehens lädt Familien ein, eigene Weihnachtsgeschenke zu gestalten – ein Erlebnis, das Gross und Klein gleichermassen begeistert. Die Weihnachtspyramide am Barfüsserplatz Die 13 Meter hohe Weihnachtspyramide markiert einen der beiden zentralen Treffpunkte des Barfüsserplatzes – hier kommt man zusammen bei einem heissen Getränk, bevor der Rundgang durch die lichtgeschmückten Gassen weitergeht. Ebenso beliebt ist der Stand von Herzig Jonasch Confiserie, wo sich Baslerinnen und Basler sowie Gäste aus aller Welt in einzigartigem Ambiente zum Glühwein verabreden. Herzig Jonasch Confiserie Zauberhöfe und festlicher Glanz in der ganzen Stadt Nicht nur der Barfüsserplatz versprüht Weihnachtszauber – die gesamte Innenstadt verwandelt sich in der Adventszeit in ein weihnachtliches Gesamtkunstwerk. Boutiquen und Geschäfte schmücken ihre Schaufenster mit liebevollen Details, die zum Verweilen und Staunen einladen. Das Spielzeug Welten Museum Basel überrascht jedes Jahr mit einem neuen Schaufenster-Thema, das Passantinnen und Passanten verzaubert. Die leuchtenden Engel von Seiler Juwelier in der Gerbergasse sind längst zu einem ikonischen Wahrzeichen der Basler Adventszeit geworden. Und der Surf-Samichlaus von Breitling Boutique an der Freie Strasse sorgt mit seinem maritimen Charme für gute Laune und verbindet auf charmante Weise Tradition mit Moderne. Wer die versteckten Schätze des Weihnachtsmarkts entdecken möchte, sollte die Zauberhöfe nicht verpassen. Diese romantischen Innenhöfe – darunter auch viele Restaurants – bieten eine intime Alternative zum Trubel der grossen Plätze. Die geschmückten Innenhöfe versprühen eine bezaubernde Atmosphäre fernab des Trubels. Hier zeigt sich der Basler Weihnachtsmarkt von seiner intimsten Seite. Münsterplatz – Weihnachtszauber vor historischer Kulisse Vor der majestätischen Kulisse des Basler Münsters entfaltet sich auf dem Münsterplatz eine ganz besondere Weihnachtsatmosphäre. Seit 2011 bereichert dieser Standort die Basler Weihnacht und gilt als einer der stimmungsvollsten Orte der Stadt. Ein prachtvoll geschmückter Weihnachtsbaum thront inmitten des Platzes, während ein stilvolles Kinderkarussell vor dem Basler Münster für märchenhafte Momente sorgt. Der Weihnachtsbaum auf dem Münsterplatz Der Märchenwald der Robi-Spiel-Aktionen ist eine beliebte Attraktion für Familien: In den Holzhütten können Kinder unter Anleitung selbst Hand anlegen und mit Bohrer, Lötkolben und Hammer arbeiten. Kerzenziehen, Zinngiessen, Schmieden, Lebkuchen verzieren und Fackeln herstellen – hier entstehen jedes Jahr Zehntausende selbstgemachte Weihnachtsgeschenke. Das handwerkliche Angebot wird ergänzt durch eine Kindereisenbahn, ein Marionettentheater und die gemütliche Holzfällerbar, wo Eltern bei einem Glühwein entspannen können, während die Kinder kreativ werden. Im märchenhaft beleuchteten Baumhain finden sich 44 Marktstände , darunter die Neuheiten «WoodBold Living» mit Duftkerzen und «Sockslab» mit lustigen Socken. Ein besonderes Erlebnis erwartet Besucherinnen und Besucher am Martinsturm des Basler Münsters: Vom 2. bis 23. Dezember 2025 ist der Treppenaufgang montags bis freitags zwischen 16:00 und 18:00 Uhr beleuchtet und bietet einen atemberaubenden Blick über die weihnachtlich illuminierte Altstadt. Das Lichtermeer der Basler Weihnacht erstrahlt von hier oben in seiner ganzen Pracht. Der Eintritt kostet CHF 6 pro Person, Einlass bis 17:30 Uhr und nur in Gruppen ab 2 Personen. Adventsgass: Kulinarischer Hotspot mit Überraschungen Die Adventsgass in der Gerbergasse hat sich als kulinarisches Zentrum des Weihnachtsmarkts etabliert. Hier reihen sich diverse Foodtrucks mit internationalen Spezialitäten aneinander – von Fondue über spanische und portugiesische Aromen bis zu veganen Kreationen. Die kulinarische Vielfalt macht die Adventsgass zu einem beliebten Treffpunkt für Geniesserinnen und Geniesser, die über den traditionellen Glühwein und die Bratwurst hinausgehen möchten. Ein Hingucker ist der rote London-Doppeldeckerbus, der nicht nur als Fotomotiv dient, sondern auch als aussergewöhnliche Gastro-Location fungiert. Für Liebhaber von Meeresfrüchten bietet die Oyster Bar frische Austern in festlichem Ambiente – ein Hauch von Luxus mitten im Weihnachtsmarkt-Trubel. Besonders romantisch wird es im Gondel-Hof Le Caquelon : Hier stehen verschiedene grosse Gondeln im Innenhof und schaffen eine Après-Ski- Kulisse. Der perfekte Ort für alle, die nach dem Marktbesuch noch einen gemütlichen Abschluss suchen und sich in die Atmosphäre eines kleinen Wintertraums entführen lassen möchten. Fondue-Chalets: Schweizer Genuss am Weihnachtsmarkt Wer nach dem Bummel durch die Marktstände Lust auf typisch schweizerischen Wintergenuss bekommt, findet am Basler Weihnachtsmarkt mehrere gemütliche Fondue-Chalets . In den holzverkleideten Hütten wird klassisches Käsefondue serviert – der perfekte Ort, um sich bei geschmolzenem Käse und einem Glas Weisswein aufzuwärmen. Die urigen Chalets bieten eine authentische Alpen-Atmosphäre mitten in der Basler Altstadt und verbinden kulinarische Tradition mit weihnachtlicher Gemütlichkeit. Festliche Events rund um den Basler Weihnachtsmarkt Parallel zum Weihnachtsmarkt bietet Basel im Dezember ein reichhaltiges Kulturprogramm. Das Wiehnachts-Drämmli – eine nostalgische Strassenbahn – fährt durch die beleuchtete Stadt und sorgt für magische Momente. Die historische Bahn verbindet verschiedene Weihnachtsmarkt-Standorte und bietet eine charmante Art, die Adventszeit in Basel zu erleben. Das Theater Basel präsentiert mit seinem Adventskalender jeden Abend um 17:00 Uhr kostenlose kurze Aufführungen im Foyer Public. Wer nach einem Bummel durch die weihnachtlichen Gassen weitere kulturelle Höhepunkte sucht., findet im Stadtcasino Basel ein vielseitiges Programm mit Adventskonzerten und klassischen Aufführungen. Weiter zählen das Weihnachtsvarieté «Palazzo Colombino» und der Basler Weihnachtszirkus «Cirque Noël de Bâle» auf der Rosentalanlage zum Winterprogramm. Basler Weihnachtsmarkt – Wirtschaftliche Bedeutung und touristische Strahlkraft Der Basler Weihnachtsmarkt wurde 2021 zum «Best Christmas Market in Europe» gekürt und vom US-Nachrichtensender CNN zu einem der schönsten Weihnachtsmärkte weltweit gewählt – Auszeichnungen, die die einzigartige Atmosphäre dieses winterlichen Juwels eindrucksvoll bestätigen. Mehr als eine Million Menschen besuchten 2024 den Basler Weihnachtsmarkt – ein neuer Rekord, der die internationale Strahlkraft dieses festlichen Events unterstreicht. Die Symbiose aus historischem Ambiente, hochwertigem Angebot und bezaubernder Stimmung macht Basel zur Weihnachtsstadt schlechthin
- BASEL 2037 – Die Vision fürs Jahr 2037 und der Weg zur klimaneutralen Wirtschaft in Basel
Basel verfolgt eine der ambitioniertesten Klimastrategien: Netto-Null bis 2037. Was dies konkret bedeutet, welche Rolle die Wirtschaft spielt und wie der Verein Basel2037 als zentrale Schaltstelle kleine und mittlere Unternehmen begleitet, erläutern die Co-Geschäftsführerinnen Michaela Reimann und Celestina Rogers im Gespräch. Co-Geschäftsführerinnen Michaela Reimann und Celestina Rogers von Basel 2037 Basel 2037: Rahmen, Ziele und Motivation Basel hat sich ein beachtetes Ziel gesetzt: Klimaneutralität bis 2037. Das heisst, es sollen so wenig Treibhausgase wie möglich ausgestossen werden, und die unvermeidbaren Reste müssen aktiv aus der Atmosphäre entfernt werden. Um diesen «Turbo» für die Dekarbonisierung zu zünden, braucht es mehr als nur politische Vorgaben – es braucht die gesamte Wirtschaft. Hier kommt Basel 2037 ins Spiel. Der gemeinsam vom Kanton und vom Gewerbeverband Basel-Stadt ins Leben gerufene Verein ist die zentrale Anlaufstelle und der Motor für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Region. Er bietet konkrete Förderprogramme, gezielte Beratungen und die notwendige Vernetzung, um Nachhaltigkeitsstrategien nicht nur auf dem Papier, sondern wirksam in der Praxis umzusetzen. Doch wie realistisch ist dieses straffe Zeitfenster? Wo liegen die grössten Hürden in den Bereichen Mobilität, Gebäude und Bauen? Und wie gelingt es, die Innovationskraft der Basler KMU für diesen fundamentalen Wandel zu mobilisieren? Wir sprechen mit den beiden Co-Geschäftsführerinnen Michaela Reimann und Celestina Rogers über die Strategie, die ersten Erfolge und die Vision, wie Basel2037 nicht nur ein klimaneutrales, sondern auch ein zukunftsfähiges und wettbewerbsfähiges Basel schafft. Frau Rogers, für viele klingt das nach einem ehrgeizigen, aber auch abstrakten Begriff. Könnten Sie bitte ganz einfach erklären: Was genau bedeutet Netto-Null für Basel-Stadt im Alltag? Und welche Art von Verschmutzung oder CO²-Ausstoss muss dabei berücksichtigt werden – zum Beispiel der Ausstoss, der direkt in Basel entsteht (Heizungen, Verkehr), und jener, der indirekt durch unsere Konsumgüter oder Reisen verursacht wird? Zudem: Wenn wir den Ausstoss nicht ganz vermeiden können, wie wird dieser «Rest» wieder ausgeglichen? Celestina Rogers: Netto-Null bedeutet, dass wir bis 2037 alle Treibhausgasemissionen, die wir heute noch in die Luft «blasen» – etwa durch Heizungen, Autos oder Lastwagen – durch saubere, effiziente und langfristig günstigere Alternativen ersetzen wollen. Das wirkt sich nicht nur positiv auf das Klima, sondern auch auf Lärm, Luftqualität, Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen in Basel aus. Bisher gesetzlich verankert ist vor allem die Reduktion der direkten Emissionen (sogenannte Scope-1-Emissionen). Das sind die Abgase, die direkt hier in Basel entstehen – etwa durch Verbrennung im Verkehr oder in Heizungen. Indirekte Emissionen aus Konsum oder Reisen (Scope 3) sind zwar nicht Teil der rechtlichen Verpflichtung, wir betrachten sie aber in unserer Arbeit, weil wir wissen: Nachhaltigkeit funktioniert nur im Zusammenspiel – mit Energie, Wasser, Biodiversität, Gesundheit und vielen weiteren Bereichen, die eng miteinander verbunden sind. Ein kleiner Rest an direkten Emissionen wird wahrscheinlich auch 2037 noch übrigbleiben. Der Umgang damit ist Aufgabe des Kantons, und die Lösungen dazu sind aktuell in Arbeit. Celestina Rogers (Mitte) und Michaela Reimann (rechts) von Basel 2037 in einer Besprechung mit einem Kunden Frau Reimann, das Ziel Netto-Null bis 2037 ist sehr ambitioniert. Was ist der wichtigste strategische Pfeiler des Vereins Basel 2037, der diesen straffen Zeitplan realistisch machen soll? Und wie stellen Sie als Co-Geschäftsführerinnen sicher, dass diese Vision auch über die Amtsdauer einzelner politischer oder Verbandsvertreter hinaus Kontinuität und Tragfähigkeit besitzt? Michaela Reimann: Der wichtigste strategische Pfeiler ist die Struktur des Vereins selbst: Basel2037 ist bewusst unabhängig von wechselnden politischen Mehrheiten aufgestellt, gleichzeitig aber breit verankert – gegründet durch den Gewerbeverband und den Kanton. So stehen sowohl Mittel als auch Reichweite für eine langfristige, wirksame Arbeit zur Verfügung. Ein zweiter Pfeiler ist die Sensibilisierung und Begleitung: durch Beratungen, Schulungen und Events. Wenn wir Unternehmen erfolgreich auf ihrem Weg begleiten, werden sie selbst zu Botschafterinnen und Botschaftern – und inspirieren andere, ebenfalls aktiv zu werden. Diese Wirkung kann sich wie ein positiver Schneeballeffekt entfalten. Co-Geschäftsführerin Michaela Reimann erklärt am Flipchart das Konzept von Basel 2037 Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind der Schlüssel für das Gelingen der Klimastrategie. Viele KMU haben begrenzte Ressourcen für grosse Transformationsprojekte. Frau Rogers, wie überwinden Sie die Hemmschwelle, KMU für das Thema zu gewinnen? Und welche konkrete Erfolgsgeschichte oder welches Leuchtturmprojekt aus der Startphase von Basel 2037 kann andere Unternehmen am besten zur Nachahmung motivieren? Celestina Rogers: KMU sind das Rückgrat der Basler Wirtschaft – ohne sie ist Netto-Null nicht erreichbar. Viele von ihnen haben aber weder Zeit noch Ressourcen für grosse Transformationsprojekte. Deshalb setzen wir auf zwei Förderprogramme: Begleitung von Unternehmen mit konkreten Vorhaben: über Mentoring, Coaching und Peer-Learning in einem mehrmonatigen Prozess, während dem das Unternehmen sein eigenes Vorhaben in die Umsetzung bringt. Ganz konkret und praxisorientiert. Finanzielle Förderung nachhaltiger Partnerschaften: Wir fördern Partnerschaften, die nachhaltige Innovationen hervorbringen. Gerade das «über den Tellerrand schauen» und neue Allianzen eingehen kostet oft zusätzlich Zeit und Geld – und hier setzen wir an, um Hürden zu senken. So entstehen Leuchtturmprojekte, die nicht nur den Unternehmen selbst, sondern auch dem Kanton insgesamt zugutekommen. Da diese Förderprogramme erst gestartet sind: Fragen Sie uns in einem Jahr nochmals – wir sind überzeugt, dass wir Ihnen dann von den ersten konkreten Projekten berichten können. Was wir bereits in der kurzen Zeit seit dem Start unserer Beratungen im August 2025 feststellen: Unternehmen, die ihre Energieeffizienz oder ihr Nachhaltigkeitspotenzial systematisch analysiert haben, werden häufig auch aktiv. Sobald klar ist, wo Effizienzpotenziale oder grosse Nachhaltigkeitshebel liegen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Chancen auch genutzt werden. Wir haben beeindruckende Beispiele gesehen, bei denen aus einer solchen Analyse konkrete, vorbildliche Massnahmen entstanden sind. Genau deshalb ist unsere kostenlose Erstberatung ein zentraler Hebel – sie hilft Unternehmen, ihre Möglichkeiten zu erkennen und den ersten Schritt zu tun. Die Klimaschutzstrategie umfasst Handlungsfelder wie Mobilität, Bauen und die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Wo sehen Sie, Frau Reimann, im Moment die grösste praktische Herausforderung in der Umsetzung – sei es bei der Reduktion der grauen Emissionen im Bau, der Energieeffizienz von Bestandsbauten oder der Umstellung der Transportlogistik? Und welche Massnahme wird diese Hürde am ehesten überwinden? Michaela Reimann: Ein grosses Thema sind die Gebäude – sowohl im Bestand als auch beim Neubau. Hier stehen wir vor einer Mammutaufgabe: Materialien, Bauprozesse und Energieversorgung müssen neu gedacht werden. Zirkuläres Bauen bietet enorme Chancen, wird aber bisher noch zu wenig genutzt. Die grösste Hürde ist oft fehlendes Wissen. Nachhaltigkeit wird noch immer mit hohen Kosten oder Verzicht gleichgesetzt. In Wahrheit sind viele Massnahmen aber nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch gesundheitsfördernd. Hier wollen wir aufklären und konkrete Vorteile sichtbar machen. Der Verein Basel 2037 wurde von Kanton und Gewerbeverband lanciert. Wie funktioniert diese Partnerschaft im Alltag? Und welche Rolle spielen andere wichtige Akteure wie Forschungsinstitutionen, Banken oder die Zivilgesellschaft dabei, aus den Einzelmassnahmen einen ganzheitlichen Wandel für den gesamten Wirtschaftsstandort Basel zu formen? Celestina Rogers: Die beiden Gründungsmitglieder – Kanton und Gewerbeverband – haben uns einen stabilen Boden gegeben, um starke Wurzeln zu bilden. Gleichzeitig sehen wir es als Kernauftrag, uns breit zu vernetzen: mit Forschungsinstitutionen, Banken, Zivilgesellschaft und vielen weiteren. Nur wenn alle Akteure zusammenarbeiten, entsteht ein echter, ganzheitlicher Wandel. Basel ist in diesem Jahr auf Platz 5 der nachhaltigsten Tourismusstädte Europas geklettert. Diese gute Platzierung ist das Ergebnis einer engen Partnerschaft zwischen Basel Tourismus, der Kantons- und Stadtentwicklung, der Fachstelle Klima, dem Amt für Umwelt und Energie und der stetig zunehmenden Zahl an zertifizierten Betrieben, die sich aktiv für eine nachhaltige Entwicklung engagieren – und diese Entwicklung wollen wir auf alle Wirtschaftsbereiche übertragen. Was ist der wichtigste Wandel, den die Bürgerinnen und Bürger von Basel-Stadt durch die Arbeit von Basel 2037 im Alltag spüren sollen? Michaela Reimann: Für die Bürgerinnen und Bürger von Basel soll der Wandel erlebbar werden: mehr Lebensqualität durch saubere Luft, weniger Lärm und gesündere Arbeits- und Lebensbedingungen – sowie Stolz und die Sicherheit, dass ihre Stadt zu den Vorreitern einer zukunftsfähigen Entwicklung gehört.
- Padel Basel – die Geschichte von Tennis, Padel und Pickleball im Überblick
Padel und Pickleball erleben einen rasanten Aufschwung — nicht nur global, sondern auch in Basel. Dieser Racketsport-Boom ist jedoch kein modernes Phänomen, sondern wurzelt in den 1960er-Jahren und ergänzt das traditionsreiche Tennis durch neue, zugängliche Varianten. Ein Padel-Court, Jose Alejandro Cuffia @unsplash Die Geschichte von Tennis, Padel und Pickleball im Überblick Seit einigen Jahren wächst die Community der Trendsportart Padel rasant. Auch Pickleball erobert Plätze und Hallen. Doch ist dieser Boom ein Phänomen des 21. Jahrhunderts oder blicken wir auf eine tiefere, wenngleich junge Geschichte? Die Wurzeln dieser Schlägersport-Revolution führen zurück in die 1960er-Jahre – und stehen im spannenden Kontrast zum jahrhundertealten Klassiker Tennis. Obwohl Padel und Pickleball heute als die «neuen» Alternativen zum klassischen Tennis gelten, entstammen sie nicht der jüngsten Vergangenheit. Pickleball wurde 1965 erfunden, Padel folgte nur wenige Jahre später im Jahr 1969. Beide wurden aus der Not geboren – sei es durch Platzmangel oder Langeweile – und sind eine direkte Folge des Wunsches, den anspruchsvollen Tennissport zugänglicher zu machen. Tennis: Die Wurzel aller Schlägerspiele Die bei Weitem längste und reichhaltigste Geschichte gehört dem Tennis. Seine Wurzeln reichen nicht nur Jahrzehnte, sondern Jahrhunderte zurück. Bereits im 12. oder 13. Jahrhundert entstand in Nordfrankreich das «Jeu de Paume» (Spiel der Handfläche), bei dem ein Ball zunächst mit der Handfläche über eine Leine geschlagen wurde. Aus dieser frühen Form entwickelte sich später der Begriff Tennis, wohl abgeleitet vom französischen Warnruf «Tenez!» vor dem Aufschlag. Der entscheidende Sprung zur modernen Version als Lawn Tennis erfolgte jedoch erst im 19. Jahrhundert in England. Die Wimbledon Championships von 1877 markierten den Beginn des Sports, wie wir ihn heute als globale Disziplin kennen. Tennis wird auf einem grossen, offenen Feld von 23.77×8.23 Metern gespielt. Es fordert höchste Anforderungen an Ausdauer, Kraft und Technik und nutzt bespannte Schläger sowie hochdruckbeaufschlagte Filzbälle, die schnelle Ballwechsel und hohe Sprünge ermöglichen. Padel: Die Dynamik des Ummauerten Ganz anders ist die Entstehungsgeschichte von Padel. Im Jahr 1969 suchte der Mexikaner Enrique Corcuera in Acapulco eine Lösung für seinen Traum: einen Tennisplatz auf begrenztem Raum. Er liess ein kleineres Feld von 20×10 Metern bauen und es mit hohen Wänden umgeben, um den Ballflug zu begrenzen. Diese Einschränkung wurde zur Innovation: Corcuera integrierte die Mauern ins Spiel. Der Ball darf nach dem Aufprall auf dem Boden von Glas- oder Gitterwänden zurückgespielt werden – das Feld ist damit geschlossen. Padel ist eine Mischung aus Tennis und Squash. Gespielt wird mit soliden, perforierten Schlägern und einem druckreduzierten Filzball, der weniger hoch springt als ein Tennisball. Anstatt langer Sprints sind beim fast ausschliesslich im Doppel gespielten Padel Reaktionsschnelligkeit, Taktik und das Winkelspiel mit den Wänden gefragt. Der Aufschlag erfolgt stets als Unterarm-Aufschlag. Pickleball: Die geniale Garagen-Erfindung Der Dritte im Bunde, Pickleball, teilt sein Geburtsjahr 1965 nicht mit Padel, entsprang jedoch ganz anderen Umständen. Auf Bainbridge Island vor Seattle erfanden Joel Pritchard, Bill Bell und Barney McCallum das Spiel, um ihre im Sommer gelangweilten Kinder zu beschäftigen.Pickleball wird auf einem kleinen Feld von nur 13.41×6.10 Metern (Grösse eines Badminton-Doppelfelds) gespielt. Die Ausrüstung besteht aus soliden, flachen Paddeln und einem leichten, perforierten Kunststoffball, der extrem wenig springt. Entscheidend ist die sogenannte «Kitchen»-Zone (Non-Volley-Zone) nahe am Netz. Diese Zone verbietet Volleys und verlagert den Fokus von Kraft und Ausdauer auf Geschicklichkeit und Handgelenksarbeit. Der Aufschlag wird stets als diagonaler Unterarm-Aufschlag ausgeführt, was die Zugänglichkeit erheblich erhöht. Basels Vermächtnis, der Fussball-Profi und das Urteil des Maestros Die enge Verbindung der Region Basel zum Tennissport geht über die aktuelle Begeisterung für Padel und Pickleball hinaus. Die Stadt ist durch die Swiss Indoors Basel, eines der prestigeträchtigsten Hallenturniere der Welt, tief im globalen Tennis verankert. Dieses Turnier blickt auf eine jahrzehntelange Tradition zurück und gilt als Tennishöhepunkt der Schweiz. Der aktuelle Boom der Racketsportarten findet in Basel eine perfekte Bühne, was sich auch in den Investitionen lokaler Sportgrössen zeigt: Der ehemalige FCB-Star Marco Streller ist als Initiant massgeblich am Bau und an der Expansion von Padel- und Pickleball-Anlagen beteiligt, etwa am Standort Padelwerk Messe Basel. Dies unterstreicht, wie schnell die neuen Sportarten die lokale Sportlandschaft erobert haben – Basel nimmt mit der Eröffnung einer der grössten Pickleball-Hallen der Schweiz eine Vorreiterrolle ein. Nicht zuletzt ist Basel die Heimat von Roger Federer, der als ehemaliger Balljunge bei den Swiss Indoors seine Karriere begann. Federer selbst hat sich nach seinem Rücktritt mit den neuen Schlägersportarten beschäftigt und bestätigt deren Reiz: Er beschreibt Pickleball als ein zugänglicheres und einfacheres Spiel als Tennis, bei dem der Platz kleiner ist und der Ball weniger hoch springt. Aber genau das sei Teil des Reizes – es sei ein Spiel, das «Menschen jeden Alters und jeder Könnensstufe geniessen können». Damit bestätigt der Maestro die Philosophie, die Padel und Pickleball seit ihrer Erfindung in den 1960er-Jahren verfolgen: Sie sind keine Bedrohung für das historische Tennis, sondern eine evolutionäre Ergänzung. Padel Basel – die Entwicklung in der Region Mit der wachsenden Begeisterung für den Sport hat sich Padel Basel in den vergangenen Jahren zu einem regionalen Zentrum dieses Trends entwickelt. Neue Anlagen, moderne Hallen und ein kontinuierlich wachsendes Angebot an Spiel- und Trainingsmöglichkeiten machen Basel zu einem der dynamischsten Padel-Standorte der Schweiz. Die Kombination aus urbaner Infrastruktur, sportlicher Tradition und einer offenen Community schafft ideale Voraussetzungen, damit Padel Basel weiter an Bedeutung gewinnt. Für Einsteigerinnen und Einsteiger ebenso wie für ambitionierte Spielerinnen und Spieler ist die Region heute ein Ort, an dem der moderne Racketsport seine ganze Vielfalt entfalten kann.
- Dunkelfeldmikroskopie – Ein Blick ins Verborgene. Mein Selbstversuch mit der Dunkelfeld Blutanalyse
Die Dunkelfeldmikroskopie fasziniert und polarisiert zugleich: ein alternatives Analyseverfahren, das ohne Färbung und Fixierung auskommt und den lebenden Organismus in Echtzeit sichtbar macht. BaslerIN begleitet eine Sitzung bei Naturheilpraktikerin Seraina Greth in Basel – und zeigt, wie komplexe Zusammenhänge von Ernährung, Lebensstil und Gesundheit im Blut sichtbar werden können. Dunkelfeldmikroskopie im Überblick Die Dunkelfeldmikroskopie ist ein alternatives Diagnoseverfahren, das auf den deutschen Bakteriologen Prof. Dr. Günther Enderlein (1872–1968) zurückgeht. Bei dieser Methode wird die Blutprobe seitlich beleuchtet, sodass der Hintergrund schwarz bleibt und nur das sichtbar wird, was das Licht streut – etwa Zellen, Partikel oder Mikroorganismen. Im Gegensatz zur klassischen Labordiagnostik muss das Blut dabei weder eingefärbt noch fixiert werden und kann sofort unter dem Dunkelfeldmikroskop in seiner natürlichen, lebendigen Form betrachtet und analysiert werden. Die Methode soll es ermöglichen, frühzeitig Ungleichgewichte im Organismus zu erkennen – etwa Mikronährstoffmängel, Belastungen, Pilze, Parasiten, Übersäuerung oder Störungen im Stoffwechsel und Funktionssystem. Faszinierend oder fragwürdig? Um das herauszufinden, habe ich einen Selbstversuch gemacht und die Naturheilpraktikerin Seraina Greth aufgesucht, die seit mehreren Jahren mit dieser Methode arbeitet. Frau Seraina Greth, was fasziniert Sie an der Dunkelfeldmikroskopie – und weshalb haben Sie sie in Ihre Praxis aufgenommen? Die Vitalblutanalyse ermöglicht einen schnellen, guten Einblick in den Gesundheitszustand eines menschlichen Organismus. Für mich als Heilpraktikerin ist sie ein sehr hilfreiches Diagnose-Tool: Da sie in der Praxis in Echtzeit durchführbar ist, spart sie den Klienten Zeit und Kosten. Der Einblick «ins Innere» des Menschen durch diese Art der Blutanalyse ist faszinierend und genau. Wenn man im Internet recherchiert, stösst man häufig auf den Vorwurf unseriöser Praktiken, fehlender Wirksamkeit und mangelnder wissenschaftlicher Evidenz. Was ist Ihre Erfahrung? Welche Resultate haben Sie mit dieser Methode bei Ihren Patientinnen und Patienten erzielt? Die Dunkelfeldmikroskopie wird von schulmedizinischer Seite meist eher misstrauisch betrachtet – wurde jedoch auch keiner Studie unterzogen. Die Analyse beruht auf Beobachtung und Erfahrung. Oft bestätigen Patienten meine Diagnose, und sie deckt sich mit der schulmedizinischen, die bereits gestellt wurde. Viele Patienten haben bereits eine Diagnose, fühlen sich jedoch auf einem ganzheitlichen Heilungsweg alleingelassen und suchen mich dafür auf. Es gibt jedoch auch nicht selten den Fall, dass eine Patientin Beschwerden hat und der Arzt keine Ursache findet, gerade wenn die Symptome etwas diffus sind, wie Müdigkeit, Energielosigkeit, Unlust, nervliche Gereiztheit oder Schlafstörungen. Da sehe ich in der Analyse – gepaart mit meiner Intuition – oft, wo es hapert, und kann helfen. Sie haben mein Blut 24 Stunden analysiert. Was genau haben Sie in meinem Blut gesehen? Der Eintrocknungsverlauf des Blutes verrät mir nochmals viel. Ich schaue also immer wieder durch das Mikroskop und mache mir Notizen oder speichere auffällige Bilder. Konkret bei Ihnen hat man auf Anhieb und in der Langzeitbeobachtung gesehen, dass sich der Körper in einer Nährstoffmangelsituation befindet. Auch waren deutlich Darm- und Leberzeichen zu sehen – für eine gute Gesundheit sowie die Entgiftung und Verstoffwechselung von Nahrungsmitteln sehr wichtige Organe. Wie erkennen Sie die Hinweise auf diese Mängel? Wir sprechen von Zeichen, z. B. «Leberzeichen». Dann lassen sich sogenannte «zitronenförmige» (Bild 1) Blutkörperchen beobachten sowie «Leberinseln» (Bild 2), die Bienenwaben ähneln. Das ist eher schwierig in Worte zu fassen. Einfacher zu erklären ist es z. B. anhand von «Nierenkristallen»: Da sieht man kleine, spitze, kristallartige Gebilde im Blut, die einen klaren Hinweis darauf geben, dass sich bereits kleine Nierensteine gebildet haben oder sich in naher Zukunft bilden werden, weil die Niere überfordert ist. Natürlich ist dann das anamnestische Gespräch wichtig: Trinkt der Patient genug? Wie ist sein Lebensstil? Eine Couchpotato oder ein Raucher ist sofort an kleinen oder grösseren Thromben erkennbar. Diese Ansammlungen können kurz- oder langfristig zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Diese Ballung von Thrombozyten ist beispielsweise ganz konkret sichtbar. Ich zeige sie dem Patienten, und er versteht sofort, dass diese zu einem Blutstau führen können. Was hat Sie auf eine mögliche Störung im Darm gebracht? Wie sehen Sie Darmzeichen im Blut? Gute Frage :) Ich sehe ja nicht in den Darm. Bei einer gestörten Darmflora oder dem sogenannten «Leaky-Gut-Syndrom» zeigt das Blut im Eintrocknungsverlauf bestimmte, darmähnliche, wellenartige Formen. Das ist in der Diagnose sehr zuverlässig. Fast immer haben die Patienten auf Nachfrage eine Antibiotikakur hinter sich, und die Darmflora wurde gestört und nicht wieder gut aufgebaut. Das hat sich bei Ihnen ja auch bestätigt. Wie grenzen Sie Ihre Arbeit von medizinischer Diagnostik ab? Was kann diese Methode leisten – und wo endet sie? Die Schulmedizin ist mit ihrer Diagnose- und Labortechnik sehr fortgeschritten. Manchmal schicke ich Patienten auf Verdacht zum Arzt. Vielleicht sehe ich Anzeichen für eine Schilddrüsenunterfunktion und lasse den Patienten – zu seiner und meiner Sicherheit – das abklären. Dann haben wir die Bestätigung meines Verdachts und allenfalls eine ganz genaue Einschätzung der hormonellen Störung. Je nach Ausrichtung des Patienten kann man das dann wiederum sehr gut natürlich behandeln. So sollten Heilpraktiker und Ärzte mehr zusammenarbeiten, finde ich. Wir ergänzen uns gut. Sie haben mir Nahrungsergänzungen und eine Ernährungsumstellung empfohlen. Welche Zusatzempfehlungen geben Sie Ihren Patientinnen und Patienten? Wie geht es weiter? Oft ist der Lifestyle verantwortlich für gesundheitliche Störungen. Ich arbeite ganzheitlich. Das Gespräch ist sehr wichtig. Fragen wie: «Wie ist Ihre Ernährung? Wann und was essen Sie regelmässig? Wie schlafen Sie? Bewegen Sie sich genug? Was verursacht Stress? Sind Sie seelischen Belastungen ausgesetzt? Was erleben Sie gerade?» So finden wir zusammen heraus, was ursächlich dazu beigetragen hat, dass jemand krank wurde oder anfällig ist oder sich schlicht «nicht gut» fühlt. Der Ansatz der Therapie ist entsprechend holistisch. Wir schauen auf allen Ebenen, wie die Situation verbessert werden kann und der Mensch in Heilung kommt – als Ganzes: körperlich, seelisch, geistig. Mein persönlicher Eindruck nach der Behandlung Nach der Sitzung und während der Kur begann ich genauer auf die Reaktionen meines Körpers zu achten. Besonders die sogenannten Leberzeichen wurden für mich zu einem Aha-Moment: Wenn die Leber überlastet ist oder nicht optimal arbeitet, können sich diesbezügliche Hinweise manchmal auch im Gesicht zeigen – geschwollene Augen am Morgen gehören zu den häufig beschriebenen Symptomen. Bei mir traten diese Schwellungen nicht täglich auf, sondern vor allem nach sehr kohlenhydratreichen Mahlzeiten wie Spaghetti oder nach Abenden, an denen Alkohol im Spiel war. Nach der Kur verschwanden diese Symptome vollständig, was mich überrascht und gleichzeitig fasziniert hat. Auch meine regelmässig auftretenden nächtlichen Muskelkrämpfe in den Waden traten deutlich seltener auf. Ich wusste bereits, dass diese bei mir mit einem Magnesium-Mangel zusammenhingen – wann immer sie auftraten und ich Magnesium einnahm, verschwanden sie zuverlässig. Nach der Kur traten die Krämpfe jedoch kaum mehr auf, was für mich einen klar spürbaren Unterschied machte. Eine erneute Sitzung zur Verlaufskontrolle steht noch aus. Sobald die Folgeuntersuchung erfolgt ist, wird dieser Beitrag aktualisiert und um weitere Erkenntnisse ergänzt.
- Weihnachtsgeschenke Basel: Die schönsten Modetrends als Geschenkideen
Die Adventszeit verleiht Basel eine besondere Leuchtkraft – und damit auch den Boutiquen der Region, die in diesen Wochen zu inspirierenden Orten für festliche Mode und stilvolle Geschenkideen werden. Drei zentrale Trends prägen die Saison H/W 2025 und zeigen, wie vielfältig und sinnlich Mode zur Weihnachtszeit sein kann. «Weihnachtsgeschenke Basel» wird dabei zu einem Versprechen: hochwertige Stücke entdecken, Trends erleben und Frauen beschenken, deren Stil so individuell ist wie die Stadt selbst. Iconic 70s – Samt, Strick & Boho-Eleganz Die Rückkehr der 70er-Jahre zeigt sich in warmen Nuancen, weich fliessenden Silhouetten und einer luxuriösen Nonchalance. Samt, Strick und dezente Metallic-Akzente verleihen diesem Trend eine moderne Raffinesse, die ihn zu einem idealen Ausgangspunkt für persönliche Weihnachtsgeschenke macht. Ein langes, weich fallendes Kleid mit Retro-Charme findet sich bei TALK ABOUT WOMEN, während DRESS UP mit Kaftans und eleganten Kleidern auf fliessende Silhouetten und Farben setzt, die an ikonische Studio- und Disco-Nächte erinnern. Feine Strickstücke aus luxuriösen Garnen – wie jene bei CORBELLA Fashion Store by Arlette – zählen zu den zeitlosesten Geschenkoptionen dieser Saison. Ergänzt wird der Look durch die klassischen Loafers von RIVE GAUCHE, die das 70s-Flair mit urbaner Modernität verbinden und festliche Outfits stilvoll abrunden. Dieser Trend eignet sich für Frauen, die natürliche Materialien schätzen, warme Töne lieben und sich für festliche Anlässe ebenso begeistern wie für gemütliche Wintertage. Der Trend zeigt, wie sich festliche Geschenkideen mit einer warmen, eleganten Ästhetik verbinden lassen – eine zeitgemässe Inspiration für die Adventszeit in Basel. Power Dressing – Leder, Animal Prints und moderne Silhouetten Stark, selbstbewusst und modern: Power Dressing prägt die Saison mit klaren Linien, erdigen Tönen und Akzenten aus Leder. Dieser Trend eignet sich ideal für Frauen, die Präsenz ausstrahlen und mutige Looks mit Leichtigkeit tragen. Eine edle Leder-Bomberjacke wie jene bei NAKED wird dabei zum zentralen Statement-Piece. KLEINBASEL by Tanja Klein bietet dazu handgefertigte Gürtel, die den kraftvollen Silhouetten ein individuelles Finish verleihen. Schmuckliebhaberinnen finden bei SAMSARES Diamant-Ohrringe, die mit dunklen Farben und strukturierten Stoffen eine harmonische Spannung erzeugen. AMI WIELAND präsentiert Taschen in kunstvoller Handflechtung, die diesem Trend zusätzlichen Charakter schenken. Boutique Heidi Berger wiederum zeigt moderne Strickinterpretationen, die Power Dressing weicher machen, ohne seine Wirkung zu mindern. Dieser Trend richtet sich an Frauen, deren Garderobe Selbstverständlichkeit und Entschlossenheit ausstrahlt; Geschenkideen aus diesem Stilbereich spiegeln ein modernes, zeitgemässes Lebensgefühl wider. New Preppy – Strick, College-Look und warme Erdtöne Der Preppy Look kehrt zurück – strukturiert, entspannt und mit klarer Referenz an die Eleganz der 90er-Jahre. Erdige Farben, Wollmäntel und modern interpretierte Klassiker verleihen diesem Trend eine warme, kultivierte Ausstrahlung, die insbesondere im Winter Hochsaison hat. Ein ikonischer Duffelcoat, wie er bei PKZ zu finden ist, bildet das Herzstück dieses Stils. Schritt für Schritt ergänzt den Look mit hochwertigem Schuhwerk, das zwischen Stadtspaziergang, Arbeitsplatz und abendlichen Begegnungen mühelos wechselt. SET&SEKT inszeniert den Trend mit einer modernen Cocoon-Bluse, deren Form und Leichtigkeit neue Akzente setzt und dem Preppy-Stil eine zeitgemässe Note verleiht. New Preppy steht für Frauen, die klare Linien, Qualität und Tragbarkeit schätzen. Aus dieser Stilrichtung entstehen Geschenkideen, die über die Festtage hinaus wirken und das gesamte Winterhalbjahr begleiten. Basel im Advent – ein entspannter Abschluss nach dem Einkaufen Nach einer Entdeckungstour durch die Boutiquen der Stadt fügt sich der Weihnachtsmarkt nahtlos in das Einkaufserlebnis ein. Ein heisser Glühwein, die festlich beleuchteten Gassen und ein kurzer Halt an einem der Marktstände bilden einen ruhigen Moment innerhalb des lebhaften Adventstreibens. So verbindet sich das Geschenkeeinkaufen mit der saisonalen Stimmung der Stadt und rundet den Tag auf angenehme Weise ab. Weihnachtsgeschenke Basel – ein Blick auf die Saison Drei Trends, drei Stilrichtungen und eine Auswahl sorgfältig kuratierter Boutiquen in Basel zeigen, wie vielfältig, kreativ und inspirierend der Einkauf von Weihnachtsgeschenken sein kann. Sind die Geschenke frühzeitig gefunden, bleibt Raum, die kommende Adventszeit in einem ruhigeren Rhythmus anzugehen.
- Microneedling: Natürliche Hautverjüngung durch kontrollierte Mikroverletzungen
Microneedling hat sich in den letzten Jahren zu einer der gefragtesten Behandlungen in der ästhetischen Medizin entwickelt. Die minimal-invasive Methode verspricht eine deutlich frischere und straffere Haut – und das dauerhaft und ohne Operation. Doch was steckt wirklich hinter diesem Beauty-Trend, der von Hollywood-Stars gefeiert wird? Microneedling Behandlung – natürliche Hautverjüngung mit feinen Nadeln für straffere Haut und Kollagenbildung Wie funktioniert Microneedling? Bei einem Microneedling wird die Haut mit einem speziellen Gerät behandelt, das mit feinen Nadeln besetzt ist. Dabei kommt ein Dermapen zum Einsatz – ein präzises, vibrierendes Gerät mit sterilen Nadelaufsätzen, das vom Facharzt kontrolliert über die Haut geführt wird. Das Prinzip ist denkbar einfach: Die feinen Nadeln durchstechen die Haut und setzen ihr dabei kontrollierte Mikroverletzungen zu. Diese winzigen Stiche – im 90-Grad-Winkel zur Hautoberfläche – reizen die Zellen und täuschen der Haut eine Verletzung vor, die es zu reparieren gilt. Der Körper reagiert darauf mit einem natürlichen Heilungsprozess. Die Durchblutung des Hautgewebes wird gefördert, die Regeneration beschleunigt sich. Vor allem aber werden spezielle Zellen angeregt, die sogenannten Fibroblasten. Diese produzieren Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure – jene Substanzen, die für ein straffes Bindegewebe und eine jugendliche Haut verantwortlich sind. Die menschliche Haut erneuert sich normalerweise etwa alle 28 Tage. Durch Microneedling läuft dieser Prozess schneller ab, und das Hautbild wird straffer, glatter und ebenmässiger. Der Unterschied zwischen kosmetischem und medizinischem Needling Bei der Microneedling-Behandlung wird zwischen zwei Hauptvarianten unterschieden: Kosmetisches Needling (0,25–1,0 mm Nadellänge): Dringt in die oberste Hautschicht (Epidermis) ein Behandelt erste Fältchen, Pigmentflecken und grosse Poren Verbessert die Aufnahme von Pflegeprodukten Kann im Kosmetikstudio durchgeführt werden Keine Betäubung notwendig Sofort gesellschaftsfähig Medical Needling (1,0–3,5 mm Nadellänge): Erreicht die tiefere Hautschicht (Dermis) Behandelt Aknenarben, tiefe Falten, Dehnungsstreifen und Brandnarben Muss von Fachärzten durchgeführt werden Lokale Betäubungscreme wird aufgetragen (20 Minuten Einwirkzeit) Rötung und Schwellung für einige Tage möglich Deutlich intensivere Kollagenbildung In der Facharztpraxis werden deutlich längere Nadeln und intensivere Behandlungsprotokolle eingesetzt als in Kosmetikstudios. Das Medical Needling erreicht die tiefere Hautschicht und führt zu einer deutlich stärkeren Kollagenneubildung. Die richtige Nadellänge nach Alter und Hautbedürfnis Je nach Alter, Hautproblem und Behandlungsziel kommen unterschiedliche Nadellängen zum Einsatz: 25-35 Jahre – Prävention und erste Anzeichen: 0,5–1,0 mm: Erste feine Linien, fahler Teint, Prävention 1,0–1,5 mm: Beginnende Falten, unebene Hauttextur, vergrösserte Poren 35-50 Jahre – Anti-Aging und Regeneration: 1,0–1,5 mm: Ausgeprägte Mimikfalten, matter Teint, Pigmentflecken 1,5–2,0 mm: Tiefere Falten an Stirn, Nasolabialbereich, erschlaffte Haut 50+ Jahre – Intensive Hautverjüngung: 1,5–2,5 mm: Tiefe Falten, deutlich erschlaffte Haut, ausgeprägte Hauterschlaffung 2,0–3,5 mm: Sehr tiefe Furchen, schwere Narben, Dehnungsstreifen Empfindliche Bereiche (alle Altersgruppen): 0,25–0,5 mm: Augenpartie, Mundbereich, dünne Haut Körper: 1,5–2,5 mm: Dekolleté, Hals, Hände 2,0–3,5 mm: Rücken, Bauch, Oberschenkel (Narben, Dehnungsstreifen) Der Grundsatz: Je ausgeprägter die Hautalterung und je dicker die Haut, desto länger sollten die Nadeln sein. Allerdings ist auch zu beachten, wie viel Unterhaut an der behandelten Stelle vorhanden ist. Liegt unter der Haut vor allem Knochen, sollte weniger stark behandelt werden. Was kann mit Microneedling behandelt werden? Microneedling ist vielseitig einsetzbar: Anti-Aging: Feine Linien und Falten Stirnfalten und Lachfalten Augenringe und Krähenfüsse Erschlaffte Haut Hautprobleme: Pigmentflecken und Pigmentstörungen Aknenarben und flache Narben Grosse Poren Fahle, unebene Haut Dehnungsstreifen Weitere Anwendungen: Haarausfall (Förderung der Durchblutung der Kopfhaut) Cellulite Verbesserung der allgemeinen Hautqualität Die Behandlung: So läuft sie ab Vor der Behandlung: Gründliche Reinigung und Desinfektion der Haut Bei medizinischem Needling: Auftragen einer Betäubungscreme (20 Minuten Einwirkzeit) Eventuell Auftragen eines Serums (Hyaluronsäure oder Vitamin C) Während der Behandlung: Der Dermatologe oder Facharzt spannt die Haut Mit dem Dermapen wird horizontal, vertikal und diagonal über die Haut gefahren Mit dem Dermapen wird jeder Bereich gleichmässig behandelt Behandlungsdauer: 30–90 Minuten je nach Bereich Nach der Behandlung (Zuhause): Beruhigende Pflege mit Aloe Vera oder Kamille Hochwertige Seren mit Vitamin A, C und E Konsequenter Lichtschutz Kein Sport am Behandlungstag Keine Sauna, Peeling oder hautreizende Cremes für 7-14 Tage Kein Sonnenbad oder Solarium für 2 Wochen (Gefahr von Pigmentflecken) Kein Alkohol, kein Rauchen Wie oft sollte eine Microneedling-Behandlung durchgeführt werden? Behandlungsrhythmus: Gesicht: Alle 4–6 Wochen Narben und Dehnungsstreifen: Alle 6–8 Wochen Haare: 4 Sitzungen im Abstand von 2–3 Monaten Ergebnisse: Erste sichtbare Erfolge: Nach 3 Anwendungen Kollagenneubildung dauert: 2–3 Monate Maximale Ergebnisse: Nach 3–6 Monaten Haltbarkeit: Die Verbesserung bleibt bestehen, die Haut altert danach ganz normal weiter, aber auf einem verbesserten Niveau. Wann sollte man nicht needeln? Microneedling sollte vermieden werden bei: Akut entzündeter Haut Aktiver Akne, Rosazea oder Neurodermitis Sonnenbrand Erhobenen Narben Chronischen Hautinfektionen (z.B. Herpes simplex) Blutgerinnungsstörungen Einnahme blutverdünnender Medikamente Schwangerschaft Bei Unsicherheiten sollte man einen Dermatologen konsultieren, bevor man mit Microneedling beginnt. Hygiene ist entscheidend Bei Microneedling ist Hygiene das A und O. Eine unsachgemässe Durchführung kann zu Entzündungen, Infektionen oder sogar Narben führen. In der Facharztpraxis: Mundschutz wird getragen Geräte werden gründlich desinfiziert Sterile Nadelmodule werden verwendet Einmalprodukte nach jeder Behandlung entsorgt Strikte Hygieneprotokolle werden eingehalten Die professionelle Durchführung in einer Praxis bietet den entscheidenden Vorteil, dass alle Hygiene- und Sicherheitsstandards eingehalten werden und das Infektionsrisiko auf ein Minimum reduziert wird. Die richtige Wahl des Behandlers Für Medical Needling sollte die Behandlung ausschliesslich von qualifizierten Fachärzten durchgeführt werden – idealerweise von Plastischen Chirurgen oder Dermatologen mit entsprechender Ausbildung. Worauf achten: Fachärztliche Qualifikation (Plastische Chirurgie oder Dermatologie) Langjährige Erfahrung mit Microneedling Mitgliedschaft in Berufsverbänden Umfassendes Beratungsgespräch Transparente Aufklärung über Risiken und Ergebnisse Einsatz zertifizierter, hochwertiger Geräte Strikte Einhaltung von Hygienestandards Es ist wichtig, dass der behandelnde Arzt über fundierte anatomische Kenntnisse verfügt und die Behandlung individuell auf die jeweilige Haut und die persönlichen Bedürfnisse abstimmt. Nebenwirkungen und Risiken Häufige, vorübergehende Nebenwirkungen: Rötungen (1–7 Tage) Schwellungen (1–3 Tage) Kleine Blutergüsse Spannungsgefühl Leichte Krustenbildung Seltene Komplikationen: Infektionen (bei mangelnder Hygiene) Pigmentstörungen (bei fehlendem Sonnenschutz) Narbenbildung (bei unsachgemässer Durchführung) Bei fachgerechter Durchführung durch einen erfahrenen Arzt sind schwere Nebenwirkungen sehr selten. Die meisten Nebenwirkungen klingen innerhalb weniger Tage von selbst ab. Was kostet professionelles Microneedling? Die Kosten für professionelles Microneedling variieren je nach Anbieter, Region und Umfang der Behandlung. Faktoren, die den Preis beeinflussen: Nadellänge und Behandlungsintensität Grösse des behandelten Bereichs Kombination mit anderen Wirkstoffen (PRP, Hyaluron) Anzahl der benötigten Sitzungen Qualifikation und Erfahrung des Behandlers In der Regel sind mehrere Sitzungen notwendig für optimale Ergebnisse. Viele Praxen bieten auch Paketpreise für mehrere Behandlungen an. Für wen ist Microneedling geeignet? Microneedling eignet sich grundsätzlich für alle Hauttypen und Altersgruppen. Besonders profitieren: Jüngere Menschen (25–40 Jahre): Präventives Anti-Aging Verbesserung der Hautqualität Behandlung erster Fältchen Aknenarben Reifere Haut (40+ Jahre): Faltenreduktion Hautstraffung Verbesserung der Hauttextur Pigmentflecken Bereits nach wenigen Behandlungen verbessert sich die Hauttextur sichtbar. Die Poren werden feiner, die Haut straffer und praller. Kombination mit anderen Wirkstoffen und Behandlungen Microneedling entfaltet seine volle Wirkung oft in Kombination mit anderen Methoden. Durch die Mikrokanäle können Wirkstoffe besonders tief in die Haut eindringen. 1 Hyaluronsäure, Vitamin C und Peptide Hyaluronsäure kann durch die geöffneten Kanäle deutlich tiefer eindringen als bei normaler Anwendung – perfekt für einen intensiven Feuchtigkeitsboost. Vitamin C ist besonders effektiv bei Pigmentflecken und fahler Haut. Es hellt auf und stimuliert die Kollagenproduktion zusätzlich. Peptide verstärken die regenerative Wirkung der Haut, verbessern die Hautelastizität und führen zu noch besseren Ergebnissen. 2 Deep Needling mit Radiofrequenz Mehrere wissenschaftliche Studien und Metaanalysen belegen die Wirksamkeit von Microneedling bei der Faltenreduktion und Straffung – besonders effektiv ist dabei die Kombination mit Radiofrequenz. Bei diesem Verfahren werden während des Needlings zusätzlich Radiofrequenzwellen in die Haut abgegeben. Die Wärmeenergie erwärmt das tiefere Gewebe und führt zu: Sofortiger Straffung Langfristiger Kollagenneubildung Intensiverer Wirkung als klassisches Microneedling Besonders geeignet bei erschlaffter Haut und tiefen Falten Diese Behandlungsmethode wird ausschliesslich in Facharztpraxen durchgeführt und erfordert spezielle Geräte sowie fundierte Kenntnisse über Hautanatomie und Behandlungsparameter. 3 PRP (Platelet-Rich Plasma) Aus eigenem Blut gewonnenes Serum mit Wachstumsfaktoren. Das hochkonzentrierte Plasma wird während oder direkt nach dem Needling auf die Haut aufgetragen und dringt durch die Mikrokanäle tief in die Haut ein. Es beschleunigt die Heilung, verstärkt die Kollagenbildung und führt zu noch besseren Ergebnissen. Microneedling im Vergleich zu anderen Behandlungen Microneedling vs. Botox: Microneedling verbessert die Hautqualität insgesamt Botox entspannt gezielt Muskeln und glättet Mimikfalten Unterschiedliche Wirkungsweise, oft kombinierbar Microneedling vs. Hyaluron-Filler: Microneedling regt körpereigene Prozesse an Filler füllen Volumen sofort auf Microneedling = natürlicher, Filler = sofortiger Effekt Microneedling vs. Laser: Microneedling schonender, kürzere Ausfallzeit Laser ist viel intensiver – geeignet bei schweren Narben und tiefen Falten Microneedling für alle Hauttypen geeignet Microneedling vs. Biostimulatoren: Beide regen körpereigene Regeneration an Biostimulatoren länger anhaltend (18–24 Monate) Microneedling flexibler einsetzbar Fazit: Natürliche Hautverjüngung mit Geduld Microneedling ist eine effektive, wissenschaftlich belegte Methode zur Hautverjüngung. Die Behandlung regt die körpereigenen Regenerationsprozesse an und führt zu nachhaltigen Verbesserungen der Hautqualität. Die Vorteile: Natürliche Hautverjüngung von innen Wissenschaftlich belegt Für alle Hauttypen geeignet Vielseitig einsetzbar Nachhaltige Ergebnisse Minimale Ausfallzeit Die Nachteile: Mehrere Sitzungen notwendig Ergebnisse brauchen Zeit (3–6 Monate) Konsequente Nachsorge erforderlich Regelmässige Wiederholung für dauerhafte Ergebnisse Allerdings braucht es Geduld: Die Kollagenneubildung ist ein Prozess, der zwei bis sechs Monate in Anspruch nimmt. Auch die Lebensweise nach der Behandlung kann den Erfolg massgeblich beeinflussen. Dafür ist das Ergebnis natürlich und langanhaltend – eine echte Alternative zu invasiveren Eingriffen. Für alle, die eine natürliche, sanfte Methode zur Hautverjüngung suchen und bereit sind, der Haut Zeit zur Regeneration zu geben, ist professionelles Microneedling eine ausgezeichnete Wahl. Im Interview mit Dr. med. John Doummar erläutert der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie umfassend, wann welche Behandlungsmethode sinnvoll ist und worauf bei Schönheitsbehandlungen besonders zu achten ist.
- Botox Behandlung: Alles über Wirkung, Ablauf und wichtige Verhaltensregeln
Glatte Haut ohne Operation – die Botox Behandlung ist eine der beliebtesten Methoden in der ästhetischen Medizin, um Mimikfalten sanft zu reduzieren. Doch wie funktioniert das Verfahren genau, für wen ist es geeignet und was muss nach der Behandlung unbedingt beachtet werden? Dieser Ratgeber liefert fundierte Antworten auf alle wichtigen Fragen rund um Botox. Was ist Botox und wie wirkt es? Botox ist die Kurzform für Botulinumtoxin Typ A, ein hochwirksames Protein, das von Bakterien produziert wird. In der ästhetischen Medizin wird dieser Wirkstoff gezielt eingesetzt, um Mimikfalten zu glätten – und das auf eine Weise, die die natürliche Ausdruckskraft des Gesichts bewahrt. Die Wirkungsweise ist präzise: Botulinumtoxin blockiert die Freisetzung des Botenstoffs Acetylcholin an den Nervenenden. Acetylcholin ist für die Übertragung von Nervenimpulsen an die Muskeln verantwortlich. Wird diese Übertragung gehemmt, entspannt sich die Muskulatur. Der Muskel kann sich nicht mehr wie gewohnt anspannen – und genau das führt zur Glättung der darüberliegenden Haut. Entscheidend ist: Die Behandlung beeinflusst ausschliesslich die Muskelaktivität. Andere Nervenfunktionen wie Fühlen oder Tasten bleiben vollständig erhalten. Bei fachgerechter Anwendung durch erfahrene Ärzte entsteht ein harmonisches, natürliches Ergebnis ohne maskenhaften Ausdruck. Für welche Bereiche eignet sich eine Botox Behandlung? Botox wird vor allem bei dynamischen Falten eingesetzt – also Falten, die durch wiederholte Muskelbewegungen entstehen. Die häufigsten Anwendungsgebiete sind: Stirnfalten: Die horizontalen Linien auf der Stirn, auch Sorgenfalten oder Denkerfalten genannt, lassen sich besonders gut mit Botox behandeln. Die Stirnmuskulatur wird gezielt entspannt, wodurch die Falten deutlich gemildert werden. Zornesfalten: Die vertikalen Falten zwischen den Augenbrauen entstehen durch häufiges Stirnrunzeln. Botox glättet diese Partie und verleiht dem Gesicht einen entspannteren Ausdruck. Krähenfüsse: Die feinen Fältchen seitlich der Augen, die beim Lachen entstehen, gehören zu den klassischen Einsatzgebieten von Botox. Darüber hinaus wird Botulinumtoxin auch bei anderen mimischen Falten wie Nasenfalten, dem sogenannten Erdbeerkinn oder einem zu stark ausgeprägten Zahnfleischlächeln eingesetzt. Sogar bei übermässigem Schwitzen kann Botox therapeutisch helfen. Botox oder Filler: Was ist der Unterschied? Eine häufige Verwechslung in der Welt der ästhetischen Medizin: Botox und Filler wie Hyaluronsäure werden oft in einen Topf geworfen – dabei haben sie völlig unterschiedliche Funktionen. Botox entspannt die Muskulatur und verhindert dadurch die Bildung von Mimikfalten. Es wirkt sozusagen als Weichzeichner für überaktive Gesichtsmuskeln und wird vor allem im oberen Gesichtsdrittel eingesetzt. Filler wie Hyaluronsäure hingegen füllen Volumen auf. Sie werden dort eingesetzt, wo die Haut an Fülle verloren hat – etwa bei Nasolabialfalten, zur Lippenvergrösserung oder zum Wangenaufbau. Hyaluronsäure polstert die Haut von innen auf und eignet sich besonders für statische Falten, die auch in Ruhe sichtbar sind. Beide Methoden lassen sich auch kombinieren: Bei tiefen Falten beispielsweise kann Botox die Muskelaktivität reduzieren, während Hyaluronsäure das fehlende Volumen auffüllt. Ergänzend zur Faltenglättung können Microneedling die Hautregeneration fördern und Biostimulatoren die körpereigene Kollagenproduktion anregen. Wie läuft eine Botox Behandlung ab? Eine Botox Behandlung ist schnell, unkompliziert und nahezu schmerzfrei. Die gesamte Sitzung dauert in der Regel zwischen 15 und 30 Minuten – je nachdem, wie viele Areale behandelt werden. Zunächst wird die Haut gereinigt und desinfiziert. Bei besonders empfindlichen Patientinnen und Patienten kann eine betäubende Creme aufgetragen werden, in den meisten Fällen ist dies jedoch nicht nötig. Das Botulinumtoxin wird mit einer sehr feinen Nadel präzise in die entsprechenden Muskeln injiziert. Die Anzahl der Injektionspunkte hängt von der behandelten Region ab. Die richtige Dosierung und die exakte Platzierung sind entscheidend für ein natürliches Ergebnis. Erfahrene Fachärzte passen die Menge des Wirkstoffs individuell an die Muskelstärke an – eine höhere Dosis bei kräftigerer Muskulatur, eine geringere bei zarterer Struktur. Nach der Behandlung können die Einstichstellen leicht gerötet sein. Kleine Blutergüsse sind möglich, aber selten. Diese lassen sich gut mit Make-up kaschieren. Bereits kurz nach der Injektion sind Patientinnen und Patienten wieder gesellschaftsfähig – es ist keine Auszeit erforderlich. Wann zeigt sich die Wirkung und wie lange hält sie an? Geduld ist gefragt: Botox wirkt nicht sofort. Erste sichtbare Veränderungen zeigen sich in der Regel nach zwei bis fünf Tagen. Das liegt daran, dass das Botulinumtoxin zunächst in die Nervenenden eindringen und dort die Freisetzung von Acetylcholin blockieren muss. Die volle Wirkung entfaltet sich nach etwa zehn bis vierzehn Tagen. Zu diesem Zeitpunkt ist das endgültige Ergebnis sichtbar: Die Haut ist deutlich glatter, die Mimikfalten sind gemildert und das Gesicht wirkt frischer und entspannter. Die Haltbarkeit der Behandlung beträgt durchschnittlich drei bis sechs Monate. Wie lange die Wirkung anhält, hängt von mehreren Faktoren ab: dem individuellen Stoffwechsel, der Stärke der Muskulatur im behandelten Bereich und der Dosierung. Menschen mit einem sehr aktiven Stoffwechsel oder starker mimischer Aktivität bauen das Botulinumtoxin tendenziell schneller ab. Ein positiver Effekt bei regelmässigen Behandlungen: Die Muskulatur entspannt sich mit der Zeit immer mehr, sodass oft niedrigere Dosen oder längere Intervalle zwischen den Sitzungen möglich werden. Verhalten nach der Botox Behandlung: Das müssen Sie beachten Die Nachsorge spielt eine entscheidende Rolle für den Behandlungserfolg. Wer sich an die folgenden Verhaltensregeln hält, kann das Ergebnis optimieren und das Risiko von Nebenwirkungen minimieren. Die ersten drei bis vier Stunden: Legen Sie sich nicht hin und beugen Sie sich nicht nach vorne. Diese Regel ist besonders wichtig, damit das Botulinumtoxin sich nicht ungewollt in benachbarte Muskelpartien verteilt. Bleiben Sie aufrecht und vermeiden Sie Tätigkeiten, bei denen der Kopf stark nach unten geneigt wird. Alkohol meiden: Verzichten Sie mindestens 24 Stunden vor und nach der Behandlung auf Alkohol. Alkohol erhöht die Durchblutung und kann das Risiko von Schwellungen und Blutergüssen verstärken. Keine intensive Wärme: In den ersten Tagen bis zu zwei Wochen nach der Behandlung sollten Sie Sauna, Solarium, heisse Bäder und intensives Sonnenbaden meiden. Hitze beschleunigt den Stoffwechsel und kann die Wirkung von Botox verkürzen. Auch zu heisses Duschen sollte vermieden werden. Sport und körperliche Anstrengung: Verzichten Sie mindestens 24 Stunden, besser zwei bis drei Tage, auf Sport und anstrengende körperliche Aktivitäten. Eine erhöhte Herzfrequenz fördert die Durchblutung und kann dazu führen, dass sich das Botox schneller im Körper verteilt oder abbaut. Behandelte Stellen nicht berühren: Massieren, reiben oder drücken Sie die behandelten Bereiche nicht. Mechanischer Druck kann dazu führen, dass sich das Botulinumtoxin verschiebt und unerwünschte Bereiche beeinflusst. Kühlen hilft: Leichte Schwellungen oder Rötungen lassen sich durch Kühlen lindern. Verwenden Sie Kühlpacks mit einem dünnen Tuch dazwischen – niemals Eis direkt auf die Haut legen. Was kostet eine Botox Behandlung in der Schweiz? Die Kosten für eine Botox Behandlung variieren je nach Region, Praxis und behandeltem Areal. In der Schweiz liegen die Preise in der Regel zwischen CHF 240 und CHF 500 pro Behandlung. Die Preisgestaltung hängt von mehreren Faktoren ab: der Anzahl der behandelten Gesichtszonen, der Menge des verwendeten Botulinumtoxins und der Erfahrung des behandelnden Arztes. Stirnfalten, Zornesfalten und Krähenfüsse werden oft einzeln oder als Kombination abgerechnet. Wichtig zu wissen: Die Kosten für ästhetische Botox Behandlungen werden in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen, da es sich um einen rein kosmetischen Eingriff handelt. Lediglich bei medizinischen Indikationen wie übermässigem Schwitzen oder chronischer Migräne können die Kosten unter Umständen übernommen werden. Worauf Sie bei der Wahl des Arztes achten sollten Die Qualität des Ergebnisses steht und fällt mit der Erfahrung des behandelnden Arztes. Botox mag auf den ersten Blick simpel erscheinen – doch die richtige Technik, anatomisches Wissen und ein ästhetisches Auge sind entscheidend für ein harmonisches, natürliches Ergebnis. Achten Sie auf folgende Kriterien: Der Arzt oder die Ärztin sollte über eine fachärztliche Ausbildung in Plastischer und Ästhetischer Chirurgie oder Dermatologie verfügen. Langjährige Erfahrung und regelmässige Fortbildungen sind ein Qualitätsmerkmal. Seriöse Fachpersonen nehmen sich Zeit für ein ausführliches Beratungsgespräch und klären transparent über Risiken und Nebenwirkungen auf. Qualitativ hochwertige Präparate namhafter Hersteller sollten selbstverständlich sein. Finger weg von Billigangeboten oder sogenannten Botox-Partys – bei der Behandlung am eigenen Körper sollte niemals am falschen Ende gespart werden. Ein guter Arzt verfolgt zudem einen individuellen Ansatz: Nicht jede Patientin und jeder Patient benötigt dieselbe Behandlung. Die Dosierung und die Injektionspunkte werden auf die persönliche Gesichtsanatomie und die gewünschten Ergebnisse abgestimmt. Wer sich für eine Botox Behandlung entscheidet, profitiert von einer bewährten, sicheren Methode zur Faltenreduktion – vorausgesetzt, die Behandlung erfolgt durch erfahrene Fachärzte und die wichtigen Verhaltensregeln werden eingehalten. Wer sich für eine Botox Behandlung entscheidet, profitiert von einer bewährten, sicheren Methode zur Faltenreduktion – vorausgesetzt, die Behandlung erfolgt durch erfahrene Fachärzte und die wichtigen Verhaltensregeln werden eingehalten.
- Biostimulatoren: Nachhaltige Hautverjüngung von innen
In der ästhetischen Medizin zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: Statt Falten nur aufzufüllen, rückt die nachhaltige Regeneration der Haut in den Fokus. Biostimulatoren repräsentieren diese neue Generation von Behandlungen – sie aktivieren die körpereigenen Reparaturmechanismen und bauen die Hautstruktur von innen heraus wieder auf. Das Ergebnis ist eine natürliche, langanhaltende Verbesserung der Hautqualität, die weit über die Wirkung klassischer Filler hinausgeht. Biostimulatoren Behandlung – nachhaltige Hautverjüngung durch Aktivierung der körpereigenen Kollagenproduktion für natürliche Hautstraffung Was sind Biostimulatoren? Biostimulatoren sind injizierbare Substanzen, die darauf abzielen, die natürlichen Regenerationsprozesse der Haut zu aktivieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fillern, die verlorenes Volumen lediglich auffüllen, arbeiten Biostimulatoren auf zellulärer Ebene und regen die körpereigene Produktion von Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure an. Der fundamentale Unterschied: Während klassische Filler sofort sichtbare Ergebnisse liefern und nach einigen Monaten wieder abgebaut werden, stimulieren Biostimulatoren die Haut dazu, sich selbst zu erneuern. Das neu gebildete Kollagen bleibt bestehen, auch nachdem der Biostimulator selbst vom Körper abgebaut wurde. Die Haut wird somit nicht künstlich aufgepolstert, sondern von innen heraus gestärkt und verjüngt. Diese innovative Methode hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Immer mehr Menschen suchen nach nachhaltigen Lösungen, die natürliche Ergebnisse liefern und die Haut langfristig verbessern, statt nur kurzfristig Symptome zu kaschieren. Der Perspektivenwechsel in der ästhetischen Medizin Die ästhetische Medizin hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Während früher vor allem der sofortige Volumenaufbau im Vordergrund stand, verlagert sich der Fokus zunehmend auf nachhaltige, regenerative Ansätze. Dieser Wandel wird durch eine wichtige Erkenntnis getrieben: Bereits ab dem 25. Lebensjahr sinkt die körpereigene Kollagen- und Elastinsynthese kontinuierlich. Mit 40 Jahren hat die Haut bereits bis zu 20 Prozent des Kollagens verloren. Dieser Abbau führt zu Faltenbildung, Volumenverlust und erschlaffter Haut. Biostimulatoren setzen genau hier an: Sie aktivieren die Zellen, die für die Kollagenproduktion verantwortlich sind, und helfen dem Körper, verloren gegangene Strukturen wieder aufzubauen. Das Konzept lautet nicht mehr «Auffüllen von aussen», sondern «Regeneration von innen» – ein grundlegend anderer Ansatz, der zu natürlicheren und länger anhaltenden Ergebnissen führt. Wie funktionieren Biostimulatoren? Die Wirkungsweise von Biostimulatoren basiert auf einem cleveren biologischen Mechanismus: Nach der Injektion in die tieferen Hautschichten lösen die Substanzen eine kontrollierte, milde Entzündungsreaktion aus. Diese Reaktion ist bewusst herbeigeführt und absolut erwünscht. Der Körper interpretiert die injizierten Mikrosphären oder Moleküle als Fremdkörper und aktiviert daraufhin die Fibroblasten – jene Zellen, die für die Produktion von Kollagen und Elastin zuständig sind. Die Fibroblasten beginnen, vermehrt neue Kollagenfasern zu bilden, die sich um die Biostimulator-Partikel herum anordnen. Dieser Prozess benötigt Zeit: Anders als bei Hyaluron-Fillern, die sofort für Volumen sorgen, baut sich die Wirkung von Biostimulatoren schrittweise über Wochen und Monate auf. Die ersten Effekte werden meist nach etwa vier Wochen sichtbar, das maximale Ergebnis zeigt sich nach drei bis sechs Monaten. Der entscheidende Vorteil: Während sich der Biostimulator selbst allmählich abbaut und vom Körper resorbiert wird, bleibt das neu gebildete Kollagengerüst erhalten. Die Hautstruktur ist nachhaltig verbessert, die Haut straffer und elastischer – ein Effekt, der 18 bis 24 Monate und länger anhält. Die wichtigsten Biostimulatoren im Überblick In der ästhetischen Medizin kommen verschiedene Biostimulatoren zum Einsatz, die sich in ihrer Zusammensetzung, Wirkweise und Anwendung unterscheiden: 1 Poly-L-Milchsäure (PLLA) – Sculptra Poly-L-Milchsäure ist einer der bekanntesten und am längsten erprobten Biostimulatoren. Das bekannteste Produkt ist Sculptra, das bereits seit über 20 Jahren in der ästhetischen Medizin eingesetzt wird. PLLA besteht aus biokompatiblen, synthetischen Mikrosphären, die in einem Trägergel suspendiert sind. Nach der Injektion verteilt sich das Gel, und die PLLA-Partikel bleiben an Ort und Stelle. Sie rekrutieren Makrophagen, die im Anschluss zu Riesenzellen verschmelzen und über eine Zytokinfreisetzung Fibroblasten anziehen. Diese werden angeregt, vermehrt Kollagen zu produzieren. Besonderheiten: Allmählicher Aufbau über 2-3 Monate Haltbarkeit: 18-24 Monate Behandlungsplan: 2-3 Sitzungen im Abstand von 4-6 Wochen Ideal für tiefe Falten, Volumenverlust, erschlaffte Haut Der Vorteil von PLLA liegt in der besonders natürlichen Wirkung: Da das Ergebnis schrittweise eintritt, gibt es keine plötzlichen Veränderungen. Die Haut wird allmählich straffer, praller und jugendlicher. 2 Calciumhydroxylapatit (CaHA) – Radiesse und HArmonyCa Calciumhydroxylapatit ist eine Substanz, die natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommt, insbesondere in Knochen und Zähnen. In der ästhetischen Medizin wird synthetisch hergestelltes CaHA verwendet. Radiesse besteht aus CaHA-Mikrosphären (25-45 μm Durchmesser) in einem Gelträger aus Carboxymethylcellulose. Das Besondere: Radiesse bietet einen doppelten Effekt. Das Trägergel sorgt für sofortiges Volumen (3-6 Monate), während die CaHA-Mikrosphären die Kollagenbildung anregen und für langfristige Ergebnisse sorgen (12-18 Monate). HArmonyCa ist ein innovativer Hybridfiller, der CaHA mit Hyaluronsäure kombiniert. Diese Kombination vereint die Vorteile beider Wirkstoffe: Die Hyaluronsäure sorgt für einen sofortigen Lifting-Effekt, während das Calciumhydroxylapatit die nachhaltige Kollagenproduktion stimuliert. Bereits in der ersten Woche nach der Behandlung setzt die Kollagenbildung ein. Studien zeigen eine Patientenzufriedenheit von über 80 Prozent bis zu 19 Monate nach der Behandlung. Besonderheiten: Sofortige Volumenzunahme plus langfristige Biostimulation Radiesse: 12-18 Monate Haltbarkeit HArmonyCa: Bis zu 19 Monate Haltbarkeit Auch verdünnt als reiner Biostimulator einsetzbar Ideal für tiefe Falten, Wangen, Kieferlinie, Hände 3 Polynukleotide – PolyPhil Polynukleotide sind natürliche DNA-Bestandteile, die aus gereinigter Frischwasserfisch-DNA gewonnen werden. Das bekannteste Produkt ist PolyPhil (ehemals PhilArt) von Croma-Pharma. Polynukleotide haben eine stark regenerative und hydratisierende Wirkung. Sie fördern die Zellregeneration, stimulieren die Kollagen- und Elastinproduktion und verbessern die Feuchtigkeitsversorgung der Haut. Gleichzeitig wirken sie antioxidativ und schützen die Haut vor freien Radikalen. Besonderheiten: Besonders sanft und gut verträglich Ideal für empfindliche Bereiche wie die Augenpartie Auch für Kopfhaut/Haarwachstum einsetzbar 2-3 Behandlungen im Abstand von 2-3 Wochen Haltbarkeit: 4-9 Monate Perfekt für oberflächliche Falten, Aknenarben, Pigmentstörungen Der Vorteil von Polynukleotiden liegt in ihrer Vielseitigkeit: Sie können in nahezu allen Gesichtsbereichen eingesetzt werden, auch in sehr sensiblen Zonen, wo andere Biostimulatoren nicht geeignet sind. 4 Polydioxanon (PDO) PDO ist ein Material, das ursprünglich für chirurgische Nähte entwickelt wurde. In der ästhetischen Medizin wird es als Fadenmaterial oder in neuer Form auch als injizierbarer Biostimulator eingesetzt. PDO-Fäden stimulieren das Bindegewebe und führen zu einem natürlichen Lifting-Effekt. 5 Polycaprolacton (PCL) PCL ist ein weiterer biologisch abbaubarer Kunststoff, der als Biostimulator eingesetzt wird. Bekannte Produkte sind Ellansé und andere langanhaltende Filler, die sowohl sofortiges Volumen als auch langfristige Kollagenstimulation bieten. Anwendungsbereiche von Biostimulatoren Biostimulatoren sind vielseitig einsetzbar und können verschiedenste Hautprobleme behandeln: Gesicht: Tiefe Falten (Nasolabialfalten, Marionettenfalten) Volumenverlust in Wangen, Schläfen, Kieferlinie Erschlaffte Haut Verbesserung der allgemeinen Hautqualität Oberflächliche Linien und Fältchen Hals und Dekolleté: Knitterfalten Erschlaffte Haut Verbesserung der Hautstruktur Hände: Volumenverlust Sichtbare Sehnen und Knochen Altersflecken und unebene Hauttextur Körper: Dehnungsstreifen Cellulite (in Kombination mit anderen Methoden) Narben Kopfhaut: Haarausfall (insbesondere mit Polynukleotiden) Förderung des Haarwachstums Für wen sind Biostimulatoren geeignet? Biostimulatoren eignen sich grundsätzlich für alle Hauttypen und Altersgruppen. Besonders profitieren: Menschen ab 30 Jahren: Präventives Anti-Aging Erste Anzeichen von Volumenverlust Beginnende Hauterschlaffung Menschen ab 40+ Jahren: Deutlicher Volumenverlust im Gesicht Tiefere Falten Erschlaffte Hautstruktur Nachlassende Hautelastizität Menschen, die Wert legen auf: Natürliche, subtile Ergebnisse Langanhaltende Wirkung Nachhaltige Hautverbesserung Keine künstliche Volumenzunahme Realistische Erwartungen Bereitschaft, auf das Endergebnis zu warten (3-6 Monate) Geduld für mehrere Behandlungssitzungen Wunsch nach natürlicher Hautverjüngung ohne OP Nebenwirkungen und Risiken Häufige, vorübergehende Nebenwirkungen: Rötungen (1-3 Tage) Schwellungen (1-5 Tage) Kleine Blutergüsse Druckempfindlichkeit Leichte Unebenheiten unmittelbar nach der Behandlung Seltene Komplikationen: Knötchenbildung (meist durch ungleichmässige Verteilung) Allergische Reaktionen (sehr selten) Infektionen (bei mangelnder Hygiene) Überkorrekturen (bei unsachgemässer Dosierung) Wichtig: Bei fachgerechter Durchführung durch einen erfahrenen Facharzt sind schwere Nebenwirkungen äusserst selten. Die meisten Nebenwirkungen sind mild und klingen innerhalb weniger Tage vollständig ab. Kontraindikationen: Akute Hautinfektionen oder Entzündungen Autoimmunerkrankungen Schwangerschaft und Stillzeit Bekannte Allergien gegen die Inhaltsstoffe Neigung zu überschiessender Narbenbildung Fazit: Biostimulatoren – Die Zukunft der Hautverjüngung Biostimulatoren markieren ein Umdenken in der ästhetischen Medizin. Statt die Haut nur oberflächlich aufzufüllen, aktivieren sie die körpereigenen Regenerationsprozesse und führen zu nachhaltigen, natürlichen Verbesserungen der Hautqualität. Die Vorteile: Nachhaltige Hautverjüngung von innen Natürliche, subtile Ergebnisse Langanhaltende Wirkung (18-24 Monate) Verbesserung der gesamten Hautstruktur Wissenschaftlich belegt und sicher Für alle Hauttypen geeignet Die Nachteile: Mehrere Behandlungssitzungen erforderlich Ergebnisse benötigen Zeit (3-6 Monate) Höhere Kosten durch mehrere Sitzungen Geduld erforderlich für maximale Wirkung Biostimulatoren eignen sich besonders für Menschen, die Wert auf natürliche, langanhaltende Ergebnisse legen und bereit sind, der Haut Zeit zur Regeneration zu geben. Die Behandlung bietet eine echte Alternative zu invasiveren Eingriffen und ermöglicht eine sanfte, aber effektive Hautverjüngung. Die Kombination verschiedener Biostimulatoren oder die Ergänzung mit anderen Behandlungen kann je nach individuellen Bedürfnissen zu optimalen Ergebnissen führen. Ein erfahrener Facharzt entwickelt gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten ein massgeschneidertes Behandlungskonzept für eine natürliche, harmonische Hautverjüngung. Für alle, die eine nachhaltige, wissenschaftlich fundierte Methode zur Hautverjüngung suchen und bereit sind, in die langfristige Gesundheit und Schönheit der Haut zu investieren, sind Biostimulatoren eine ausgezeichnete Wahl. Wer mehr über die Unterschiede zwischen den verschiedenen Behandlungsmethoden erfahren möchte, findet im Interview mit Dr. med. John Doummar weiterführende Informationen zu weiteren minimal-invasiven Verfahren.
- Schönheitsbehandlungen: Chancen, Risiken und Trends – Interview mit Dr. med. John Doummar
Die Nachfrage nach Schönheitsbehandlungen ist in den letzten zehn Jahren massiv gestiegen. Non-invasive Verfahren wie Laser, HIFU, Radiofrequenz sowie minimal-invasive Behandlungen wie Botox oder Filler sind dabei populärer denn je. Wir haben mit Dr. med. John Doummar, Chefarzt und Ärztlicher Leiter der Klinik Aesthea und anerkannter Experte in der plastischen und ästhetischen Chirurgie, über Chancen, Risiken und Trends gesprochen. Dr. med. John Doummar, Chefarzt und Ärztlicher Leiter der Klinik Aesthea Dr. med. John Doummar, Schönheitsbehandlungen sind heute gesellschaftlich weitgehend akzeptiert. Was sind aus Ihrer Sicht die grössten Chancen und Risiken? Es stimmt, Schönheitsbehandlungen sind mittlerweile deutlich akzeptierter in der Gesellschaft. Trotzdem mag nicht wirklich jeder darüber sprechen und wünscht nach Möglichkeit Behandlungen, die im sozialen Umfeld nicht sofort auffallen. In der Regel wünschen Kundinnen und Kunden keine dramatischen Veränderungen des Aussehens, sondern lediglich eine natürliche und individuell auf sie abgestimmte Behandlung, die sie einfach wieder frischer aussehen lässt. Viele Menschen, die diesen Behandlungen negativ gegenüber eingestellt sind, argumentieren oft mit Extrembeispielen, die in der Gesamtmenge tatsächlich nur einen sehr kleinen Teil ausmachen. Solche Extrembeispiele sind stark durch Social Media getriggert. Risiken birgt jede invasive oder auch minimal-invasive Behandlung. Diese lassen sich aber auf ein absolutes Minimum reduzieren, wenn die Behandlerin, der Behandler erfahren ist und über eine fundierte fachspezifische Ausbildung verfügt. Wie kann man seriöse von unseriösen Anbietern unterscheiden – und welche Warnsignale sollte man beachten? Aus meiner Sicht gehören invasive und minimal-invasive Behandlungen ausschliesslich in die Hände von Ärztinnen und Ärzten mit Fachausbildung. Dazu zählen in der Regel Plastische Chirurginnen und Chirurgen sowie Dermatologinnen und Dermatologen. Es ist ein feines Zusammenspiel vieler Faktoren, die zu einer hohen Qualität und auch einer möglichst hohen Sicherheit bei der Behandlung führen. Bei vielen Behandlungen ist ein hohes anatomisches Wissen erforderlich, was sich nicht mal eben durch Schulungen oder Workshops aneignen lässt. Es sollte also unbedingt darauf geachtet werden, dass hier eine entsprechende fachärztliche Qualifikation und auch eine Zugehörigkeit zu einem fachspezifischen Berufsverband, wie zum Beispiel der Schweizerischen oder Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, vorliegt. Die Produkte müssen qualitativ hochwertige und von namhaften Herstellern sein. Wenn Preise da deutlich nach unten abweichen, ist das sicherlich verlockend, aber es ist wie überall im Leben: Qualität hat ihren Preis, und bei der Behandlung am eigenen Körper sollte sicherlich nicht gespart werden. Ich informiere die Kundinnen und Kunden immer über das Produkt, das ich verwende. Ich bin da sehr extrem und schaue mir auch die Produktionsstätten vor Ort an, um mir ein detailliertes Bild zu machen. Es ist mir wichtig, alles über die Inhaltsstoffe sowie deren Wirkmechanismen im Körper zu wissen. Dies erfordert viel Zeit, ist aber eine Verantwortung, die ich als behandelnder Arzt ganz klar habe und der ich zwingend Rechnung trage, wenn sich Kundinnen und Kunden vertrauensvoll in meine Behandlung begeben. Welche Fehler passieren in Ihrer Branche am häufigsten – und welche Konsequenzen haben sie? Meiner Meinung nach sind häufige Fehler ganz klar ein fehlendes Wissen über anatomische Strukturen, aber auch der falsche Einsatz der Produkte. Es ist einfach ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren, weshalb eine umfassende Beratung und Beurteilung so wichtig sind. Für Patientinnen und Patienten ist es ein Warnsignal, wenn nicht detailliert besprochen wird, was mit welchem Produkt erzielt werden soll und keine genaue Analyse, z.B. des Gesichtes, gemacht wird. Es ärgert mich sehr, dass durch fehlerhafte Behandlungen Kundinnen und Kunden Schaden erleiden können. Ich finde es zudem wichtig, realistische Erwartungen zu kommunizieren. Amerika gilt oft als Vorreiter im Bereich der Ästhetik. Welche Trends aus den USA prägen aktuell Europa? Ein Trend in Amerika sind Brustvergrösserungen mit eher kleineren Implantaten und damit natürlich aussehenden Brüsten. Auch neue Techniken in diesem Bereich, die eine deutlich geringere Downtime (Ausfallzeit) zeigen, sind aktuell ein Thema. Bei den minimal-invasiven Behandlungen sind Produkte mit hohem biologischem Bezug immer mehr nachgefragt. Gerade Biostimulatoren erfahren derzeit eine sehr starke Entwicklung, und es sind dort aktuell auch einige neue Patente angemeldet. In all diesen Bereichen spielt auch immer mehr die Künstliche Intelligenz eine zunehmende Rolle. Künftig wird die Natürlichkeit bei ästhetischen Behandlungen immer wichtiger. Auch die Produktentwicklung geht in diese Richtung. Dies begrüsse ich sehr, weil ich für natürliche ästhetische Behandlungen stehe. Dies steht auch sehr im Einklang mit dem Begriff Longevity (Langlebigkeit), der mehr und mehr in aller Munde ist und für die Erhöhung der gesunden Lebensspanne steht. Das erinnert mich wieder an meine Kindheit und Indiana Jones: «It's all about the holy grail», das Streben nach ewigem Leben und dem jung bleiben wollen. Jeder Mensch hat eine andere Hautstruktur und individuelle Bedürfnisse. Können Sie uns einen Überblick geben, welche Behandlungen eher bei Falten, schlaffer Haut, fahlem Teint oder anderen spezifischen Hautproblemen angewendet werden? Das lässt sich so pauschal nicht sagen und wenn, dann wäre es kein individueller Beratungs- bzw. Behandlungsansatz. Wir können derzeit auf einige sehr gute Produkte und Geräte zugreifen. Hier spielt neben der genauen Kenntnis über die Produkte und Geräte eine umfassende Erfahrung eine zentrale Rolle. Diese lässt sich auch nicht mal eben so aneignen, womit wir auch wieder bei den möglichen Fehlbehandlungen sind. Wann immer es geht, bevorzuge ich es, alleine mit dem eigenen Gewebe zu arbeiten, z.B. mit einem Microneedling , Deep Needling auch mit Radiofrequenzbeteiligung, das dann auch unter zusätzlicher Anwendung von PRP, also einem Serum, das aus dem eigenen Blut gewonnen wird. Damit wird eine hohe Konzentration an wichtigen körpereigenen Substanzen an den Behandlungsort gebracht, und entfalten dort in eben natürlicher, körpereigener Weise ihre Wirkung. Auch liegt mir eine andere Behandlung sehr am Herzen, die nahezu keine Risiken birgt und keine gewebeentzündliche Wirkung zeigt. Dabei wird die derzeit höchste Aktivierung von vier unterschiedlichen Kollagenen erzielt, was einzigartig ist auf dem internationalen Markt. Wie erwähnt, ist es nur für bestimmte Indikationen sinnvoll. Bei einem nicht-operativen Volumenaufbau der Lippen kommen Filler, also Hyaluronsäure, zum Einsatz. An dieser Stelle ist es wichtig, nochmals auf die Erfahrung und die anatomischen Kenntnisse der Fachperson zu verweisen. Viele haben von Botox, Fillern, HarmonyCa, Dermapen oder HIFU gehört. Wann ist welche Methode sinnvoll? Hierbei handelt es sich um eine Vielzahl von Produkten und Geräten, die an unterschiedlichen Stellen unterschiedliche Resultate erzielen. Ich stelle immer wieder fest, dass neue Patientinnen und Patienten sich vorstellen und z.B. sagen: «Ich habe etwas von HarmonyCa gehört und möchte das gerne haben!» Das ist der falsche Ansatz. Wichtiger ist es, zu Ärztinnen und Ärzten zu gehen, welche die entsprechende Expertise haben (z.B. Plastischer und Ästhetischer Chirurg oder Dermatologe) und zu schildern, was sie oder ihn stört. Anhand eines gemeinsamen Gesprächs und einer Beurteilung erfolgt die detaillierte Planung der Behandlung. Nicht die Methode oder das Produkt sollte dem Behandlungswunsch entsprechen, sondern das Problem soll analysiert und die entsprechende Auswahl des Verfahrens und des Produktes getroffen werden. Ich sehe immer wieder erstaunte Gesichter in meiner Beratung, die plötzlich durch das Beratungsgespräch verstehen, dass das Problem an einer ganz anderen Stelle liegt. Ich veranschauliche dies gerne an einem einfachen Beispiel. Häufiges Problem mit zunehmendem Alter ist eine Nasolabialfalte. Der Wunsch in der Sprechstunde ist oft, diese Falte unterspritzt zu bekommen. Dies wird leider auch gar nicht mal so selten gemacht. Damit schaffen wir allerdings ein neues Problem. Die Falte entsteht dadurch, dass das Gewebe altersbedingt nach vorne fällt. Geht man hin und spritzt nur diese Falte auf, wird der sowieso schon nach vorne gesackte Gewebebereich zusätzlich voluminisiert. Hier ist Volumen aber nicht das Richtige. Eigentlich muss hier ein Aufbau im Wangenbereich und von höher gelegenen tiefen Fettpolstern erfolgen. Viele Patientinnen und Patienten suchen nicht nur eine körperliche, sondern auch eine psychologische Veränderung. Wie gehen Sie mit Patienten um, die unrealistische Erwartungen haben oder von einem übertriebenen Schönheitsideal getrieben sind? Wo ziehen Sie die Grenze, ab der Sie eine Behandlung ablehnen? Eine sehr gute und vor allem wichtige Frage. Die ethische Komponente ist mir extrem wichtig. Dies ist sicherlich aber auch meiner fachärztlichen Ausbildung als Plastischer und Ästhetischer Chirurg geschuldet. In meinem Fachbereich habe ich über die Jahre einer Vielzahl von Menschen, die zum Beispiel einen Unfall hatten oder an einem Tumor erkrankt waren, operativ geholfen. Ich habe dadurch einen respektvollen Zugang zum menschlichen Körper und ein sehr hohes dreidimensionales Empfinden, wie es z.B. für die Brustrekonstruktion erforderlich ist. Aus diesem Denken heraus ist mir die Natürlichkeit sehr wichtig. Deshalb halte ich natürliche Grenzen ein. Das sind dann die Patientinnen und Patienten, die vom Umfeld als frisch und wach wahrgenommen werden und in keinem Fall aufgespritzt. Wünsche, die über das Natürliche hinausgehen, lehne ich klar ab. Ein Beispiel dazu ist die ästhetische Nasenkorrektur. Aus einer grösseren Nase eine «Barbienase» zu machen, ist für mich ein No-Go. Die Nase hat eine Gerüstfunktion, und bei so einer Intervention besteht die grosse Gefahr, eine Instabilität zu bewirken, was zu einer ungewünschten Formveränderung der Nase führen kann. Das passiert nicht sofort, sondern zwei bis drei Jahre nach einer solchen OP. Dies wieder operativ in den Griff zu bekommen, ist ein sehr schweres Unterfangen und meist auch an Gewebetransplantate gebunden, was wieder neue Probleme mit sich bringen kann. Inwiefern lassen sich Schönheitsbehandlungen auch präventiv einsetzen, um Alterungsprozesse zu verlangsamen? Welchen Rat würden Sie jüngeren Menschen geben, die über erste Behandlungen nachdenken? Die Basis für eine solide Prävention ist meiner Meinung nach eine bewusste Lebensweise. Dazu gehört eine gesunde Ernährung, viel Flüssigkeit über den Tag, mindestens 10'000 Schritte am Tag (wenn kein Sport möglich), Alkohol- und Nikotinkarenz. Dies sind die Voraussetzungen, um wirklich erst sehr spät an genannte mögliche Behandlungen denken zu müssen. Sicherlich gibt es auch operative Behandlungen, die sich nicht durch das zuvor Genannte beeinflussen lassen. So zum Beispiel eine zu grosse oder zu kleine Brust. Aber auch bei einer solchen Behandlung sollte der richtige Zeitpunkt gewählt werden, was heisst, eben nicht zu früh, denn das Körperwachstum sollte abgeschlossen sein. Im minimal-invasiven Bereich sind im jüngeren Alter sicher Behandlungen möglich, welche die Hautqualität bei schlechtem Hautbild, zum Beispiel mit dem Microneedling, verbessern können. Wie lange halten die Ergebnisse – und besteht die Gefahr einer Abhängigkeit? Wie lange ein Ergebnis anhält, ist neben dem Produktversprechen auch stark abhängig von der eigenen genetisch bedingten Alterung. Sicher ist, dass egal, welche Behandlung angewendet wird, diese nicht für Jahre anhält. In der Regel reichen die Ergebnisse von sechs Monaten bis zu zwei Jahren, abhängig vom Produkt oder vom verwendeten Gerät. Da der Alterungsprozess weitergeht, ist eine regelmässige Wiederanwendung nötig. Mit den Behandlungen können wir den Prozess etwas zurückdrehen und verlangsamen. Ich höre oft: «Ja, wenn man einmal damit anfängt …!» Nun, das ist wie immer im Leben: Entweder es stört etwas und man möchte eine Veränderung, oder man lässt es eben. Es gibt da nicht den richtigen Weg, vielmehr ist es eine individuelle Entscheidung. Ich finde, es steht jedem zu, und es sollte auch eine individuelle Entscheidung sein, ohne beurteilt zu werden. Zur Abhängigkeit ist zu sagen, dass die Ethik eine grosse Rolle spielt. Wir als Ärztinnen und Ärzte müssen da wachsam sein und bewusst mit den Wünschen der Veränderung bei den Kundinnen und Kunden umgehen. Es ist wichtig, Grenzen zu setzen, was ich meinen Patientinnen und Patienten auch klar kommuniziere. Und ab wann ist ein Facelifting nötig? Wenn alle anderen non-invasiven und minimal-invasiven Behandlungen nicht mehr genügen? Ja genau, theoretisch schon. Je intensiver die Haut- und Gewebeerschlaffung im Gesicht- und Halsbereich vorangeschritten ist, umso limitierter sind minimal-invasive und erst recht nicht-invasive Methoden. Das Face-/Necklift ist da sicher die Behandlung, mit der das beste Ergebnis erzielt werden kann. Auch hier gibt es Unterschiede. Das SMAS-Facelift oder besonders das Deep Plane Facelift, was in Amerika das Non-plus-ultra ist, sind am effizientesten. Wichtig zu wissen ist, dass dadurch Narben entstehen. Diese sind relativ versteckt, können aber je nach Neigung der Narbenentwicklung auch mal an der einen oder anderen Stelle auffälliger sein. Auch diese operative Methode ist nicht für die Ewigkeit: Der Alterungsprozess geht weiter, und das Haut-/Weichteilgewebe wird mit der Zeit erneut nachlassen. Was ist der Unterschied zwischen Schönheitschirurgie, rekonstruktiver Chirurgie und ästhetischer Chirurgie? In welchen Bereichen überschneiden sich diese Disziplinen und wo grenzen sie sich klar voneinander ab? Ich mag den Begriff der Schönheitschirurgie gar nicht. Es ist ein nicht geschützter Begriff, und jede Ärztin, jeder Arzt darf sich so nennen. Damit kann aber auch die operative Qualität entsprechende Defizite aufweisen, weil die fundierte fachärztliche Ausbildung fehlt. Ein Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie hat diese Grundausbildung durchlaufen. Deswegen ist mir auch eine breitgefächerte Ausbildung in diesem Bereich sehr wichtig. Ich höre noch immer die Worte meines ersten Chefs: «Versuche möglichst viel aus dem Bereich der Plastischen Chirurgie zu lernen und nicht zum Fachidioten zu werden.» Er hatte recht, denn ich habe es so oft erlebt, dass ich bei Operationen wichtige Schritte durch Erfahrungen aus anderen Bereichen der Plastischen Chirurgie anwenden konnte und für ein optimales Ergebnis nutzen musste. Die plastisch-ästhetische und vor allem auch rekonstruktive Chirurgie ist alles andere als eine Standardchirurgie. Es ist sehr viel Improvisation gefragt, und die setzt viel Erfahrung und umfassendes Wissen sowie deren Kombination voraus. Die Plastischen Chirurgen werden oft im rekonstruktiven Bereich konsultiert, weil häufig in anderen Bereichen Grenzen erreicht wurden. Das macht es nicht einfacher, da viele Patientinnen und Patienten einen langen Leidensweg hinter sich haben. Sie haben Vertrauen verloren, teilweise auch Hoffnung, was zurückgewonnen werden muss. Häufig gibt es nur eine einzige Möglichkeit, bei der Rekonstruktion erfolgreich zu sein. Aber es ist eines der schönsten Erlebnisse, einem Menschen wieder Lebensqualität zurückgeben zu können und den Blick in seinen Augen zu erleben – das ist unbeschreiblich. Diese Erfahrung ist wichtig für eine vertrauensvolle, empathische und qualitativ hochwertige Behandlung auch im ästhetischen Bereich. Zum Abschluss, eine persönlichere Frage: Was fasziniert Sie am meisten an der ästhetischen Medizin? Gibt es eine Behandlungsmethode, die Sie besonders lieben oder in der Sie das grösste Potenzial sehen? Und welchen Wunsch hätten Sie für die Zukunft Ihrer Branche, insbesondere im Hinblick auf Qualität und Patientenwohl? An der ästhetischen Medizin interessiert mich ihre Komplexität. Ich liebe die Abwechslung, nicht eine bestimmte Behandlung oder Operation. Dafür war eine sehr breite und zeitintensive Ausbildung erforderlich, während der ich vielfach anstatt abends auszugehen im OP gestanden bin. Ich bereue keine Sekunde davon. Ich sehe viel Potenzial in der starken Trendentwicklung hin zu natürlicheren Behandlungsmethoden und Ergebnissen. Wie das künftig genau aussehen wird, darauf dürfen Sie und auch ich sehr gespannt sein. Für meine Branche wünsche ich mir mehr Reglementierungen für die erforderliche Ausbildung bei der Behandlung und Anwendung von minimal-invasiven und invasiven, also operativen Behandlungen. Das hat einen direkten Effekt auf die Qualität und das Wohl der Patientinnen und Patienten. Weitere Informationen zu Schönheitsbehandlungen und ästhetischen Behandlungen finden Sie auf der Website der Klinik Aesthea .












