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- ALTE SCHEUNE IM NEUEN GEWAND
ANFANG DES JAHRES ERÖFFNETE IN DEN MERIAN GÄRTEN DIE RENOVIERTE «NEUE SCHEUNE» IHRE TÜREN. Die 18 Hektaren grossen Merian Gärten gehören zu den Stammlanden der Christoph Merian Stiftung (CMS). Sie sind Teil der 50 Hektaren Land, die Christoph Merian 1824 zu seiner Hochzeit mit Margaretha Burckhardt von seinem Vater als Geschenk erhalten hatte und die 1886 ins Vermögen der CMS übergingen. Das ehemalige Ökonomiegebäude, die heutige «Neue Scheune», wurde mit zwei weiteren Gebäuden (der Berrischeune und dem Pächterhaus) von Melchior Berri (1801–1854), einem der begabtesten Architekten des Klassizismus in der Schweiz, entworfen. Nachdem das Gebäude abgebrannt war, wurde es 1906 vom Basler Architekten Rudolf Sandreuter im Heimatstil neu erbaut. Das Erdgeschoss und die Stirnseiten waren gemauert, darüber war eine Holzkonstruktion angebracht. Früher wurde die Scheune des Hofguts Vorder Brüglingen als Heu- und Strohlager inkl. Betriebseinrichtungen genutzt. Sie hat sich in ihrem Zweck mit den Jahren immer wieder verändert und dem Zeitgeist angepasst. Zwischen 1981 und 2016 war darin die Kutschen- und Schlittensammlung des Historischen Museums Basel untergebracht, und der Dachstock wurde für Anlässe jeder Art vermietet. Heute steht das Gebäude mit dem Namen «Neue Scheune» unter Denkmalschutz (wie auch die Berrischeune und das Pächterhaus) und fungiert als Empfangs- und Veranstaltungsort innerhalb des umgestalteten Gartenbereichs der Merian Gärten. Der Umbau wurde durch die Architekten Miller & Maranta vollzogen und kostete insgesamt 9.4 Millionen Schweizer Franken. Die gesamte Scheune wurde neu konzipiert und der Umgebung angepasst. Die bis dahin eher zugemauerte und dunkle Scheune wurde durch den Umbau zu einem lichtdurchfluteten, hellen und sehr einladenden Gebäude. Das Erdgeschoss wurde neu strukturiert und ist öffentlich zugänglich: mit einem Tagesrestaurant und einem grosszügigen Foyer, das für Veranstaltungen genutzt werden kann, sowie einem Treffpunkt mit Informationen zu den Merian Gärten inklusive einer rollstuhlgerechten Toilettenanlage. Das Foyer befindet sich in der ehemaligen Durchfahrt der Scheune und erstreckt sich nach dem Rückbau der Bühnenkonstruktion wieder bis unter das Dach. Von da aus gelangen die Gäste über eine neu eingefügte Treppe in den behutsam sanierten grossen Saal im Obergeschoss. Dieser öffnet sich mit bodenlangen Fenstern in die umliegende Gartenlandschaft. Für den Ausbau des Saals wurden die bestehenden Holzverkleidungen sorgfältig ausgebaut, aufgefrischt und in zeitgemässer Form wieder eingebaut. Durch die grosszügigen Verglasungen auf der Südseite des Saals reicht der Blick bis zur Villa Merian, eine breite Aussentreppe führt die Gäste direkt in den Garten. Das Foyer und der grosse Saal können für Anlässe mit maximal 250 Personen gebucht werden. Das neue Restaurant Iris im Erdgeschoss bietet Platz für ca. 170 Gäste im Innen- und Aussenbereich. Sein kulinarisches Konzept orientiert sich an der Umgebung. So sorgt das Gastroteam für ein frisches und saisonales Angebot und setzt dabei auf langjährige regionale Lieferanten der Berest Gruppe. Für die Besucherinnen und Besucher, die sich in den Gärten verpflegen möchten, gibt es ein Take-Away-Angebot sowie Picknickkörbe mit verschiedenen Köstlichkeiten. Mit der Berest Gruppe übernimmt ein erfahrenes und in den Merian Gärten gut verankertes Unternehmen die gastronomische Verantwortung für alle kulinarischen Belange. Die Berest Gruppe ist seit 2015 Betreiberin des Cafés in der Villa Merian und wird die Villa Merian auch nach der anstehenden Renovation wieder betreiben. Die Neueröffnung ist für 2024 geplant. Bilder CMS z.V.g.
- IM ALPEN RAUSCH
Die Argumente liegen auf der Hand «ich habe noch Platz im Koffer», Platz, welcher bewusst einberechnet wurde, da Ferien, erst dann vollendet sind, wenn Frau die vorprogrammierte Lücke im Koffer füllen kann. Zurück in der Homebase wird dieses Feriensouvenir, dann mit Stolz und einem Gefühl von Exklusivität getragen. Vorbei sind die Zeiten, in denen erfolgreiche Shoppingtouren nur in grossen Metropolen getätigt werden konnten. Selbst in unseren idyllischen Schweizer Alpen ist der Einkaufsrausch so gut wie garantiert. Gstaad / Bach Sign Der Vorreiter der Alpen in Sachen Mode ist Lorenz Bach. Nach über 40 Jahren im Mode-Business, weiss er gekonnt immer wieder neue Impulse zu setzen. Sei es mit innovativen Labels, die er an Land zieht oder mit neuen Läden, die er aus dem Boden stampft und diese glamourös mit der Szenerie der Bergwelt verschmelzen lässt. Dieser durchaus charmante Entrepreneur, der nebenbei sich noch um seine Kühe sorgt, kennt die Must-Haves, wie kein anderer. Besonders angetan hat es mir die Boutique Bach Sign, im Herzen der Gstaader Luxus Promenade. Auf das sonst traditionsbewusste Interior, wird in dieser Filiale verzichtet, mit knalligen Farbakzenten, lockt es seine stilbewusste Klientel an. Eine Kundschaft, die gerne dem Trend der High Visibility – oder auch Hi Viz folgt. Nebst bahnbrechenden Brands aus den internationalen Runways, führen sie auch eine hauseigene Marke, welche, sich vollumfänglich in das ganze Konzept integrieren lässt. Zugegeben, die Nische, welche meine ganze Aufmerksamkeit genoss, waren die Luxusdüfte von Floraïku. Betörende, zauberhafte, verführerische Düfte, die allesamt eine eigene Geschichte erzählen. Ein Ort, wo Märchen wahr werden. Engelberg / Sapperlott Das zweite Basler Mekka der Bergwelt. Die zwei Schwestern, Sandra Salvisberg und Daniela Frei, hatten einen guten Riecher, nach ihrem ersten Coup in Sörenberg, nun auch Engelberg mit ihren handverlesenen Wohnaccessoires und Upcycling Möbeln, zu beglücken. Als gelernte Innenarchitektin, weiss Sandra Wohnräume ästhetisch und stilsicher aufzupimpen, was sie nebst der Führung von Sapperlott, auch tut. Im Sapperlott ist der «unique-mountain-living» Geist allzeit präsent. Verspielte Wohnaccessoires aus dem tiefen Norden und Design Möbelstücke, welche mit neuem Schliff, ein zweites Leben erhalten oder aus ausrangiertem Holz neu glänzen, finden in diesem gemütlich-eleganten Laden Platz. Individuelle Polstermöbel von Gervasoni runden diese exklusive Auswahl von Einrichtungsmöglichkeiten ab. Ist Hirschgeweih-Deko Schnee von gestern? Nein, aber es geht auch anders. Verbier / Attitude Hier herrscht Atmosphäre mit Attitude. Es werden alle bedient, von Klein bis Gross, von Schnäppchensuchende bis zum Premium-Liebhaber, von dezent bis lautstark, hier werden alle Sinne reanimiert. Es sind zwei Frauen am Werk, Catherine, die Besitzerin und Sandrine, die Geschäftsführerin. Beides unermüdliche Macherinnen, die alles daran setzen, ihrer Kundschaft neue Perspektiven zu bieten. So geht Lifestyle aus dem Wallis.
- DIE NEUE FRÜHLINGSAUSGABE IST JETZT ERHÄLTLICH!
Hier ein kleiner Blick hinter die Kulissen des Cover-Shootings mit Rosalba Schiesser:
- IM GESPRÄCH MIT AMANDA BENNETT
Ein Leben für den Bühnentanz Dieses Jahr feiert die Ballettschule Theater Basel, eine der führenden Ballettschulen in Europa, ihr 20-Jahr-Jubiläum. Wir sprachen mit der Wahlbaslerin und Direktorin Amanda Bennett über magische Momente, Kreativität vor und hinter den Kulissen und ihre Wünsche für die Zukunft. Ulrike Zophoniasson Warum sind Sie nach Ihrer Ausbildung in New York ins eher beschauliche Genf gekommen? Ich besuchte die School of American Ballet SAB – die offizielle Schule des New York City Ballet. Zu dieser Zeit war George Balanchine, der Direktor des New York City Ballet, auch künstlerischer Leiter der Kompanie in Genf und es war üblich, Absolventinnen und Absolventen der SAB nach Genf zu schicken. Und so trat ich am Ende meines Abschlussjahres zusammen mit zwei anderen Mädchen meine erste Stelle in Genf an. Wir tanzten das Balanchine-Repertoire und der Meister kam oft und gern nach Genf, um mit uns zu arbeiten, denn er mochte die Schweiz. Und Sie? Wie haben Sie die Zeit in Genf empfunden? Eine fremde Sprache, eine neue Kultur, mein erster Job, Europa, eine Tournee mit einer Kompanie wenige Tage nach der Ankunft – es war magisch! Andere Aspekte waren weniger magisch. Für mich fühlte sich Genf extrem konservativ an. Aber mein Traum, in einer professionellen Kompanie zu sein, war wahr geworden und nur das zählte! Danach gingen Sie als «Erste Solistin» zum Ballett des Theaters Basel? Nein, das hat sich entwickelt. In meinem zweiten Jahr in Genf wurde Balanchine künst- lerischer Leiter der Kompanie in Zürich. Mit ihm gingen viele Mitglieder des Ensembles und die Direktorin Patricia Neary. Sie wollte unbedingt, dass ich mitkomme. Aber als Juniormitglied der Kompanie war für mich kein Vertrag vorgesehen und so schaltete sie Heinz Spoerli in Basel ein. Abgemacht war, dass ich ein Jahr in Basel bleiben und danach nach Zürich gehen würde, wenn dort wieder neue Verträge abgeschlossen würden. Doch am Ende der Saison hatte ich das Gefühl, dass ich in Basel ein Zuhause gefunden hatte – also blieb ich in Basel. Aus dem geplanten Jahr in Basel wurden elf. Was hat Sie so lange gehalten? Ich gehörte zu einer Kerngruppe von Tänzerinnen und Tänzern, mit denen Heinz Spoerli immer gerne gearbeitet hat und seine kreative Art, neue Werke gemeinsam im Studio zu erarbeiten, kam mir sehr entgegen. Das Ballett am Theater Basel galt damals als eine der führenden Kompanien in Europa und wir arbeiteten mit Künstlern von höchs- tem Niveau, nicht nur erstklassigen Tänzerinnen und Tänzern, sondern auch Choreo- graphen, Musikern, Dirigenten, Komponisten, Kostüm- und Bühnenbildnern. Wir hatten Armin Jordan als Dirigenten und Hans van Manen als mehr oder weniger ständig anwesenden Gast. Der Austausch mit diesen Künstlern war inspirierend. Es war eine phänomenale Zeit, ein echter Ballett-Boom! Und die Kompanie war viel auf Tournee, was mir die Möglichkeit bot, die Welt zu sehen und verschiedene Kulturen kennenzulernen. Wir traten in ganz Europa auf, aber auch in New York, Chicago, in China, Israel, Japan etc. Ein unvergessliches Erlebnis war un- sere Tournee nach China. Es war die Zeit, bevor sich das Land für Touristen öffnete und wir wurden auf Schritt und Tritt begleitet. Wir kamen am chinesischen Neujahrsfest in Peking an – ich besuchte die Verbotene Stadt und es waren wahrscheinlich nur etwa 20 Leute im ganzen Ort. Es war minus 20 Grad draussen und es gab keine Heizung im Theater. Trotz dieser Widrigkeiten war es eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Doch dann, nach 17 Jahren als Tänzerin, wechselten Sie von der Bühne in den Backstage-Bereich und wurden Trainingsleiterin, Ballettmeisterin, choreographische Assistentin. War das ein grosser Schritt oder eine logische Fortsetzung? D as erste Jahr, nachdem ich zu tanzen aufgehört hatte, konnte ich es nicht ertra- gen, in der Nähe eines Theaters zu sein. Der Physiotherapeut, der sich in Basel um die Tänzerinnen und Tänzer kümmerte, bot mir einen Job in seiner Praxis an. Das gab mir die Zeit durchzuatmen, zur Ruhe zu kommen, neu zu bewerten und eine andere Welt zu erleben. Für diese Chance werde ich ihm immer dankbar sein. Dann eröffnete Martin Schläpfer – ein befreundeter Tänzer und jetzt Ballettdirektor der Wiener Staatsoper – hier in Basel eine Ballettschule. Ich gab anfangs in einigen Klassen Unterricht und übernahm schliesslich seine Schule. Von da an haben sich die Dinge einfach weiterentwickelt ... Wie änderte sich Ihr Leben, als Sie nicht mehr auf der Bühne, sondern hinter den Kulissen arbeiteten? T änzerin zu sein ist ein Luxus. Alles wird für einen organisiert und man muss sich nur um sich selbst kümmern, auf die Bühne gehen und das Tanzen geniessen. Man ist nur für sich selbst verantwortlich. Heute bin ich für ein grosses Team, bestehend aus Lehrpersonen, Pianisten und Hauspersonal sowie für die künstlerische Vision der Schule verantwortlich und für den Lehrplan, die Planung der Aufführungen, die Kostüme und die Koordination von allem innerhalb des Theaters. Als Sie Ihre Berufskarriere als Tänzerin beendeten, schworen Sie sich: «Niemals Ballettlehrerin!» Woher der Umschwung? Sag niemals nie! Ich denke, nach mehr als zehn Jahren Freiberuflichkeit war ich reisemüde. Gleichzeitig wurde mir klar, dass es in Basel für junge, aufstrebende Tänzerinnen und Tänzer keine professionelle Ausbildungsmöglichkeit gab. Als ich erfuhr, dass Richard Wherlock die Leitung in Basel übernahm und die damalige Leiterin der Ballettschule in den Ruhestand ging, fragte ich ihn, ob er jemanden suchte, der die Schule übernehmen würde. Und so begann 2001 für mich und Julie Wherlock, die die Junior School übernahm, das grosse Abenteuer: Die Ballettschule Theater Basel in ihrer heutigen Form – mit einem professionellen und einem Freizeitbereich – wurde geboren. Das Wachstum der Schule war exponentiell, und mit ihm kam eine Menge Anerkennung innerhalb der Tanzgemeinschaft. Auch dank der grossen ideellen und finanziellen Unterstützung unseres grössten Förderers Fred Feldpausch konnten wir nach und nach das Angebot ausbauen. Wir wurden vom Migros-Kulturprozent anerkannt und auf die Liste der anerkannten Stipendienschulen gesetzt. Wir entwickelten eine enge Beziehung zum Sportamt Basel-Stadt, was unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichte, an den «Sportklassen» teilzunehmen. 2013 erreichten wir mit der Anerkennung unserer professionellen Ausbildung als «Bühnentänzer/in EFZ» ein weiteres wichtiges Zwischenziel. Zudem wurden wir Partnerschule des Prix de Lausanne und des Youth American Grand Prix (den beiden grössten Wettbewerben für junge Tänzerinnen und Tänzer) und unsere Schülerinnen und Schüler werden von namhaften Kompanien auf der ganzen Welt rekrutiert. 2015 wurde unsere Arbeit mit dem Preis der FondationHeinz Spoerli ausgezeichnet. Alles in allem waren die Jahre von 2012 bis 2016 sehr hektisch, weil ich da auch die künstlerische Leitung des Prix de Lausanne übernahm. Zum Glück habe ich einen tollen Ehemann, der mich immer unterstützt hat – sonst wäre das nicht möglich gewesen. Als Direktorin der Ballettschule sind Sie eher Organisatorin und Verwalterin. Wo können Sie Ihre Kreativität ausleben? G lücklicherweise bereiten mir die organisatorischen Aufgaben ebenfalls viel Freude und ich bin sehr gut im Multitasking. Am Anfang stellte die administrative Seite keine grosse Herausforderung dar, da die Schule sehr klein war – es waren lediglich etwa 120 Schülerinnen und Schüler, heute sind es 350. Damit nahmen die Verwaltungsaufgaben immer mehr Zeit in Anspruch und es wurde immer schwieriger, Zeit für die Arbeit im Studio zu finden. Aber als Leiterin einer Organisation wie der BTB muss man zwangsläufig kreativ sein, damit die Dinge funktionieren. Als zum Beispiel die Sportklassen geschaffen wurden, habe ich dafür gesorgt, dass Ballett als Sportart anerkannt wurde. Dies ermöglichte den Schülerinnen und Schülern zur Schule zu gehen und bis zum Alter von zwölf Jahren parallel dazu mindestens zwölf Stunden pro Woche Ballett zu trainieren. Meine grösste kreative Herausforderung heute ist herauszufinden, wie ich meine künstlerischen Ziele mit einem sehr, sehr kleinen Budget erreichen kann. Ein grösseres Budget würde mir die Freiheit geben, die Schule wirklich nach meiner Vision zu entwickeln. Professionelle Schulen unseres Niveaus sind heute in der Lage, eine Marketing- und PR-Abteilung zu beschäftigen, verfügen über eine komplette Büroabteilung und angemessene Studioräume. Im Moment sind wir in diesem Bereich ziemlich eingeschränkt, so dass wir sehr kreativ sein müssen, um die notwendigen Dinge zu erledigen. Zum Glück haben wir jetzt eine sehr gute Geschäftsführerin, so dass ich freier bin, um strategisch zu denken. > Lesen Sie mehr über Amanda Bennett, über das heutige Berufsbild von Tänzerinnen und Tänzern und die geplanten Feierlichkeiten anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums. JETZT IN BASLERIN PRINT.
- LES TROIS ROIS
Managerinnen des Basler Grand Hotels im Gespräch Tanja Wegmann, Nicole Popp, Stephanie Sommer, Stephanie Staubli und Carmen Emig bekleiden unterschiedliche Funktionen im Management des «Les Trois Rois», einem der ältesten Stadthotels in Europa und dem derzeit einzigen 5-Sterne-Hotel am Rheinknie. Für BaslerIN geben sie einen kleinen Einblick in ihren Arbeitsalltag im Grand Hotel. Von Ulrike Zophoniasson Tanja Wegmann eröffnete 2006 als General Manager das aufwändig renovierte Grand Hotel. Nach einem neunjährigen Ausflug in eine andere Branche aus dem Luxussegment, kehrte sie im März 2018 in gleicher Funktion wieder nach Basel zurück. Heute ist sie Ge- neral Manager der «Grand Hotel Les Trois Rois SA», der neben dem Hotelbetrieb von gut 100 Zimmern und Suiten zwei Restaurants angegliedert sind – das «Cheval Blanc», das einer der raren Gourmettempel mit drei Michelinsternen der Schweiz ist, und die «Brasserie Les Trois Rois» – sowie die Blumenboutique «Fleurs des Rois». Nicole Popp ist seit Sommer 2017 Rooms Division Manager, Stephanie Sommer seit Juli 2021 Human Resources Manager, Stephanie Staubli seit vergangenem Herbst Administration & Quality Manager und Carmen Emig Banquet & Event Manager. Tanja Wegmann, es gibt nach wie vor wenige Frauen in ähnlichen Funktionen in der Ho- tellerie. Sie sind zum Beispiel eine von nur vier Frauen, die ein Swiss Deluxe Hotel leiten. Warum sind Frauen in Führungspositionen in der Hotellerie immer noch so eine Seltenheit, wie erklären Sie sich das? Und wie können Sie dies in Ihrem Umfeld beeinflussen? Führungspersonen in der Hotellerie werden oft sehr gefordert. Es braucht gute Ausdauer und Stressresistenz, lange Präsenzzeiten und einen flexiblen Arbeitsalltag. Abend- und Wochenendeinsätze sind nicht ungewöhnlich. Viele Frauen sehen in einer gewissen Pha- se ihres Lebens nach wie vor ihren Schwerpunkt in der Familie und verzichten dadurch auf eine solche fordernde berufliche Karriere. Inzwischen gibt es aber immer mehr neue Arbeitsmodelle mit grösserem Gestaltungsfreiraum, auch in Führungspositionen. In unserem Haus stehen wir der Frauenförderung sehr offen gegenüber und ich persönlich unterstütze berufliche Ambitionen von Frauen gern und coache mit Vergnügen junge Frauen bei ihren ersten Führungspositionen. Was sind die Führungsqualitäten, die eine Frau im Les Trois Rois mitbringen sollte? D ie wichtigste Qualität ist Authentizität, also der Mut und das Selbstbewusstsein zu sich selbst zu stehen. Eine Frau darf auch Frau sein, darf auch mal Emotionen oder Schwäche zeigen. Als Führungsperson muss man primär Menschen sowie sich selber mögen. Generell unterscheiden wir bei der Rekrutierung nicht nach Geschlecht, sondern nach Fähigkeiten, Charakter und Erfahrungsbereich. Eine weibliche Führungskraft im Les Trois Rois sollte eine leidenschaftliche Gastgeberin sein und mit Sozialkompetenz und Empa- thie als Vorbild und Leaderin ihr Team führen. Eine gute Kommunikatorin und Zuhörerin kann jederzeit auch in Krisenzeiten ihr Team motivieren, ohne den Gastfokus zu verlieren. Ich bin stolz auf meine Kolleginnen, denn sie haben alle ihren eigenen starken Charakter. Ihr lebhafter Betrieb mit ca. 150 Mitarbeitenden aus rund 40 Nationen wurde in den letz- ten zwei Jahren, wie alle Hotels von der Corona-Krise arg gebeutelt. Die letzte Zwangspause scheint das Hotel als Chance genützt zu haben, über die Bücher zu gehen. Wie haben Sie sich konkret auf die «Zeit danach» vorbereitet? Wi r haben in den letzten zwei Jahren intensiv gearbeitet. Wir mussten im operativen Bereich stets flexibel bleiben. So haben wir ein detailliertes Schutzkonzept erarbeitet, das wir laufend angepasst haben. Während der Schliessung wurden diverse Unterhaltsarbeiten im Hotel und an der Fassade sowie ein Refresh in der Brasserie vorgenommen. Wir haben ebenfalls neue Angebote entwickelt und uns auf lokale Partnerschaften fokussiert. An ein sehr positives Erlebnis erinnern wir uns im Les Trois Rois alle sehr gerne: das Soft-Opening im April 2021. Kurz vor der Wiedereröffnung durften alle Mitarbeitenden das Hotel als Gast erleben. Von einem Afternoon Tea, über einen Drink an der Bar und einem Dinner in der Brasserie bis hin zu einer spannenden Hausführung mit Geschichten zum Motto «Rich in History, Young at Heart» haben wir die Mitarbeitenden auf das spezielle 5-Sterne-Erlebnis geschult und sensibilisiert. Abgerundet wurde das Programm mit einem Lunch- Gruss von Peter Knogl im Cheval Blanc. Ein einmaliges Erlebnis für alle, die hier arbeiten, das nur auf Grund der Betriebsschliessung überhaupt möglich war. Nicole Popp, Sie wurden im vergangenen Jahr vom Wirtschaftsmagazin Bilanz zur «Rooms Division Manager of the Year» ausgezeichnet. Was hat Sie nach Basel in das Grand Hotel gelockt? Als ich vor sieben Jahren selber einmal als Gast hier übernachtet habe, habe ich schon direkt, nachdem ich auf das Zimmer gekommen bin, zu meiner Begleitung gesagt: «Wenn hier eine Stelle frei werden sollte, würde ich mich sofort bewerben». Ein halbes Jahr später war es so weit – ich war auf der Suche nach einem Ortswechsel und das Les Trois Rois hatte zu der Zeit die Position als Front Office Manager ausgeschrieben. Direkt nach dem Vorstellungsgespräch bekam ich die Zusage und durfte ein paar Wochen später anfangen. Nach nur einem Jahr wurde ich zur Rooms Division Managerin befördert, die höchste Position in meinem Bereich. Der Slogan des Hauses «Rich in History, Young at Heart» hat mich seit meinem ersten Eindruck als Gast nicht mehr losgelassen. Ich darf diesen gast- freundlichen Spirit täglich leben und dabei ganz ich selber sein. Und mein Wunsch istes, dass sowohl unsere Gäste als auch meine Mitarbeiterinnen und Kollegen täglich aufs Neue genauso dieses nachhaltige Erlebnis erfahren, wie ich es damals erleben durfte. Stephanie Sommer, Sie sind im Les Trois Rois Personalleiterin, arbeiten in einer Kaderposition Teilzeit und das aus guten Gründen, denn Sie sind Mutter eines sechsjährigen Sohnes. Was schätzen Sie als Arbeitnehmerin am Les Trois Rois? Es war mir sehr wichtig, bereits beim ersten Vorstellungsgespräch ganz ehrlich meine Möglichkeiten und Erwartungen auf den Tisch zu legen, was offensichtlich auch meine zukünftigen Arbeitgeber schätzten. Das Les Trois Rois ist ein Haus mit grosser Geschichte und Tradition. Und zugleich ein moderner Arbeitgeber, der es mir ermöglicht, meinen Arbeitsalltag zeitlich so zu strukturieren, dass Beruf und Familie unter einen Hut passen. Das geht gerade in Kaderfunktionen nicht ohne einen gewissen Mehraufwand bei der Planung und nur mit einer guten Kommunikation innerhalb des Teams: Gute Absprachen betreffend Stellvertretung sowie Handlungsfähigkeit in dringenden Fällen sind da unerlässlich. Stephanie Staubli, Sie waren bereits von 2006 bis 2015 im Grand Hotel Les Trois Rois als «Revenue & Reservation Manager» angestellt und seit 2021 zurück im Grand Hotel als «Administration & Quality Manager». Was hat Sie dazu bewogen zurückzukehren? B ei der Hoteleröffnung im März 2006 hatte die Besitzerfamilie allen Mitarbeitenden per- sönlich einen Schlüssel mit deren eingravierten Initialen überreicht. Diese Geste hat sich mir tief eingeprägt – bis heute. Als sich dann im August 2021 für mich die Chance ergab, ins Les Trois Rois zurückzukehren und die Arbeit im Team unter Leitung von Tanja Wegmann fortzusetzen, habe ich nicht lange gezögert! Carmen Emig ist seit vergangenem Sommer «Banquet & Event Manager» im Les Trois Rois und war vorher bereits in anderen Häusern in Bankett- und Eventabteilungen tätig. Was fasziniert Sie an dieser Branche? Was reizt Sie speziell an der Arbeit im Les Trois Rois? Events finden oft an den Wochenenden statt – wie finden Sie den Ausgleich im Privatleben? E s ist immer etwas los! Jeder Event ist anders, da kann sich kaum Routine einschleichen. Und das ist das, was mich schon seit über fünf Jahren an diesem Beruf fasziniert. Die Anfragen im Les Trois Rois sind oft sehr anspruchsvoll. Ob Menuwünsche, Dekoration, Entertainment: Jedes Mal bin ich aufs Neue gefordert, kreative Lösungen zu entwickeln - und dies macht meinen Arbeitsalltag sehr spannend. Ebenfalls geniesse ich die Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Menschen und Kulturen. Denn die Eventbranche braucht sehr viel Manpower - sei es in der Küche, dem Service, Technik oder Floristik, bzw. Eventdekoration. Mir macht es nichts aus, an Wochenenden zu arbeiten und dafür immer wieder auch unter der Woche frei zu haben, um meine privaten Angelegenheiten zu erledigen. In meiner Branche muss man Leidenschaft mitbringen: Das ist das A und O für eine gute Work-Life-Balance.
- VOLTA ART FAIRS – DAS GEHEIMNIS DER KUNSTMESSE
Kerstin Herd betreut als ausgebildete Kunst- und Eventmanagerin den Marketingbereich der neu organisierten VOLTA Messen. Francesca Starling verstärkt mit ihrer langjährigen Erfahrung im operativen Management von Kunstmessen das Team. Im Gespräch mit BaslerIN thematisieren sie die Bedeutung des Standorts Basel im internationalen Kunstgeschäft. Foto: Tim Lüdin Von Ulrike Zophoniasson Die Kunstmesse VOLTA entstand 2005 im Kielwasser der Art Basel. Seit 2019 gehört sie zu Ramsay Fairs aus London, die aktuell 16 Messen in 12 Ländern betreiben. Leiter der VOLTA Art Fairs in New York und Basel ist Kamiar Maleki, Sammler, Kurator, Direktor mit persischen Wurzeln, aufgewachsen in Mitteleuropa und auf allen Kontinenten aktiv. Kerstin Herd betreut diese Messen von Frankfurt am Main aus, Francesca Starling lebt und arbeitet in London: Der Kunsthandel ist ein wahrhaft weltumfassendes Geschäft. Wie wichtig ist für einen so internationalen Betrieb der Standort? Kerstin Herd: D er Kunstmarkt ist eine der traditionsreichsten und gleichzeitig dynamischsten Branchen der Kultur. Kaum ein Markt zeigt so häufig neue Richtungen auf und passt sich so schnell an neue Gegebenheiten an. Als Messe für zeitgenössische Kunst ist es unsere Aufgabe, auf die neuesten Trends und Entwicklungen zu reagieren und sie zugänglich und nahbar zu machen. Der Standort ist dabei elementar. Wenn zur gleichen Zeit an einem Ort die wichtigsten Vertreterinnen und Vertreter der Kunstwelt zusammentreffen, werden Trends manifestiert und wird die Kunstgeschichte von morgen geschrieben. Warum Basel? Kerstin Herd: VOLTA wurde von den Galeristen Kavi Gupta aus Chicago, Friedrich Loock aus Berlin und Ulrich Voges aus Frankfurt am Main gegründet. Damals gab es neben der Art Basel nur die Kunstmesse Liste, bei der Galerien ausstellen durften, die vor nicht mehr als fünf Jahren gegründet wurden. VOLTA bot jüngeren und mittelständischen Galerien eine Plattform, die ihnen die Teilnahme am Kunstmarktgeschehen ermöglichte. Basel als wichtigster Kunstmessestandort spielte damals wie heute eine zentrale Rolle. Wie abhängig ist VOLTA von der Art und vom Standort Basel? Francesca Starling: A rt Basel ist die wichtigste internationale Messe für zeitgenössische Kunst. Sammlerinnen, Kuratoren, Galeristinnen und Kunstschaffende aus der ganzen Welt kommen im Juni nach Basel und verwandeln die Stadt in eine Kunstmetropole. Art Basel ist in den vergan- genen 42 Jahren zu dem geworden, was es ist, weil es dieser Stadt und ihrer Bewohnerschaft bewusst ist, wie wichtig Kunst und Kultur sind – für sie persönlich und für die Stadt insgesamt. Die Art Basel ist für VOLTA ein Katalysator und damit von grosser Bedeutung. Wir schwimmen in ihrem Kielwasser, was Publikum und Frequenz betrifft, haben aber inhaltlich ein sehr eigenständiges Profil. VOLTA ist in der Kunstmesseszene in Basel etabliert und synergetisch mit der Stadt Basel verbunden. Könnte – oder möchte – VOLTA ohne das Messeflaggschiff Art in Basel bleiben? Kerstin Herd: Ei ner von Kamiars Leitsätzen ist: «Think global, act local.» VOLTA profitiert von den internationalen Gästen, die zur Art Basel anreisen. Zugleich haben wir zusammen mit un- seren Ausstellern in den letzten 17 Jahren ein treues Schweizer Publikum etabliert – aus Basel bis zur Region Zürich und Genf. Hinzu kommen Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien. Basel wird der wichtigste Standort für die MCH Group bleiben. Dennoch könnte VOLTA, gemeinsam mit den anderen Nebenmessen in Basel, heute auch ohne die Art Basel weiter existieren. Wir sind hier mit VOLTA gefestigt und darauf könnten wir unter einer Neuausrichtung aufbauen. Heisst: Basel profitiert von VOLTA und umgekehrt? Francesca Starling: Auf jeden Fall. Wir sehen VOLTA als Gefüge eines lokalen und internationalen Fundaments. An unserer diesjährigen Messe im Juni sind Galerien aus 25 verschiedenen Ländern vertreten, darunter einige, die sonst nicht in Basel vertreten wären. Viele von ihnen bringen ihre Gäste nach Basel, um die Messe und die Stadt zugleich zu entdecken. Acht Galerien unserer 69 Aussteller sind aus der Schweiz, drei davon direkt aus Basel. Schweizer Galerien sind mit einem Anteil von mehr als zehn Prozent vertreten. An der VOLTA machen wir lokale Galerien und hiesige Kunstschaffende einem internationalen Publikum zugänglich. Und was die Arbeit hinter den Kulissen betrifft, arbeiten wir mit vielen lokalen Partnern und Dienstleistern zusammen, mit Transportunternehmen, Standbauern, Security-Spezialisten, Druckereien, Reinigungsfirmen, Hotels, Restaurants. VOLTA hat sich in den 17 Jahren in Basel etabliert und spätestens in der Pandemie ist deutlich geworden, wie stark Dienstleistungsfirmen mit der Event-Industrie verbunden sind. Ohne die Unterstützung der Basler Unternehmen vor Ort könnten wir das, was wir tun, nicht tun. Apropos Pandemie: Konnte VOLTA diese Zwangspause nutzen und wenn ja, wie? Kerstin Herd: Wir haben in den letzten zwei Jahren sehr viel Mühe in VOLTA gesteckt und uns neu positioniert. Kamiar ist unheimlich viel gereist, hat Messen und Galerien in Kopenhagen, Wien, Madrid, Budapest, Abu Dhabi, Dubai, Mexiko, New York und Miami besucht, um neue Aussteller und Talente zu finden. Das Ergebnis wird im Juni auf der VOLTA in Basel zu sehen sein: Wir präsentieren Galerien aus 25 Ländern – die Messe war noch nie so international auf- gestellt. VOLTA wird das erste Mal die Kulturregion Saudi-Arabien in den Mittelpunkt stellen. Zusammen mit der ATHR Foundation und einem lokalen Kurator werden Arbeiten von Kunst- schaffenden gezeigt, die bisher noch nicht von einer Galerie vertreten waren und erstmals in Europa zu sehen sind. Francesca Starling: Wir versuchen immer wieder die Kunstmesselandschaft herauszufordern und über den Tellerrand zu blicken. So sind auch NFTs (ein digitales Gut, das ausschliesslich im digitalen Universum existiert) ein fester Bestandteil der präsentierten Medien. Und wir haben auch ganz junge Galerien mit dabei wie ARTPOWHER Contemporary aus Zürich, die sich 2020 gegründet hat, zum zweiten Mal an der VOLTA dabei ist und den Fokus auf weibliche und nicht-binäre Kunstschaffende legt. Und auch die Pariser Galerie ARTDIB, die sogar erst seit 2021 besteht und ihre erste internationale Messeteilnahme überhaupt hat. VOLTAs Grundpfeiler sind Discover, Connect, Collect – Entdecken, Verbinden, Sammeln – und dies soll in jeder neuen Messeedition sichtbar werden. Wir verschieben die Grenzen dessen, was als Norm für eine Messe gilt, zeigen, was frisch und originell ist. Wir möchten ein Gesamterlebnis für unser Publikum schaffen, es jedes Jahr aufs Neue begeistern. Kennen Sie den Messestandort Basel beide persönlich? Francesca Starling: M ein erster Besuch in Basel war vor ein paar Jahren im Hochsommer im Juli. Ich wusste sofort, dass ich die Stadt lieben würde. Den Vormittag verbrachte ich in Meetings und nachmittags hatte ich Zeit, die Stadt zu entdecken. Ein Spaziergang am Rhein, durch die Basler Altstadt, ein Besuch im Garten der Fondation Beyeler – eine willkommene Abkühlung an diesem heissen Tag. Seitdem war ich mehrmals hier und liebe den Geist und die Geschichte der Stadt, das Nebeneinander von Alt und Neu und das Gefühl, dass alle ein gemeinsames Ziel vereint: Basel zu einer grosssartigen Stadt zu machen, für Touristen wie Einheimische. Kerstin Herd: Seit Juni 2010 bin ich jedes Jahr für mehrere Wochen im Juni zur Messe in Ba- sel und auch regelmässig ausserhalb des Messetrubels. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Stadt im Juni verändert und zur Bühne der Kunst wird. Insbesondere, wenn mit der Kunst auch das Sommergefühl in die Stadt einzieht und man den Abend nach einem langen Messe- tag am Rhein ausklingen lassen kann. Aber Basel hat auch ausserhalb der Art-Woche so viel Kultur zu bieten – das vergessen viele, die nur zur Art kommen. Es gibt eine unheimliche Vielzahl von Museen und eine hohe Dichte an Ausstellungen namhafter Vertreterinnen und Vertreter der modernen und zeitgenössischen Kunst. Eines meiner Lieblingsmuseen ist das Tinguely Museum, das die Arbeiten von Jean Tinguely immer wieder in Bezug zu Werken zeitgenössischer Strömungen setzt. VERLOSUNG Wir verlosen exklusiv für unsere Mitglieder zehn Tickets für die VOLTA. Anmeldeschluss ist der 10. Juni 2022. Anmeldung unter redaktion@basler-in.ch mit dem Kennwort: VOLTA
- BALOISE SESSION –EVERGREEN IM HAIFISCHBECKEN
Seit Jahrzehnten behauptet sich das Festival Baloise Session im internationalen Musikgeschäft. Als Nischenplayer setzen CEO Beatrice Stirnimann und ihr Team auf Seriösität, Verlässlichkeit, persönliche Wertschätzung und nicht zuletzt auf viel Herzblut. Text: Ulrike Zophoniasson Miles Davis, Ray Charles, Liza Minnelli, Alice Cooper, Paul Anka, Elton John, Seal oder auch Jamiroquai, Grace Jones, Herbert Grönemeyer und viele weitere vergleichbar bekannte Musikgrössen konzertierten schon live im beschaulichen Basel. Und dies nicht etwa an Grossveranstaltungen, sondern in intimen Indoor-Konzerten, mit Clubtisch-Atmosphäre, Kerzenlicht und dichtem Kontakt zum Publikum. Dieses Kunststück gelingt seit 37 Jahren Beatrice Stirnimann und ihrem Team am alljährlichen Musikfestival Baloise Session. Wie kann man sich mit einem solchen Nischenprodukt im harten internationalen Musikbetrieb so lange so erfolgreich behaupten? Wenn man den heutigen Musikmarkt betrachtet, ist das in der Tat erstaunlich. Früher waren Musikveranstalter Musik liebende Enthusiasten. Heute ist der internationale Musikmarkt ein Milliardenbusiness, der von börsennotierten Konzernen wie Live Nation, AEG, DEAG und vielen mehr kontrolliert wird. Die Baloise Session als selbstständiges und Inhaber geführtes KMU schwimmt da in einem grossen Haifischbecken und muss sich alljährlich immer wieder neu beweisen. Das ist alles andere als einfach. Doch es ist wie in allen Märkten: Es gibt die Goliaths, aber es gibt auch Platz für kleine und feine Nischenprodukte wie uns, die gut funk- tionieren, wenn sie seriös und verlässlich arbeiten und sich von der Konkurrenz der grossen Masse unterscheiden. Notwendig ist auch, das Vertrauen aller Partner wie Sponsoren, Gönner, Musikagenten, Musikschaffenden und Lieferanten zu gewinnen und über all die Jahre zu erhal- ten. Ohne Sponsoren und Gönner gäbe es uns nicht. Sie alle helfen, unser Boutique-Festival durchzuführen. Kultur gibt es nur dank Geldgebern, die die Wichtigkeit der Kultur erkennen. Zudem braucht es viel Herzblut, Initiative, Optimismus, Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen, Haare auf den Zähnen, eine dicke Haut, Verlässlichkeit, Beharrlichkeit, ein Flair für Zahlen, Verhandlungsgeschick, Überzeugungskraft und einen grossen Glauben an das eigene Projekt. Und ein Team, das füreinander einsteht. Mein persönliches Mantra ist: Ein Nein ist keine Absage, sondern ein Ansporn, es zu einem späteren Zeitpunkt mit der gleichen Anfrage noch einmal zu probieren. Als Sie 2016 nach dem Tod Ihres langjährigen Geschäftspartners Matthias Müller die alleini- ge Leitung des Musikfestivals übernahmen, konnte dieses bereits auf 30 Jahre erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Belastung oder Ansporn? Es w ar beides. Es war zum einen eine grosse Belastung, Matthias durch seine Krankheit und den viel zu frühen Tod zu begleiten sowie einen besten Freund und Geschäftspartner zu verlieren. Ich hatte die Aufgabe, das Festival weiterzuführen, was wir vorher über 20 Jahre gemeinsam taten. Wir kannten uns gut, schätzten einander aufrichtig und konnten uns blind aufeinander verlassen. Es gibt noch heute Momente, in denen ich ihn vermisse. Aber gleichzeitig war und ist es auch ein grosser Ansporn. Das Festival existiert heute seit 37 Jahren, und es soll auch wei- tere 37 Jahre und noch länger bestehen bleiben. Ich musste nach Matthias’ Tod nicht zweimal überlegen, ob ich weitermache oder nicht, denn mein Herz hatte ich schon 1993 als Abend- helferin an das Festival verloren. Zudem durfte ich auf Steffi Werthmüller zählen, der auch einer der Gründer des Festivals war und seit dem Tod von Matthias als Verwaltungsratspräsident des Festivals amtet. Steffi ist das «rote Telefon» für alle möglichen Fragen, bei denen ich Unterstüt- zung benötige. Sein Herz schlägt genauso für das Festival wie meines. Er, das Festivalteam und ich, wir sind das Power-Team, das dafür sorgt, dass das Festival im Haifischbecken überleben kann. Und dann natürlich der Ansporn, so viele Top Acts wie möglich nach Basel zu bringen und so den Namen von Basel in die Welt hinauszutragen. Seit bald 30 Jahren arbeite ich nun für das Festival, und an Ansporn hat es mir in dieser ganzen Zeit noch nie gefehlt. Wohlfühlatmosphäre, Kerzenschein, Herzblut — das wären eigentlich dem Klischee zufolge typisch weibliche Spezialitäten. Und doch gibt es in diesem Genre kaum Managerinnen. Warum eigentlich? Ich kann es nicht erklären. Ausser vielleicht damit, dass man es wollen muss, sich ständig in ei- ner Männerwelt zu behaupten. Das kann sehr anstrengend sein. Aber auch sehr befriedigend, wenn es gelingt. In unserem Team mangelt es nicht an Frauen. Das ganzjährige Team besteht aus zehn Frauen und «nur» zwei Männern. Unsere Organisation ist also Frauenpower pur. Seit 2014 engagieren Sie sich in der Stiftung AMIE, die den Berufseinstieg junger Mütter un- terstützt. Warum? Ist es ein Versuch, Netzwerke zu stärken und auszubauen? Ne in, AMIE ist eine Herzensangelegenheit und mein Ausgleich zur manchmal doch zu sehr von Glamour, Geld und von Oberflächlichkeit getriebenen Musikbranche. AMIE gibt Frauen, die sehr früh Mutter geworden sind, eine Chance, auf eigenen Beinen zu stehen, einen Job zu finden, Kind und Beruf zu vereinen und sich aus der Abhängigkeit der Sozialhilfe zu befreien. AMIE schafft es, Frauen ein neues Leben zu geben. Das ist eine ganze andere Aufgabe, und es macht mich einfach glücklich, dabei mitzuhelfen und Frauen auf ihrem Lebensweg zu unterstützen. Die letzten zwei Jahre waren für alle Kulturbetriebe hart. Wie haben Sie diese Zwangspause erlebt und genutzt? Es war zwar eine Zwangspause für das Festival in der Event-Halle, aber trotzdem haben wir zwei Jahre Konzerte veranstaltet, dies aber in Form von Livestreams im Internet. 22 Monate haben wir jeden letzten Montag im Monat einen Livestream organisiert, mit Kunstschaffenden wie Stephan Eicher, Hecht, Milow, Bastian Baker, Sina, Steff la Cheffe, Anna Rossinelli und vielen mehr. Mit diesen Streams haben wir über acht Millionen Menschen erreicht, die einfach dankbar waren, dass trotz Kulturverbot Live-Musik geboten wurde. Während der zwei Lockdowns hatten wir teilweise bis zu 8000 Livestream-Gäste. Die Konzerte waren auch noch danach verfügbar, und somit wurde jedes Konzert 300'000 bis 350'000-mal angeklickt — ein Zeichen, dass Musik ein wichtiger Ausgleich in dieser schwierigen Zeit war. Wir haben somit gelernt, dass es auch in der grössten Krise Möglichkeiten gibt, seinen Job zu machen. Anders halt, aber trotzdem so, dass wir Menschen mit der Baloise Session glücklich machen konnten. Und Kunst- schaffende auch, denn die waren einfach nur froh darüber, auftreten zu können und dank der Basler Versicherungen und unseren Hauptsponsoren sogar eine Gage dafür zu erhalten. Nach zwei Jahren Entzug: Auf welche Höhepunkte im neuen Live-Programm können wir uns freuen? F ür uns wird das ganze Festival ein Höhepunkt, denn es kann wieder stattfinden. Darüber sind wir überglücklich. Es gibt zehn Abende mit unterschiedlichsten musikalischen Höhepunkten und Themenbereichen für jeden Abend: ROADS OF ROCK, STAR POETS, MADE IN HAM- BURG, MAGIC SEDUCTIONS, FEEL AGAIN, IRISH EMOTIONS, GRAMMY JAZZ und BRITISH POP TRADITION. So kann jeder Besucher seinen eigenen musikalischen Höhepunkt finden. Ich freue mich auf Elisa, die grandiose italienische Sängerin (MAGIC SEDUCTIONS am Samstag, 5. November), auf die Tedeschi Trucks Band (ROADS OF ROCK am Samstag, 29. Oktober), eine der aktuell musikalischsten Bands aus den Südstaaten der USA, sowie auf Holly Johnson von Frankie Goes To Hollywood (BRITISH POP TRADITION am Freitag, 11. November). Frankie Goes To Hollywood war meine Ikone in den 1980er-Jahren. Nach der Konzertreihe ist vor der Konzertreihe. Woher schöpfen Sie die Kraft, immer wieder mit frischem Elan in eine neue Saison zu starten und durchzuhalten? Kraft tanke ich mit Sport, ich liebe CrossFit, Langlaufen und Windsurfen an der Ostsee oder in Brasilien. Kraft tanke ich auch mit meinem Partner, vor allem, wenn wir mit unserem VW-Bus unterwegs sind. Und mit meiner Familie und Freunden, die für mich da sind, wenn das Festival vorbei ist und ich endlich wieder Zeit für sie habe.
- CONFISERIE SCHIESSER
Im Gespräch mit Rosalba Schiesser Foto: Tim Lüdin Vor drei Jahren feierte die Confiserie Schiesser am Basler Marktplatz den 150. Geburtstag. Rosalba und Stephan Schiesser führen sie in vierter Generation. Seit 2018 ist Rosalba Schiesser Gesch.ftsführerin des Haupthauses und der 2005 eröffneten «Chocolaterie», der Filiale im Gebäude der UBS an der Aeschenvorstadt 1. Für BaslerIN schildert sie ihr Leben zwischen Tradition und Gegenwart. Schwarz-Weiss-Fotos: zVg von Confiserie Schiesser Die Confiserie Schiesser ist eines der ältesten Kaffeehäuser der Schweiz und eines der seltenen Beispiele, bei denen weitgehend noch alles im Originalzustand ist, nicht nur baulich, sondern auch inhaltlich. Denn als «Café, Tea-Room, Confiserie zum Rathaus», wie es am Haus zu lesen ist, pflegt die Confiserie Schiesser bis heute die klassische schweizerische Tradition der Verbindung von Kaffeehaus, Salon de Thé und der Zuckerbäckerei. Können Sie etwas über die Zuckerbäcker in der Schweiz und zu den Schiesser-Vorfahren sagen? Vom 17. bis 20. Jahrhundert waren vorwiegend die Bündner Zuckerbäcker in ganz Europa berühmt und in besonderem Masse geschätzt. Die Familie Schiesser kam 1870 jedoch aus dem Glarnerland nach Basel. Übrigens: Frauen waren in diesem Metier schon immer essenziell. Sie arbeiteten und bestimmten mit und haben, wie im Falle unseres Grossvaters, der an der Spanischen Grippe starb, den Betrieb allein weitergeführt. Seit eh und je steht an der Fassade der Confiserie Schiesser «Café, Tea-Room, Confiserie zum Rathaus». Auch die Adresse ist seit der Gründung von vor mehr als 150 Jahren der Marktplatz in Basel, doch die ursprüngliche Hausnummer war 15, nicht wie heute 19. Seit wann ist das so und warum? Die heutige Fassadenbeschriftung stammt aus der Zeit nach 1910, als im Zuge der Marktplatzerweiterung die Häuserzeile zwischen Hutgasse und Sattelgasse komplett erneuert und dafür neu parzelliert wurde. Der Neubau steht am ursprünglichen Ort. Wenig später wurden Räume im benachbarten Eckhaus dazu gemietet, die u. a. den Tea Room im ersten Stock erweiterten. Schiesser ist nicht nur ein Laden, sondern auch ein Café und ein Tea Room. Worin besteht der Unterschied zwischen den drei Bereichen? Das Café steht in der Tradition des Kaffeehauses, das früher nur von Männern besucht wurde. Es hat dunkle Holzwände und dunkle Holzmöbel. Der Tea Room hat eine weibliche Tradition. Es hat eine helle Einrichtung und wurde früher hauptsächlich von Frauen besucht, die den feinen Tee mit Kuchen und aufwendiger Patisserie genossen. Eine Confiserie ist eine Zuckerbäckerei und verkauft Konfekt. Ein Café bietet Kuchen, ein Tea Room auch Herzhaftes – ist Schiesser eine Confiserie, eine Konditorei oder eine Bäckerei? Ja, eine Confiserie wird auch Konditorei oder Zuckerbäckerei genannt. Das ist ein Handwerksbetrieb, in dem süsses Gebäck und feines Salzgebäck von Hand produziert werden. Die Konditorei grenzt sich von der Bäckerei dadurch ab, dass dort keine Brotwaren produziert werden. Dies spielt auch in der Arbeitszeit eine sehr grosse Rolle. Während die Bäcker bereits ab 2 Uhr nachts arbeiten, können unsere Konditoren noch ausschlafen, da wir erst um 7 Uhr starten. Als unser Ur-Grossvater Rudolph Schiesser den ersten Konditor-Confiseur-Verein in Basel mitgründete, wurde das Handwerk «Zuckerbäcker» in «Konditor» umbenannt. In der Schweiz heisst die korrekte Berufsbezeichnung «Konditorin-Confiseurin». Zu den anspruchsvollsten Arbeiten gehört die Herstellung von Wunsch- und Hochzeitstorten. Ein Spezialgebiet gehört dem Chocolatier. In der Chocolaterie-Abteilung werden nebst Schokolade, Schokoladen- figuren und -spezialitäten auch Pralinés produziert. Sie gelten aufgrund ihrer aufwendigen Herstellung als die Krönung der Chocolatiers-Kunst. Im Herzen der Stadt gelegen, stellt sich die Frage: Wo werden die so unterschiedlichen Waren für den Verkauf in der Confiserie und den Verzehr im Café und dem Tea Room produziert? Was ist hausgemacht, was eingekauft? Wir haben im Haus eine Backstube, eine Chocolaterie sowie eine Patisserie-Abteilung und produzieren alle Spezialitäten selbst. Sämtliche Rohstoffe werden so regional wie möglich eingekauft. Einige unserer Lieferanten beliefern uns bereits seit Generationen. Was bedeutet es, ein Haus zu führen, das einen prominenten Ort so lange mitgeprägt hat? Ist es eine Verpfl ichtung? Eine Ehre? Oder mitunter auch eine Last? Es ist hauptsächlich eine grosse Ehre und Freude! Die Pfl icht sehe ich darin, die Tradition, die hochstehende Qualität sowie unsere Gastfreundschaft zu leben und zu erhalten. Eine Last sehe ich in der erdrückenden Bürokratie sowie den aktuellen Rahmenbedingungen. Seit der Pandemie haben uns die übertriebenen Reglemente, Vorgaben, ständig wechselnden Auflagen und Verbote sehr unter Druck gesetzt und nur geschadet. Auch die massiven administrativen Kontrollen durch diverse Behörden und deren Aufwände sind reine Schikane. Wir sind keine Juristen, sondern immer noch leidenschaftliche Gastgeber. Wie leben Sie den Spagat zwischen Tradition und Gegenwart? Was empfinden Sie als erhaltenswert und warum? Wo lassen Sie Neues zu? Zwischen Tradition und Gegenwart sehe ich keinen Spagat, sondern eher eine Brücke, die auf jeden Fall erhaltenswert ist. Auch die über hundertjährigen altbewährten Rezepte dürfen nicht geändert werden. Das erwartet unsere Kundschaft in konstanter Qualität von anno dazumal! Dabei sind wir auch stets offen für Neues, primär betreffend unsere Lernende, die immer wieder moderne Kreationen ausprobieren und herstellen. Der Spagat in meinem Leben ist eher woanders zu fi nden: Mein Mann Stephan und ich haben zwei Kinder und führen gemeinsam eine altehrwürdige Institution mit 32 Mitarbeitenden während sehr schwierigen Zeiten. Als moderne Frau habe ich den Anspruch, Familie, Haushalt und Confiserie perfekt zu meistern und mich dabei nicht selbst zu verlieren. Sie sind die erste Geschftsführerin des Betriebs, die mit ihrer Familie nicht im Schiesser-Gebäude wohnt. Was ist in Ihren Augen der Vorteil? Gibt es auch Nachteile? Für mich gibt es keinen Feierabend in diesem Sinne. In Gedanken bin ich permanent bei der Arbeit. Die räumliche Distanz hilft dennoch, etwas Abstand zum Geschäft zu gewinnen. Da wir in Fussdistanz wohnen, gibt es keine Nachteile. Sie sind gebürtige Italienerin. Wann kamen Sie nach Basel und weshalb? Was lieben Sie in und an Basel? Meine Eltern sind in den 1970er-Jahren aus Süditalien nach Bad Säckingen emigriert. Ich hatte eine wunderschöne Kindheit im badischen Ambiente. Nach dem Wirtschafts-Abitur war ich für eine Unternehmensberatung tätig, deren Hauptsitz in Reinach war. Somit zog ich von meinen Eltern weg ins Baselbiet. Das war damals sehr dramatisch: Meine Eltern hatten längst auf eine Hochzeit mit einem Italiener gewartet. Stattdessen zog ich nun unverheiratet in ein anderes Land. Ein paar Jahre später wurde ich GF-Assistentin im Ristorante Da Roberto in der Küchengasse. Fünf Jahre später wurde mir eine Stelle in der Geschäftsleitung der legendären Confiserie Frey am Bahnhof angeboten. Während dieser Zeit lernte ich Stephan Schiesser kennen. 2005 zog ich zu ihm nach Basel. Somit ist die Antwort klar: In die Stadt Basel kam ich der Liebe wegen. Was ich sonst noch an Basel liebe, ist die lässige Lebendigkeit der Baslerinnen und Basler, die Weltklassenkultur und -kunst sowie die regionale Schoggi- und Kaffeehauskultur. Ausserdem gefallen mir das mediterrane Ambiente der Stadt sowie die kurzen Wege. Es ist ein grosses Privileg und eine Freude, zu Fuss zur Arbeit oder zum Einkaufen zu gehen, zu flanieren oder auch abends nach dem Ausgehen nach Hause zu spazieren. Ich liebe und lebe die Basler Gastronomie. Mich trifft man entweder in einem belebten Basler Café (nicht nur im Schiesser) oder in einem gemütlichen Basler Restaurant. Text: Ulrike Zophoniasson
- KUNST IM ABRISSHAUS:
Veränderung vormals 14, Reopening 12.02.23-26.03.23 Die Villa öffnet erneut ihre Türen. Die Ausstellung zeigt über 20, von Sarah Liz Walbeck künstlerisch gestaltete Räume, mit Bildern und Installationen. Zusätzlich erwarten euch inspirierende Events von ca. 30 Gastkünstler/-innen gestaltet. Mehr Infos unter: https://www.sarah-walbeck.com/veränderung-vormals-14
- STYLISCHE VALENTINSTAGS-LOOKS
by C&A Love Is in the Air! Ob beim romantischen Date mit dem Boyfriend oder beim ausgelassenen Mädelsabend – in deinen neuen Lieblingspieces fühlst du dich immer wunderschön. Verspielte Pullover, angesagte Denim-Styles und raffinierte Accessoires sind dein Perfect Match für selbstbewusste Valentinstags-Looks.
- ZERRISSENE MODERNE
Die Basler Ankäufe «entarteter» Kunst (Letzte Tage!) Die Sammlung von Werken der klassischen Moderne im Kunstmuseum Basel gehört zu den berühmtesten ihrer Art. Dabei ist sie vergleichsweise spät entstanden. Im Sommer 1939 – kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs – gelang es dem damaligen Direktor des Hauses, Georg Schmidt (1896–1966), 21 Meisterwerke zu erwerben. Diese waren 1937 im Zuge der nationalsozialistischen Kulturpolitik als «entartet» diffamiert und zwangsweise aus deutschen Museen entfernt worden. Das Reichspropagandaministerium ging davon aus, einen Teil der Werke gegen Devisen ins Ausland verkaufen zu können. Deshalb gelangten ausgewählte, für «international verwertbar» erachtete Kunstwerke über verschiedene Kanäle auf den Markt. Die Ausstellung Zerrissene Moderne beleuchtet diesen wichtigen Moment der Basler Sammlungsgeschichte in allen Facetten. Zudem widmet sie sich der künstlichen Zersplitterung der modernen Kunst durch den kulturpolitischen Gewaltakt des NS-Regimes. Denn die Selektion in «verwertbare» und alternativ dem Vergessen oder der Zerstörung anheim gegebene Kunst hat bis heute Auswirkungen auf die Museumssammlungen in aller Welt. Die sowohl kunsthistorisch wie historisch angelegte Ausstellung vermittelt unerwartete Geschichten von Menschen, Werken und Handel.
- BUBBLES SAVING LIVES
SapoCycle und Permamed spannen zusammen, um Menschen in Not zu unterstützen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Foto v.l.n.r.: Peter Bönzli (Mitglied der Geschäftsleitung Permamed), Christian Lutz (CEO Permamed), Noële Auclair-Riva (Leitung Galenik Permamed), Dorothee Schiesser (Gründerin und Präsidentin von SapoCycle), Connie Radavero (Kommunikation Manager SapoCycle), Tobias Lutz (Stv. CEO Permamed) und Evelyn Hersberger (Marketing und Kommunikation Manager Permamed) Permamed und SapoCycle gehen eine neue Partnerschaft ein, um Menschen in Not zu unterstützen und gleichzeitig auch die Umwelt zu schonen. Die Zusammenarbeit beginnt im April 2021 und beinhaltet ein einzigartiges Recycling-Programm für gebrauchte Seifen aus der Schweizer Hotellerie. Permamed, das unabhängige Schweizer Familienunternehmen im Pharmabereich aus der Region Basel, ist seit über 40 Jahren in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von pharmazeutischen Spezialitäten, insbesondere in der Dermatologie tätig. SapoCycle ist eine gemeinnützige Non-Profit-Organisation, die gebrauchte Hotelseifen einsammelt, fachgerecht aufbereitet und die recycelten Seifen an bedürftige Menschen in der Schweiz und im Ausland kostenlos zur Verfügung stellt. Weitere Informationen: www.lubexantiage.ch www.sapocycle. org Lesen Sie auch unsere Beiträge über SapoCycle und über Permamed.












