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- Engagement für die Musikszene Basel
Die Musikszene Basel steht unter Druck – gleichzeitig entsteht neues Engagement, das Kultur und Gemeinschaft stärkt. Foto: Henry Hirtle Entwicklung der Musikszene Basel Das Lebensgefühl vieler junger Menschen in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren spürbar verändert. Steigende Lebenshaltungskosten und unsichere Zukunftsaussichten erschweren es der Generation zwischen 20 und 30, Freizeit und Kreativität frei zu gestalten. Viele entscheiden sich im Nachtleben deshalb eher für wenige grosse Erlebnisse als für regelmässige kleine Ausgänge – ein Trend, der Clubs und lokale Kulturangebote zunehmend unter Druck setzt. Foto: Henry Hirtle Verschiebungen im sozialen Miteinander Doch die wirtschaftliche Lage ist nur ein Teil des Problems. Seit der Coronapandemie hat sich das soziale Miteinander verschoben: Homeoffice, digitale Vorlesungen und Social Media prägen den Alltag. Begegnungen finden immer seltener «vor Ort» statt. Was als pragmatische Lösung begann, hat das Verständnis von Gemeinschaft verändert. Junge Menschen orientieren sich an digitalen Trends, an dem, was online als «cool» gilt – und grosse Events mit entsprechendem Budget ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Die lokale Szene bleibt dabei oft auf der Strecke. Auswirkungen auf Kulturorte in Basel Diese Entwicklung hat Folgen: Immer mehr Clubs müssen schliessen, wie zuletzt der jahrzehntealte Basler Club Borderline. Diejenigen, die bestehen, passen sich dem Trend an – Vielfalt und künstlerische Freiheit gehen verloren, weil sich risikoreiche Konzepte kaum mehr verantworten lassen. Für Basel, eine Stadt mit reicher Kulturgeschichte, ist das ein herber Verlust. Mit jedem geschlossenen Club verschwindet ein Ort der Begegnung, des Ausdrucks und der Selbstentfaltung. Damit fehlen jungen Menschen die physischen Räume, in denen echte Verbindungen entstehen. Die Sehnsucht nach einem gelebten «Wir» wächst – nach Orten, an denen ausprobiert, gestaltet und Zugehörigkeit erfahren werden kann. Neue Initiativen in der Musikszene Basel Hier setzen Initiativen wie Cultura40 an – das Musiklabel des Vereins Techno Basilea. Junge Baslerinnen und Basler mit einer geteilten Liebe für elektronische Musik schaffen Räume, in denen Jugendkultur wieder lebt – mit Grillfesten, Kunstausstellungen oder Tanzveranstaltungen, offen für alle, die mitmachen wollen. Mitgliedschaften ermöglichen Engagement: Wer mitorganisiert, Inhalte gestaltet oder Verantwortung übernimmt, wird Teil eines Netzwerks, das Kreativität, Freundschaft und Zusammenhalt fördert. Die erwirtschafteten Mittel fliessen direkt zurück in die Projekte. Richard Hille ist Präsident des Vereins Techno Basilea und Projektleiter von Resurrections e.V. Fest in der Basler Clubkultur verankert, organisiert er mit seinem Team Techno-Events in Locations wie dem Nordstern, der Voltahalle oder der Pauluskirche. Mit seinen 25 Jahren setzt er sich leidenschaftlich dafür ein, die Jugendkunst und -kultur in Basel lebendig zu halten und Begegnungsorte zu schaffen, die weit über Musik hinausgehen – von Partys bis zu Grill-Events. Richard Hille, Foto: Henry Hirtle Am Ende geht es um mehr als um Musik oder Feiern. Es geht um Selbstentfaltung – um die Rückkehr zu gelebter Authentizität. Schönheit entsteht nicht allein durch Perfektion, sondern durch Begegnung, Bewegung und gemeinsames Schaffen. Wo junge Menschen wieder füreinander da sind, entsteht eine Kultur, die von innen leuchtet: stark, ehrlich, echt. Eine gesunde Kultur stärkt eine gesunde Gesellschaft. Dementsprechend lautet das Motto des Vereins: «Wir sind die Kultur.» Das ist kein Slogan, sondern ein Aufruf, Energie ins reale Leben zu tragen. Nur eine vereinte Gesellschaft lässt Kultur atmen und wachsen.
- Thurgau Travel setzt neue Massstäbe: Pionier für nachhaltige Flussreisen
In einer Zeit, in der das Bewusstsein für ökologische und soziale Verantwortung stetig wächst, setzt Thurgau Travel, ein bekannter Name für internationale Flussreisen, neue Massstäbe. Das Schweizer Unternehmen hat als weltweit erster Flussreise-Veranstalter die begehrte TourCert-Zertifizierung erhalten. Diese Auszeichnung ist nicht nur ein Gütesiegel, sondern ein klares Bekenntnis zu einer umfassenden und strategischen Nachhaltigkeitsphilosophie, die weit über Einzelmassnahmen hinausgeht. MS Thurgau Gold Nachhaltige Flussreisen als Kern der Unternehmensentwicklung Die TourCert-Zertifizierung bestätigt, dass Thurgau Travel Nachhaltigkeit nicht als optionales Extra, sondern als integralen Bestandteil seiner Unternehmensstrategie versteht. Dies manifestiert sich in der konsequenten Weiterentwicklung interner Standards, der aktiven Sensibilisierung der Mitarbeitenden und einer transparenten Kommunikation gegenüber den Kundinnen und Kunden. Auch die Zusammenarbeit mit Leistungspartnern wird unter diesem Aspekt kritisch beleuchtet und optimiert. Im Zentrum steht dabei stets die kontinuierliche Verbesserung sowie die bewusste Auseinandersetzung mit ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekten des Reisens. Robert Katzer, Nachhaltigkeitsbeauftragter und Head of Onboard Operations bei Thurgau Travel, betont die Bedeutung dieser Zertifizierung: «Die TourCert-Zertifizierung bedeutet für uns als Reiseveranstalter, Nachhaltigkeit noch konsequenter in unserem täglichen Handeln zu verankern, und das entlang der gesamten Wertschöpfungskette.» Er hebt hervor, dass der Zertifizierungsprozess das gesamte Familienunternehmen zusammengeführt und das bereits vorhandene Engagement sichtbar gemacht habe. Diese Auszeichnung bestärkt Thurgau Travel darin, die Verantwortung bewusst wahrzunehmen und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen. Geschäftsführer Daniel Pauli-Kaufmann Ein Novum in der Tourismusbranche TourCert begleitet Tourismusunternehmen und Destinationen weltweit auf ihrem Weg zu einem nachhaltigeren Wirtschaften. Unter den aktuell 134 zertifizierten Unternehmen und Organisationen ist Thurgau Travel der erste Flussreise-Veranstalter, der diese anerkannte Auszeichnung erhält. Dies unterstreicht die Vorreiterrolle des Schweizer Unternehmens in der Branche und setzt einen neuen Standard für verantwortungsbewusste Flussreisen. Die Zertifizierung von TourCert hilft Unternehmen dabei, klare Standards zu etablieren, Fortschritte messbar zu machen und Nachhaltigkeit langfristig in der gesamten Organisation zu verankern. Für Thurgau Travel ist dies ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung eines zukunftsfähigen Reiseangebots, das seit fast 25 Jahren persönliche Beratung, sorgfältig kuratierte Routen und besondere Flusserlebnisse weltweit miteinander verbindet. Die TourCert-Zertifizierung ergänzt diesen Anspruch um eine klar strukturierte und überprüfbare Nachhaltigkeitsbasis. Verantwortungsbewusst die Welt entdecken Für Reisende, die Wert auf nachhaltige Flussreisen legen, bietet die TourCert-Zertifizierung von Thurgau Travel eine wichtige Orientierungshilfe. Sie können darauf vertrauen, dass ihr Reiseveranstalter sich aktiv für Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und eine faire Wirtschaft einsetzt. Dies ermöglicht es, die Schönheit der Flusslandschaften weltweit mit gutem Gewissen zu geniessen und gleichzeitig einen positiven Beitrag zu leisten. Thurgau Travel zeigt, dass luxuriöse und gleichzeitig verantwortungsvolle Flussreisen keine Gegensätze sein müssen. Das Engagement des Unternehmens für Nachhaltigkeit ist ein inspirierendes Beispiel für die gesamte Reisebranche und ein Gewinn für alle, die das Reisen lieben und gleichzeitig die Welt für zukünftige Generationen bewahren möchten. Wer mehr über die nachhaltigen Angebote erfahren möchte, findet Informationen auf der Webseite von Thurgau Travel.
- Trockenblumen: Der nachhaltige Charme von Blumen, die bleiben
Blumen bringen Schönheit, Leichtigkeit und Emotionen in den Alltag. Doch ihre Präsenz ist oft nur von kurzer Dauer. Nach wenigen Tagen verblühen sie, werden ersetzt – und der Kreislauf beginnt von Neuem. Trockenblumen folgen einem anderen Rhythmus. Sie bleiben. Ein Strauss kann über Monate oder sogar Jahre Teil eines Zuhauses werden, ein Kranz Saison für Saison zurückkehren, und Blumen von einer Hochzeit, einem Geburtstag oder einem anderen besonderen Anlass können noch lange etwas von diesem Moment bewahren. Image by Kato Siegfried Wenn Blumen bleiben dürfen Vielleicht beginnt eine nachhaltigere Art zu dekorieren ganz einfach damit, Dinge auszuwählen, die man behalten möchte. Je länger uns etwas begleitet, desto sorgfältiger wählen wir es meist aus. Das Thema Trockenblumen begleitet uns dabei. Ein florales Arrangement, das bleiben soll, ist etwas anderes als eines, das nur für wenige Tage gedacht ist. Seine Farben, Texturen und sein Charakter haben Zeit, sich in die Umgebung einzufügen und vertraut zu werden. Mit der Zeit wirkt es vielleicht weniger wie Dekoration und mehr wie eines dieser Dinge, die einfach dazugehören. Diese langsamere Beziehung zu Blumen kann auch den ständigen Wunsch nach Veränderung reduzieren. Statt immer schon nach dem Nächsten zu suchen, kann es schön sein, etwas einfach bleiben zu lassen. Image by Kato Siegfried Wenn sich die Natur verändern darf Eine der faszinierendsten Seiten des Trocknens ist, dass sich das Ergebnis nie vollständig kontrollieren lässt. Manche Blumen behalten ihre Form beinahe perfekt. Andere werden blasser, rollen sich an den Rändern ein oder werden viel zarter als erwartet. Ein Stiel, der frisch vielleicht unscheinbar wirkt, kann getrocknet plötzlich eine ganz eigene Schönheit entwickeln. Gerade diese Unvorhersehbarkeit gehört zum Prozess. Beim Trocknen wird eine Blume nicht einfach konserviert – es zeigt sich eine andere Seite von ihr. Dabei lässt sich auch mit mehr experimentieren als mit dem, was im Blumenladen oder auf dem Markt erhältlich ist. Frische Blumen können zu Hause getrocknet werden, während ein behutsam gesammelter Zweig, ein Gras oder eine Samenkapsel aus der Natur etwas Saisonales und Persönliches in ein Arrangement bringen kann. Mit Respekt gesammelt, tragen solche kleinen Elemente oft etwas von ihrem Ort und ihrer Jahreszeit in sich. Es hat einen besonderen Reiz, mit dem zu arbeiten, was bereits da ist: wahrzunehmen, was eine Jahreszeit bietet, Formen zu entdecken, die sonst leicht übersehen werden, und natürliche Veränderungen Teil des Ergebnisses werden zu lassen. Trockenblumen anders betrachten Trockenblumen werden oft einfach als die langlebige Alternative zu frischen Blumen beschrieben. Doch ihr Reiz geht darüber hinaus. Sie laden dazu ein, genauer wahrzunehmen, was wir auswählen, was bereits vorhanden ist und was es vielleicht wert ist, länger zu behalten. Eine Blume verliert ihre Schönheit nicht automatisch, nur weil sie nicht mehr frisch ist. Ein Zweig muss nicht aus einem Geschäft kommen, um dekorativen Wert zu haben. Und ein Raum muss nicht immer komplett neu dekoriert werden, um sich wieder frisch anzufühlen. Manchmal sind die interessantesten Möglichkeiten bereits da – in Blumen, die sich trocknen lassen, in saisonalen Elementen aus der Natur oder in Details, die wir sonst vielleicht übersehen würden. Vielleicht ist genau das die leiseste Form von Nachhaltigkeit: der Schönheit mehr Zeit zu geben. Kató Siegfried ist Floral & Space Designer und Gründerin von Fleur Folle, einem Basler Studio für florale Gestaltung. Mit über zehn Jahren Erfahrung in Grafik-, Event- und Interior Design verbindet sie unterschiedliche gestalterische Perspektiven in visuellen Konzepten, räumlichem Styling und atmosphärischer Gestaltung. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht, wie Blumen, Farben, Texturen und Kompositionen Stimmungen prägen, Räume verwandeln und eine zeitgemässe visuelle Sprache in den Alltag bringen. fleurfolle.ch
- «Der Wettkampf meines Lebens»: Openair-Kino im Gartenbad St. Jakob
Unter dem Namen «Kino am Pool im Joggeli» verwandelt sich das Gartenbad St. Jakob am Samstag, 15. August 2026, in ein Freiluftkino. Gezeigt wird «Der Wettkampf meines Lebens», ein bewegender Film über Mut, Ausdauer und den Willen, persönliche Grenzen zu überwinden. Organisiert wird der Abend vom Sportamt Basel-Stadt. Presented by Erziehungsdepartement Basel-Stadt · Unterstützt durch Basel Aquatics, Stilkraftfilm, Meom TV & Filmproduktion «Der Wettkampf meines Lebens»: Eine Flucht durch die Ostsee Im Zentrum des Abends steht die Geschichte des Spitzenschwimmers Axel Mitbauer. In der Nacht auf den 17. August 1969 wagte er die Flucht aus der DDR: eine rund 25 Kilometer lange Schwimmstrecke durch die eiskalte Ostsee, von Boltenhagen bis in die Lübecker Bucht – nachdem er zuvor wochenlangen Verhören der Staatssicherheit ausgesetzt gewesen war (Quelle: offizielle Filmseite). Wie Mitbauer selbst es formuliert: «Es war nicht der Wettkampf um eine Olympia-Medaille, es war ein Kampf um mein Leben.» «Der Wettkampf meines Lebens» verbindet dokumentarische Elemente mit nachgestellten Szenen und beleuchtet nicht nur Werdegang, Förderung und sportlichen Erfolg des Schwimmers, sondern auch die diktatorischen Zustände in der DDR, von denen er letztlich selbst betroffen war. Der Film zeigt, was dank des Sports möglich ist: Mut, Entschlossenheit, Ausdauer, menschliche Stärke und Risikobereitschaft – und stellt dem eine Kultur gegenüber, die im Osten herrschte und die viele hierzulande nur aus Erzählungen und aus der Lektüre westlicher Zeitungen kennen. Internationale Auszeichnungen für einen bewegenden Dokumentarfilm «Der Wettkampf meines Lebens» wurde mehrfach international ausgezeichnet. Besonders hervorgehoben wurde die Produktion beim Berlin Kiez Film Festival, wo sie für ihre eindringliche Darstellung der Ostsee-Flucht und die kraftvolle Verbindung von dokumentarischen Elementen und nachgestellten Szenen geehrt wurde. Zudem erhielt der Film eine Auszeichnung bei den Madrid Film Awards, die die authentische filmische Umsetzung, die emotionale Tiefe sowie die gesellschaftliche Relevanz der Geschichte würdigten. Wer sich vorab ein Bild vom Film machen möchte, findet auf der offiziellen Filmseite weiterführende Informationen. Image by BaslerIN Axel Mitbauer und Regisseur Antonio La Regina live vor Ort Ein besonderer Programmpunkt des Abends ist die persönliche Anwesenheit der beiden Hauptbeteiligten. Axel Mitbauer lebt mit seiner Familie seit etlichen Jahren in Riehen und hat über Jahre hinweg Schwimmerinnen und Schwimmer in Basel trainiert, einige davon bis in Spitzennähe gebracht. Am Abend im Gartenbad St. Jakob wird er persönlich anwesend sein, ebenso wie der Regisseur Antonio La Regina. Antonio La Regina, 1989 in Trient geboren und in Südtirol aufgewachsen, bringt italienisch-österreichische Wurzeln und internationale Erfahrung mit. Nach seiner Ausbildung an der Theresianischen Militärakademie und einem späteren Neuanfang ist er heute als Regisseur, Produzent und Moderator tätig. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine besondere Verbindung von Präzision und Emotion aus – eine Handschrift, die auch in «Der Wettkampf meines Lebens» spürbar wird. Programm und Kulinarik beim Kino am Pool Speziell an diesem Abend: Verpflegt wird mit einem kulinarischen Angebot, das seinerzeit im Osten en vogue war. Der Ablauf des Abends gliedert sich wie folgt: Um 19.30 Uhr öffnen die Tore, begleitet von Musik und Verpflegung. Um 20.00 Uhr folgt eine Gesprächsrunde mit Axel Mitbauer und Antonio La Regina, bevor um 20.30 Uhr der Film startet. Ab 22.00 Uhr klingt der Abend bei offenem Austausch aus. Tickets kosten CHF 18.00 für Erwachsene und CHF 15.00 für Kinder und sind an der Abendkasse sowie online über die Eventseite erhältlich. Mit dem Kino am Pool im Joggeli bringt das Sportamt Basel-Stadt die Geschichte von «Der Wettkampf meines Lebens» an einen aussergewöhnlichen Ort – mitten im Sommer, unter freiem Himmel, im Gartenbad St. Jakob. Wer sich generell einen Überblick über das kulturelle Angebot der Region verschaffen möchte, findet zudem im Beitrag über das Kulturhaus Bider & Tanner Basel eine zentrale Anlaufstelle für Tickets und Kulturtipps.
- Rheinschwimmen Basel 2026: Der ultimative Guide für den Basler Volkssport
Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, gibt es für Baslerinnen und Basler nur einen Ort: den Rhein. Das Rheinschwimmen Basel ist weit mehr als eine Abkühlung — es ist Tradition, Lebensgefühl und der Volkssport Nummer 1 der Stadt am Rheinknie. Alles, was Sie für Ihren perfekten Sommer im Rhein wissen müssen. SLRG Basel / Ursula Pajer Rheinschwimmen Basel — Warum die ganze Stadt im Fluss liegt Es gibt kaum ein Bild, das Basel im Sommer besser beschreibt: Hunderte bunte Schwimmsäcke, die wie ein farbenfroher Strom durch die Altstadt treiben. Das Rheinschwimmen Basel gehört zur Stadt wie das Münster und die Fasnacht. Sobald die Wassertemperatur die 18-Grad-Marke überschreitet, verwandelt sich das Kleinbasler Rheinufer in einen lebendigen Treffpunkt — Einheimische und Gäste gleichermassen lassen sich von der sanften Strömung tragen und geniessen die einzigartige Perspektive auf die historische Altstadt. Was anderswo undenkbar wäre, ist in Basel gelebter Alltag: Ein Fluss mitten in der Stadt, sauber genug zum Schwimmen, mit einer Infrastruktur, die weltweit ihresgleichen sucht. Ständige Kontrollen und Schutzrichtlinien des Kantonalen Laboratoriums Basel-Stadt garantieren eine hervorragende Wasserqualität. Kein Wunder, dass internationale Medien wie The Guardian und Monocle über dieses Phänomen berichten. Basel Tourismus Das offizielle Basler Rheinschwimmen 2026 Der Höhepunkt der Saison steht fest: Am Dienstag, 11. August 2026 findet das offizielle Basler Rheinschwimmen statt. Start ist um 18 Uhr am Schaffhauserrheinweg auf Höhe Stachelrain, das Ziel liegt bei der Leuengasse an der Johanniterbrücke. Bei schlechtem Wetter wird der Anlass um eine Woche verschoben. Bis zu 5000 Schwimmerinnen und Schwimmer werden erwartet — begleitet von Rettungsschwimmerinnen und -schwimmern der SLRG Sektion Basel. Die Teilnahme ist kostenlos und steht allen sicheren Schwimmerinnen und Schwimmern offen. Seit der Gründung 1980 durch Bernhard Bosshart hat sich der Anlass zu einem Ereignis von internationaler Bekanntheit entwickelt. Basel Tourismus / wickelfisch.ch Wickelfisch Basel — Der bunte Schwimmsack und wo man ihn kauft Kein Rheinschwimmen ohne Wickelfisch: Der wasserdichte Schwimmsack in der ikonischen Fischform ist eine original Basler Erfindung und seit 2010 eine eingetragene Marke. Er hält Kleider, Handy und Portemonnaie trocken, während man sich treiben lässt — und sorgt mit seiner Signalfarbe für gute Sichtbarkeit im Wasser. Die Wickelfisch AG aus Ettingen bietet drei Grössen an: Small (3 Liter, für Sonnenbrille und Schlüssel), Medium (16 Liter, für T-Shirt und Badetuch) und Large (28 Liter, für ein komplettes Outfit). Neu in der Kollektion 2026: der Schwimmrucksack in der Farbe Opal und die Bikinibag Luna. Den Wickelfisch gibt es ab CHF 20 bei der Tourist Information am Barfüsserplatz, bei Bider & Tanner, bei Manor sowie im Online-Shop auf wickelfisch.com. Sicher schwimmen: Regeln und Wasserverhältnisse Der Rhein ist ein Fliessgewässer — und damit nicht ohne Risiken. Bevor Sie ins Wasser steigen, prüfen Sie die aktuellen Verhältnisse auf badi-info.ch oder in der kostenlosen BachApp (erhältlich für iOS und Android). Schwimmen Sie nur, wenn die Wassertemperatur über 18 °C liegt, der Pegelstand unter 650 cm beträgt, die Abflussmenge unter 1500 m³/Sekunde liegt, Sie sicher und ausdauernd schwimmen können und Sie nicht alleine unterwegs sind. Strikt verboten ist das Springen von Brücken, die Verwendung von Schwimmhilfen (Luftmatratzen, Gummiboote) sowie das Schwimmen in Hafengebieten und bei der Schleuse Birsfelden. Binden Sie den Wickelfisch niemals am Körper fest — verfängt er sich an Ketten oder Bojen, kann das lebensgefährlich werden. Die schönsten Einstiegsstellen für das Rheinschwimmen Basel Der beliebteste Einstieg befindet sich am Schaffhauserrheinweg 93, direkt unterhalb des Museum Tinguely. Von hier aus lässt man sich rund drei Kilometer auf der Kleinbasler Seite rheinabwärts treiben — vorbei an der Wettsteinbrücke, dem Münster auf der gegenüberliegenden Seite und den historischen Fassaden der Altstadt. Wer es kürzer mag, steigt an der Wettsteinbrücke oder bei der Mittleren Brücke aus. Die Bach-ab-Karte der SLRG zeigt alle Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten im Detail. Nach dem Schwimmen: Gönnen Sie sich einen Apéro an einer der Buvetten am Kleinbasler Rheinufer — der perfekte Ausklang eines Sommertags am Wasser. Begleitetes Rheinschwimmen — Ideal für Einsteigerinnen Wer zum ersten Mal im Rhein schwimmen möchte, ist beim begleiteten Rheinschwimmen des Sportamts Basel-Stadt bestens aufgehoben. Von Juli bis Mitte September begleiten geschulte Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer der SLRG jeden Dienstagabend eine Gruppe durch den Rhein. Treffpunkt: 17:45 Uhr unterhalb des Museum Tinguely bei der blauen Flagge des Sportamts. Die Strecke führt bis zur Wettsteinbrücke (ca. 1 km, rund 20 Minuten Schwimmzeit). Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung auf bs.trainingplus.ch ist erforderlich. Rheinbadhäuschen — Jugendstil-Perlen am Wasser Wer es etwas gemütlicher mag, findet in den beiden historischen Rheinbadhäuschen den perfekten Zugang zum Wasser. Das Rheinbad Breite und das Rheinbad St. Johann — beide im Jugendstil erbaut — sind von Mai bis September geöffnet und bieten Duschen, WCs und Umziehgarderoben. Besonders das Rheinbad St. Johann bei der Johanniterbrücke eignet sich auch für weniger geübte Schwimmerinnen: Hier wurde ein Nichtschwimmerbecken direkt am Rhein integriert.
- Trend: Spitzen
Zarte Spitze verleiht jedem Look eine romantische Note. Der Spitzen-Trend setzt auf feine Transparenz und filigrane Muster – elegant und feminin zugleich. Spitzen-Trend: Transparenz und Romantik
- Trend: Fransen
Fransen bringen Bewegung in jeden Look. Der Fransen-Trend sorgt mit schwingenden Details für Leichtigkeit und eine lässige, moderne Eleganz. Fransen-Trend: Bewegung im Look
- Trend: Hüte
Je extravaganter desto besser. Diese Saison tragen wir wieder Hüte und Kopfbedeckungen aller Art! Hut-Trend: Kopfbedeckungen aller Art
- Packliste für die Reise: die Essentials, die immer funktionieren
Die schönste Reise beginnt bei der Packliste – mit einer klugen Auswahl, die leicht bleibt und trotzdem für alles gerüstet ist. Manor bündelt dafür Mode, Gepäck und die kleinen Helfer für unterwegs unter einem Dach, sodass aus dem Packen schon der erste Moment der Vorfreude wird. © Manor Reiseaccessoires für Damen: kleine Teile, grosse Wirkung Es sind die kleinen Teile, die den Unterschied machen. Allen voran der Manor Woman Faltfächer: diskret in der Handtasche verstaut, sorgt er bei Hitze in Sekunden für eine erfrischende Brise. Aus Holzrahmen und leuchtendem Stoff gefertigt, ist er ebenso dekorativ wie praktisch – ein Statement, das an der Strandpromenade genauso zur Geltung kommt wie im Museumsfoyer. Ergänzt wird das Kleine durch Sonnen- und Fischerhüte, die das Gesicht beschatten, sowie durch strukturierte Taschen, die Ordnung ins Handgepäck bringen – von Manor Woman in Formen, die zu jedem Anlass passen. © Manor Packliste: smart packen, entspannt reisen Das beste Gepäck ist das, das Ordnung schafft und dennoch leicht bleibt. Bei Manor stehen dafür Hartschalenkoffer von March und Manor, der leichte Weekender von Rains und Reise-Etuis von Pack Easy bereit – eine aufeinander abgestimmte Auswahl für Wochenenden wie für die grosse Tour. Für Komfort auf langen Strecken sorgen zudem ein Tempur-Reisekissen, die Kosmetikbeutel von Wouf und ein kompakter Dyson Travel Haartrockner. So bleibt die Beauty-Routine unterwegs souverän – und der Look sitzt auch nach der Ankunft. Wer minimalistisch packt, setzt auf ruhige Farben und aufeinander abgestimmte Stücke – so passt alles zusammen, und der Koffer bleibt handlich. © Manor Leichte Looks für unterwegs Für die Feriengarderobe selbst stehen luftige Tunikakleider im Mittelpunkt. Natürliche Materialien, frische Farben und verspielte Muster bringen mühelose Eleganz – ob Stadtbummel, Strand oder Dinner. So entsteht aus wenigen, gut kombinierbaren Stücken eine vielseitige Capsule Wardrobe fürs Reisen – ein Konzept, das mit weniger Gepäck mehr Möglichkeiten schafft. Für zusätzliche Stil-Inspiration aus Basel lohnt ein Blick auf aktuelle Modebeiträge – von feinen Schuhtrends bis zu starken Silhouetten. Eine gute Packliste zeigt sich nicht am vollen Koffer, sondern an der Leichtigkeit unterwegs. © Manor
- Zermatt mit Kindern: die schönsten Ausflüge für Familien
Zermatt ist Freiheit in Reinform: Wildblumenwiesen, klare Bergluft und ein Matterhorn, das über allem thront. Für Familien liegt genau darin das Gute – man muss nicht jede Stunde durchplanen, es gibt immer einen Wanderweg, einen Spielplatz oder einen See zum Planschen. Das autofreie Dorf lässt sich zu Fuss erobern, und die Wege sind kurz genug für kleine Beine. Wer Zermatt mit Kindern plant, findet zwischen Bergbahn, Abenteuerpark und Bergrestaurant genug, um jedes «Mir ist langweilig» im Keim zu ersticken. © Zermatt Tourismus Zermatt mit Kindern: Ausflüge zwischen Sunnegga und Leisee Der erste Tipp führt hoch hinaus: Mit der Bergbahn geht es nach Sunnegga, wo der Wolli Adventure Park wartet. Kinder toben auf dem Spielplatz, planschen am Leisee, überqueren das Wasser auf dem Holzfloss und kühlen sich am Strand ab; Grillplätze laden zum Picknick mit Matterhorn-Blick. Etwas tiefer sorgt der Forest Fun Park Zermatt für Nervenkitzel: Plattformen in den Baumwipfeln, Hängebrücken, Hochseile und Airsurfen – und ein eigener Parcours für Kinder von vier bis sieben Jahren. Zu Fuss sind es rund 20 bis 30 Minuten, oder man nimmt den kostenlosen Ortsbus. © Zermatt Tourismus Zu Fuss durchs Dorf – mit Pausen für Eis und Bergblick Zermatt lässt sich komplett zu Fuss erkunden, praktisch, wenn jeder etwas anderes möchte. Entlang der Bahnhofstrasse und in den umliegenden Gassen reihen sich Läden, Bäckereien und Cafés – ideal für eine Pause mit Eis, heisser Schokolade oder einem Apéro. Für eine längere Runde bringt die Gondel Familien Richtung Bergrestaurant Blatten. Dort warten Wiesen, weiter Bergblick und Schweizer Klassiker wie Rösti und Apfelstrudel – die Belohnung nach dem Aufstieg. © Schweiz Tourismus SCHLOSS Zermatt: die entspannte Familien-Basis Familienferien gelingen vor allem dann, wenn das Drumherum organisiert ist. Genau dafür sind die Familien-Apartments und das Penthouse des SCHLOSS Zermatt gedacht: zusätzliche Schlafzimmer und Bäder, eine eigene Küche, ein Waschraum, Frühstück inklusive und ein Pool für vor und nach dem Berg – dazu der Matterhorn-Blick für die Erwachsenen. So verbindet sich das Raumgefühl einer Wohnung mit dem Komfort eines Hotels. Wer aus Basel anreist, kommt bequem und autofrei mit der Bahn, mit Umstieg in Visp. Ein Tag in Zermatt mit Kindern endet dann meist mit der Frage, ob man das morgen gleich nochmal machen kann. © SCHLOSS Zermatt
- Confiserie Schiesser: Basler Süsswarentradition am Marktplatz
Die Confiserie Schiesser ist eines der ältesten Kaffeehäuser der Schweiz und eines der seltenen Beispiele, bei denen weitgehend noch alles im Originalzustand ist, nicht nur baulich, sondern auch inhaltlich. Denn als «Café, Tea-Room, Confiserie zum Rathaus», wie es am Haus zu lesen ist, pflegt die Confiserie Schiesser bis heute die klassische schweizerische Tradition der Verbindung von Kaffeehaus, Salon de Thé und der Zuckerbäckerei. © Tim Lüdin Im Gespräch mit Rosalba Schiesser 2020 feierte die Confiserie Schiesser am Basler Marktplatz den 150. Geburtstag. Rosalba und Stephan Schiesser führen sie in vierter Generation. Seit 2018 ist Rosalba Schiesser Geschäftsführerin des Haupthauses und der 2005 eröffneten «Chocolaterie», der Filiale im Gebäude der UBS an der Aeschenvorstadt 1. Für BaslerIN schildert sie ihr Leben zwischen Tradition und Gegenwart. © Confiserie Schiesser Können Sie etwas über die Zuckerbäcker in der Schweiz und zu den Schiesser-Vorfahren sagen? Vom 17. bis 20. Jahrhundert waren vorwiegend die Bündner Zuckerbäcker in ganz Europa berühmt und in besonderem Masse geschätzt. Die Familie Schiesser kam 1870 jedoch aus dem Glarnerland nach Basel. Übrigens: Frauen waren in diesem Metier schon immer essenziell. Sie arbeiteten und bestimmten mit und haben, wie im Falle unseres Grossvaters, der an der Spanischen Grippe starb, den Betrieb allein weitergeführt. Seit eh und je steht an der Fassade der Confiserie Schiesser «Café, Tea-Room, Confiserie zum Rathaus». Auch die Adresse ist seit der Gründung von vor mehr als 150 Jahren der Marktplatz in Basel, doch die ursprüngliche Hausnummer war 15, nicht wie heute 19. Seit wann ist das so und warum? Die heutige Fassadenbeschriftung stammt aus der Zeit nach 1910, als im Zuge der Marktplatzerweiterung die Häuserzeile zwischen Hutgasse und Sattelgasse komplett erneuert und dafür neu parzelliert wurde. Der Neubau steht am ursprünglichen Ort. Wenig später wurden Räume im benachbarten Eckhaus dazu gemietet, die u. a. den Tea Room im ersten Stock erweiterten. © Confiserie Schiesser Schiesser ist nicht nur ein Laden, sondern auch ein Café und ein Tea Room. Worin besteht der Unterschied zwischen den drei Bereichen? Das Café steht in der Tradition des Kaffeehauses, das früher nur von Männern besucht wurde. Es hat dunkle Holzwände und dunkle Holzmöbel. Der Tea Room hat eine weibliche Tradition. Es hat eine helle Einrichtung und wurde früher hauptsächlich von Frauen besucht, die den feinen Tee mit Kuchen und aufwendiger Patisserie genossen. Eine Confiserie ist eine Zuckerbäckerei und verkauft Konfekt. Ein Café bietet Kuchen, ein Tea Room auch Herzhaftes – ist Schiesser eine Confiserie, eine Konditorei oder eine Bäckerei? Ja, eine Confiserie wird auch Konditorei oder Zuckerbäckerei genannt. Das ist ein Handwerksbetrieb, in dem süsses Gebäck und feines Salzgebäck von Hand produziert werden. Die Konditorei grenzt sich von der Bäckerei dadurch ab, dass dort keine Brotwaren produziert werden. Dies spielt auch in der Arbeitszeit eine sehr grosse Rolle. Während die Bäcker bereits ab 2 Uhr nachts arbeiten, können unsere Konditoren noch ausschlafen, da wir erst um 7 Uhr starten. Als unser Ur-Grossvater Rudolph Schiesser den ersten Konditor-Confiseur-Verein in Basel mitgründete, wurde das Handwerk «Zuckerbäcker» in «Konditor» umbenannt. In der Schweiz heisst die korrekte Berufsbezeichnung «Konditorin-Confiseurin». Zu den anspruchsvollsten Arbeiten gehört die Herstellung von Wunsch- und Hochzeitstorten. Ein Spezialgebiet gehört dem Chocolatier. In der Chocolaterie-Abteilung werden nebst Schokolade, Schokoladen- figuren und -spezialitäten auch Pralinés produziert. Sie gelten aufgrund ihrer aufwendigen Herstellung als die Krönung der Chocolatiers-Kunst. © Confiserie Schiesser Im Herzen der Stadt gelegen, stellt sich die Frage: Wo werden die so unterschiedlichen Waren für den Verkauf in der Confiserie und den Verzehr im Café und dem Tea Room produziert? Was ist hausgemacht, was eingekauft? Wir haben im Haus eine Backstube, eine Chocolaterie sowie eine Patisserie-Abteilung und produzieren alle Spezialitäten selbst. Sämtliche Rohstoffe werden so regional wie möglich eingekauft. Einige unserer Lieferanten beliefern uns bereits seit Generationen. Was bedeutet es, ein Haus zu führen, das einen prominenten Ort so lange mitgeprägt hat? Ist es eine Verpflichtung? Eine Ehre? Oder mitunter auch eine Last? Es ist hauptsächlich eine grosse Ehre und Freude! Die Pflicht sehe ich darin, die Tradition, die hochstehende Qualität sowie unsere Gastfreundschaft zu leben und zu erhalten. Eine Last sehe ich in der erdrückenden Bürokratie sowie den aktuellen Rahmenbedingungen. Seit der Pandemie haben uns die übertriebenen Reglemente, Vorgaben, ständig wechselnden Auflagen und Verbote sehr unter Druck gesetzt und nur geschadet. Auch die massiven administrativen Kontrollen durch diverse Behörden und deren Aufwände sind reine Schikane. Wir sind keine Juristen, sondern immer noch leidenschaftliche Gastgeber. Wie leben Sie den Spagat zwischen Tradition und Gegenwart? Was empfinden Sie als erhaltenswert und warum? Wo lassen Sie Neues zu? Zwischen Tradition und Gegenwart sehe ich keinen Spagat, sondern eher eine Brücke, die auf jeden Fall erhaltenswert ist. Auch die über hundertjährigen altbewährten Rezepte dürfen nicht geändert werden. Das erwartet unsere Kundschaft in konstanter Qualität von anno dazumal! Dabei sind wir auch stets offen für Neues, primär betreffend unsere Lernende, die immer wieder moderne Kreationen ausprobieren und herstellen. Der Spagat in meinem Leben ist eher woanders zu finden: Mein Mann Stephan und ich haben zwei Kinder und führen gemeinsam eine altehrwürdige Institution mit 32 Mitarbeitenden während sehr schwierigen Zeiten. Als moderne Frau habe ich den Anspruch, Familie, Haushalt und Confiserie perfekt zu meistern und mich dabei nicht selbst zu verlieren. © Confiserie Schiesser Sie sind die erste Geschäftsführerin des Betriebs, die mit ihrer Familie nicht im Schiesser-Gebäude wohnt. Was ist in Ihren Augen der Vorteil? Gibt es auch Nachteile? Für mich gibt es keinen Feierabend in diesem Sinne. In Gedanken bin ich permanent bei der Arbeit. Die räumliche Distanz hilft dennoch, etwas Abstand zum Geschäft zu gewinnen. Da wir in Fussdistanz wohnen, gibt es keine Nachteile. Sie sind gebürtige Italienerin. Wann kamen Sie nach Basel und weshalb? Was lieben Sie in und an Basel? Meine Eltern sind in den 1970er-Jahren aus Süditalien nach Bad Säckingen emigriert. Ich hatte eine wunderschöne Kindheit im badischen Ambiente. Nach dem Wirtschafts-Abitur war ich für eine Unternehmensberatung tätig, deren Hauptsitz in Reinach war. Somit zog ich von meinen Eltern weg ins Baselbiet. Das war damals sehr dramatisch: Meine Eltern hatten längst auf eine Hochzeit mit einem Italiener gewartet. Stattdessen zog ich nun unverheiratet in ein anderes Land. Ein paar Jahre später wurde ich GF-Assistentin im Ristorante Da Roberto in der Küchengasse. Fünf Jahre später wurde mir eine Stelle in der Geschäftsleitung der legendären Confiserie Frey am Bahnhof angeboten. Während dieser Zeit lernte ich Stephan Schiesser kennen. 2005 zog ich zu ihm nach Basel. Somit ist die Antwort klar: In die Stadt Basel kam ich der Liebe wegen. Was ich sonst noch an Basel liebe, ist die lässige Lebendigkeit der Baslerinnen und Basler, die Weltklassenkultur und -kunst sowie die regionale Schoggi- und Kaffeehauskultur. Ausserdem gefallen mir das mediterrane Ambiente der Stadt sowie die kurzen Wege. Es ist ein grosses Privileg und eine Freude, zu Fuss zur Arbeit oder zum Einkaufen zu gehen, zu flanieren oder auch abends nach dem Ausgehen nach Hause zu spazieren. Ich liebe und lebe die Basler Gastronomie. Mich trifft man entweder in einem belebten Basler Café (nicht nur im Schiesser) oder in einem gemütlichen Basler Restaurant. Text: Ulrike Zophoniasson
- Fotowettbewerb Siena Awards: Marko Klavs aus Möhlin unter den Nominierten
Manchmal beginnt Weltklasse ganz in der Nähe. Der in Möhlin lebende Fine-Art-Fotograf Marko Klavs zählt beim renommierten Fotowettbewerb Siena Creative Photo Awards 2026 in der Kategorie Open Theme zu den Nominierten – eine Nominierung, die international Gewicht hat. Seine Stillleben-Fotografie inszeniert Alltägliches wie ein Gemälde: eine Artischocke, eine Birne, ein Löffel, getragen von ruhigem Licht und klarer Komposition. Der gebürtige Slowene macht aus stillen Objekten grosse Momente – und rückt damit ein Stück der Region Basel ins internationale Rampenlicht. © Marko Klavs Stillleben-Fotografie zwischen Licht und Form Klavs' Arbeiten konzentrieren sich auf Fine-Art-Stillleben, inspiriert von den Traditionen der klassischen Malerei. Es geht um Licht, Form, Atmosphäre und zeitlose Schönheit – jene stille Eleganz, die ein gutes Gemälde und ein gutes Foto teilen. Seine Serie «Silent Objects» nimmt sich Zeit für das Unscheinbare: Küchenobjekte, Früchte, Oberflächen. Nichts ist zufällig, jedes Detail bewusst gesetzt. So entstehen Bilder, die weniger zeigen als andeuten – und gerade dadurch lange nachwirken. © Marko Klavs Siena Awards: nominiert in einem der grössten Fotowettbewerbe Die Siena Creative Photo Awards zählen zu den renommiertesten internationalen Fotowettbewerben. Als Nominierter der Kategorie Open Theme genannt zu werden, ist entsprechend eine Bestätigung auf höchster Ebene – die Gewinner werden am 10. Oktober bekanntgegeben. Es ist nicht die einzige: In den vergangenen Monaten wurde Klavs' Arbeit auch bei den International Visionography Awards, den European Photography Awards, den New York Photography Awards sowie den WPE Awards ausgezeichnet – eine dichte Folge internationaler Anerkennung. © Marko Klavs Ein Blick aus Möhlin in die Welt Gearbeitet wird dort, wo Klavs lebt: in Möhlin im Fricktal, einen Katzensprung von Basel entfernt. Von hier aus reicht sein Blick weit – über das Stillleben hinaus in Serien wie «Urban Poetry», die Architektur zur Bühne macht, oder «Timeless Landscapes». Dass diese Anerkennung aus der Region kommt, macht sie besonders. Marko Klavs zeigt im internationalen Fotowettbewerb Siena Awards, dass grosse Fine-Art-Fotografie keine grosse Bühne braucht, sondern einen genauen Blick – und die Geduld, auf das richtige Licht zu warten. © Marko Klavs












