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- CARMEN PERRIN «DÉSORDRES«
Vernissage: Samstag, 2. November, 11 bis 14 Uhr Ausstellung vom 6. November 2019 bis 4. Januar 2020 Scheuen wir uns nicht vor Verbindungen. Die Welt ist, was wir durchdringen und was uns in jedem Augenblick durchdringt. Emanuele Coccia, La vie des plantes, 2016 Der Titel den ich für diese Ausstellung gewählt habe, verweist auf meine Art und Weise Beziehungen zu schaffen zwischen den graphischen Elementen, den Materialien oder den Gegenständen, die ich verfremde. Die Arbeit nährt sich von einer ständigen Aufmerksamkeit nach aussen, um in meinen Gedanken unerwartete Parameter einzuführen, die mich dazu zwingen, durch neue Wege die Fragen wieder aufzunehmen, die mich seit dem Beginn meines künstlerischen Werdegangs interessieren und beschäftigen. Es geht dabei um Spannung, sowie um Kräfteverhältnisse, die in uns sind, die uns umhüllen und die uns ausmachen. Sei es die Natur, die Techniken, die Funktion unseres eigenen Körpers oder unserer Denkweise – die Erkenntnis ist immer die gleiche: kein fixer Punkt, nur Bewegung und Vermischung. Jedes Werk bietet die Gelegenheit einer Hybridisierung, die eine Vervielfachung und eine Vielfalt der Formen fördert. Es wird ein Umfeld von Umbruchsmomenten, aufgrund einer Verknüpfung zwischen einem Material, einem gefundenen Gegenstand und einer zumeist repetitiven Arbeitsgeste, sowie einiger Elementarvorgaben, die zu befolgen ich mich bemühe. Ich behalte jedoch stets die Freiheit, sie zu übertreten oder ihnen zu widersprechen, und zwar in Momenten wo ich errate, dass eine neue Tür sich öffnet. In der Serie Dessins jaunes zum Beispiel handelt es sich darum, eine Zeichnung zu schaffen und dabei auf der Papieroberfläche nur flache Oberflächen und gerade Linien zu artikulieren, um visuell, in einer Folge von Zufällen, organische Volumen hervorkommen zu lassen. Die Serie Empreintes (Abdrücke, Spuren) besteht darin Abdrücke von Alltagsgegenständen zu machen, deren Gebrauch eine spezifische Bewegung mit sich bringt, und Skulpturen im menschlichen Mass zu schaffen, deren Formen eine Art Absenz/Präsenz von jedem behandelten Gegenstand enthüllen – als wäre er im Schwung eines Gebrauchs gestoppt oder, wie im Werk ECHOS 2019 , gefangen in der Anhäufung von Volumen, die eine Architektur-Dimension heraufbeschwören. Das Motiv des Kreises taucht oft in meinen Werken auf, in Form von Lochungen in einem Material wie zum Beispiel dem Schaumgummi für das Werk Capteur, 2019 , um die Stratifizierung in der Masse, sowie die Mischung der Farben in der Lochung zu zeigen. Aber seit einigen Jahren ist dieses Motiv auch präsent in einer Serie von Zeichnungen, die ich auf einer runden mit Hilfe eines Motors angetriebenen Holzplatte ausführe, die sich verschieden schnell dreht. Die Wahl des Papiers und der Werkzeuge wird getroffen, je nachdem wie sie mit den Zentrifugal- und den Zentripetalkräften des Gerätes zusammen reagieren. Um zum Beispiel Tourné coulé gouttes, 2017 zu machen wird das Papier auf der Platte befestigt und der Motor auf die höchste Geschwindigkeit eingestellt; darauf wird diese Zeichnung gemacht, ohne dass ein Werkzeug oder die Hand einen direkten Kontakt mit der Oberfläche hat. Es werden Tropfen auf das Papier fallengelassen. Je näher die Tropfen beim Zentrum fallen, umso weniger verformen sie sich. Je näher sie am Rand fallen, da, wo die Geschwindigkeit am grössten ist, umso länger werden sie – sie werden zu Linien. Die Artikulierung von Voll und Leer im Werk FELIX 2019 geht ebenfalls aus einer einfachen Konstruktionsregel hervor, um einer Geometrie, die sich virtuell ausserhalb des Blickfeldes fortzusetzen scheint, ein skulpturales Ausmass zu geben. Das Holz ist geschnitzt und gefärbt worden, um zuerst visuell Voll und Leer der Zeichnung zu enthüllen und einen Zweifel an der Beschaffung des Materials aufkommen zu lassen, dessen Textur sich offenbart, sobald man näher kommt. Und so weiter: so eröffnen die von einer Serie zur andern sich aufeinander-folgenden Werke neue Experimente, sie lösen den Beginn einer neuen Serie aus und das Bedürfnis, für einen Augenblick ein wenig Ordnung in der neuen Unordnung zu schaffen. Galerie Gisèle Linder , Elisabethenstrasse 54, 4051 Basel
- DAS GEHEIMNIS HINTER DEM ERFOLG VON PKZ
Store Managerin Rachel Keller über die Basler Filiale Mit seiner knapp 2000 Quadratmeter grossen Ladenfläche an bester Innenstadtlage an der Falknerstrasse 19 ist der PKZ WOMEN Store in Basel eine wichtige Adresse für mode- und trendbewusste Frauen. Dabei stellen Store Managerin Rachel Keller, die seit über 20 Jahren für das traditionsreiche Schweizer Modehaus PKZ tätig ist, und ihr passioniertes Team die Kundinnen in den Mittelpunkt. Ihr Motto: «Die Kundin ist Königin» wird tatsächlich noch gelebt und ist im PKZ WOMEN nicht nur eine Floskel. Die leidenschaftliche Geschäftsführerin Rachel Keller hatte die PKZ-Vision von Anfang an aufgenommen, als sie damals die Chance hatte, PKZ WOMEN aufbauen und realisieren zu dürfen. Sie wollte ein Modehaus für Frauen erschaffen, wo die Frauen betreut und verwöhnt werden. PKZ WOMEN sollte nicht nur ein Modefachgeschäft werden, sondern in den Frauen die Leidenschaft für Mode wecken. Dafür war Rachel Keller nichts zu schade und sie entwickelte einen Rundum-Service mit einem aussergewöhnlichen Einkaufserlebnis und mit Wohl-fühlfaktor. Dieser Rundum-Service beinhaltet nebst höchster Beratungsqualität auch viele Events und Aktivitäten wie die PKZ Fashion Night mit 600 geladenen Gästen, den VIP Event inklusive Fashion Shows, Apéro und Aktivitäten während des Events, die Beauty Saturdays für die Kundinnen inklusive Hair & Make-up-Service oder die Cupcake&Coffee Events. Bei allem spielt Mode immer eine grosse Rolle. Passion for Fashion eben! Aber auch Personal Shopping, Styling-Beratung und ein Home Delivery für die gekauften Sachen gehören zu den Annehmlichkeiten von PKZ. Also alles, was das Herz begehrt und die Frau sich nur wünschen kann. Für Rachel Keller und ihr Team sind Fachkompetenz und Kreativität von höchster Priorität. Sie möchte, dass ihre Kundinnen Freude und Spass haben beim Shopping und auch danach, wenn sie die Kleider tragen. «Ich nehme mir immer viel Zeit, um auf die Wünsche der Kundinnen im Einzelnen einzugehen. So kann ich schnell erkennen, was Ihre Vorstellung ist und worin sie sich wohlfühlen. Denn ein Outfit soll eine Geschichte erzählen und eine Persönlichkeit veredeln.» Diese Leidenschaft für Mode besass Rachel Keller schon immer. «Ich hatte immer ein Faible für Mode. Selbst in meiner Freizeit trage ich den neusten Fashion Style. Diese Leidenschaft hat man, oder man hat sie nicht.» Und wenn man Rachel Keller fragt, was sie an ihrem Job am meisten liebt, ist die Antwort immer dieselbe: «Die Möglichkeit zu haben, jede Frau glücklich zu machen.» PKZ Women Basel wurde 2017 komplett renoviert. Helle Rosé- und Nudetöne, edle Möbel, Teppiche und Holzböden aus hochwertigen und femininen Materialien verleihen der Filiale einen warmen und gleichzeitig auch modernen Charakter. Und zum Verweilen und Verschnaufen laden im ganzen Geschäft Lounge- und Sitzecken ein. Wohl einzigartig in Basel ist die grosse Auswahl an Ball- und Party-Kleidern, mit denen an festlichen Anlässen modische Highlights gesetzt werden kön-nen. Im exklusiven Premiumbereich vertraut die Filiale auf namhafte Designer-Marken wie Emporio Armani, Akris Punto, Hugo Boss, Windsor, Luisa Cerano, Marc Cain und viele mehr. Mit Trend-Labels wie AllSaints, das den rockigen Brit-Chic verkörpert, oder Reiss, zu dessen Fans Catherine, die Herzogin von Cambridge, zählt, lassen sich ebenso einzig-artige wie unwiderstehliche Looks kreieren. Wer es hingegen casual, schlicht aber modeorientiert mag, wird bei Top-Marken wie Marc O’Polo, Opus, Olsen, Cinque und Paul Kehl fündig. Perfekt abgestimmt werden kann jedes Outfit sogleich auch mit den passenden Accessoires und Schuhen, die es in den verschiedenen Corners zu entdecken gibt. Der Kreativität sind so auf über vier Etagen keine Grenzen gesetzt. Grenzenlos und generationsübergreifend ist auch die Herbstmode von PKZ WOMEN. Die Looks mit ihren Retro-Inspirationen, Mix&Match-Kombinationen, Midi-Längen bei Kleidern und Röcken verzaubern Damen jeglichen Alters. PKZ WOMEN Basel Falknerstrasse 19, Basel Mo—Mi 10—18.30 Uhr Do/Fr 10—20 Uhr und Sa 10—18 Uhr
- WOMEN’S WALK
Mittwoch, 4. Dezember, 18 Uhr in Basel – Verführerischer Spaziergang durch die Stadt Basel mit Daniel Zahno Von Laura Schneider Wussten Sie, wo in Basel 1959 der Lehrerinnenstreik für das Frauenstimmrecht stattfand? Oder wo die Autorin und Juristin Iris von Roten lebte, die mit ihrem Buch «Frauen im Laufgitter» 1958 einen (vor allem bei Männern) Skandal provozierte? Dies sind nur zwei von vielen Episoden, die Ihnen Daniel Zahno auf seinem «Women’s Walk» durch die Stadt Basel vorstellt. Der Spaziergang führt von der Steinenschanze zum Gymnasium Leonhard, weiter durch die Altstadt zur Helvetia auf der Kleinbasler Seite der Mittleren Brücke und dauert ungefähr eineinhalb Stunden. Sie werden dabei mit grösster Wahrscheinlichkeit Frauen begegnen, die Sie vom Namen her kennen, aber nicht unbedingt mit Basel in Verbindung bringen. Frauen, die für Basel und die Schweiz Pionierarbeit in einer von Männern dominierten Epoche geleistet haben. Selbstverständlich können Sie den «Women’s Walk»auch ohne offizielle Führung ablaufen. Sie finden diesen Stadtspaziergang und 24 weitere im neusten Buch des bekannten Autors Daniel Zahno. Sie werden «Damhirsch am Dyych», einen «abenteuerlichen Kettenweg», «Weite und Wollschweine», «Lachs à la Bâloise», die urbaslerische Spezialität schlechthin, und viele weitere Highlights kennenlernen. Daniel Zahno versteht es meisterhaft, uns auf das Alltägliche, das wir nicht mehr wahrnehmen, hinzuweisen. Oft hetzen wir im Alltagsstress durch die Stadt und sehen die kleinen und grossen Schätze im öffentlichen Raum und an den Hauswänden gar nicht. Daniel Zahno öffnet uns mit seinem Buch die Augen und macht Dinge sichtbar, die wir zwar täglich sehen (sollten), die uns aber in der Hektik verborgen blei-ben. Was wäre also geeigneter, als diese Kostbarkeiten mit einem gemütlichen Spaziergang durch Basel, allein, mit Freundinnen oder mit Daniel Zahno zu erkunden? Dabei wird Ihnen der «Stadtverführer»Hinweise, Erklärungen und Tipps geben. Und vielleicht, nein, mit absoluter Sicherheit werden Sie wei-tere verborgene Schätze entdecken, die selbst dem Autor bisher verborgen blieben. Denn unsere Stadt bietet weit mehr, als wir wissen und glauben. ANMELDUNG Melden Sie sich bis zum Freitag, 25. Oktober , unter Mail: baslerin@reinhardt.ch an. Es können maximal 20 Personen teilnehmen. Berücksichtigt werden Anmeldungen in der Reihenfolge des Eingangs. Den Treffpunkt teilen wir Ihnen per Mail mit. Der Spaziergang wird von BaslerIN gesponsort und ist für die Teilnehmerinnen kostenlos.
- EINTAUCHEN IN DIE WELT DER INDISCHEN BAODIS
Renate Buser BAODI bis 19. Oktober 2019 Die Galerie Gisèle Linder präsentiert eine Foto-Ausstellung über indische Stufenbrunnen der Künstlerin Renate Buser. Die Bedeutung von Wasser findet wohl nirgends auf so erstaunliche Weise Ausdruck wie in den indischen Stufenbrunnen. Seit Jahrhunderten erstellen die Bewohner der ariden Regionen im Westen Indiens zum Fassen und Aufbewahren des Monsunregens unterirdische Bauten. Architektonische Meisterwerke, die nebst dem realen ebenso den symbolischen Wert des Wassers verdeutlichen. Je nach Lage und Bodenbeschaffenheit entstehen unterschiedliche Formen und baustatische Typologien; die Religion und der soziale Status der Erbauer bestimmen die dekorativen Gestaltungselemente. Allen Stufenbrunnen sind die inszenierten, steilen Treppenanlagen gemeinsam. Renate Buser hat Anfang dieses Jahres während acht Wochen Baodis in Gujarat und Rajasthan fotografisch erforscht. Die Ausstellung in der Galerie Gisèle Linder zeigt nun eine Auswahl Arbeiten, die auf dieser Reise entstanden sind. Ihrer bevorzugten Arbeitstechnik treu, hat die Künstlerin mit einer analogen Grossbildkamera gearbeitet, die höchste Präzision und Bildschärfe erlaubt. Im Grossformat direkt auf die Wand installiert oder kleiner, auf von der Wand abstehenden Platten aufgezogen, sind alle Aufnahmen auf Wallpaper Sihl gedruckt. Die matte Haptik des Materials lässt die Oberflächenstruktur der originalen Steinbauten fast real erscheinen. Die Ausstellung besteht mehrheitlich aus Schwarz-Weiss-Aufnahmen; sogar die wenigen Farbfotografien sehen durch die grellen Lichtverhältnisse vor Ort wie handkolorierte Bilder aus. Die grafischen Effekte des Schattenspiels auf den Stufen unterstreichen die plastische Dimension der Treppenanlagen. Renate Busers Medium ist die Fotografie. Nur selten beschränkt sich die Künstlerin dabei auf die direkte Wiedergabe des Gesehenen. Meistens werden ihre Fotografien zum «Baumaterial», das in ortsspezifischen installativen Eingriffen neue Räume schafft, und das Dokumentierte in neue Zusammenhänge stellt. So scheinen die Grossformate in der Galerie Gisèle Linder das Hinabsteigen in die Stufenbrunnen zu erlauben, während man durch die rahmenlosen kleineren Formate in die dargestellten Räume eintaucht. Dennoch sind die Bilder weniger als bei Renate Buser üblich abstrahiert oder verformt, denn die Baodis verkörpern an und für sich schon das konzeptuelle Schaffen der Künstlerin. Wie bei ihren Arbeiten thematisieren die Stufenbrunnen die Auflösung der Raumgrenzen und das Umstülpen von Innen- und Aussenraum. Während Renate Busers bisherige Arbeiten uns oft die Materie der Wand als Trennung von Innen und Aussen vergessen lassen, indem sie neue Räume projizieren, so überraschen die Stufenbrunnen durch die Erschliessung unverhoffter, von der Oberfläche aus nicht erahnten, faszinierenden unterirdischen Welten. Weitere Infos: Galerie Gisèle Linder , Elisabethenstrasse 54, 4051 Basel
- BALANCE DAY 2019
Sonntag, 27. Oktober, Basel Seit einigen Jahren veranstaltet Ron Orp, Macher und Publizist von Ron Orp‘s Mail, den «Rons 24 hours Yoga Day» in verschiedenen Schweizer Grossstädten. Dieses Jahr erweitert er das Programm und öffnet den Tag für alles Mögliche: Yoga, Meditation, Achtsamkeitstraining, Pilates, Ayurveda und vieles mehr. Dies soll helfen, das innere Gleichgewicht zu finden. Körper und Seele, Arbeit und Freizeit, gestern und morgen – alles um uns herum soll in Balance sein. Die meisten Lektionen sind für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene geeignet. Die Teilnahme ist kostenlos. In welchen erlesenen Yoga-, Meditations- und Fitnessstudios Rons «Balance Day» stattfindet, finden Sie hier: Balance Day 2019
- NEUES CAFÉ IN DER SCHMERZKLINIK BASEL
Ab sofort können Patienten sowie Passanten und andere externe Gäste im Kaffee11 im Klinikgebäude am Hirschgässlein 11 ein hochwertiges Angebot mit Kaffee und anderen Getränken sowie eine abwechslungsreiche Auswahl von süssem und salzigem Gebäck und Snacks geniessen. Im Angebot sind beispielweise Gipfeli, Brötchen, Süssgebäck, Patisserie, Kuchen und Wähen sowie Birchermüesli, Sandwiches und Salate. Im von Montag bis Freitag von 7 bis 16 Uhr geöffneten Café kann man angenehm verweilen, während man sich im To-Go-Bereich schnell mit Sachen zum Mitnehmen eindecken kann. Das Kaffee11 entwickelte die Schmerzklinik Basel mit den Gastronomie-Profis der Basler Wyniger-Gruppe, welche mit ihrer Ryago Catering den Gastronomie-Bereich in der Klinik neu betreibt. Dadurch bekommen die Patienten sowie die Mitarbeitenden eine noch bessere Verpflegung. Den Patientinnen und Patienten steht ein abwechslungsreiches, ausgewogenes und täglich frisch zubereitetes Tagesangebot, das durch alternative Angebote aus der Karte ergänzt wird, zur Wahl. Es werden das Frühstück sowie ein Mittags- und Abendmenu serviert.
- MODE SUISSE AN DER NYFW
Zum ersten Mal zeigten im September 2019 fünf top Schweizer Brands ihre Kollektionen an der New York Fashion Week in Soho. Die Glücklichen: Forbidden Denimeries , Julia Heuer , Julian Zigerli , Vanessa Schindler and YVY . Wir gratulieren!
- SYMPOSIUM ZUR 9. KUNST
Freitag, 25.10.2019, von 9–17 Uhr Sei es Comic, Cartoon, Animation oder Karikatur – die neunte Kunst ist jung, lebendig und populär. Im Widerspruch zu dieser Situation ist das Fördern, Vermitteln und Sammeln von Comics weder breit abgestützt organisiert, noch diskutiert oder institutionalisiert. Um dem entgegen zu wirken, freut sich das Cartoonmuseum Basel in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern – Design & Kunst , der Christoph Merian Stiftung und dem Réseau BD Suisse erstmals ein Symposium zur neunten Kunst zu organisieren. Angesprochen werden Förderinnen und Förderer, Vermittlerinnen und Vermittler, Zeichnerinnen und Zeichner, Sammlerinnen und Sammler und selbstverständlich alle, die sich für die neunte Kunst interessieren, diese weiterentwickeln möchten oder einfach gerne lesen. Weitere Infos und das Programm: Symposium zur neunten Kunst
- OKTOBERFEST AM RHEINKNIE
Wenn man Oktoberfest hört, denkt man gleich an München, Wiesn, Bierzelte, Brezel und Dirndl. Eine Woche feuchtfröhliches Zusammensein eben. Aber was Deutschland kann, kann die Schweiz auch. Auch hierzulande gibt es Wiesn-Stimmung. Fast jede Grossstadt bietet unterschiedlich grosse Oktoberfeste an: Baden, Bern, St. Gallen Winterthur, Zürich und natürlich auch Basel. Termine für Basel Zic Zac Oktoberfest vom 25. September bis 12. Oktober 2019 mit Oktoberfestklassikern und Wiesn-Leckereien täglich, auch mittags! Oktoberfest-Events jeweils freitags & samstags ab 18 Uhr (ab 18 Jahren, Fr. 8.- Eintritt, Reservationen nur bis 19.30 Uhr möglich, Alterskontrolle) Für diejenigen, welche nicht genug haben: Samstag, 19. Oktober 2019 Oktoberfest-Zusatzparty ab 18 Uhr Jeweils mittwochs und donnerstags während dem Oktoberfest: Oktoberfestbuffet - ein wahres Schlemmerfest! Für Fr. 35.- pro Person Volkshaus Basel Oktoberfest vom 17. bis 19. Oktober 2019. Das traditionelle Bayernfest wird im Festsaal des Volkshaus Basel während drei Tagen zum Programm: Von blau-weissen Wolken umgeben und mit einer kühlen Mass in der Hand werden Sie sich tatsächlich wie im Himmel der Bayern fühlen. Am Donnerstag erfolgt der Start der Volkshaus Wiesn mit dem klassischen Fassanstich. Die Türe zum Festsaal wird für Sie um 19.00 Uhr geöffnet. Die Band «Die Muntermacher» werden Sie während allen drei Tagen musikalisch bei bester Laune halten und für ausgelassene Stimmung sorgen. Türöffnung: ab 19 Uhr Also Dirndl und Lederhose an – und los geht's!
- AZOREN – ATEMBERAUBENDES NATURPARADIES
Schwarze Lavaküsten und Kegelvulkane, malerische Dörfer und geschichtsträchtige Städte, unberührte Landschaften und smaragdgrüne Kraterseen: Die neun Inseln der Azoren im atlantischen Meer sind ein buntes Kaleidoskop an Eindrücken. Von Karin Breyer Vom freundlichen «Azorenhoch» hört man regelmässig im Wetterbericht, als Reiseziel sind die neun vulkanischen Inseln jedoch noch ein echter Geheimtipp. Etwa 1500 Kilometer vom portugiesischen Festland entfernt, auf Höhe Siziliens, ragen sie fantasievoll aus dem atlantischen Meer. Als hätte ein Künstler tief in den Farbtopf gegriffen und in den schönsten Farben und Formen neun kleine Welten erschaffen mit grün-blauen Landschaften, weiss leuchtenden Dörfern und herzlichen Menschen. Inselho p ping — von Naturperle zu Naturperle – ist wohl die schönste Art, den 2346 km2 grossen Archipel näher zu erkunden. Per Fähre oder mit Propellermaschinen von SATA Air Açores kann man in Leichtigkeit von einer Insel zur andern hüpfen. In einzigartiger Weise darf sich die Natur auf der von Vulkanen ausgespuckten Erde entfalten. Zerklüftete Krater und Kegel ragen auf, Geysire und heisse Quellen sprudeln, wilde Wasserfälle ergiessen sich in Kraterseen. Zedern- und Lorbeerwälder setzen grüne Akzente. Aber auch kulturell sind die Inseln höchst interessant, wie die Städte und Dörfer zeigen. Aktivurlaubern steht auf den Azoren ein riesiges Angebot zur Verfügung: Wandern, Schwimmen, Tauchen, Segeln, Surfen, Golfen und Reiten bis hin zu eindrucksvollen Wal- und Delfinbeobachtungstouren beflügeln Körper und Geist. Für eine Azorenreise sollten Sie schon acht Tage einplanen — mit der leisen Ahnung, dass es ohnehin nicht das letzte Mal sein wird ... São Miguel, die «grüne Insel» Ein perfekter Ausgangspunkt ist São Miguel m it 140 000 Einwohnern die grösste Azoreninsel, nur circa sechs Flugstunden (via Lissabon) von der Schweiz entfernt. Inmitten der imposanten Vulkanlandschaft Se te Cidades v erströmen die zwei leuchtenden Kraterseen, der eine grün, der andere blau, Magie pur. Im grünen Tal von Funas dampfen Fumarolen. Restaurantbesitzer nutzen die Thermalwärme und garen in Erdlöchern den berühmten Cozido (Eintopf). Zu einem Bad in heissen, rotbraunen Quellen lockt das Gartenparadies Parque T erra Nostra. Europa s einzige Teeplant age befindet sich im Norden der Insel. Unbedingt einplanen: die Kulturstadt Ponta De lgada, die al s touristisches Zentrum der Azoren gilt. Faial, die «blaue Insel» Man fühlt sich augenblicklich wohl hier in dem blau und fliederfarbenen Hortensienparadies. Das charmante H orta mit dem quirligen Yachthafen ist erste Adresse für Atlantiküberquerer. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Caldeira im Zentrum der Insel. Der Krater, in den letzten 400.000 Jahren geformt durch zahlreiche Eruptionen, immer wieder unterbrochen von Perioden der Ruhe, verfügt über einen einem Durchmesser von etwa 2 Kilometern. Sehenswert sind auch der imposante Vogelfelsen Morro de Castelo Branco sowie die Vulkanlandschaft an der Ponta dos Capelinhos, die einer spektakulären Mondlandschaft gleicht. Durch die Aschewüste zu wandern, ist atemberaubend. Pico, die «Insel der Walbeobachter» Sie ist nicht nur die Insel der Berge — es gibt über 100 Vulkankegel —, sondern auch die der 129 Höhlen. Der Pi co-Vulkan, mit 2351 Metern höchster Berg Portugals, bietet ein rund sechsstündiges Wandervergnügen. Das Hochland ist kaum nutzbar und hier hat sich der ursprüngliche Lorbeerwald erhalten. Die Küste dagegen ist relativ flach, dafür schroff und geprägt von schwarzen Lavamassen mit bizarren Formen und scharfen Kanten. Rund um die Insel liegen reizende Ortschaften, die alle einen eigenen Hafen haben oder Meerzugang; Orte im Inselinnern sucht man vergeblich. Im Norden und im Westen wird Wein angepflanzt. Neben dem schweren Rotwein wird auch der teure Verdelho produziert. Das ursprüngliche Weingebiet ist von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet worden. Im schwierigen Gelände ist kein Maschineneinsatz möglich und die Weinbauern sind gefordert; es ist alles Handarbeit. Der Wein wird oft noch vor Ort gekeltert. Es werden auch süffige Schnäpse aus Feigen, Pflaumen und Brombeeren gebrannt. Pico ist auch ein guter Ort, um Delfine und Wale zu sehen. Wale spielen hier eine wichtige Rolle: Noch bis 1983 wurde der riesige Meeressäuger mit einfachsten Mitteln gejagt. Heute können die faszinierenden Tiere auf einem Bootsausflug beobachtet werden. Terceira, die «Insel der Höhlen» Wie schon ihr Name (terceira = dritte) sagt, war dies die dritte Insel des Archipels, die entdeckt wurde, obwohl sie zu Beginn Ilha de Jesus Cristo genannt wurde. Ihre Besiedlung begann im fünfzehnten Jahrhundert, seitdem hat sie sich, besonders wegen ihrer geografischen Lage, stetig entwickelt. Was aber Terceira so besonders macht, ist der grossartige Kontrast zwischen der natürlichen Schönheit dieser Vulkaninsel und der bewundernswerten Arbeit des Menschen im historischen Zentrum von Angra do Heroísmo. Diese Renaissance-Stadt und UNESCO-Weltkulturerbe gilt als die schönste Stadt der Azoren. Die Bucht von Angra gewann nicht nur als interne Handelsstation für die auf den übrigen Inseln produzierten regionalen Produkte grosse Bedeutung, noch wichtiger wurde sie als internationaler Zwischenstopp für Schiffe, die zwischen Europa, Amerika und Indien verkehrten. Von A lto da Memória oder dem Aussichtspunkt M onte Brasil aus betrachtet, ist das historische Zentrum von Angra do Heroísmo ein Zeugnis für die Könige und Adligen, die hier durchkamen und eine schöne Architektur hinterlassen haben, die sich über ein feines Gewebe aus Strassen, Gässchen, Kirchen, Palästen, Herrenhäusern, Baudenkmälern, Plätzen und Gartenanlagen erstreckt, das bis zum heutigen Tag erhalten geblieben ist. Wer auf Terceira weilt, sollte unbedingt auch die aus erstarrtem Lava geformten Höhlen besuchen. A lgar do Carvão, der knapp 100 Meter tiefe Vulkanschlot, bietet eine der schönsten Möglichkeiten, sicher ins Inselinnere abzutauchen. Entstanden ist der Schlot vor etwa 2000 Jahren bei einem Ausbruch des Vulkans P ico do Carvão. Ein Teil der Lava floss wieder in die Magmakammer zurück und erstarrte dabei relativ rasch. So entstand ein offener Lavakamin, der an den Wänden von Stalagmiten und Stalaktiten charakterisiert wird. Eisenoxide bereichern die Steinformationen zudem mit einem roten Farbenspiel. Graciosa, die «weisse anmutige Insel» Graciosa wurde von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt. Sie ist die zweitkleinste und flachste Insel des Archipels. Trachit, ein Vulkangestein, das mit der Zeit eine weisse Farbe annimmt, wird häufig als Baumaterial verwendet. Die Siedlungen Pedras Brancas, Serra Branca, Barro Branco verdanken diesem Stein ihren Beinamen. Der Kraterkessel Caldeira da Graciosa ist Graciosas eindrucksvollste Landschaft. Die elliptische Caldeira entstand bei einem nachträglichen Einsturz des Kraters. Diese vulkanische Depression ist der Mittelpunkt eines alten Vulkans und gleichzeitig die kleinste zentral gelegene Vulkanformation der Azoren. Ob man zur Furna da Maria Encantada aufsteigt oder durch einen Tunnel den Krater betritt, in beiden Fällen erblickt man den weiten Kessel mit seiner üppigen Vegetation. Japanische Sicheltannen, Akazien, Tannenbäume und krausblättriger Klebsame wurden hier angepflanzt und bedecken die grünen Hänge des Kraters. Sie bilden einen wunderbaren Kontrast zur übrigen Pflanzenwelt der Insel. Die imponierende Vulkangrotte Furna do Enxofre (Schwefelgrotte) befindet sich im Inneren des Kraters. Sie ist eine Höhle mit einem gewaltigen Gewölbe von zirka vierzig Metern Höhe. In das Innere und zum Boden der Grotte gelangt man durch einen Turm, der Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde, und über eine Wendeltreppe mit 183 Stufen. Die Höhle wird als die Kathedrale der azorischen Vulkane bezeichnet. In ihrem Inneren befinden sich ein See und eine Schlammfumarole. Der typische Schwefelgeruch rechtfertigt den Namen und erinnert an den vulkanischen Ursprung. Die Caldeirinha de Pêro Botelho ist der einzige Algar der Azoren mit einer Tiefe von 37 Metern. 1964 erkundete Os Montanheiros , eine Gesellschaft zur Erforschung vulkanischer Phänomene, diesen Vulkantrichter. Dieser Algar ist aber nur erfahrenen und gut ausgerüsteten Kletterern zu empfehlen. Der Pico Timão ist einer der grössten Schlackenkegel der Insel Graciosa, der mit der Ponta Lagoa – Arrochela beim letzten Vulkanausbruch vor zirka 2000 Jahren entstand. Die felsige und zerklüftete Küste der Insel birgt einzigartige Landschaften. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die hohen und schroffen Steilhänge der Serra Branca und der Ponta da Restinga , die zu den leicht erhöhten Küsten der Buchten von Vitória, Folga, Barra und Porto Afonso abfallen. Vom einzigen Sandstrand der Insel kann man die Felseninsel Ilhéu da Praia sehen. Dieser grün bewachsene Fels ist Nistplatz des einzigen endemischen Meeresvogels der Azoren des «painho-das-tempestades-de-monteiro». So wurde dieser Platz zum besonders geschützten Vogelschutzgebiet, zur «Zona de Protecção Especial», erklärt. Ponta da Barca ist der höchste auf den Azoren liegende Leuchtturm. Von ihm hat man einen grandiosen Blick auf den Ozean und auf eine vom Meer geformte Felseninsel, die Ilhéu da Baleia . Sie sieht aus wie ein Wal und ist ein Wahrzeichen der Insel Graciosa. Und wenn die Sonne über dem steinernen Wal untergeht, wünscht man sich nirgendwo anders hin. Santa Maria, die «Sonneninsel» Santa Maria ist bis heute die kleine Schwester der Nachbarinsel São Miguel geblieben. Die Weinberge erinnern an eine steile Treppe, wie von Riesen erbaut. Schlanke weisse Schornsteine, erbaut von den ersten Siedlern, die aus dem Süden Portugals hierher kamen. Seiten eines Geschichtsbuches, das in Vila do Porto und in Vila dos Anjos geschrieben wurde und das schon Columbus bei der Rückkehr von seiner ersten Reise aus Amerika gelesen hatte. Schönheiten, die die sympathische, von der Sonne verwöhnte Insel Santa Maria zu bieten hat. Mit seinen tiefen Buchten, die die Küste prägen, hat Santa Maria die schönsten Strände der Azoren und die meisten Sonnenstunden. Durch die Strömungen, speziell in den Sommermonaten, sind die Buchten mit weissem Sand übersäht. Die Wellen sind eine Herausforderung für Surfer. Hochseeangeln, Segeln und Tauchen sind weitere Attraktionen für den sportlichen Gast. Diejenigen, die ruhige und erholsame Ferien bevorzugen, können sich an der idyllischen Landschaft, dem Kontrast zwischen grünen Berghängen und kahlen Hochebenen und dem geruhsamen Rhythmus des ländlichen Lebens erfreuen. Daneben kann man bei Spaziergängen die Buchen, Reste der ursprünglichen Vegetation und die Terrassen der grossen muschelförmigen Bucht von São Lorenzo bewundern. Vila do Porto, Santo Espirito, Anjos und São Pedro sind reizvolle Stationen für Ausflüge, bei denen man Kirchen, Klöster und Festungenaus der Vergangenheit besichtigen kann. In den Ferien auf Santa Maria kann man sich an frischem Fisch und wohlschmeckenden Muscheln und Meeresfrüchten erfreuen. Auch sollte man nicht versäumen, die traditionellen Desserts zu geniessen. Ein Stück des regionalen Kunsthandwerks als Erinnerung mag helfen, den Abschiedsschmerz beim Verlassen der Insel zu lindern. São Jorge, die «Wander- und Surfinsel» São Jorge gleicht entgegen allen anderen acht Azoreninseln einer langen Nadel. Eine unvorstellbare Vielfalt an Grüntönen bedeckt Täler und Berge, wohin man auch blickt. Der Blick auf die bergige Nachbarinsel Pico, die Ruhe weiträumiger Landschaften, nur unterbrochen vom Zwitschern der Vögel und vom Schrei des Milans: Das ist São Jorge, das gigantische Schiff aus Stein, das hier auf ewig im Meer verankert liegt. Die Insel ist kaum touristisch erschlossen. Ein Ferienort für den engen Kontakt mit der Natur. Ein Pfad windet sich zwischen Wiesen und Wäldchen bis hinauf in die Höhen der Serra do Topo . Ein anderer führt zum Fajã de Santo Cristo , ein Stück Land mit einem kleinen See, dicht am Meer. Spaziergänge und Wanderungen auf den zahlreichen Wegen von São Jorge, die noch heute von den Bauern, die dort ihre Äcker bestellen und ihre Kühe auf den grünen Wiesen weiden lassen, genutzt werden. In Manadas findet man die Kirche Ingeria Santa Barbara . Mit ihrer geschnitzten Zedernholzdecke zählt sie zu den schönsten Barockkirchen der Azoren. Wie weisse Farbtupfer verteilen sich die kleinen Dörfer in der ländlichen Umgebung entlang dem See und an den Steilhängen. Hier und dort haben sich kleine Betriebe angesiedelt, in denen die Milch der Kühe zu vortrefflichen Käsesorten verarbeitet wird, die den Auftakt zu einer gehaltvollen Mahlzeit bilden. Wanderungen durch São Jorge sind immer Entdeckungsreisen: Bezaubernde, unberührte Landschaften; Wolldecken auf alten Webstühlen, gewoben nach traditionellen Mustern; der von einem Vulkanausbruch halb verschüttete Turm einer alten Kirche. Der Wunsch, die verlorene Ruhe wiederzufinden, lässt viele immer wieder hierher zurückkehren. São Jorge hat eine Küstenlinie von 128 Kilometern. Am besten kann man in Fajã da Caldeira do Santo Cristo baden sowie an wenigen anderen Orten. Flores, der «schwimmende Garten» Flores ist ursprüngliche, überwältigende Natur: Hügel und Berge, die steil zum Meer abfallen; der blaue Spiegel der sieben Kraterseen, die wie in Grün gefasste Edelsteine anmuten; Natur im ewigen Rauschen der Wasserfälle. Und natürlich die unendliche Blumenvielfalt, die die Insel mit allen Farben überzieht und der sie ihren Namen verdankt. Monatelang blüht es in allen Farben. Die Schönheit der Insel lädt ein zu Spaziergängen zwischen Hortensien, deren Blau die Insel prägt. Natürlich gibt es noch viel mehr zu sehen: Von Seespiegeln in der Tiefe der grün bewachsenen Krater bis zu den gigantischen Basaltprismen der Felsen von Bordões . Und immer wieder der Horizont über dem Land und dem Meer, der Gesang der Vögel und die vielfältige Pflanzenwelt. Dem Besucher bieten sich viele Möglichkeiten, seine Ferien zu gestalten: Das fischreiche Meer lädt zwischen den bunten Felsen zum Tauchen ein. Man kann in den Bergbächen Forellen angeln oder in den von der See ausgehöhlten Felsschwimmbecken baden. Die Orte Santa Cruz und Lajes , die im 15. Jahrhundert gegründet wurden, oder die malerischen Dörfer wie Fajãzinha oder Fazenda das Lajes tief im Tal oder in den Bergen, heissen den Besucher willkommen. Aktivurlaub oder Erholung – ein Aufenthalt auf Flores, der Insel inmitten der Natur, ist immer besonders erholsam. Einige empfehlenswerte Badeorte sind Fajã de Lopo Vaz, Lajes das Flores, Fajã Grande oder am Wasserfall des Ribeira das Casas . Corvo, die «kleinste Insel» Klein, aber fein: Das gilt für Corvo, die kleinste Insel der Azoren. Sie misst gerade einmal 17 km2 und zählt rund 400 Einwohner. Sie leben in der Inselhauptstadt Vila Nova do Corvo . Tourismus im eigentlichen Sinne gibt es kaum. Ein urtümliches Dorf, ein Hafen und ein kleiner Flughafen, mehr gibt es auf Corvo nicht. Das macht aber gerade den Reiz dieser Insel aus. Corvo zählt zu den isoliertesten Plätzen Europas; hier kennt jeder jeden. Dementsprechend ruhig ist es auf dem Eiland. Vieh- und Landwirtschaft ist auch heute noch die Einnahmequelle der Corviten und angebaut wird Gemüse, Mais und Melonen. Man lebt von dem, was man hat und tauscht gegenseitig auch mal Waren und Lebensmittel. Die Küche ist rustikal und einfach. Gekocht wird, was auf den beiden Inseln Flores und Corvo produziert wird und dazu deftige Fleischgerichte. Auf Corvo ist alles anders: kein Stau, keine Ampeln, kein Einkaufszentrum. Und doch lässt Corvo keinen Besucher unberührt, denn hier legt man Wert auf Traditionen. Auf Corvo ist der gut aufgehoben, der sich eine kleine Auszeit von der Industrialisierung gönnen und sich einfach an der Natur und Ungezwungenheit der Bevölkerung erfreuen möchte.
- IM GESPRÄCH MIT ANNA ROSSINELLI
Die Sängerin über die Plattensammlung ihrer Mutter, Partybesuche und deren Auswirkungen und ihre Vorliebe für ausgesuchte, aber nicht unbedingt neue Kleidungsstücke. Von Michèle Faller Schwungvollen Schrittes betritt sie das Café, an den Füssen goldene Stiefeletten, auf dem Kopf eine Strickmütze und im Gesicht ein strahlendes Lächeln. Sie setzt sich, be- stellt einen Tee und blickt erwartungsvoll. Am 18. Januar haben Anna Rossinelli und ihre Bandkollegen Manuel Meisel und Georg Dillier die jüngste CD «White Garden» herausgebracht, die direkt auf Platz eins der hiesigen Albumcharts eingestiegen ist. Drei Jahre sind seit dem letzten Album vergangen und es gibt viel zu berichten. Zum Bespiel über den namengebenden weissen Garten. «Für uns steht er für einen Neubeginn.» Während ein realer Garten meist sehr bunt sei, müsse dieser noch ein wenig bemalt werden. Er sei wie die Leere nach einer langen Beziehung, aber auch ein Garten, der neu erkundet werden möchte, wo man Neues herausfinde. Wo ein Durch- einander von Gefühlen herrsche, aber auch viel Freude und neu zu entdeckende Lebenslust. «Es ist ein guter Ort.» Liebe und andere Empfindungen Das ist ein bemerkenswerter Einstieg, denn ungezwungen erwähnt die Künstlerin, dass die lange, zu Ende gegangene Beziehung die eigene mit dem Bassisten Georg Dillier ist. Die neuen Songs kreisten so eindeutig um die Themen Schmerz, Alleinsein, Single- Sein und sich neu Verlieben — es sei unmöglich gewesen, so zu tun, als gehe es hier um jemand anders, erklärt sie die Offenheit bezüglich der schmerzlichen Erfahrung. Und ergänzt: «Die positive Nachricht: Liebe kann sich zwar verändern, aber was man für den Menschen empfindet, verschwindet nicht. Wir wollen immer noch füreinander da sein, denn die Musik ist unser Leben und eine Liebe, die wir teilen.» So viel im Leben passiert ist, hat sich auch in der Musik getan, die etwas wilder als früher daherkommt. Es gibt rockige Songs wie «Run» und einige elektronisch ange- hauchte. Dafür mitverantwortlich seien häufige Partybesuche gewesen, stellt Anna Ros- sinelli grinsend fest. So widerspiegle «Feel it» etwa die Stimmung um vier Uhr morgens beim Heimstraucheln. Mit «Two Hearts In My Chest» und «Heroine» kommen aber auch Melancholie und Zerrissenheit zum Ausdruck. «Die Plattentaufe findet am 16. März im Parterre in Basel statt», freut sich die Frontfrau der Band, «unsere erste überhaupt!» Fest steht auch der Auftritt am 29. Juni am «Summerstage Basel» im Park im Grünen. Die Tour durch die Schweiz folgt dann im Herbst. Zur Musik hat Anna Rossinelli schon früh gefunden. Vor allem wegen der Platten, die ihre Mutter hörte — Mani Matter, Aretha Franklin, Dire Straits. Bald begann Klein-Anna mitzusingen. «Mami machte Videos von mir — ganz ernst und mit einer Banane oder Lampe als Mikrofon.» In der Schule besuchte sie Klassen mit Musikschwerpunkt, sang ab 15 in der Schülerband «Cocaburra» und merkte trotz anfänglich lähmender Büh- nenangst: «Musik gibt mir Kraft.» Mit 23 kam die Strassenmusik, wo sie von David Klein für den Eurovision Song Contest entdeckt wurde und es mit ihrer Band bis ins Finale schaffte. «Mit Musik hat der Contest nicht so viel zu tun — aber es war eine Megaerfahrung, die ich nicht missen will.» Seit der zweiten CD «Marylou Two» komponierten sie alles selber. «Wir fanden immer mehr zu uns selber und bei ‚White Garden‘ bastelten wir wirklich so lange, bis wir hundertprozentig zufrieden waren», sagt die junge Frau mit diebischer Freude. Heute kann die Sängerin — was sie sich nie hätte träumen lassen — von der Musik leben. «Bescheiden, aber ja», sagt sie. Alle drei gingen aber auch noch anderen Jobs nach. Sie selber betreibt seit drei Jahren mit einer Freundin das «Kiöskli» im Rheinbad St. Johann, was ihr grosse Befriedigung verschaffe. «Läufts nicht so gut?» Den Spruch habe sie dort schon ein paar Mal gehört. «Wenn ich gerade ein total geiles Album herausgegeben habe, dann läuft es für mich gut», sagt sie mit Nachdruck. «Ich mache ja nicht in erster Linie Musik, um Geld zu verdienen, sondern weil sie rausmuss!» Spezielle Stücke und Bühnenoutfits Am Hals der Sängerin baumelt ein Kettchen mit einem glänzenden Medaillon. Sind ihr Mode und Kleider wichtig? «Ja», sagt sie nach kurzem Überlegen lächelnd: «Ich ziehe mich gerne an — jeden Tag anders.» Schmuck sei für sie oft eine Erinnerung an Länder oder Menschen und auch bei den Kleidern stehe der emotionale Wert im Vordergrund. «Ich suche gerne in Brockis oder auf dem Flohmi ein spezielles Stück.» Der Gedan- ke, dass ein Schmuckstück schon in den 40er-Jahren getragen wurde, gefällt ihr. Auch qualitativ Hochstehendes aus Baumwolle oder Seide haben es ihr angetan. Trotzdem dürfe es nicht zu viel werden. «Geh nicht da rein!», sage sie sich manchmal selbst, «du brauchst kein T-Shirt!» Wenn es zu viele würden, gebe sie die Kleider wieder in Umlauf. Bei einem Auftritt darf es festlich sein. «Aber ich gehe als Anna auf die Bühne und verkleide mich nicht», stellt sie klar. Auf der letzten Tour habe sie meist ein Glitzerkleid getragen, was es bei der kommenden sei, stehe noch nicht fest. «Der Vorteil eines Büh- nenoutfits: Man muss nicht überlegen, was man anziehen soll.» Beim Thema äussere und innere Form darf auch das Stichwort Fitness nicht fehlen. Kurzes Stirnrunzeln. Ins Fitnesscenter oder Joggen gehe sie nicht. «Ich bin keine Sportskanone.» Doch sie sei ein aktiver Mensch, wohne im dritten Stock und fahre viel Velo. Yoga mache sie auch ein bisschen. «Das sollte ich aber mehr machen. Man wird ja auch nicht jünger. Und auf der Bühne hüpfe ich doch ordentlich rum!» In ihrer Freizeit jasst Anna Rossinelli gern oder kocht ein schönes Essen für Gäste. «Freunde treffen ist eigentlich mein Hobby.» Und mit wem würde sie am liebsten ein Duett singen? «Mit Freddie Mercury hätte ich gerne ein Duett gesungen — und einen Teller Spaghetti gegessen!», kommt die sofortige Antwort. «Er interessiert mich als Sänger und als Mensch. Meine Mutter hörte ihn früher immer — er ist auch eine Kindheitserinnerung.» Infos zur Tour durch die Schweiz: www.annarossinellimusic.com
- IM GESPRÄCH MIT VANESSA HARTOG
Sie ist erfolgreiches Basler Model und gewissenhafte Gymnasiastin zugleich. Die bald 19-Jährige spricht mit BaslerIN über Castings und Prüfungen, neu gefundenes Selbstbewusstsein und ihre Vorbilder von der Mutter bis zum Modezar. Von Michèle Faller Ein 17-jähriges Mädchen interessiert sich fürs Modeln, meldet sich bei einer Agentur an und ein halbes Jahr später präsentiert sie zum ersten Mal auf dem Laufsteg Kleider-kollektionen — an einer Chanel-Modeschau unter der Leitung von Karl Lagerfeld in der Hamburger Elbphilharmonie. Das klingt ein bisschen wie ein Märchen, ist aber real. Genauso real wie die grossgewachsene junge Frau, die freundlich lächelnd dasitzt. Sie heisst Vanessa Hartog, kommt aus Basel und erzählt mit ansteckender Begeisterung von ihrem Job. Und zwar in sehr schönem Hochdeutsch. Sie ist in Basel geboren, verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens hier, zog mit ihrer Familie nach Warschau und kam als 15-Jährige wieder zurück ans Rheinknie. Baseldeutsch habe sie früher gesprochen, es aber verlernt, sagt sie etwas verlegen, denn bei ihr zu Hause — die Mutter stammt aus Polen, der Vater aus Holland — wird seit eh und je Hochdeutsch gesprochen. «Im Ausland bin ich aber für alle die Schweizerin.» Beeindruckender Karl Lagerfeld Und dort war sie oft in den letzten anderthalb Jahren. Denn für die grossen Namen wie Valentino, Dior und Chanel ist Vanessa Hartog regelmässig auf Modeschauen zu sehen – vornehmlich in den Schulferien, denn das erfolgreiche Model, das im November seinen 19. Geburtstag feiert, besucht noch das Gymnasium. Bereits als 12-Jährige wurde sie erstmals in Warschau von einem Modelscout angesprochen, was angesichts ihrer natürlichen Eleganz nicht erstaunt. Darüber, dass sie sich so schnell in Mailand und Paris wiederfand, schüttelt sie immer noch ungläubig lachend den Kopf: «Bis heute verstehe ich nicht, wie das genau losging, aber ich liebe es!» Dann schwärmt sie von ihrem Agenten, der mittlerweile fast zur Familie gehöre, oder von der allerersten Show, die sie von Chanel bekam. Sie drückt mit der einen Hand auf die Herzgegend, lächelt und sagt: «Das bleibt tief drin.» Ebenso die persönliche Begegnung mit Karl Lagerfeld, der bei jedem Fitting dabei war und dessen «Riesenliebe für die Mode» sie beeindruckt hat. Und sie schwärmt von ihrer Mutter. Sie sei ihr Vorbild — auch wenn das klischeehaft klinge. «Und ich kann nicht mehr ohne sie shoppen gehen!», lacht die junge Frau. Gerne erklärt sie den Leuten, wie das Modeln funktioniert — für manche sei das ja ein richtiger Tabujob. Die erste Agentur, die man habe, sei die Mutteragentur – in ihrem Fall jene von Enzio Maggiore im deutschen Freiburg. Dann brauchte sie Agenturen im Ausland, die sie mit Maggiore vor Ort aussuchte. Wer meint, ab dann seien die Aufträge gesichert gewesen, irrt sich. Wenn eine der vier Pariser Modewochen jährlich ansteht, reist Vanessa Hartog meist zwei Tage vorher an — für die Castings der verschiedenen Modehäuser, von denen sie etwa sechs pro Tag absolviert. Dort läuft sie jeweils ein paar Sekunden. «Wenn du Glück hast, kriegst du ein Fitting.» Dann laufe man eingekleidet vor dem Designer. «Und wenn du nochmals Glück hast, kriegst du die Show.» Das heisst, einmal den Laufsteg hoch und wieder runter — oder zweimal, falls es zwei Looks sind. Das ist so anstrengend, wie es klingt. Nicht körperlich, aber für die Seele, erklärt das junge Model. Man müsse lernen, mit sich selbst auszukommen, und brauche viel Geduld. Zwei Stunden an einem Casting warten, zwölf Stunden allein fliegen oder alleine essen — vor allem in einem Restaurant — sei gewöhnungsbedürftig. Vom Flughafen direkt zur Schule Was sagen die Eltern der Gymnasiastin, die wochenweise alleine in eine fremde Stadt verreist? Wieder das herzliche Lachen. «Sie sind meine zweiten Bookers geworden!» Manchmal zögere sie, einen Auftrag anzunehmen, weil eine Prüfung anstehe – und die Eltern fänden dann, sie könne diese doch auch nachholen. «Ich bin froh, dass sie mich unterstützen – und dass die Schule mir das ermöglicht», sagt sie dann wieder in ihrer ruhigen und überlegten Art. Einige Tage im Semester darf sie nämlich fehlen, um ihrer Arbeit nachzugehen. Sie sei vielleicht zu extrem, denn sie nehme nach einer Show schon mal den ersten Flug am Morgen, um in der Schule einen Test zu schreiben, oder sage halt einfach mal Nein. Aber sie ist überzeugt: «Die Schule hat immer Priorität.» So kam es auch, dass sie von Bangkok abgesehen vom Hotelzimmer gar nichts sah. Dafür von Moskau und Dubai richtig viel, ergänzt sie mit leuchtenden Augen. Das Reisen – an Orte, die sie sich nicht hätte träumen lassen – sei für sie etwas vom Schönsten am Modeln. Und die Abwechslung: «Ich geniesse es, von einer Welt in die andere abzutauchen und in beiden coole Freunde zu haben.» «Man weiss nie, wann es vorbei ist.» Natürlich ist Basel eher Kultur- als Modestadt, doch sie habe schon ein paarmal ge-staunt, wie cool sich bereits 13-Jährige hier anziehen, sagt Vanessa Hartog. «Das hätte ich mich in dem Alter nicht getraut!» Überhaupt liebe sie es, zu sehen, was die Leute tragen, wie sie Stile vermischen und dass nicht alle gleich aussehen wollen. Kleider habe sie eigentlich schon immer gemocht. Ein altes Foto zeige sogar eine Modeschau, die sie als Kind mit Freunden inszenierte, und ihre Mutter erzähle, dass damals auch die Socken genau zum restlichen Outfit passen mussten. Doch seit sie als Model arbeite, kleide sie sich nochmals ganz anders, denn nun ziehe sie sich nicht mehr nur für sich, sondern auch für andere an. Ausserdem kaufe sie seit der Probe für ihre erste Modeschau ganz anders ein. «Die anderen sahen so cool aus mit ihren bunten Sachen oder ihren Hosen mit Karomustern, dass ich mich in Jeans und T-Shirt richtig unwohl fühlte.» Sie ging also einkaufen, was nicht nur Spass, sondern auch neues Selbstbewusstsein brachte. Gerade im Jugendalter, wo man sowieso unsicher sei, wirke so etwas Wunder. «Ich wünsche allen Jugendlichen, dass sie auch so etwas finden – es müssen ja nicht Kleider sein.» Durch das Modeln sei sie, die eher still und schüchtern war, viel offener geworden. «Ich bin megadankbar, dass ich das jetzt machen kann», stellt sie deshalb immer wieder fest und freut sich jetzt schon, nach dem Schulabschluss in zwei Jahren auszuprobieren, wie es ist, zu keiner coolen Option mehr Nein sagen zu müssen. «Wenn ich bis dahin noch dabei bin», ergänzt die junge Frau lachend und trotzdem nicht im Scherz. «Man weiss in der unsicheren Modewelt nie, wann es vorbei ist.» Vanessa wurde entdeckt von: Enzio M. Management Booking für Vanessa: 100% Management












