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  • Spielzeug Welten Museum: wie die Schaufenster entstehen

    Sechsmal im Jahr verzaubern die Schaufenster des Spielzeug Welten Museum Basel die Passanten mit einem neuen Sujet. Die Kunst der Schaufenster-Dekoration: ein Blick hinter die Kulissen. zVg: Spielzeug Welten Museum Basel Spielzeug Welten Museum: sechsmal im Jahr ein neues Schaufenster Die Schaufenster des Spielzeug Welten Museum Basel sind über die Grenzen hinaus bekannt. Sechsmal im Jahr verzaubern sie die Passanten jeweils mit einem neuen Sujet. Aber wie entsteht so ein aufwendig geschmücktes Schaufenster? Wir haben nachgefragt. Phase eins: die Idee Drei Dekorateurinnen und Dekorateure sammeln das ganze Jahr hindurch Ideen für die Gestaltung der Schaufenster. Aufmerksam verfolgen sie die aktuellen Geschehnisse und lassen sich von Reisen, Zeitschriften oder saisonalen Ereignissen inspirieren. Anders als in den Anfängen kommen mittlerweile viele Ideen aus dem Internet, was das Spektrum an Möglichkeiten noch einmal immens erweitert. Auch zufällige Begegnungen mit Sammlern können ideenstiftend sein, wie es etwa bei den Schaufenstern zum Sujet Spielautomaten der Fall war. In einem Ideenordner werden all diese Einfälle gesammelt. Wenn im Spätsommer dann die Planung für das kommende Jahr beginnt, werden die Ideen hervorgenommen und auf die Aktualität und Realisierbarkeit geprüft. Der Kreativität sind dabei wenig Grenzen gesetzt: Die Themen müssen zum Spielzeug Welten Museum und die handgefertigten Szenen durch die Eingangstür des Museums passen. Phase zwei: die Planung Gemeinsam mit der Museumsleitung werden aus den Vorschlägen die Sujets ausgesucht. Dabei wird eine Liste erstellt, die mögliche Darstellungen der Themen zusammenfasst, die Zielgruppe eingegrenzt und das Budget definiert. Das ganze Jahr über werden Bilder von Flohmärkten ausgetauscht, um passende Objekte rechtzeitig anzuschaffen. Bei der Planung muss die wechselnde Perspektive der drei einzelnen Fenster beachtet werden. Grund dafür ist die stark abfallende Steinenvorstadt. Alle Höhepunkte werden auf Augenhöhe der Passanten geplant: im Fenster neben dem Eingang auf einer höheren Ebene als beim rechten Fenster in der Steinenvorstadt, wo der Fokus auf Bodenhöhe liegt. Diese Schwierigkeit der Gegebenheiten fliesst in jede Planung mit ein. Um den Umbau in den Museumsschaufenstern so effizient wie möglich zu gestalten und nur in einer Woche umsetzen zu können, wird jede Szenerie komplett in der Werkstatt entwickelt und 1:1 aufgebaut. Fast jedes Fenster stellt das Team vor neue Herausforderungen. Doch intensives Tüfteln, Know-how aus den verschiedenen Berufen der Teammitglieder und der Austausch mit befreundeten Experten helfen dem Deko-Team, eine funktionierende Lösung zu finden. Bei ganz kniffligen Problemen stehen ihnen langjährige Partner mit Tipps und Tricks zur Seite. Trotz des hohen handwerklichen Geschicks des Teams gibt es auch immer Arbeiten, die dieses nicht selbst ausführen kann. Dann gilt es, rechtzeitig passende Partner zu finden. Alle Details müssen dabei vor dem Abtransport ins Museum zusammengefügt sowie deren Optik und Funktion geprüft werden. Der Einbau vor Ort: der Moment der grössten Anspannung Der Moment der grössten Anspannung ist der Einbau aller Objekte und Elemente in die jeweiligen Schaufenster vor Ort. Wurde in der Planung alles beachtet, stimmt die Perspektive für die vorbeilaufenden Passanten? Erst wenn das letzte Detail angepasst ist, wird der Umbau-Vorhang gelüftet. Phase drei: die Ausführung Der Aufbau im Museum dauert rund eine Woche. Die Arbeiten in der Werkstatt halten das Team rund acht bis zehn Wochen auf Trab. Wobei die Fühler immer ausgestreckt bleiben, um Objekte zu besorgen, die für andere Themen relevant sind. Manchmal wird dann auch schon an einem der späteren Fenster gebaut, weil sich eine neue Idee ergeben hat. Zentral für die beiden Frauen und den Mann des Deko-Teams sind ihre grosse Kreativität und handwerkliche Geschicklichkeit. Praktisch alle Arbeiten werden selbst ausgeführt. Hobeln, sägen, bohren, malen und schweissen: Jeder bringt seine Stärken und eine grosse Portion Leidenschaft mit ein. Der Spass kommt dabei nicht zu kurz, weil alle das gleiche Ziel verfolgen: Die Basler Bevölkerung und alle auswärtigen Gäste dazu zu bewegen, kurz innezuhalten und sich von den Schaufenstern begeistern zu lassen. Materialien und Objekte: gesammelt, wiederverwendet, neu gedacht Viele Materialien wie Böden, Sand, Puppen und Plüschtiere werden immer wieder eingesetzt. Bei Hintergrundelementen und Tapeten wird immer überlegt, wie Reste später für andere Fenster genutzt werden können: ob allenfalls auch ein erneuter Einsatz oder die Neugestaltung der Rückseite umgesetzt werden kann. Materialien und Objekte spielen also eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung. Gewisse Grundelemente aus dem Museumslager können immer wieder eingesetzt werden. Je nach Bedarf ist das Deko-Team überall anzutreffen, um die passenden Materialien zu beschaffen: im Baucenter, beim Fachhändler, auf Online-Kleinanzeigen-Portalen, auf Flohmärkten oder im örtlichen Detailhandel. Zentrale Unikate müssen sorgfältig, manchmal auch mit Glück, über einen längeren Zeitraum zusammengetragen werden. zVg: Spielzeug Welten Museum Basel

  • Casa Santo Stefano Miglieglia: Frühlingserwachen im Tessiner Bergdorf

    Inmitten wildromantischer Natur die Seele baumeln lassen oder aktiv sein: In der Casa Santo Stefano in Miglieglia gelingt dies besonders gut. Das Albergo im Tessiner Malcantone liegt im bezaubernden Bergdorf auf 700 m Höhe und verbindet Entspannung, Aktivferien und kreative Auszeit. zVg. Frühling im Malcantone Gerade im Frühling besticht das Malcantone, diese sanft geschwungene Hügellandschaft, die sich vom Luganersee bis zum Monte Lema hinaufzieht, mit viel Charme. Die von üppigen Kastanien- und Birkenwäldern durchzogene Grenzregion leuchtet in herrlichen Grüntönen. In den typischen Tessiner Dörfern setzen Magnolien, Kamelien oder Azaleen bunte Farbtupfer. Wer Ruhe und noch fast unberührte Natur liebt, wird dieses Wander- und Bikeparadies in vollen Zügen geniessen. zVg. Miglieglia: das Bergdorf mit Tessiner Charme Inmitten dieser Bilderbuchlandschaft liegt auf 700 m Höhe das Bergdorf Miglieglia. Kleine palmengesäumte Natursteingässchen durchziehen den 300-Seelen-Ort, hoch oben thront die berühmte Kirche Santo Stefano al Colle. Die vielleicht schönsten Tessinerhäuser stehen am Rande des historischen Dorfkerns: die Casa Santo Stefano. In ihrem schmucken Hotel heissen Angeli und Christian Wehrli ihre Gäste herzlich willkommen. zVg. Frühlingserwachen in der Casa Santo Stefano in Miglieglia Das «etwas andere» Albergo ist ein Ensemble aus drei Häusern. Mit viel Herzblut und Blick fürs Schöne haben die sympathischen Wehrlis das ehemalige Doktorhaus «Casa Uva», die frühere Bäckerei «Casa Erbe» und die «Casa Trà» renoviert, verbunden mit modernem Komfort. Grosszügig öffnen sie ihre Tore für Individualgäste wie auch für Seminarteilnehmende. Für alle, die sich nach Entspannung und Ruhe sehnen, nach Aktivferien oder einer kreativen Auszeit. Man fühlt sich augenblicklich wohl hinter den historischen Mauern. Ein weltoffener Geist weht durch die stilvollen Räume, wie von selbst stellt sich Entschleunigung ein. zVg. Terrasse mit Glycinien Achtzehn Zimmer mit Tessiner Charme Die achtzehn individuellen Zimmer wurden nach Kräutern und Traubensorten benannt. Mit ihren Tonsteinböden und den antiken Holzmöbeln strahlen sie den Charme von typischen «camere» aus. Helle Loggias, Cheminées und eine sonnendurchflutete Terrasse mit Pergola sorgen für zeitlose Momente. Der Blick darf über die lieblichen Hügel schweifen, bei guter Sicht gar bis nach Italien. zVg. Blütenpracht im Frühling Eine ungeheure Blütenpracht entfalten im Frühling die rosa Magnolienbäume. Ginster, Rhododendron und Azaleen verströmen ihre Düfte. zVg. Bio-Frühstück und Genuss im Dorf Auch fürs leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Zum Bio-Frühstück gibt es Brot und Zopf, selbst gebacken, sowie hausgemachte Konfitüren, Kastanienhonig ... Für kulinarische Genüsse mittags und abends sorgen urchige Grotti und Osterias im Dorf oder in der nahen Umgebung. Gäste haben auch die Möglichkeit, in den gut eingerichteten Tessinerküchen selbst zu kochen. Wen wunderts, das Albergo wurde mit den Labeln «Swiss-Uniquehotel», «Bio- & Ökohotel» und «Bike, Wander- und Seminarhotel» ausgezeichnet. zVg. Nahrung für Körper, Geist, Seele Direkt vor der Haustüre eröffnet sich ein Wandergebiet mit mehr als 300 km offiziellen Wander- und Themenwegen durch wildromantische Natur. Ein Muss ist der Hausberg Monte Lema mit grandiosem 360-Grad-Panorama. Rauf geht’s entweder sportlich zu Fuss oder bequem mit der Seilbahn nur ein paar Schritte entfernt vom Hotel. Ebenso finden Biker beste Bedingungen im Malcantone, gleich vier offizielle Trails verlaufen direkt vor dem Hotel. zVg. Wandertouren, Themen-Packages und Massagen Eine Besonderheit: Der Chef führt auch Wandertouren, nach 25 Jahren kennt er jeden Aussichtspunkt und Wasserfall und gibt sehr gerne (Geheim-)Tipps zur Region und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Die hauseigenen Angebote, die «Individual Themen-Packages», sind eine wunderbare Möglichkeit, sich ein Wochenende oder mehrere Tage zu entspannen oder aktiv die Natur zu entdecken, z. B. «Yoga & Relax», «Wandern & Relax», «Stand Up Paddle & Relax (Luganersee)». Das Sahnehäubchen hierzu bieten dipl. Masseurinnen, die mit Massagen verwöhnen. Ahhh! zVg. Seminare für Yoga- und Wanderfans Aufblühen im Frühling: mit Yoga, Fasten, Detox, Wandern, Pilates und mehr. In der Casa Santo Stefano finden inspirierende Seminare statt – dies wissen insbesondere Yoga- und Wanderfans. Dolce far niente vom Feinsten! Anreise: mit dem Auto oder ÖV, Miglieglia liegt ca. 25 Autominuten von Lugano entfernt. Text: Karin Breyer zVg.

  • Warum pilgern? Ein Ausstieg auf Zeit auf den schönsten Pilgerwegen der Schweiz

    Warum pilgern? Einfach losziehen. Am Tag 20 Kilometer marschieren, je nach Lust und Laune mehr – oder auch weniger. Pausen einlegen. Wind und Wetter fühlen. Ins Unbekannte gehen. Nach innen lauschen, essenziell werden, das Numinose erfahren. Kraft tanken. Bei sich ankommen. – Das ist es, was Pilgerinnen und Pilger leidenschaftlich motiviert, einfach für ein paar Tage oder gar Wochen zu «verschwinden». Foto: iStock Warum pilgern: Aufbruch an der Schwelle zu etwas Neuem Wer sich heutzutage bewusst auf Pilgerschaft begibt, steht häufig an der Schwelle zu etwas Neuem, nach dem Motto: «Du musst dein Leben ändern.» Eine Krise, Scheidung, Burnout oder Überdruss leiten eine Suchbewegung ein. Oder es beginnt ein neuer Lebensabschnitt, etwa Heirat, Berufswechsel. Existenzielle Fragen brennen im Herzen: Wer bin ich? Wo stehe ich? Wohin will ich? Was ist der nächste Schritt? Woran glaube ich? Natürlich kann man auch aus purer Freude losziehen. Ein Ausstieg auf Zeit: Schritt für Schritt nach innen Mit der Entscheidung für einen Ausstieg auf Zeit löst man sich aus der Enge des gewohnten Daseins und zieht ohne Ballast von dannen. Meist allein. Schritt für Schritt erobert man sich die fremde Landschaft, auch die «innere Reise» beginnt. Was zählt, ist der Augenblick. Endlich Stille. Endlich Zeit, nachzudenken. Ein Rendezvous mit sich selbst. Beglückendes und Belastendes kommen im Laufe der Tage ans Licht. Der Blick fürs Wesentliche wird geschärft, man wagt neue Gedanken und Visionen – und hofft auf eine Inspiration, die dem Leben eine neue Richtung weist. Erstaunt stellt man fest, wie wenig zum Leben notwendig ist. Um dann energiegeladen, gereift, geklärt, mit neuen Ideen zurück in den Alltag zu kehren. Auf den schönsten Pilgerwegen der Schweiz Schweizer Jakobsweg: vom Bodensee/Rorschach an den Thunersee, in zehn Etappen (mit Nr. 4, Via Jacobi signalisiert). Geschichtsträchtige Via Francigena (dt. Frankenweg): von Ste-Croix/Jura zum Grossen Sankt-Bernhard-Pass/Wallis, in zehn Etappen (mit Nr. 70 signalisiert). Via Jura: von Basel nach Biel, in sieben Etappen (mit Nr. 80 signalisiert). Thurgauer Klosterweg: von Schaffhausen nach Tobel, in drei Etappen. Routenverläufe unter: www.schweizmobil.ch Wie bereite ich mich vor? Vorplanen: Route, Gepäckauswahl, evtl. Übernachtungen. Was mitnehmen? Am besten so wenig wie möglich. Als Faustregel gilt: Der Rucksack sollte nur 10 Prozent des Körpergewichts betragen. Essenziell: das richtige Schuhwerk, Bekleidung für alle Wetterlagen (Funktionswäsche), Wanderstöcke, medizinische Grundversorgung, Reiseproviant. Wo schlafen? In der Schweiz findet man entlang des Pilgerwegs problemlos eine (einfache) Unterkunft: Pilgerherbergen Landgasthöfe, Bed and Breakfasts, Bauernhöfe teilweise mit Schlafmöglichkeit im Stroh. Mit dem Pilgerausweis (bestellbar unter www.jakobsweg.ch oder www.via-francigena.com) ist die Wanderin als Pilgerin ausgewiesen und hat verschiedenste Vorteile wie günstige Übernachtung in Klöstern und Herbergen. Aktuelle Weginformationen, Übernachtungsmöglichkeiten, GPS-Tracks sowie Wander-Apps zum Herunterladen gibt es hier: www.wanderland.ch, www.jakobsweg.ch, www.via-francigena.com, www.pilgern.ch Text: Karin Breyer

  • Burgengratweg Aesch: Frühlingswanderung zu den Burgruinen rund um Aesch

    Die Wanderung auf dem Burgengratweg in Aesch führt im Frühling entlang des Klusbachs und sonnendurchfluteter Rebhänge und bald schon auf wurzeligen Naturpfaden zu den Ruinen rund um Aesch. Auf neun Kilometern begleiten Burgruinen, altes «sprechendes» Gemäuer und die erwachende Natur den Weg. zVg. Ruine Pfeffingen Burgengratweg Aesch: durch Rebhänge und erwachende Frühlingsnatur Aesch liegt am Fluss Birs zwischen den Bergrücken des Blauen und Gempen. Herrlich ists hier im Frühling, wenn sich neues Leben Bahn bricht und es unaufhaltsam spriesst und grünt. Die erwachende Natur lässt sich besonders schön auf dem wildromantischen Burgengratweg entdecken. Wie schon mitklingt, erheben sich am Wegesrande einige Burgruinen und altes «sprechendes» Gemäuer mit spannender Geschichte. Binnen Kürze kehren Sie den Häusern von Aesch den Rücken und tauchen entlang des murmelnden Klusbachs ein in ländliche Idylle. Zunächst vagabundieren Sie entlang der sonnendurchfluteten Rebhänge des Klusbergs. Blühendes Leben kommt Ihnen entgegen, am Wegesrand pulsiert es gelb, grün, weiss: Schlehen, Haseln, Obstbäume, Schlüsselblumen, Buschwindröschen. Die Kraftortforscherin und Geobiologin Blanche Merz hat das Gebiet um die Aescher Klus als Ort mit besonders hoch schwingender Energie gemutet. In der Tat hat man auf dieser Wanderung das Gefühl, starke Kraftfelder zu betreten, die einen immer wieder verzaubern. Von der Schalberghöhle zur Ruine Pfeffingen Via Untere Klus erreichen Sie den Wald – es wird jetzt wilder, gleich lotst Sie beim mächtigen Felsen der wurzelige Burgengratweg links in die Höhe. Schon bald stehen Sie vor der imposanten Schalberghöhle, die, wie Ausgrabungen belegen, bereits von Neandertalern genutzt wurde. Unter leuchtend grünem Blattwerk schlängeln Sie sich hinauf zur Ruine Schalberg, bald zeigen sich die spärlichen Reste der Ruine Engenstein und Ruine Münchsberg. Und weiter gehts, auf weich federndem Boden, sanft auf- und abwärts und immer wieder herrlichen Ausblicken, bis Sie in Bergmatten einlaufen und den Weg zur Ruine Pfeffingen einschlagen, die für heute letzte und wohl eindrücklichste Ruine. In der grossen Anlage, mit dominantem Turm, trutzigen Zinnen und gut erhaltenen Mauerresten, schlägt wohl jedes Burgenherz höher. Nach Verlassen der Burg kommen Sie gleich an dem prächtigen Schlossgut und Schulheim vorbei, über den Muggenberg gehts zurück nach Aesch. Was für eine schöne Art, den Frühling einzuläuten. Route, Wanderzeit und Anreise ROUTE: Aesch Dorf (315 m ü.M.) – ca. 100 m auf der Hauptstrasse, dann rechts in die Klusstrasse, dem Wanderweg/Kulturweg folgend, dann in die Kirschgartenstrasse und aus dem Dorf hinaus – Vordere Klus (359 m ü.M.) – Untere Klus (380 m ü.M.) – Burgruine Schalberg – Burgruine Münchsberg – Kleinfegg (461 m ü.M.) – Bergmatten – Burgruine Pfeffingen (480 m ü.M.) – Muggenberg (440 m ü.M.) – Aesch. Beschildert mit gelber Raute und als Burgengratweg. Reine Wanderzeit: 3 bis 3,5 Stunden. Länge: 9 Kilometer. Anreise: Mit dem Zug bis Basel SBB, dann weiter mit der Tram Nr. 11 bis Aesch Dorf. Rückreise: Von Aesch Dorf mit der Tram bis Basel SBB. Text: Karin Breyer

  • Monopoly Skigebiete der Schweiz: das neue Original für Familie und Freunde

    Das neue Original Monopoly mit den schönsten Skigebieten der Schweiz ist nicht nur für Bergsportler ein Muss. Das bebilderte und zweisprachige Brettspiel verspricht gemütliche Spielrunden am Familientisch und die Frage, wer sich die schönsten Skigebiete der Schweiz angelt. Monopoly «Die schönsten Skigebiete der Schweiz» Skifahren in den Schweizer Alpen Skifahren gehört zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Schweizerinnen und Schweizer. Man bewegt sich nicht nur in der freien Natur in den wunderschönen Schweizer Alpen, sondern fördert damit auch seine Gesundheit aktiv. Die Skigebiete der Schweiz bieten mit ihren perfekt präparierten Pisten, den beeindruckenden Abfahrten, imposanten Halfpipes und tief verschneiten Landschaften alles, was das Wintersportler-Herz begehrt. Die Bergbahnen gehören zu den modernsten und zuverlässigsten der Welt und bringen die Wintersportler sicher und schnell zu den schönsten Gipfeln. Neu ist das Original Monopoly mit den schönsten Skigebieten der Schweiz erschienen, weil spielen so viel Spass macht. Gesellschaftsspiele am Familientisch Gesellschaftsspiele, im traditionellen Sinn, stellen immer den sozialen Aspekt des Spielens in den Mittelpunkt, die sogenannte Vergesellung (Gesellschaft). Gerade Spiele, die am Familientisch in gemütlicher Runde gespielt werden können, sind aktuell sehr beliebt. Familie, Freunde und vor allem auch Kinder erleben fernab von Handy und Tablet lustige Momente im entspannten sozialen Umfeld. Zudem fördert das Spielen generell die Kreativität, die Fantasie und das Denkvermögen. Monopoly Skigebiete Schweiz: das Original mit den schönsten Wintersportorten Monopoly gehört zu den beliebtesten und bekanntesten Brettspielen der Welt. Schon vor über 85 Jahren wurde es zum ersten Mal gespielt und geniesst noch heute bei Klein und Gross eine sehr hohe Beliebtheit. Wer träumt nicht von unendlichem Reichtum und Besitztümern? Alles das ist nun, wenn auch nur für wenige Stunden, möglich. Wer wird die mächtigste Schweizerin und wer der mächtigste Schweizer? Wer angelt sich die schönsten Skigebiete der Schweiz? Oder wer baut seine Häuser und Hotels in den beliebtesten Skidestinationen der Schweiz und verlangt von seinen Mitspielern horrende Mieten? Ein riesiger Spass für den gemütlichen Familien- oder Freunde-Abend. Das ist das Original Monopoly der schönsten Skigebiete der Schweiz! Das bebilderte und zweisprachige (deutsch/französisch) Original Monopoly mit den schönsten Skigebieten der Schweiz ist bei Orell Füssli, Ex Libris und Franz Carl Weber erhältlich.

  • 50 sensationelle Schweizerinnen: das Buch über Mut, Kreativität und Tapferkeit

    Das Buch «50 Sensationelle Schweizerinnen» von Laurie Theurer, Katie Hayoz, Anita Lehmann, Barbara Nigg und Alnaaze Nathoo würdigt die zahlreichen Errungenschaften von Schweizerinnen. Kurze Biografien geben einen Einblick in das Leben von 50 zeitgenössischen und historischen Frauen, die inspirieren und faszinieren. zVg. 50 sensationelle Schweizerinnen zum Jubiläum des Frauenstimmrechts Im Februar 2021 feierten die Frauen in der Schweiz das 50-Jahre-Jubiläum ihres Stimm- und Wahlrechts. Das Buch «50 Sensationelle Schweizerinnen» von Laurie Theurer, Katie Hayoz, Anita Lehmann, Barbara Nigg und Alnaaze Nathoo würdigt die zahlreichen Errungenschaften von Schweizerinnen, beleuchtet ihre Schicksale und zeigt ihre Stärken auf. Biografien, die inspirieren und faszinieren Kurze Biografien geben einen Einblick in das Leben von 50 zeitgenössischen und historischen Frauen, die inspirieren und faszinieren. Die Biografien wurden von der Schweizer Illustratorin Michelle Lachausse farbig bebildert. Schweizerinnen strotzen vor Mut, Kreativität und Tapferkeit. Das Land ist klein, aber an Heldinnen mangelt es hier nicht!

  • Wandern in der Nordwestschweiz: Karin Breyers Wanderbuch mit 20 abwechslungsreichen Touren

    Die pittoresken Hügellandschaften der Region Nordwestschweiz sind der Geheimtipp unter den Wanderern. Das Wandern in der Nordwestschweiz hat Karin Breyer, die selbst gern wandert, in einem neuen Wanderbuch vereint. zVg. Wandern in der Nordwestschweiz: 20 Touren zwischen Saignelégier und Laufenburg Wandern zwischen Saignelégier und Laufenburg, zwischen Basel und Bubendorf. In Karin Breyers neuem Wanderbuch sind die beliebtesten Touren zusammengefasst. Karin Breyer wandert gern und hat bereits sieben Wanderbücher geschrieben. Diese beliebten Touren in der Nordwestschweiz sind nun erstmalig in einem Buch vereint. Es sind 20 abwechslungsreiche Wanderungen zu Naturschönheiten, trutzigen Burgen und imposanten Schlössern. Auf schmalen Pfaden, durch wildromantische Wälder, liebliche Täler und pittoreske Dörfer, entlang rauschender Bächlein oder grosser Flüsse, mal steinig, mal auf sanftem Waldboden. Die beschriebenen Routen sind alle mit dem öffentlichen Verkehr zu erreichen. Um die Wanderplanung zu vereinfachen, fehlen auch praktische Angaben wie Wanderzeit und Wegstrecke sowie An- und Rückreise nicht. Ein Extra-Plus: Die Wanderungen sind nach Jahreszeiten geordnet. So ist für jedes Bedürfnis etwas dabei. zVg. Das Wanderbuch «Wandern in der Nordwestschweiz» von Karin Breyer Wandern in der Nordwestschweiz von Karin Breyer Friedrich Reinhardt Verlag ISBN-Nr.: 978-3-7245-2424-3 Weitere Infos finden Sie hier.

  • Helvetiq: Basler Spiele, Bücher und Rätsel von Hadi Barkat

    Die Basler Firma HELVETIQ gestaltet neue Erlebnisse für Gelegenheitsspieler, Buchliebhaber und Design-Aficionados – sowohl in gedruckter als auch digitaler Form. Die Titel inspirieren, bringen Menschen zum Lachen und lassen das Unbekannte im Bekannten sehen. Hinter den Helvetiq Spielen steht Hadi Barkat, CEO und Gründer der Basler Firma. zVg. Helvetiq Helvetiq Spiele: vom Einbürgerungstest bis zur Bierwanderung Sind Sie gerade dabei, sich auf den Schweizer Einbürgerungstest vorzubereiten und möchten gleichzeitig Spass haben? Möchten Sie auf eine Bierwanderung gehen? Suchen Sie nach Tipps für Ihre nächste Weltreise? Möchten Sie Ihre organisatorischen Fähigkeiten bei einem Logistikspiel verbessern? Wie viel wissen Sie über Wein-, Baby- und Bierthemen? Testen Sie sich selbst! zVg. Die Spiele GEOGRAPHICA und HELVETIQ Hadi Barkat und die Geschichte hinter dem Spiel Helvetiq Dies ist die inspirierende Geschichte von Hadi Barkat, dem CEO und Gründer. Während sich der gebürtige Algerier mit Ingenieurabschluss auf einen Einbürgerungstest vorbereitete, fragte er seine Schweizer Freunde aus. Die wussten jedoch weniger als sie dachten oder behaupteten. Alle mussten darüber lachen. Und so begann die Idee für das Spiel HELVETIQ in Barkats Kopf zu wachsen. Nachdem er einen Schweizer Spieldesigner getroffen hatte, starteten er und sein Team mit 3000 Exemplaren. Zum grossen Staunen der Spielfans war HELVETIQ innerhalb der Schweiz bereits nach einem Monat ausverkauft. Es wurde ein Klassiker und ging bis 2021 stolze 30000 Mal über den Ladentisch. zVg. Hadi Barkat mit seinem Erstlingsspiel HELVETIQ Vom Erstlingsspiel zum internationalen Verlag: Helvetiq in Basel Als 2015 der Erfolg derart gross wurde, kündigte Barkat seinen Job im Ausland, zog nach Basel und widmete sich ganz seiner eigenen Firma. Ab dann spielte er ein neues und grösseres Spiel. Er stellte ein mehrsprachiges, multikulturelles, weit gereistes Team zusammen. Mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern teilt er dieselben Werte: Lernbereitschaft, Innovation und exquisites Design. Neue Spielsammlungen wurden entwickelt, Ideen für Bücher mit eingängigen Titeln veröffentlicht, Stadträtsel und verschiedene neue Objekte wurden Teil dieses authentischen und originellen Produkt-Portfolios. Bei jeder Kreation spielen Grafikdesign und Illustrationen eine zentrale Rolle. Dann wuchs die Neugier, ob es sich beim Erfolg lediglich um ein Schweizer Phänomen handelte. Barkat und sein Team wagten den Schritt nach Belgien und in die USA – und es funktionierte auch dort. Heute arbeiten sie mit Vertriebspartner in über 15 Länder zusammen. Bis 2021 hat die Firma HELVETIQ über 60 Buchtitel in Englisch, Deutsch und Französisch sowie 80 Familien-, Party- und Kinderspiele zusammen mit Rätseln und anderen Objekten verkauft. Zu den Bestsellern gehören Bierwandern Schweiz, die Matchbox Kollektion und das kleine Bandido-Spiel. Falls Sie sich während des Lockdowns nach Unterhaltung sehnen, testen Sie doch die HELVETIQ-Produkte. Sie werden es nicht bereuen! HELVETIQ Mittlere Strasse 4 4056 Basel Text: Connie Radavero zVg. Die Spiele GEOGRAPHICA und HELVETIQ

  • Natureisbahn in der Schweiz: die schönsten Orte zum Schlittschuhlaufen in freier Natur

    Natureisbahnen in der Schweiz bieten nebst herrlichem Panorama auch ein Gefühl von Freiheit. Anbei die schönsten Orte, wo man sich in freier Natur auf dem Eis austoben kann – vom Lac de Joux im Waadtländer Jura bis zum Natureisfeld des Hotels Kulm in St. Moritz. Foto: topin.travel Lac de Joux VD: die grösste Natureisbahn der Schweiz Die grösste Natureisbahn der Schweiz im Waadtländer Jura ist ab ca. Ende Januar geöffnet. Inmitten einer zauberhaften Winterlandschaft erstreckt sich der See über neuneinhalb Quadratkilometer und bietet Erholung und Spass sowohl für Kinder wie auch Erwachsene. Hinweis: Vor dem Betreten die offiziellen Sicherheitshinweise vor Ort beachten. Schwarzsee, FR: Natureisbahn am Bergsee Bei lang anhaltender Kälte lädt der Bergsee «Schwarzsee» im Kanton Freiburg zu einer Schlittschuhpartie ein. Die perfekte Alternative zum Skifahren oder Snowboarden. Eigene Schlittschuhe mitbringen! Sich entspannen und die Aussicht bewundern kann man auf den Holzstegen und in den Take-Away-Restaurants optimal. Natureisbahn auf der Alp Raguta, Feldis GR Die Alp Raguta liegt über dem Nebel auf 1950 Metern über Meer. Das bündner Hochplateau in der politischen Gemeinde Domleschg bietet ein einzigartiges Naturschauspiel. Fünf Fussminuten von der Bergstation der Sesselbahn Feldis-Mutta entfernt, vor gewaltigem Alpen-Panorama, besteht im Winter bereits seit dem Jahr 2002 eine Natureisbahn (20x44 m). Hier lässt es sich entspannt Schlittschuh laufen, Eisstock schiessen und Curling spielen. Schlittschuhmiete möglich. In der Berghütte gibt es einfache Speisen zu zahlbaren Preisen. Geöffnet bis Mitte März. Kulm Chesa al Parc, St. Moritz: das Natureisfeld des Hotels Kulm Schlittschuhlaufen auf geschichtsträchtigem Natureisfeld des Hotels Kulm in St. Moritz. Hier fanden 1928 und 1948 olympische Eiskunstlauf-Wettbewerbe statt. Im Kulm Country Club, im eleganten Eisbahn-Restaurant, lässt es sich nach sportlicher Betätigung gut verweilen. Geöffnet ab ca. Mitte Januar bis 1. April. Foto: Hotel Kulm Natureisfeld Filisur Unterhalb des Dorfes beim Ausgleichsbecken finden Sie das Natureisfeld von Filisur. Es steht sowohl gemütlichen Schlittschuhläufern als auch Eishockeyspielern zur Verfügung. Bei Mark Sport in Bergün können Schlittschuhe gemietet werden. Bei guter Witterung ist das Eisfeld täglich von Ende Dezember bis Ende Februar geöffnet.

  • Baloise Session: Beatrice Stirnimann über das Festival im Haifischbecken des Musikgeschäfts

    Seit Jahrzehnten behauptet sich das Festival Baloise Session im internationalen Musikgeschäft. Als Nischenplayer setzen CEO Beatrice Stirnimann und ihr Team auf Seriosität, Verlässlichkeit, persönliche Wertschätzung und nicht zuletzt auf viel Herzblut. Im Gespräch erzählt die CEO, wie das Boutique-Festival im Haifischbecken des internationalen Musikmarkts besteht. zVg. Beatrice Stirnimann Baloise Session: Boutique-Festival mit Clubtisch-Atmosphäre Miles Davis, Ray Charles, Liza Minnelli, Alice Cooper, Paul Anka, Elton John, Seal oder auch Jamiroquai, Grace Jones, Herbert Grönemeyer und viele weitere vergleichbar bekannte Musikgrössen konzertierten schon live im beschaulichen Basel. Und dies nicht etwa an Grossveranstaltungen, sondern in intimen Indoor-Konzerten, mit Clubtisch-Atmosphäre, Kerzenlicht und dichtem Kontakt zum Publikum. Dieses Kunststück gelingt seit 37 Jahren Beatrice Stirnimann und ihrem Team am alljährlichen Musikfestival Baloise Session. Wie kann man sich mit einem solchen Nischenprodukt im harten internationalen Musikbetrieb so lange so erfolgreich behaupten? Wenn man den heutigen Musikmarkt betrachtet, ist das in der Tat erstaunlich. Früher waren Musikveranstalter Musik liebende Enthusiasten. Heute ist der internationale Musikmarkt ein Milliardenbusiness, der von börsennotierten Konzernen wie Live Nation, AEG, DEAG und vielen mehr kontrolliert wird. Die Baloise Session als selbstständiges und Inhaber geführtes KMU schwimmt da in einem grossen Haifischbecken und muss sich alljährlich immer wieder neu beweisen. Das ist alles andere als einfach. Doch es ist wie in allen Märkten: Es gibt die Goliaths, aber es gibt auch Platz für kleine und feine Nischenprodukte wie uns, die gut funktionieren, wenn sie seriös und verlässlich arbeiten und sich von der Konkurrenz der grossen Masse unterscheiden. Notwendig ist auch, das Vertrauen aller Partner wie Sponsoren, Gönner, Musikagenten, Musikschaffenden und Lieferanten zu gewinnen und über all die Jahre zu erhalten. Ohne Sponsoren und Gönner gäbe es uns nicht. Sie alle helfen, unser Boutique-Festival durchzuführen. Kultur gibt es nur dank Geldgebern, die die Wichtigkeit der Kultur erkennen. Zudem braucht es viel Herzblut, Initiative, Optimismus, Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen, Haare auf den Zähnen, eine dicke Haut, Verlässlichkeit, Beharrlichkeit, ein Flair für Zahlen, Verhandlungsgeschick, Überzeugungskraft und einen grossen Glauben an das eigene Projekt. Und ein Team, das füreinander einsteht. Mein persönliches Mantra ist: Ein Nein ist keine Absage, sondern ein Ansporn, es zu einem späteren Zeitpunkt mit der gleichen Anfrage noch einmal zu probieren. Als Sie 2016 nach dem Tod Ihres langjährigen Geschäftspartners Matthias Müller die alleinige Leitung des Musikfestivals übernahmen, konnte dieses bereits auf 30 Jahre erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Belastung oder Ansporn? Es war beides. Es war zum einen eine grosse Belastung, Matthias durch seine Krankheit und den viel zu frühen Tod zu begleiten sowie einen besten Freund und Geschäftspartner zu verlieren. Ich hatte die Aufgabe, das Festival weiterzuführen, was wir vorher über 20 Jahre gemeinsam taten. Wir kannten uns gut, schätzten einander aufrichtig und konnten uns blind aufeinander verlassen. Es gibt noch heute Momente, in denen ich ihn vermisse. Aber gleichzeitig war und ist es auch ein grosser Ansporn. Das Festival existiert heute seit 37 Jahren, und es soll auch weitere 37 Jahre und noch länger bestehen bleiben. Ich musste nach Matthias’ Tod nicht zweimal überlegen, ob ich weitermache oder nicht, denn mein Herz hatte ich schon 1993 als Abendhelferin an das Festival verloren. Zudem durfte ich auf Steffi Werthmüller zählen, der auch einer der Gründer des Festivals war und seit dem Tod von Matthias als Verwaltungsratspräsident des Festivals amtet. Steffi ist das «rote Telefon» für alle möglichen Fragen, bei denen ich Unterstützung benötige. Sein Herz schlägt genauso für das Festival wie meines. Er, das Festivalteam und ich, wir sind das Power-Team, das dafür sorgt, dass das Festival im Haifischbecken überleben kann. Und dann natürlich der Ansporn, so viele Top Acts wie möglich nach Basel zu bringen und so den Namen von Basel in die Welt hinauszutragen. Seit bald 30 Jahren arbeite ich nun für das Festival, und an Ansporn hat es mir in dieser ganzen Zeit noch nie gefehlt. Wohlfühlatmosphäre, Kerzenschein, Herzblut — das wären eigentlich dem Klischee zufolge typisch weibliche Spezialitäten. Und doch gibt es in diesem Genre kaum Managerinnen. Warum eigentlich? Ich kann es nicht erklären. Ausser vielleicht damit, dass man es wollen muss, sich ständig in einer Männerwelt zu behaupten. Das kann sehr anstrengend sein. Aber auch sehr befriedigend, wenn es gelingt. In unserem Team mangelt es nicht an Frauen. Das ganzjährige Team besteht aus zehn Frauen und «nur» zwei Männern. Unsere Organisation ist also Frauenpower pur. Seit 2014 engagieren Sie sich in der Stiftung AMIE, die den Berufseinstieg junger Mütter unterstützt. Warum? Ist es ein Versuch, Netzwerke zu stärken und auszubauen? Nein, AMIE ist eine Herzensangelegenheit und mein Ausgleich zur manchmal doch zu sehr von Glamour, Geld und von Oberflächlichkeit getriebenen Musikbranche. AMIE gibt Frauen, die sehr früh Mutter geworden sind, eine Chance, auf eigenen Beinen zu stehen, einen Job zu finden, Kind und Beruf zu vereinen und sich aus der Abhängigkeit der Sozialhilfe zu befreien. AMIE schafft es, Frauen ein neues Leben zu geben. Das ist eine ganze andere Aufgabe, und es macht mich einfach glücklich, dabei mitzuhelfen und Frauen auf ihrem Lebensweg zu unterstützen. Die letzten zwei Jahre waren für alle Kulturbetriebe hart. Wie haben Sie diese Zwangspause erlebt und genutzt? Es war zwar eine Zwangspause für das Festival in der Event-Halle, aber trotzdem haben wir zwei Jahre Konzerte veranstaltet, dies aber in Form von Livestreams im Internet. 22 Monate haben wir jeden letzten Montag im Monat einen Livestream organisiert, mit Kunstschaffenden wie Stephan Eicher, Hecht, Milow, Bastian Baker, Sina, Steff la Cheffe, Anna Rossinelli und vielen mehr. Mit diesen Streams haben wir über acht Millionen Menschen erreicht, die einfach dankbar waren, dass trotz Kulturverbot Live-Musik geboten wurde. Während der zwei Lockdowns hatten wir teilweise bis zu 8000 Livestream-Gäste. Die Konzerte waren auch noch danach verfügbar, und somit wurde jedes Konzert 300'000 bis 350'000-mal angeklickt — ein Zeichen, dass Musik ein wichtiger Ausgleich in dieser schwierigen Zeit war. Wir haben somit gelernt, dass es auch in der grössten Krise Möglichkeiten gibt, seinen Job zu machen. Anders halt, aber trotzdem so, dass wir Menschen mit der Baloise Session glücklich machen konnten. Und Kunstschaffende auch, denn die waren einfach nur froh darüber, auftreten zu können und dank der Basler Versicherungen und unseren Hauptsponsoren sogar eine Gage dafür zu erhalten. Nach zwei Jahren Entzug: Auf welche Höhepunkte im neuen Live-Programm können wir uns freuen? Für uns wird das ganze Festival ein Höhepunkt, denn es kann wieder stattfinden. Darüber sind wir überglücklich. Es gibt zehn Abende mit unterschiedlichsten musikalischen Höhepunkten und Themenbereichen für jeden Abend: ROADS OF ROCK, STAR POETS, MADE IN HAMBURG, MAGIC SEDUCTIONS, FEEL AGAIN, IRISH EMOTIONS, GRAMMY JAZZ und BRITISH POP TRADITION. So kann jeder Besucher seinen eigenen musikalischen Höhepunkt finden. Ich freue mich auf Elisa, die grandiose italienische Sängerin (MAGIC SEDUCTIONS am Samstag, 5. November), auf die Tedeschi Trucks Band (ROADS OF ROCK am Samstag, 29. Oktober), eine der aktuell musikalischsten Bands aus den Südstaaten der USA, sowie auf Holly Johnson von Frankie Goes To Hollywood (BRITISH POP TRADITION am Freitag, 11. November). Frankie Goes To Hollywood war meine Ikone in den 1980er-Jahren. Nach der Konzertreihe ist vor der Konzertreihe. Woher schöpfen Sie die Kraft, immer wieder mit frischem Elan in eine neue Saison zu starten und durchzuhalten? Kraft tanke ich mit Sport, ich liebe CrossFit, Langlaufen und Windsurfen an der Ostsee oder in Brasilien. Kraft tanke ich auch mit meinem Partner, vor allem, wenn wir mit unserem VW-Bus unterwegs sind. Und mit meiner Familie und Freunden, die für mich da sind, wenn das Festival vorbei ist und ich endlich wieder Zeit für sie habe. Text: Ulrike Zophoniasson zVg. Baloise Session

  • Valposchiavo: Poschiavo und die Handweberei Tessitura im Puschlav

    Das Valposchiavo – ein italienischsprachiges Tal im Kanton Graubünden – besticht durch eine nahezu unberührte Berg- und Gletscherregion. Im Städtchen Poschiavo aber trifft Weltabgeschiedenheit auf Weltoffenheit und besondere Errungenschaften in Textilgewerbe und Architektur. Poschiavo, auf Deutsch Puschlav, ist eine bezaubernde Melange aus italienischer Lebensart und Schweizer Bodenständigkeit. Foto: palazzi-poschiavo.ch Poschiavo im Valposchiavo: italienische Lebensart und Schweizer Bodenständigkeit Poschiavo, auf Deutsch Puschlav, an der Grenze der Herrschaftsgebiete von Veltlin und Graubünden gelegen, ist eine bezaubernde Melange aus italienischer Lebensart und Schweizer Bodenständigkeit. Beim Bummel durch das 3500-Seelen-Örtchen reiht sich ein Bijoux ans andere. Hier ein paar Tage zu verbringen ist Dolcefarniente vom Feinsten. Das Hotel Albrici, ein imposantes Patrizierhaus aus dem Jahre 1682 auf der südländischen Piazza, ist ein guter Ort zum Übernachten oder auch nur zum Genuss von Pizzoccheri. Viele sehenswerte Palazzi, hohe Kirchtürme, enge Gassen prägen das Ortsbild von nationaler Bedeutung. Mediterran anmutende Häuser mit bunten Fensterläden säumen den Hauptplatz von Poschiavo Borgo und die Seitenstrassen. Fassaden in Gelb und Rosé mit herrlichen Malereien, Stuck und Erker zieren die sogenannten «Zuckerbäckerhäuser», manche gleichen gar kleinen Renaissancepalästen. Wer sich für die facettenreiche lokale Vergangenheit interessiert, wird im ethnografischen Museum fündig, untergebracht im barocken Palazzo de Bassus-Mengotti und in der Casa Tomé, einem der ältesten und besterhaltenen Bauernhäuser des Alpenraums. In der prachtvollen Casa Console lockt eine Sammlung von Gemälden der Romantik. Tessitura Valposchiavo: Handweberei im Puschlav Lokale Tradition und ein weltoffener Geist sind in der hoch spezialisierten Weberei Tessitura Valposchiavo, einer der letzten professionellen Handwebereien der Schweiz, zu finden. Im Jahre 1955 wurde die Weberei gegründet, um die Abwanderung aus dem Valposchiavo zu verhindern und die alte Tradition des Handwebens zu erhalten. Heute kreieren drei Weberinnen hochwertige Textilien, sie bewegen sich zwischen Handwerk und Kunst, zwischen modernem Design und Tradition. In aufwendigen Verfahren weben sie Stoffe am laufenden Meter – aus Leinen, Baumwolle, Hanf, Wolle, Seide. Und erschaffen Geschirrtücher, Kissen, Tischdecken, Heimtextilien, Accessoires uvm. von unverwechselbarem Charakter. Eine Besonderheit ist die neue Badekollektion «I colori della Valle». Die vielseitige Linie ist inspiriert von der Frische und Lebendigkeit der Farben der Natur des Valposchiavo. Verschieden grosse Handtücher und Waschlappen leuchten im warmen Gelb des Löwenzahns, im Rosa der Alpenrosen und im sprudelnden Türkis der klaren Seen. Die Weberinnen setzen auch Ideen von Innenarchitektinnen und -architekten um, längst haben Modedesignerinnen aus Zürich die Tessitura entdeckt und lassen sich Stoffe weben für Unikate und kleine Kollektionen. Das ist einer der vielen Vorteile eines Handwerkbetriebs: Die drei Frauen können individuelle Designideen ihrer Kundinnen und Kunden verwirklichen. Schön und kostbar zugleich sind all die gewebten Produkte, die sich im täglichen Gebrauch bewähren, aber auch ein echter Hingucker sind. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag (www.tessitura.ch). Text: Karin Breyer

  • Tavola Rosa Basel: Verein für Austausch und Hilfe bei Brustkrebs

    Der neugegründete Verein TAVOLA ROSA BASEL wirkt im Kleinen und schafft mit gemeinsamen Treffen und Spaziergängen ein lokales Angebot, wo Austausch und Verstandenwerden im Zentrum stehen. Begleitung, Informationsvermittlung und Hilfe zur Selbsthilfe – ein Engagement von Betroffenen für Betroffene. zVg. Tavola Rosa Basel: Verein von Betroffenen für Betroffene Barbara Kundert hat unter dem Namen TAVOLA ROSA seit 2016 schweizweit mehrere Stammtische initiiert und lokal moderiert. Sie ist selbst «Survivor» und ausgebildete Peer-Supporterin beim Cancer Council in Sydney. Als Basis für ihr künftiges Engagement und Kooperationen gründete sie mit vier Frauen Ende 2020 den gleichnamigen Non-Profit-Verein. Alle Vorstandsmitglieder von TAVOLA ROSA BASEL engagieren sich aus Überzeugung und ehrenamtlich. zVg. Barbara Kundert, Initiantin und Moderatorin Tavola Rosa Angebote und Webseite von Tavola Rosa Informationen zu Angeboten und zum Verein finden Sie auf der neuen Webseite www.tavola-rosa.ch Der gesamte visuelle Auftritt ist der ehrenamtlichen Arbeit von Büro Spreng, www.buerospreng.ch, zu verdanken.

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