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  • DER HAUPTBAU DES KUNSTMUSEUMS WIRD FÜR DIE SANIERUNG GESCHLOSSEN

    Der Hauptbau des Kunstmuseums Basel stammt aus dem Jahr 1936 und muss grundlegend saniert werden. Derzeit läuft das Vorprojekt für die Gesamtsanierungs- und Umbaumassnahmen. Anschliessend wird das detaillierte Bauprojekt erarbeitet. Fest steht bereits heute, dass der Hauptbau während der Sanierung, die frühestens Mitte 2027 starten wird, geschlossen bleibt. Um den Werterhalt des Kunstmuseums Basel sicherzustellen, müssen die Gebäudehülle, der Innenausbau und die technische Infrastruktur in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege saniert werden. Gleichzeitig mit der Gesamtsanierung sollen im Erdgeschoss die Nutzungen optimiert werden. Der Lenkungsausschuss hat auf Antrag der Projektorganisation, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Bau- und Verkehrsdepartements, des Präsidialdepartements, des Kunstmuseums sowie Immobilien Basel-Stadt, beschlossen, dass der Hauptbau während der Sanierung geschlossen bleibt. Einerseits, da damit die Sicherheit der Kunstwerke besser gewährleistet werden kann. Andererseits hat sich in der Vergangenheit und auch in anderen Städten gezeigt, dass Teilschliessungen der Öffentlichkeit schlecht zu vermitteln sind und das Besuchererlebnis leidet. Mit dem Neubau und dem Haus Gegenwart stehen dem Kunstmuseum Basel auch bei einem geschlossenen Hauptbau weiterhin Ausstellungsflächen zur Verfügung. So werden auch während der Sanierung des Hauptbaus grosse Sonderausstellungen im Neubau stattfinden. Die Ausstellungsfläche für die Sammlungspräsentation wird aufgrund der Schliessung des Hauptbaus stark reduziert sein. Deshalb ist das kuratorische Team des Kunstmuseums aktuell damit befasst, einen konzentrierten Sammlungsparcours vorzubereiten. Im Neubau und im Gegenwart sollen Highlights aus der ständigen Sammlung auf überraschend neue Art und Weise präsentiert werden. Diverse weitere Möglichkeiten, die Sammlung physisch und digital zugänglich zu halten, werden ebenfalls geprüft. Derzeit läuft das Vorprojekt für die Gesamtsanierung des Hauptbaus. In dessen Rahmen werden Lösungsmöglichkeiten für die Optimierung des Erdgeschosses untersucht, Konzepte für die architektonische Umsetzung, energetische Ertüchtigung und Erneuerung der Gebäudetechnik in enger Zusammenarbeit mit den Nutzern und der Denkmalpflege entwickelt und ein Terminplan sowie eine Grobkostenschätzung erstellt. Tangiert von den Optimierungs- und Sanierungsmassnahmen ist der gesamte Hauptbau, unter anderem der Shop, aber auch der Vortragssaal, die Ateliers Bildung & Vermittlung, das Bistro, das Kupferstichkabinett inklusive Studienraum, der Kassen- und Empfangsbereich inklusive den Galerieräumen sowie diverse Lagerräume und Werkstätten. Nach Abschluss des Vorprojekts wird das detaillierte Bauprojekt inklusive Kostenvoranschlag ausgearbeitet und aufgrund dessen der Baukredit beantragt. Die Realisierung, die voraussichtlich drei bis vier Jahre dauern wird, startet frühestens Mitte 2027 – vorbehältlich der Dauer des politischen Prozesses zur Ausgabenbewilligung und der behördlichen Genehmigungen.

  • BASEL WIRD ZUM GESAMTKUNSTWERK

    «Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen.» Joseph Beuys Bild oben rechts: Art Unlimited, General Impressions Die Kunstwelt rückt zusammen: Das Quartier Kleinbasel wird mit den vier Kunstmessen Art Basel und Art Unlimited, Liste, Volta und Photo Basel sowie dem Basel Social Club auf dem Franck Areal zum Global Art Village. Das Bermuda-Dreieck Theater, Kunsthalle und Kunstmuseum lädt die Besucher am Samstag, 17. Juni zu «Finally Saturday», einem grossen Open-Air ein. Unter dem Motto «Ein attraktives Basel für eine attraktive Art Basel» weht während des Highlights des Kulturjahres ein Hauch Weltstadt durch Basel: Die Stadt wird nicht nur herausgeputzt, sondern selbst zum Schmuckstück für den globalen Kunstmarkt. Dank einer Kapitalerhöhung von 34 Millionen Schweizer Franken für die Messe Basel (MCH Group) verwandeln die zwei vom Kanton neu geschaffenen Taskforces Tourismus und Kultur Basel vom 12. bis 18. Juni in ein bisher unvorstellbares Kunstmekka: Die Stadt wird zu einem einzigen Gesamtkunstwerk. Die «Art-Week», die Woche der Kunstmesse Art Basel, ist nicht nur für viele Freunde der Kulturstadt die schönste Jahreszeit. Ähnlich wie für Fasnächtler die «drey scheenschte Dääg» lässt die Art Basel die Herzen der Kunstliebhaber weltweit höher schlagen. Ausgebuchte Hotels, überfüllte Restaurants, lange Schlangen vor der Messe und schwindelerregende Preise sind die Folge. Für Normalsterbliche zeigte sich die Art Basel daher oft eher aus der Ferne. Neu aber wird die ganze Stadt zum Kunstwerk: Das Flaggschiff aller Messen der MCH (Messe Group Basel) soll unter dem Motto «pART of it» vermehrt in die Stadt und unter die Leute gebracht werden. Gleichzeitig soll während der Art Basel die «Willkommenskultur» in der ganzen Stadt gestärkt werden. Knapp 150 Hotellerie- und Gastrobetriebe verpflichten sich, mit einer Charta «gegen Preisexzesse und für mehr Gastfreundschaft» die hohen Standards der Art-Woche zum Beispiel dank eines neuen Welcome-Packages für auswärtige Gäste zu steigern. Bisher umwehte nämlich stets ein Hauch Exklusivität die Art. Nicht nur Tickets für die Vernissage und die legendären Art-Partys waren in den vergangenen Jahren oft heiss begehrt und sehr gesucht. Bereits der Besuch der weltberühmten Kunstmesse fiel für viele finanziell ins Gewicht. Das wollen die Behörden ändern. Zunächst einmal mit dem gesenkten Preis einer Tageskarte für Einwohner des Kantons Basel-Stadt: 54 statt 67 Franken kostet das Kunsterlebnis für Ortsansässige neu. Noch mehr allerdings wird die Art-Woche dank den beiden frisch geschaffenen Taskforces Tourismus und Kultur die ganze Stadt in ein Kunstwerk verwandeln. Ganz Basel wird zum Kunsthappening Für Letizia Elia wird es übrigens die erste Art als Leiterin von Basel Tourismus. Wenn das geplante Willkommensgeschenk für alle auswärtigen Gäste ihre Handschrift zeigt, dann darf man auf die Zukunft wahrlich mehr als gespannt sein. 43 000 zusätzliche Übernachtungen generiert die Art Basel nämlich. Dass Gastfreundschaft in der «kleinsten Metropole der Welt», wie an der Vorstellung der Taskforce gescherzt wurde, gross geschrieben wird, merkt man: Die Art Basel erstrahlt neu in noch schillernderem Glanz – und wird für so viel Party, Szene- Flair und Glamour wie noch nie sorgen. Ein Bekenntnis zur Kulturstadt, das die Kunstszene in schwindelerregende Höhen, wenn nicht sogar voraussichtlich auf einen neuen Gipfel erheben wird. «Memories of the Future» lädt zum Abheben ein Mit junger Kunst werden Besucher der Art gleich zu Beginn der Woche am Flughafen empfangen: In Zusammenarbeit mit der Schweizer Klimaschutzstiftung myclimate und den beiden Kunsthochschulen der Städte Basel und Freiburg wird am EuroAirport das Kunstprojekt «Memories of the Future» umgesetzt. Die grossflächigen Bilder und Installationen sind am ganzen Flughafen zu sehen – und zwar vom Arrival bis zur Departure Hall. Damit werden all jene Besucher der Art Basel, die mit dem Flieger anreisen, nicht bloss gleich mit Kunst empfangen, sondern gleichzeitig auch animiert, sich auf konstruktive Art und Weise mit dem Thema Nachhaltigkeit und ökologischer Fussabdruck auseinanderzusetzen. Die Kulturstadt Basel wird auf neuem Level bespielt «Wir sind keine Weltstadt und werden auch keine werden», stellte Regierungsrat Kaspar Sutter an der Präsentation der Taskforces klar. Das Image der Kulturstadt soll allerdings neue Höhen erklimmen. Dies verriet Kulturchefin Kathrin Grögel an der unter dem Titel «Attraktives Basel für eine attraktive Art Basel» Anfang Mai einberufenen, hochrangig bestückten Medienkonferenz im Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt. Am Rheinsprung präsentierten der Messechef Florian Faber und Letizia Elia die bisherigen Ergebnisse der zwei Taskforces Tourismus und Kultur, welche die von der neuen Partner- oder Konkurrenzmesse in Paris herausgeforderte Art Basel noch mehr zum attraktiven Hot Spot der internationalen Kunstszene werden lassen sollen. ART BASEL UND ART UNLIMITED als Kernstück, das Kleinbasel in die Welt hinausträgt Florian Faber, der als Chef der MCH Group nochmals die Einbettung der Art Basel in die Struktur der Messe Basel erläuterte, sprach von einem «Gesamterlebnis», das in Basel während der Art durch die vertiefte Zusammenarbeit aller Player geschaffen werden soll. Seit letztem Herbst, wo die beiden Taskforces ihre Arbeit aufnahmen, geschehe dies «auf einem spürbar neuen Level». Auch der Messeplatz soll während der Art stärker bespielt werden. Eine I nstallation d er marokkanischen Künstlerin Latifa Echakhch bringt noch mehr Leben ins oft bereits dichte Gedränge der Art-Happenings an Ort und Stelle. Live-Konzerte und Performances auf dem Vorplatz des Herzstücks der Art sollen die ganze Woche lang die Besucher aus aller Welt vor dem Eingang der Art Basel und Art Unlimited fesseln. Party, Party, Party – vom Montag bis zum Wochenende Im Vergleich zum letzten Jahr, wo Pussy Riot mit einem Überraschungsauftritt für Furore sorgte, wird es um die junge Kunstmesse LISTE dieses Jahr vermutlich etwas ruhiger. Trotzdem gibt es mit dem Auftritt der Zürcher Tänzerin und Choreographin Alexandra Bachzetsis, «Notebook», ein Performance-Highlight zu sehen. Auch dieses Jahr wird die gleich neben der Art Basel stattfindende Entdecker-Messe bereits am Montag ihre Türen öffnen. Gestartet wird die feierfreudige Art-Woche mit der Opening-Party in der KASERNE mit einer geballten Lad ung Frauenpower: Neben der Marseiller Rapperin Moesha 13 wird das Zürcher Projekt TVBXS mit feuchtfröhlichen Happy Hardcore- und Gabber-Elementen spielen, während mit AXT eine ukrainische Dancefloor-Queen den Club mit einer «Tanz auf dem Vulkan»-Ästhetik eröffnet: Sie ist Teil des ukrainischen Künstlerkollektivs Motsion und spielt experimentelle Bassmusic und Drum’n’Bass zur «dystopischen Clubmusikdekonstruktion». Zahlreiche Partys und Side-Events sowie verlängerte Öffnungszeiten in der Gastronomie (Open Air bis 2 Uhr nachts!) werden die ganze Stadt vom 12. bis 18. Juni in ein Festgelände verwandeln. Der BASEL SOCIAL CLUB, der letztes Jahr noch die Villa «Beverly Holz» auf dem Bruderholz bespielte, verwandelt neu das gesamte ehemalige Thomi+Franck-Areal beim Wiesenkreisel im Horburg, in ein szeniges Künstlerdorf. Der zukünftig zum Party-Quartier und neuen Nachtlebensort umgenutzte Industriepark, dürfte der neue Hot-Spot der Basler Hipster und des jungen Clubbing-Volks werden. Hier warten täglich kostenlose Performances, Lesungen, Kunst und Konzerte auf die In-Crowd. Was in den roten Backsteingebäuden des Franck Areals genau alles abgeht, soll erst kurz zuvor verraten werden. Ein Publikumsauflauf zwischen den Nachtlebensinstitutionen Klybeckquai und Shift Modes Kulturhafen, BASFAreal (inklusive neu die Volta) sowie dem klassischen Kleinbasler Milieu rund um Kaserne und Klingeli (inklusive das szenige Renée) scheint nicht nur aufgrund der Gehdistanz zur Hauptmesse Art gesichert. Daneben laden auch spezielle Pop-Up-Bars wie das «Walther» zum Opening oder Happening ein. Sven Eisenhut, Direktor der PHOTO BASEL, hofft auf einen guten Jahrgang. Nach den schwierigen Corona-Jahren konnte er für die diesjährige Ausgabe der Photo Basel im Volkshaus mit Chantal Convertini, die mit ihrer Ausstellung «Of Corse» in der Kulturstiftung KBHG für Furore sorgte, eine Senkrechtstarterin aus der Region gewinnen. Das Nachwuchstalent, das überraschenderweise nicht aus einem Künstlerumfeld stammt, hat die Aktfotografie fast im Alleingang wieder salonfähig gemacht. «Während der Art Basel wirkt die Stadt fast ein wenig wie New York», schwärmte denn auch im Werbeclip von Basel Tourismus eine der interviewten Angestellten des Stadt- und Standortmarketings. Ein Hauch Weltstadt also doch für Basel? Eine «Care Ethics» oder zumindest das «Care Ethos» schwebe über allem, meint Cristina Salmastrelli, die als neue Co-Direktorin der VOLTA SHOW live aus New York zugeschaltet die Philosophie der Messe erläutert. «Wir wollen nach dem Motto Discover, Connect, Collect der Basler Bevölkerung ihre eigene lokale Kunstumgebung näherbringen», erklärt die Amerikanerin, die mit ihren bisherigen Engagements (unter anderem Pulse und Affordable Art Fair New York) die Volta noch einen Tick internationaler erscheinen lassen dürfte. Grossartige Kunst wie die schon im letzten Jahr begeisternden Scherbenbilder des Ostschweizer Künstlers Simon Berger, der bereits Kamala Harris so verewigte, gibt es neu auf dem BASF-Areal im Klybeck zu sehen. Nicht verpassen! Auch die Buchmesse «I Never Read», die jung und szenig daherkommt, wird wieder für zusätzliche Farbtupfer in gedruckter Form sorgen – auch dieses Mal wieder im K'Haus des wohl etabliertesten Kleinbasler Kulturorts, der Kaserne. Hier lassen sich nicht nur Bücher, sondern auch internationale Coffee-Table-Literatur und Magazine entdecken – und dieses Jahr sicher auch das «Bebbi Zine», ein eigens zur Art unter der Federführung von Claudio Vogt (Ex-Kunsthalle, neu Galerie von Bartha) geschaffenes Kunstmagazin, das unter anderem 20 Porträts von Art-Mitarbeitenden aller Couleur beinhaltet, aber auch als Ausgehmagazin genutzt werden kann. «Finally Saturday» – die Woche endet mit einem Open-Air-Knaller auf dem Theaterplatz Im Grossbasel, wo der Art Parcours rund um den Münsterplatz alljährlich die Öffentlichkeit zum Rundgang durch die Altstadt bis und mit Drei Könige lockt, werden dieses Jahr 27 Installationen den Umfang aller bisherigen Ausgaben sprengen. Neu soll auch die KUNSTHALLE, die mit der CAMPARI BAR jedes Jahr der Treffpunkt für kunstaffine Szenis ist, mit den beiden grössten Kulturinstitutionen zusammenspielen: Das KUNSTMUSEUM vergrössert sein Programm und lädt mit YARD am Mittwochabend in den Innenhof. Das THEATER BASEL sorgt mit dem neuen Foyer Public am Samstag auf dem Theaterplatz für ein grosses Open-Air-Stadtfest für Kunstfans und Kulturfreunde aller Generationen. Neben dem Tinguely-Brunnen und der Serra-Plastik soll ein eigens geschaffener «Mobiler Wald» zum neuen Zuschauermagnet werden. In der ganzen Stadt werde dafür die Baustellensituation optimiert, verspricht die Basler Regierung. Text: Tara Hill Alle Daten ° Kunstmesse Art Basel, inklusive Unlimited, öffentliche Tage von 17 bis 18 Juni ° Liste und VOLTA: 12. bis 18. Juni ° Opening-Party Liste: 12. Juni ° Photo Basel 13. bis 18. Juni ° I never read: 14. bis 17. Juni ° Yard: 14. Juni

  • FASTEN –

    ein natürliches Anti-Aging-Programm Fasten gehört zu der Geschichte der Menschheit wie die Biene zum Honig. Bereits zur Zeit des Alten Testaments wurde gefastet, und auch heute noch wird in allen Kulturen und Religionen aus diversen Gründen und Motivationen auf das Essen verzichtet. Wir möchten in diesem Beitrag die positiven Folgen des Fastens auf unseren Körper und insbesondere auf unser Äusseres aufzeigen. Fasten bezeichnet den kompletten oder teilweisen Entzug der Nahrung. Wenn auf das Essen verzichtet wird, werden diverse Vorgänge im Körper in Gang gesetzt, die unter anderem die Zellerneuerung und die Selbstheilung fördern. Dass eine Fastenkur gut ist für den Darm und somit für das Immunsystem und auch für diverse Krankheiten wie Bluthochdruck, Cholesterin, Diabetes, Allergien etc., ist seit Langem bekannt. Wie aber wirkt sich eine Fastenkur auf das Aussehen aus? Fasten optimiert die Körperfunktionen: Das Blut wird verdünnt, kann besser fl iessen, und die Arbeit aller Zellen und Organe wird angekurbelt und intensiviert. Diese Vorgänge bewirken deshalb nicht nur innerliche, sondern auch äusserliche Veränderungen. Bereits nach einer Fastenwoche mit nur Wasser, Tee und Boullion entspannt sich das Gesicht, und erste Veränderungen zeichnen sich ab: Die Haut wird praller, der Teint frischer, Augenringe und Flecken im Gesicht verschwinden, Fältchen glätten sich, Poren werden feiner, Hautunreinheiten verschwinden, und sogar die Gesichtskonturen werden straffer. Auch die Augen strahlen, werden klar, und die Augenfarbe wird intensiver. Die Trübheit und die Müdigkeit verschwinden, und auch die Sehkraft verbessert sich. Die Sicht wird schärfer, so als hätte jemand einen Schleifer gelüftet. Das Bindegewebe strafft sich, und die Dellen verschwinden mit jedem Tag mehr. Wenn das Fasten mit Bewegung, Massagen, Sauna, Bürsten kombiniert wird, ist dieser Vorgang noch effektiver. Durch die verbesserten Körperfunktionen steigt auch die Vitalität. Personen, die bisher neun Stunden Schlaf benötigt haben, fühlen sich nach einer Fastenkur bereits mit nur sechs Stunden ausgeschlafen und topfit. Die vermehrte Serotonin- und Endorphin-Ausschüttung sorgt zudem für gute Laune. Wichtig bei einer Fastenkur ist, dass man genug trinkt. Am besten drei Liter Flüssigkeit am Tag in Form von Wasser, Tee oder Bouillon zu sich nehmen (keinen Kaffee, Rahm, keine Milch, Softdrinks und Säfte). Auch ein Einlauf gelegentlich gehört zu einer Fastenkur. Dies hilft, Abfallstoffe und Gifte aus dem Körper abzuführen. Wichtig ist auch, dass man etwas für den Ausgleich fi ndet. Anstelle des Essens ein Bad zu nehmen, einen Spaziergang zu machen, zu lesen oder mit der Freundin zu wellnessen gibt der Seele die nötige Streicheleinheit während dieser Zeit. Trotz seiner Heilwirkung ist Fasten nicht für alle gesund. So sollten beispielsweise Kinder und Jugendliche sowie Schwangere und Stillende auf keinen Fall auf Nahrung verzichten. Falls Sie an einer Fastenkur interessiert sind, melden Sie sich bei: workshop@basler-in.ch

  • «DAS HATTE ICH AUCH ALS KIND»

    Holzspielwaren und Blechfiguren – Retro-Spielzeuge liegen voll im Trend. Bild: Stehaufmännchen aus Blech und Holzschiffe erinnern an vergangene Zeiten. Es war alles schon mal da: Zauberwürfel, Matchbox-Autos, Pokémons und Holzlokomotiven liessen Kinderaugen bereits in den 80ern und 90ern glänzen. Die Faszination für altbekannte und beliebte Spielsachen scheint wieder entfacht zu sein. Immer mehr Spielwarenproduzenten reaktivieren etablierte Marken und holen so die Eltern und Grosseltern mit ins Boot. «Erwachsene mögen Spielzeuge, von denen sie sagen können: Das hatte ich auch schon als Kind», erzählt Pia Gruner, Inhaberin der Kinderboutique Picaro in Basel. Seit sieben Jahren verkauft sie an der Elisabethenstrasse qualitativ hochwertige Kleidung, Schuhe und Spielwaren. Obwohl ihre Produkte seit jeher einen nostalgischen Touch haben, ist ihr der Trend aufgefallen. «Ich denke, die Menschen sehnen sich nach dem Einfachen, Altbewährten. Spielzeuge und Kleidung aus einer vergangenen Zeit vermitteln Geborgenheit. Und genau hier möchten wir ansetzen. Bei uns können Eltern und Kinder gemeinsam diese Momente erleben.» Viele kämen nur, um zu schauen und in schöner Atmosphäre zu verweilen. Pia Gruners Sortiment muss optisch und haptisch ansprechbar sein. Aber auch die Qualität muss stimmen. «Jedes Kind sollte mal etwas Altbewährtes wie einen Wollpullover besitzen», ist sie sich sicher. Picaro verbindet Retro-Design mit Funktionalität. Tatsächlich: Ob Schuhe, Taschen, Kleidung oder Spielwaren – die Produkte sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern dank besten Materialien auch besonders langlebig. Der Verkaufsrenner sind momentan die Stoffmäuse der Firma Maileg. Die rund zehn Zentimeter grossen Tierfiguren lassen sich mit verschiedenen Kleidern sowie Vintage-Einrichtungsgegenständen kombinieren. Die Faszination für diese fantasievolle dänische Design- Spielzeugwelt teilen seit bald dreissig Jahren Familien und Freunde rund um den Globus. Auch die Spielkiste Schweiz AG spürt die Rückbesinnungswelle. Seit 1984 vertreibt das Schweizer Familienunternehmen Spielwaren, Gesellschaftsspiele und vieles mehr, was Kinderherzen höher schlagen lässt. Die heutige Gesellschaft wird permanent mit komplexer Technik konfrontiert. Die analogen Spiele, so scheint es, sind eine willkommene Abwechslung zu Games und ferngesteuerten Spielwaren. Zurzeit seien Brettspiele wie «Monopoly», «Risiko» und «Spiel des Lebens» sehr gefragt, erklärt Carole Brühlmann, stv. Filialleiterin der Spielkiste in Liestal. «Diese Gesellschaftsspiele gibt es bereits seit Jahrzehnten, sie wecken schöne Erinnerungen. Ein weiterer Vorteil: Man muss die Spielanleitung nicht lesen, da die Regeln allen bekannt sind.» Zu diesen Brettspielen gibt es eine breite Palette an (teilweise limitierten) Ausgaben, so beispielsweise die Sonderedition «Monopoly Basel». Auch Knobelspiele und Holzspielwaren, darunter Klassiker wie die Kugelbahn, Holzfahrzeuge und das Holzpuzzle, erleben ein Revival. Es lohnt sich also, einen Blick in den eigenen Keller zu werfen. Manche lagern dort Original-Spielsachen, von denen sie sich auch nach Jahrzehnten nicht trennen können. Nicht wissend, dass so einiges davon grossen Wert hat. Sammler bezahlen auf Online-Verkaufsplattformen viel Geld für gut erhaltene Retro-Spielzeuge. Je seltener eine Spielkarte, eine Figur oder eine Ausgabe und je besser deren Zustand ist, desto mehr erhält man dafür. Die meisten Kinder interessiert es hingegen nicht, woher die Pokémon-Spielkarten stammen, die sie auf den Pausenplätzen untereinander tauschen. Kinder leben im Hier und Jetzt. Ob retro oder modern, ein Spielzeug muss funktionieren. Text: Andrea Elminger Bild: Die Stoffmäuse der dänischen Spielzeugmarke Maileg wecken Märchenlaune und entführen Kinder seit Generationen in eine Fantasiewelt. Bild: Brettspiel-Klassiker wie Monopoly und Co. stehen wieder hoch im Kurs.

  • SCHAUMWEINE ERKLÄRT

    Workshop: Mittwoch, 7. Juni 2023 von 18.00-20.00 Schaumwein oder Perlwein? Sekt, Champagner, Cava, Frizzante, Spumante oder Prosecco ... Kein Problem, wenn Sie bei diesen Begriffen noch nicht ganz sattelfest sind. Unsere Gourmet-Redaktorin Katharina Haller erklärt Ihnen in diesem Workshop die Unterschiede, damit Sie das nächste Mal gekonnt mitreden können. Mehr Informationen zum Workshop und die Anmeldung finden Sie hier: Workshop Schaumweine @champagnelady_keh @vin_en_vogue

  • DIE BESTEN PFLEGE-TIPPS FÜR JEDEN HAUTTYP

    Jede Haut ist individuell und hat unterschiedliche Bedürfnisse. Um deine Haut richtig zu pflegen, ist es wichtig, dass du die Beschaffenheit deiner Haut kennst. Wenn du weisst, ob deine Haut eher empfindlich oder trocken ist, ob sie schnell nachfettet, oder ob du es mit einer Mischhaut zu tun hast, kannst du einfacher eine individuell abgestimmte Pflegeroutine entwickeln, die zu deinem Hauttyp passt. In einem ersten Schritt geht es darum, herauszufinden, wie die eigene Haut beschaffen ist. In einem zweiten Schritt kannst du dann die passende Pflegeroutine dazu etablieren. Trockene Haut Trockene Haut wirkt oft stumpf, glanzlos und rau. Manchmal zeigen sich auch rötliche Flecken auf der Haut und sie neigt zu Trockenheitsfältchen. In extremen Fällen kann es auch zu Juckreiz oder Schuppenbildung kommen. Trockene Haut ist oft auch empfindlich – ein Teufelskreis: Empfindliche Haut hat eine geschwächte Hautschutzbarriere, wodurch sie an Feuchtigkeit verliert. Dies wiederum führt dazu, dass die Schutzfunktion zusätzlich geschwächt wird. Da hilft nur eins: Die richtige Pflege. Pflege Trockene und auch empfindliche Haut sollte nur sanft gereinigt werden, mit seifenfreien Produkten, welche die Haut nicht zusätzlich austrocken. Ausserdem gilt es, heisses Wasser und trockene Luft zu vermeiden. Eine reichhaltige Feuchtigkeitspflege mit Inhaltsstoffen wie Glycerin oder Hyaluronsäure versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Ideale Pflegeprodukte für trockene Haut enthalten zudem eine Kombination aus Inhaltsstoffen, welche der Haut Feuchtigkeit spenden, ihre Barriere stärken und sie gleichzeitig beruhigen. Trockene Haut zeigt sich oft auch um die ohnehin schon feine und empfindliche Augenpartie – hier lohnt sich also allenfalls die Verwendung einer speziellen Augencreme. Der sanfte Reinigungsschaum ist seifenfrei und trocknet die Haut nicht aus. Das leichte Feuchtigkeitsserum zieht sofort ein, versorgt die Haut 48 Stunden lang intensiv mit Feuchtigkeit und verstärkt so die aktive Feuchtigkeitsversorgung. Fettige Haut Fettige Haut zeigt sich oft durch vergrösserte Poren, einen öligen Glanz und das Auftreten von Pickeln. Die Ursache dafür ist ein Überschuss an Talg auf der Hautoberfläche. Pflege Wer fettige oder zu Unreinheiten neigende Haut hat, sollte sein Gesicht zwar regelmässig, aber nicht zu häufig waschen, um die Talgproduktion nicht noch zusätzlich anzukurbeln. Daher empfehlen wir, die Haut höchstens zweimal am Tag zu reinigen. Eine leichte Feuchtigkeitspflege, die speziell für fettige Haut geeignet ist, sollte nicht zu reichhaltig sein, aber dennoch Feuchtigkeit spenden. Bei fettiger Haut ist es besonders wichtig, dass du darauf achtest, Produkte zu verwenden, die nicht komedogen sind. Das speziell formulierte schäumende Reinigungsgel reinigt tief und minimiert das Erscheinungsbild der Poren, ohne der Haut die natürliche Feuchtigkeit zu entziehen. Das leichte und kühlende Gel mit Niacinamid sorgt für einen intensiven Feuchtigkeitsboost während 72 Stunden und fühlt sich angenehm kühl auf der Haut an. Mischhaut Bei Mischhaut ist die Haut an einigen Stellen trocken, oft an den Wangen, und an anderen Stellen wiederum fettig, häufig an der Stirn, der Nase oder am Kinn (die sogenannte T-Zone). Es ist daher nicht ganz einfach, eine passende Gesichtspflege zu finden. Pflege Am besten verwendest du eine sanfte Waschlotion, wie die Cetaphil® Daily Essentials Reinigungslotion, die sowohl mit als auch ohne Wasser verwendet werden kann, und anschliessend eine fettfreie Feuchtigkeitspflege mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure oder Glycerin, die nicht komedogen ist. Besonders trockene Stellen kannst du ausserdem zusätzlich mit einer reichhaltigen Creme behandeln. Die Reinigungslotion von Cetaphil Daily Essentials reinigt die Haut schonend, aber dennoch gründlich. Die Tagepflege mit Hyaluronsäure spendet der Haut sofortige Feuchtigkeit und schliesst die Feuchtigkeit ein, um die Haut vor Trockenheit zu schützen. Egal, ob deine Haut eher trocken oder fettig ist, ein paar Grundregeln in der Pflegeroutine sind für alle empfehlenswert und bilden die Basis für eine einfache, aber wirkungsvolle Hautpflegeroutine. 1. Eine sanfte Reinigung morgens und abends 2. täglicher Sonnenschutz 3. eine Pflege, die dem individuellen Hauttyp entspricht, @cetaphil_ch

  • HOCH HINAUS

    STYLISCHE BAUMHÄUSER, DIE NATURLIEBHABER UND ÄSTHETEN GLEICHERMASSEN BEGEISTERN. Das Senbo Resort Hangzhou in China gleicht einem kleinen Dorf in den Bäumen. Wahrscheinlich hat jeder von uns als Kind von einem eigenen Baumhaus geträumt: versteckt hoch oben in den Baumkronen thronen und die Natur geniessen. Diverse Architekten bedienen diesen Urwunsch nach Freiheit und Naturverbundenheit und kreieren Baumhäuser, die alle zum Staunen bringen. Diese Bauten verzaubern und versetzen ihre Gäste in eine Fantasiewelt, die weit weg vom Alltag und vom normalen Leben ist. Sie bringen die Menschen dem Himmel ein Stückchen näher und erschliessen neue Höhen mit wunderschönen und atemberaubenden Designs. Allen, die die Faszination fürs Wohnen zwischen Baumwipfeln teilen, zeigen wir Baumhaus-Hotels, die mit dem gewissen Etwas die Messlatte an Ausgefallenem ziemlich hoch legen. Ein Dorf in luftiger Höhe WH studio hat im Hotelviertel des Senbo Resort Hangzhou in China ein kleines Dorf mit Baumhäusern errichtet, das eine wahre Meisterleistung an architektonischen Strukturen ist. Eingebettet in die Berglandschaft stapeln sich sechs kleine Häuser auf- und nebeneinander und fügen sich bestens in die umliegenden Bäume ein. Diese können von den Gästen über einen Zickzack-Weg im Freien betreten werden. Wer hier Urlaub macht, findet sich in einer Welt wieder, wo moderne Linien sich mit der Natur verbinden und mit der Landschaft verschmelzen. Mitten in den Reben Auf dem Grundstück der Fünf-Sterne-Anlage von Chateau Valmer unweit von Cannes befindet sich ein hübsches kleines Baumhaus in acht Metern Höhe. Zwischen den Ästen eines 100-jährigen Eichenbaums geniesst man das einzigartige Natur-Ambiente mit allem Komfort eines Luxushotels. Die Terrasse bietet einen Blick auf die wunderschönen Weingärten und auf die Weite des Umlands. Ideal für einige romantische Tage zu zweit. Aus dem Meer geflogen Das Playa Viva ist ein nachhaltiges Boutique-Hotel an der Westküste Mexikos. Luxus, Natur und Architektur verbinden sich auch hier und bringen die verschiedenartigsten Baumhäuser zum Vorschein. Umringt von Palmen, sieht jedes von ihnen anders aus. Eines dieser Baumhäuser hängt an Palmen in der Luft und wurde den Mobula-Rochen nachempfunden, die man vor Playa Viva im Meer «fliegen» sieht. Das Dach der Mother Manta Treehouse Suite schwebt wie ein Flügel sanft über dem Baumhaus und verleiht dem Design Eleganz und Dynamik. Das Designer-Landei Familie Bechteler vom Baumhaushotel Allgäu erweiterte ihr Baumhaus-Angebot um einige eiförmige Baumhäuser. Beim Bau wurde besonders auf traditionelle Allgäuer Baumaterialien und einen hohen Wohnkomfort geachtet. Beheizt werden die Baumhaus-Landeier über eine strombetriebene Fussbodenheizung mit Solarstrom aus den Kollektoren des nahen Bauernhofes. Auch das Design überzeugt: Mit der gebogenen Ausführung aller Wände und der verschindelten Fassade fügen sich die Landeier nahtlos in die Landschaft ein. Welches Design und welche Destination auch immer, ein Baumhaus bietet nicht nur eine Übernachtungsmöglichkeit, sondern auch ein unvergessliches Erlebnis und pures Abenteuer für Gross und Klein. Text: Dora Borostyan Eintspannen zwischen den Ästen eines 100-jährigen Eichenbaums: Baumhaus der 5-Sterne-Anlage Chateau Valmer Die einladende Terrasse des Mother Manta Treehouse des Hotels Playa Viva in Mexiko Design-Landei im Baumhaushotel Allgäu @Baumhaushotel Allgäu

  • DAS VALPOSCHIAVO

    Das Valposchiavo – ein italienischsprachiges Tal im Kanton Graubünden – besticht durch eine nahezu unberührte Berg- und Gletscherregion. Im Städtchen Poschiavo aber trifft Weltabge-schiedenheit auf Weltoffenheit und besondere Errungenschaften in Textilgewerbe und Architektur. FOTO: palazzi-poschiavo.ch Poschiavo, auf Deutsch Puschlav, an der Grenze der Herrschaftsgebiete von Veltlin und Graubünden gelegen, ist eine bezaubernde Melange aus italienischer Lebensart und Schweizer Bodenständigkeit. Beim Bummel durch das 3500-Seelen-Örtchen reiht sich ein Bijoux ans andere. Hier ein paar Tage zu verbringen ist Dolcefarniente vom Feinsten. Das Hotel Albrici, ein imposantes Patrizierhaus aus dem Jahre 1682 auf der südl.ndischen Piazza, ist ein guter Ort zum Übernachten oder auch nur zum Genuss von Pizzoccheri. Viele sehenswerte Palazzi, hohe Kirchtürme, enge Gassen prägen das Ortsbild von nationaler Bedeutung. Mediterran anmutende Häuser mit bunten Fensterläden säumen den Hauptplatz von Poschiavo Borgo und die Seitenstrassen. Fassaden in Gelb und Rosé mit herrlichen Malereien, Stuck und Erker zieren die sogenannten «Zuckerbäckerhäuser», manche gleichen gar kleinen Renaissancepalästen. Wer sich für die facettenreiche lokale Vergangenheit interessiert, wird im ethnografischen Museum fündig, untergebracht im barocken Palazzo de Bassus-Mengotti und in der Casa Tomé, einem der ältesten und besterhaltenen Bauernhäuser des Alpenraums. In der prachtvollen Casa Console lockt eine Sammlung von Gemälden der Romantik. Lokale Tradition und ein weltoffener Geist sind in der hoch spezialisierten Weberei Tessitura Valposchiavo, einer der letzten professionellen Handwebereien der Schweiz, zu finden. Tessitura Valposchiavo Im Jahre 1955 wurde die Weberei gegründet, um die Abwanderung aus dem Valposchiavo zu verhindern und die alte Tradition des Handwebens zu erhalten. Heute kreieren drei Weberinnen hochwertige Textilien, sie bewegen sich zwischen Handwerk und Kunst, zwischen modernem Design und Tradition. In aufwendigen Verfahren weben sie Stoffe am laufenden Meter – aus Leinen, Baumwolle, Hanf, Wolle, Seide. Und erschaffen Geschirrtücher, Kissen, Tischdecken, Heimtextilien, Accessoires uvm. von unverwechselbarem Charakter. Eine Besonderheit ist die neue Badekollektion «I colori della Valle». Die vielseitige Linie ist inspiriert von der Frische und Lebendigkeit der Farben der Natur des Valposchiavo. Verschieden grosse Handtücher und Waschlappen leuchten im warmen Gelb des Löwenzahns, im Rosa der Alpenrosen und im sprudelnden Türkis der klaren Seen. Die Weberinnen setzen auch Ideen von Innenarchitektinnen und -architekten um, längst haben Modedesignerinnen aus Zürich die Tessitura entdeckt und lassen sich Stoffe weben für Unikate und kleine Kollektionen. Das ist einer der vielen Vorteile eines Handwerkbetriebs: Die drei Frauen können individuelle Designideen ihrer Kundinnen und Kunden verwirklichen. Schön und kostbar zugleich sind all die gewebten Produkte, die sich im täglichen Gebrauch bewähren, aber auch ein echter Hingucker sind. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag ( www.tessitura.ch ). Text: Karin Breyer

  • SCHRÖPFEN

    zurück zu altem Wissen «Mit Akupunktur und Schröpfen lassen sich mehr als die Hälfte aller Krankheiten heilen.» Chinesisches Sprichwort Schröpfen ist eine ausleitende Behandlungsmethode, die durch Erzeugung eines Vakuums auf einem begrenzten Bereich auf der Haut angewendet wird. Erste historische Belege der ärztlichen Anwendung des Schröpfens gehen auf das Jahr 3300 v. Chr. zurück. Die Methode wurde in vielen Kulturen wie China, Indien, Ägypten und Griechenland angewendet. Vor der Erfindung des Glases kamen Tierhörner, Bambus oder Kalebassen (Flaschenkürbis) zum Einsatz. Heute werden auch Kunststoffe verwendet. Spätestens seit den Olympischen Spielen in Rio 2016 erfreut sich Schröpfen neuer Beliebtheit. Die blauen Flecken auf den Rücken von Schwimmern zeugten von der Behandlung. Was hat es mit diesen runden Flecken auf sich? Beim trockenen Schröpfen wird ein mit Alkohol getränkter Wattebausch im Glas abgebrannt und dadurch die Luft kurzzeitig erhitzt. Das Schröpfglas wird unmittelbar auf der Haut platziert, durch das Abkühlen der Luft entsteht ein Vakuum, und das Glas bleibt auf der Haut haften. Dadurch können Einblutungen ins Gewebe entstehen, die sichtbare Hämatome auf der Haut hinterlassen. Diese klingen jedoch nach wenigen Tagen wieder vollständig ab. In der Traditionellen Chinesischen Medizinn werden die Schröpfgläser über Akupunkturpunkte, Schmerzareale, Gelosen (Gewebsverhärtungen) oder Myogelosen (Muskelverhärtungen) gesetzt. Bei schmerzhaften grösseren Arealen ist auch eine Schröpfkopfmassage möglich, um für Entlastung zu sorgen. Dabei wird das Glas im Verlauf des betroffenen Meridians geschoben. Die Haut wird vorweg eingeölt, um das Verschieben des Schröpfglases zu vereinfachen. Die Massage dient der grossflächigen lokalen Lockerung des Gewebes. Diese Therapiemethode fördert die Durchblutung und steigert den Lymphfluss. Dadurch lockert sich das Gewebe, Verspannungen lösen sich, und Schmerzen werden gelindert. Auch das Immunsystem wird dabei reguliert und gestärkt. Je nach Indikation wird auch blutiges Schröpfen oder Schröpfen mit Nadeln angewendet. Die meisten Schröpftechniken sind gut verträglich, daher kommen sie nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern zur Anwendung. Da es sich beim Schröpfen um eine manuelle Behandlungstechnik handelt, lässt sie sich zudem mit anderen Methoden wie Aromatherapie, Akupunktur oder Massage ergänzen. Wieso also die nächste Erkältung oder Muskelverspannung nicht mit Schröpfen behandeln? VIDEO

  • SCHAUMWEINE ERKLÄRT

    Workshop: Mittwoch, 19. April 2023 von 18.00-20.00 Schaumwein oder Perlwein? Sekt, Champagner, Cava, Frizzante, Spumante oder Prosecco ... Kein Problem, wenn Sie bei diesen Begriffen noch nicht ganz sattelfest sind. Unsere Gourmet-Redaktorin Katharina Haller erklärt Ihnen in diesem Workshop die Unterschiede, damit Sie das nächste Mal gekonnt mitreden können. Mehr Informationen zum Workshop und die Anmeldung finden Sie hier: Workshop Schaumweine @champagnelady_keh @vin_en_vogue

  • KURZWEILIGE, KREATIVE MOMENTE IM FORUM WÜRTH ARLESHEIM

    Begleitend zur aktuellen Ausstellung «Zwischen Pathos und Pastos – Christopher Lehmpfuhl. Sammlung Würth» realisiert das Forum Würth Arlesheim ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Mitunter kommt der Künstler Christopher Lehmpfuhl anfangs Mai zu Besuch und gibt einen persönlichen Einblick in sein Schaffen. Christopher Lehmpfuhl, Schlossplatz, August 2020 Der Auftakt des neuen Begleitprogramms bilden im April die Osteraktivitäten. Kinder und Erwachsene können die Ausstellung «Zwischen Pathos und Pastos» mit einem spielerischen Quiz erkunden. Am Ostersonntag sind zudem fünf Osternester auf dem Museumsgelände versteckt. Frühes Kommen lohnt sich, «Es het, so langs het». Im April kann an der Familienführung «Wo ist das Schneepferd?» eine Entdeckungsreise durch die Werke von Christopher Lehmpfuhl unternommen werden. Und für alle die gerne selbst kreativ werden, sind die beliebten Sonntagsateliers die perfekte Gelegenheit dazu. Am 30. April werden in der «Gipswerkstatt», in Anlehnung an den Künstler, wunderbare Landschaften mit den Händen gestaltet. Und am 18. Juni in der «Erdwerkstatt» mit Blumensamen und Erde sogenannte «Seedbombs» hergestellt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, ein abwechslungsreicher Sonntagsbesuch ist garantiert. Am 7. Mai ist der Künstler Christopher Lehmpfuhl persönlich zu Gast im Museum. Es ist die einmalige Gelegenheit aus erster Hand, mehr über sein Schaffen und seine aktuellen Projekte zu erfahren. Am «Erlebnistag Reinacher Heide» ist das Forum Würth Arlesheim am 14. Mai als Partnerorganisation mit einem Stand vertreten und bietet die Möglichkeit, draussen kreativ zu sein. Spannende Stände und vielfältige Exkursionen locken zudem zum Erlebnisparcours, um die heimische Flora und Fauna hautnah zu erleben. Der Künstler Christopher Lehmpfuhl war während seines Studiums vorwiegend mit seinem Malfahrrad unterwegs, um im Freien zu malen. Passend dazu gibt es am 3. Juni den Workshop «Fix my bike» mit Tipps und Tricks um das eigene Velo in Schuss zu halten. Den sommerlichen Velotouren sollte danach nichts mehr im Wege stehen. Zu sehen ist aktuell die Ausstellung «Zwischen Pathos und Pastos – Christopher Lehmpfuhl. Sammlung Würth». Der Berliner Künstler Christopher Lehmpfuhl (*1972) gilt als Shootingstar des zeitgenössischen Realismus. Ungewöhnlich für einen heutigen Künstler malt er im Freien. Bei Wind und Wetter trägt er dicke Schichten Ölfarbe direkt mit den Händen auf die Leinwand auf und erschafft dabei plastische Stadt- und Naturlandschaften voller Licht und Atmosphäre. Die Ausstellung im Forum Würth Arlesheim zeigt rund 35 Werke der Sammlung Würth, ergänzt um einige Leihgaben aus dem Atelier des Künstlers. Persönliche Arbeitsobjekte Lehmpfuhls und drei Dokumentarfilme geben zudem Einblick in die Arbeitsweise und den kreativen Schaffensprozess dieses Ausnahmekünstlers. Weitere Infos unter: https://kunst.wuerth-ag.ch #forumwuertharlesheim

  • «FÜR IMMER UND EWIG»

    Die Hochzeit gilt als schönster Tag im Leben. Dies war nicht immer so. Unsere Vorfahren mussten viele Hürden überwinden, damit wir frei und unbeschwert in den Hafen der Ehe einlaufen können. Vom glamourösen Auftritt in einem unwiderstehlichen Brautkleid über eine opulente Dekoration des Festsaals bis zu einem exquisiten Festmahl – Brautpaare möchten ihren Hochzeitstag zu einem unvergesslichen Erlebnis machen und sind nicht bereit, Abstriche in Kauf zu nehmen. Verschiedene Attraktionen wie eine Fotobox, Cocktailbar, ein spektakulärer Champagnerturm oder Auftritte von Künstlern aus dem Ausland liegen heutzutage im Trend. Da ein Tag meist viel zu schnell vergeht, feiern viele gar ein ganzes Wochenende. Dies ist vorwiegend bei Auslandshochzeiten zu beobachten, die mit grossem Vorbereitungs- und Anreiseaufwand einhergehen. Auch der Trauung selbst wird heute eine zentrale Rolle gewidmet. Ob auf einer Waldlichtung, am See oder in einer Kapelle auf einem Berg – Hauptsache ausgefallen und vor allem sehr romantisch. Doch war das immer so? Galt die Hochzeit in früheren Zeiten auch als der romantische Höhepunkt einer Partnerschaft? «Hiwa» ist das altgermanische Wort für Heirat und bedeutet Hausgemeinschaft, Hausstand. Das Wort «Ehe» entstammt dem althochdeutschen Wort «ewe», dem «Gesetz». Die Ehe ist sozusagen eine Lebensgemeinschaft, die einem Gesetz und klaren Regeln folgt. Klingt gar nicht nach Romantik und Wolke sieben, eher nach einer nüchternen und pragmatischen Art des Zusammenlebens. Im Mittelalter gab es verschiedene Formen einer Ehe. Bei der Muntehe wechselte die Frau von einem Schutzverhältnis und von ihrer Sippe in die des Mannes und dessen Familie. Dieser musste hierfür einen sogenannten Muntschatz, eine Ablösesumme an die Familie der Frau abgeben. Ab diesem Zeitpunkt übernahm er die Vormundschaft über seine Frau. Ein Stimmrecht oder Meinungsfreiheit hatten Frauen damals nicht. Die Verhandlungen übernahmen die Sippen untereinander. Später wandelte sich der Muntschatz, der Macht und Schutz bedeutete, in eine Art Versicherung für die Frau. Falls dem Ehemann etwas zustossen sollte, bekam seine Witwe dieses Geld. Neben der Muntehe gab es noch die Friedelehe sowie die Kebsehe. Diese waren im Mittelalter eher für die breiteren Bevölkerungsschichten und weniger verbindlich, somit hatten die Frauen auch weniger bis gar keinen Schutz. Bis dato spielte die Kirche noch keine herausragende Rolle. Dies änderte sich aber nach und nach, bis es üblich wurde, bei Trauungen Gottes Segen einzuholen. Dadurch entstand die Hochzeitsliturgie, ein Ritual, welches das Ja- Wort beider Brautleute beinhaltete. Mit der zunehmend wichtigeren Rolle der Kirche setzte sich eine rechtlich bindende und sozial absichernde Ehe durch, wodurch ein Sippenvormund für die Frau unnötig wurde. Dieser Sippenvormund war nun der Trauzeuge. Ab dem 13. Jahrhundert wurde die Kirche zu einer verbindlichen Notwendigkeit bei Hochzeiten. Ohne einen kirchlichen Segen war eine Ehe undenkbar und galt bestraft. Erst die Modernisierung des alten Europas ermöglichte es Paaren, ihre Ehe in nichtreligiöser Form zu schliessen. Dies vorwiegend dank der Französischen Revolution, während der die Ehe erstmals in Frankreich um 1792 als zivile Trauung festgeschrieben wurde. Text: BaslerIN Hochzeitsredaktorin Judith Ravasi

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