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  • DIE GRÖSSTE SCHWEIZER CAMPING­PLATTFORM IST DA

    Seit 8. Juni dürfen Campingplatz-Betreiber ihre Plätze für Touristen öffnen. Wer noch keine Pläne für den Sommer hat, kann sich auf gocamping.ch inspi rieren. Im Mai 2020 lancierte das Jungunternehmen HOMAS AG die neue, innovative Schweizer Camping-Plattform für Gäste und Campingplatzbetreiber gleichermassen. Hier müssen weder Kommissionen und Gebühren bezahlt, noch Mitgliedschaften abgeschlossen werden. Gäste können rund 370 offizielle Campingplätze in der ganzen Schweiz im Detail anschauen, Bewertungen lesen und ihren Anfahrtsweg planen. Und der Campingplatz-Betreiber kann sein Angebot unkompliziert und von überall her bewirtschaften. Na dann, nichts wie los!

  • IM GESPRÄCH MIT NICOLE BERNEGGER

    Nicole Bernegger war gerade dabei, mit ihrem Album «Alien Pearl» abzuheben, als ihr das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung machte. Die Basler Soulsängerin über Dampfnudeln, Kreativität und die Chance der Reduktion. Von Michèle Faller Die Sängerin mit der imposanten Frisur im Stil der 1960er-Jahre wippt im bläulichen Bühnenlicht zum Takt der Musik und setzt zum Finale des Songs an. Voller Inbrunst singt sie ins Mikrofon: «She’s not from this world, there’s none of her kind – she’s an Alien Pearl!» Darauf folgt nicht euphorischer Applaus, sondern Stille. Was ist da los? Ist es der Albtraum einer Bühnenkünstlerin? Nicht ganz. Es ist das live übertragene Konzert von Nicole Bernegger und ihrer Band im Rahmen der vom Online-Medium Bajour initiierten Kulturreihe – ohne Publikum. Natürlich war Publikum vorhanden, aber es sass, bedingt durch die Coronavirus-Krise, zu Hause vor den Bildschirmen, freute sich und spendete die Gage der Band. Nicht nur deswegen freute sich auch die Soulsängerin mit dem unverkennbaren Look und der noch unverkennbareren Stimme, denn am Konzert vom 15. April sah sie nach langer Zeit einen Teil ihrer Bandmitglieder wieder und durfte endlich wieder einmal für ein Publikum singen. Im Moment singt sie nicht, sondern sie spricht – in breitem Fricktaler Dialekt – und be- richtet am Telefon, wie sie diese Zeit des kulturellen Quasi-Stillstands erlebt. «Wir waren gerade am Abheben. Zusammen mit Steffi Klär gründete ich mein eigenes Label, letzten Herbst kam das dritte Album ‹Alien Pearl› raus und mitten in der Promo-Tour kam plötzlich alles zum Stillstand.» Die Sängerin hält einen Moment inne und sagt dann lachend: «‹Alien Pearl› steht nun ein bisschen in der Ecke und fragt sich: ‹Packt mich nun noch jemand aus?›» Nach dieser «superaktiven» Phase der Kreativität sei sie jetzt fast mit sich allein, stellt Bernegger fest. Unentbehrliches Publikum Und das Alleinsein liegt ihr nicht. «Musik ist ein Erlebnis gemeinsam mit Menschen. Mit einer Band oder im Duo und vor allem mit Publikum!» Das sei beim Live-Stream im April sehr deutlich geworden. Während eines Songs bleibe die Spannung aufrecht. «Und dann: Bumm! Niemand ist da, der den Ball aufnimmt und die Stimmung stürzt ab.» Trotzdem sei es toll gewesen. Lange seien sie nach dem Konzert noch wehmütig draussen gestanden. «Kreativität findet immer ihren Weg», ist die Sängerin trotz allem überzeugt. Sie werde ihr liebes Publikum immer vermissen, schickt sie in ihrer herzlichen Art vorweg. Und auch das «distant singing» mit der Band klappe nicht, da man mit den Latenzen, der Verzögerungszeit zu kämpfen habe. Songwriting hingegen funktioniere immer noch und das Proben in kleineren Gruppen müsse auch irgendwie gehen, meint die Sängerin der siebenköpfigen Band. Wichtig sei im Moment, mit dem Publikum über die sozialen Netzwerke in Kontakt zu bleiben. «Es ist halt alles ein bisschen verdünnt. Ein bisschen wie Briefe schreiben, bis man sich wieder sieht», sinniert Bernegger. «Ich hoffe, die Sehnsucht beim Publikum ist so gross wie bei uns!» Jammern scheint der Frau mit der warmherzigen Ausstrahlung, die sogar durch den Telefonhörer hindurch spürbar ist, nicht zu liegen. «Die Chance dieser Zeit ist, in der Reduktion zu sehen, was man hat.» Was man wirklich brauche und was überflüssig sei. Jetzt stelle sich ganz allgemein die Frage: «Was ist Kultur? Was ist, wenn sie nicht mehr in gewohnter Form konsumierbar ist? Was ist uns Kultur wert?» Entschleunigung und neue Erfahrungen Auch im privaten Bereich hat sich für die Musikerin, die mit ihrem Mann und den drei Kindern zwischen sieben und elf Jahren in Birsfelden wohnt, einiges verändert. Es sei schwieriger gewesen als sonst, sich Zeit für die Musik abzuzwacken, da vorher ihre Eltern und ihre Gotte regelmässig die Kinder hüteten und neu das Homeschooling dazukam, doch die private Entschleunigung habe sie sehr geschätzt. Nicht nur ihr Mann und sie, auch die Kinder seien mit Schule, Sport, Musik und Gspänli ziemlich beschäftigt und nun sei plötzlich viel Raum für die Familie dagewesen. «Das ist megaschön.» Konkret hat das zu einer Entrümpelungsaktion, Bastelarbeiten bis zum Möbelrecycling, Näharbeiten der siebenjährigen Tochter an der Nähmaschine und neuen Küchenerfahrungen geführt – und damit zu neuer Kreativität. «Ich machte zum ersten Mal Dampfnudeln», nennt Bernegger ein Beispiel und berichtet vom Vorteig, dem Hauptteig, dem Kneten und dem Immer-wieder-aufgehen-lassen. «Wenn das nicht absolut der Hammer wird, mache ich es nie mehr!», habe sie kurz vor Ende ausgerufen. Ihr Lachen verrät aber, dass das Ergebnis wie gewünscht war. Beiden Welten gerecht zu werden, der Familie und der Musik, sei wichtig, denn beides sei ein Riesengeschenk. Und weil ihr Beruf sie so befriedige, mache es auch nichts, dass er so zeitintensiv sei. Sie brauche nicht noch ein Hobby, erklärt sie schmunzelnd. «Seit ich denken kann, gibt die Musik die Struktur meines Lebens vor.» Die Grosseltern berichteten, Klein Nicole hätte bereits im Kinderwagen immer gesungen und mit den Beinchen gestrampelt. Mit zwölf sang sie in einem Jugendchor und merkte, dass sie unbedingt Solo singen wollte. Also zwang sie eine Freundin, sie zum Vorsingen bei einer Band zu begleiten und bereits zwei Jahre später gründete die Vierzehnjährige mit Gleichgesinnten ihre eigene Band. «Schon damals so richtig gross angerührt mit Bläsern und Backings», erinnert sich die Musikerin ein bisschen stolz. Sie durfte Gesangsstunden bei einer Opernsängerin nehmen – das Koloratursingen liess sie aber aus, da sie ja nicht an die Oper wollte. Mit Anfang 20 sang sie bei der Band «Kalles Kaviar» und ab 2003 tourte sie als Frontfrau der Soulband «The Basement Brothers feat. The Kitchenettes» von Konzert zu Konzert. Zur Castingshow «The Voice of Switzerland», die Bernegger 2013 gewann, und die sie schweizweit bekannt machte, sagt die Soulsängerin: «Das war ein wichtiger und faszinierender Teil meines Musikschaffens und doch ein ziemlich kurzer Moment», und führt die rund 20 Jahre Musik vorher und sieben Jahre danach ins Feld. Sie habe dabei viel über sich selber und das Business gelernt – und viel Lehrgeld gezahlt. Am wichtigsten aber: Sie habe den Sprung von der Fernsehshow zurück ins Leben geschafft. «Und es hat wohl auch mit diesen Erfahrungen zu tun, dass ich den Mut hatte, mein eigenes Label zu gründen.» So hätten sie und ihre Band frei von jeden Einflüssen, ohne Abstriche und ohne Marketinggedanken das neue Album kreieren können. Nun bleibt zu hoffen, dass wir bald wieder ein Livekonzert mit Nicole Bernegger geniessen dürfen. Am besten in einem kleinen Raum, wo man richtig spürt, wie die Energie brodelt – so mag es nämlich auch die Sängerin am liebsten. Bis dahin teilen wir den Moment mit ihr weiterhin aus der Distanz, unter anderem mit dem Genuss ihres Musikvideos «A Moment to Share». Exklusiv für BaslerIN: Vorpremiere des Musikvideos «A MOMENT TO SHARE» aus dem dritten Album «Alien Pearl»

  • EXKLUSIV-VORPREMIERE «A MOMENT TO SHARE»

    Die neue Single von Nicole Bernegger spielt mit dem Gefühl von Einsamkeit und dem Wunsch nach Nähe. Ende Februar, als Nicole Bernegger die Single «A Moment to Share» veröffentlichte, war nicht abzusehen, wie sehr deren Thema zu der darauffolgenden Zeit passen würde. «I’ve been waiting so long, for you to come along, I’ve been forlorn for so long, so lost and alone ...». Der Wunsch nach Nähe, danach Momente zu teilen, wurde in vielerlei Hinsicht aktuell und begann sich aufgrund der Pandemie weit über die reine „Zweierkiste“ hinaus zu formulieren: Grosseltern und Familie, Freunde, Nachbarn, Arbeitskolleg*innen und natürlich Bands und ihr Publikum – überall wurde die notwenige Social Distance zur Herausforderung und Probe des eigenen Mensch-Seins. Zum Anfassen nah klingt Nicoles Stimme auf «A Moment to Share» und zum Anfassen nah wirken auch die Bilder, die Filmer Michae l Chylewski behut sam und geduldig eingefangen hat. Chylewski beweist als professioneller Musiker (u.a. Bassist von SINA) ein untrügliches Gespür für den Rhythmus und die Nuancen der Dinge und dafür den Moment wirken zu lassen. Während der Song vom Warten auf den Menschen, den man liebt, erzählt, vom Durchlaufen schwieriger Zeiten, vom Wunsch wahrgenommen zu werden und die kleinen Dinge des Lebens zu teilen – folgt die Kamera geduldig Nicoles Blicken, lässt Licht und Schatten spielen, den Regen und den Raum in dezenten Farben spürbar werden. In historischen Gebäuden gefilmt, wohnt dem Video darüber hinaus eine Zeitlosigkeit inne, die unglaublich gut zur verlangsamten Corona-Zeit passt. Es wird einem schwer und gleichzeitig leicht ums Herz, und die leisen Klängen und langsamen Bilder rufen die wichtigen kleinen Dinge ins Gedächtnis, die im Lärm und Tempo des Alltags so gerne untergehen.

  • KULTUR MAL GANZ ANDERS ERLEBEN

    Innovativ, intim, im Netz: Kreative Initiativen in Basels Kulturszene Von Tara Hill Eigentlich hat Kultur in Basel im Sommer traditionell Hochsaison: Kunstmessen, Festivals und Freiluftkonzerte bestimmen den vollen Event-Terminkalender. Doch dieses Jahr ist alles anders: Das Coronavirus hat die Planung überall auf den Kopf gestellt. Mit Beginn des Lockdowns verabschiedete sich der gesamte Kulturbereich erst einmal in die Zwangs- pause. In der Zwischenzeit entstand allerdings eine Vielzahl kreativer Initiativen und neuer Projekte, die nun peu-à-peu ans Tageslicht treten und mit spannenden Farbtupfern die ursprüngliche Agenda ersetzen. GEMEINNÜTZIGE PROJEKTE Ein innovatives Projekt sticht dabei hervor: Die Kulturklinik. Konzipiert als eine Art Kriseninterven-tion, um freischaffenden Künstlern Soforthilfe zu leisten, hat die Plattform sich laut Initiant Luca Piazzalonga «rasant und dennoch organisch» entwickelt. Im Online-Shop lassen sich sogenannte «Kulturpfläschterli» und «Medizinköfferli» (vom Kunstwerk bis zum Privatkonzert) erstehen, und Merchandising mit dem Motto: «Weil man Kultur nicht hamstern kann.» Der Erlös geht an alle angemeldeten Kulturschaffenden gleichermassen. Nachdem so bereits eine beeindruckende Summe von 38ʼ000 Franken zusam- men kam (pro Person etwa einen Tausender) hat die Christoph Merian Stiftung nun weitere 25ʼ000 Franken gestiftet. Ziel ist es, über den Sommer einen positiven «Schneeballeffekt» zu lancieren. Mit dem neu geschaffenen «Close Distance»-Covidfonds von Pro Helvetia werden Kulturschaffende unterstützt, auf kreative Weise Distanz zu überwinden. Zum Beispiel das Benefiz-Projekt «Make Some Room», das zum er- sten Mal 150 Schweizer Elektronikkünstler – darunter ein Dutzend Basler – auf einer digital erhältlichen Compilation versammelt. ART BASEL Da Grossevents voraussichtlich mindestens bis Ende August untersagt sind, fielen viele geplante Fixpunkte der Basler Kulturagenda ins Wasser. So etwa die ART BASEL, die zunächst auf September verschoben werden sollte, nun aber erst im Juni 2021 zurückkehrt. Das gesundheitliche und finanzi- elle Risiko sei für die Beteiligten bisher zu gross, kommunizierte die Leitung der Kunstmesse. Doch ganz müssen Kunstfans nicht auf ihre heissgeliebte ART-Woche verzichten: Ein Teil des Programms wird in Zwischenzeit ins Virtuelle verlagert. So können Käufer zwischen dem 19. und 26. Juni in Online-Galerien, genannt «Online Viewing Rooms» jeweils 15 Werke begutachten und kaufen – wie bisher bekommen VIPs zwei Tage vorher Zugang. Im ART «Online Viewing Rooms» können Käufer zwischen 19. und 26. Juni in Online-Galerien jeweils 15 Werke begutachten und kaufen. HEK Als Erstes alle Events und Workshops ins Netz transferiert hat das Haus elektronische Künste. Bis zum Start der nächsten grossen Ausstellung «Real Feelings» am 26. August – passenderweise über den Einfluss von Computer und Smartphone auf unsere Emotionen – werden 70 Werke der Sammlung online gestellt. Die Vernissage der aktuellen Ausstellung mit dem Pax Art Award ausgezeichneter Schweizer Medienkunst fand als interaktive E-Vernissage statt. Mit einer Carte Blanche für Netzkünstler, welche jeweils eine Woche lang ihre Ideen auf der Plattform «HEK Net Works» verfolgen, wird die Homepage zum Experimentierfeld. So verwandelte sich mal der Mauszeiger in ein Kunstobjekt, mal zerstört eine eigens konzipierte Maschine audiovisuell Luftpolsterfolienblasen. «Für uns Digital-Anbieter der ersten Stunde ist die Corona-Situation eine Chance, Netzkunst zu einer grösseren Präsenz zu verhelfen», zeigt sich Kurator Boris Magrini optimistisch. Mit den Pax Art Awards, den bahnbrechenden Preisen für digitale Kunst, ehrt und fördert die Kunststiftung Pax in Zusammenarbeit mit der HeK medienspezifische Praktiken von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern, deren Werke Medientechnologien nutzen. KASERNE Zur Online-Premiere bat auch die Sparte Tanz/Theater der Kaserne. Für die Live-Teilnahme im virtuellen Theater wurden 100 Freikarten vergeben, und die Gäste stilecht in einem 360-Grad-Foyer begrüsst. Anstelle der geplanten Aufführungen finden seither im Netz regelmässig «Lecture Performances» mit aus aller Welt zugeschalteten Künstlern und Künstlerinnen statt. «Wir hoffen, vor Saisonende mit einem lokalen Kulturangebot aus Performance, Tanz, Theater und Konzerten unsere Bühnen wiedereröffnen zu können», erklärt Programmleiterin Hannah Pfurt- scheller. Bis dahin steht ein Open Pavillon auf dem Areal, wo die Kasernen-Vermittlerin und Theatermacherin Corinne Maier alle Interessierten zu einer persönlichen Begegnung empfängt. Ebenfalls ein intimes Setting schafft die Musikkaserne: Unter der Leitung von Sandro Bernasconi finden kurzfristig spontane Mini-Konzerte in Basler Innenhöfen statt. Informiert wird aufgrund der besonderen Lage jeweils erst tags zuvor. Auch die erste Ausgabe des Polyfon Festival (vorher Open Air Basel) mit Headlinern wie Dengue Dengue Dengue im Au- gust soll durchgeführt werden – wenn auch auf unkonventionelle Weise. «Wir warten zurzeit noch ab, was der Bund entscheidet», meint Präsidentin Danielle Bürgin. IM FLUSS Am 1. September will dann das Festival im Fluss starten. Per Crowdfunding sammelten das Traditionslokal Atlantis und sein Partnerbetrieb Parterre One jeweils über 40ʼ000 Franken Spenden für die Weiterführung ihres Konzertbetriebs im Spätsommer. «Imfluss» wird durch Spenden unterstützt und auf September 2020 verschoben. LIVE STREAM Zum Musik-Trend schlechthin hat sich in der Zwischenzeit Streaming entwickelt. Immer mehr Konzerte, Jam-Sessions und DJ-Sets werden aus leer stehenden Clubs, Proberäumen oder sogar von Stube zu Stube gesendet. Live-Musik ist so stets nur ein Mausklick entfernt – dank Social Media braucht es auf Künstlerseite dafür nicht mehr als eine Webcam. So spielt der Basler Rockband-Leader Stefan Stritt- matter («The Universe By Ear») jeden Nachmittag ein Solo-Sofakonzert auf einer täglich wechselnden Gitarre aus seiner imposanten Sammlung. Soulsängerin Brandy Butler beschallt dagegen 30 Tage lang ihre Nachbarschaft abends mit stürmisch gefeierten, gestreamten Balkon-Konzerten. Aufsehen erregte der Stadtblog Bajour mit seiner Gärn-G schee-Live-Reihe: Von M anuel Gagneux («Zeal & Ardor») über Anna Aaron bis zu Slam-Poet Laurin Buser traten hier Jungstars online zu Benefiz-Zwecken auf. Tagesaktuell verhilft die neue Plattform Musik.bs der Abteilung für Kultur zum Überblick übers Musikgeschehen. Auch vom Rheinhafen aus wird gestreamt: So überträgt das Quarterdeck in Kooperation mit dem Blog «Unsere Beweggründe» ganze Samstagabende lang, von 18 Uhr bis nach Mitternacht, hochklassige DJ-Lineups aus dem schmucken Lokal. Für die pausierenden Partylabels darf dabei laufend gespendet werden. Die geplante Eröffnung des benachbarten Leuchtturmschiffs Gannet, eines neuartigen Kulturboots mit Radio- und Konzertprogramm, dürfte sich dagegen vorerst verzögern. Während des Sommers verspricht Katja Reichenstein vom Verein Shift Mode dafür vermehrt kulturelle Ad-Hoc-Initiativen: «Es wird improvisiert, entspannt, aber entdeckerisch! Die Ausgeh-Meile «Viertel» verbreitet zusätzlich gedruckt gute Laune: Dabei liessen die Nachtleben-Macher ihre Plakatboxen zunächst von jungen Künstlern gestalten, welche ihren Leidensgenossen mit dem Slogan «Stay Positive» Mut zusprechen. Jeweils am Freitag sendet das Team unter dem Motto «Dance at Home» live von der (inzwischen wiedereröffneten) Dachterrasse DJ-Sets. LIVE-KONZERT Strassenmusik auf Höchstniveau veranstaltet derzeit der Klassiksektor. Anstelle der geplanten Auslandtourneen gibt das Basler Kammerorchester die «Coronaden». Als «musikalische Intervention» nach dem Vorbild klassischer Serenaden treten dabei bis Mitte Juli zwischen zwei und fünf Mitglieder überraschendund unangekündigt im öffentlichen Raum auf, bieten in Parks und privaten Gärten der Region kostenlos Kostproben ihres Könnens. Bis zur geplanten Wiedereröffnung des renovierten Stadtcasinos Ende August kann man Mitglieder des Sinfonieorchesters sogar als Quartett per «Musiktaxi» an einen Open-Air-Ort der Wahl bestellen. Ein mutiges Projekt: Denn bevorzugt sollen so die während Corona besonders geforderten Spitäler und Pflegeheime ein Dankeschön erhalten. Damit zeigt die Pandemie paradoxerweise positive Nebenwirkung: Dank «Social Distancing» gelingt das Kunststück, dem Publikum die Kulturstadt so nah zu bringen wie nie zuvor.

  • CIRCUS CAMPS IN DEN SOMMERFERIEN

    Das Internationale Circus Festival YOUNG STAGE bietet Kindern von 7-14 Jahren während den Sommerferien zwei einwöchige Circus Camps in Form von Tagesferien an. Insgesamt rund 160 Kinder können mit erfahrenen Profiartisten trainieren und am Ende der Woche sogar gemeinsam auftreten. Das YOUNG STAGE Team musste aufgrund des Veranstaltungsverbots das 12. Internationale Circus Festival absagen und auf 2021 verschieben. Nichtstun ist aber nicht die Stärke von YOUNG STAGE mit Festivaldirektorin Nadja Hauser. «Wir möchten während der Corona-Krise einen sinnvollen und aktiven Beitrag leisten. Viele Familien können dieses Jahr nicht in die Ferien fahren. Zudem gibt es sehr viele Profiartisten, die seit Monaten arbeitslos sind, weil keine Shows mehr stattfinden. Sie sind enorm dankbar um einen bezahlten Job und geben ihr Wissen gerne an die Kinder weiter. Deshalb haben wir innerhalb weniger Tage ein spontanes Sommerprojekt entwickelt.» Erfahrene Profiartisten und Circuspädagogen – darunter ehemalige YOUNG STAGE Preisträger – werden die Kinder coachen und mit ihnen eine richtige Circusvorstellung einstudieren, die jeweils Ende Woche aufgeführt wird. «Die Nachfrage nach Tagesferien ist gemäss Aussage von verschiedenen Stellen in diesem Sommer sehr gross», weiss Nadja Hauser. «Viele Angebote sind bereits ausgebucht.» Pro Woche können rund 80 Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren mitmachen. Sie werden ganztags von 8.30 bis 17 Uhr betreut, die Verpflegung ist inbegriffen. Camp 1 : 6. bis 10. Juli Camp 2: 13. bis 17 Juli Eine Woche kostet Fr. 290.—. Besondere Vorkenntnisse sind keine nötig.  Die Camps finden bei der Station Circus, Münchensteinerstrasse 103, in Basel statt.  Ein spezielles Schutzkonzept für die Circus Camps wird aktuell in Abstimmung mit dem Kanton erarbeitet. Infos und Anmeldung für die Circus Camps.

  • GRATIS JAZZ-KONZERTE

    Beim Restaurant Pavillon im Schützenmattpark in Basel. Jeweils am letzten Mittwoch des Monats finden Jazz-Konzerte mit Jam-Session und Tanz im Schützenmattpark, beim Restaurant Pavillon, in Basel statt. Der Eintritt ist frei. Veranstaltet werden die Konzerte vom Verein Offener Pavillon Schützenmattpark (VOPS). Für das Programm sorgt der Trompeter Hans Gilomen. Er bringt damit seine Leidenschaft für Live-Musik in sein eigenes Wohnquartier. «Ziel dieser Jazz-Konzerte ist es, eine musikalische Wohlfühl-Oase zu schaffen, wo die Besucherinnen und Besucher die Musik, den Park und ein Gespräch mit Freunden geniessen können, sagt Gilomen, und wenn es einen juckt, darf man auch ein Tänzchen machen ... » Die fröhliche Stimmung, die er schaffen will, die guten Schwingungen, sollen mit Swing und Dixie, mit Jazz also aus den 30er, 40er und 50er Jahren, erzeugt werden. Regional bekannte Formationen werden mit Jazz- Standards den Mond über dem Schützenmattpark, dem Freiluft-Wohnzimmer der umliegenden Quartiere, noch heller leuchten lassen. Obwohl im Repertoire sogar «Mack The Knife» lauern kann. Lucio de Feo, der Wirt des Restaurants Pavillon, ist von der Idee, am letzten Mittwoch des Monats Jazz-Konzerte in seinem Lokal zu beherbergen, angetan: «Unsere Gäste werden so spezielle Abende erleben können.» Er möge es, wenn im Park etwas laufe und Jung und Alt sich hier zuhause fühlten. Die Konzerte beginnen jeweils um 19 Uhr und dauern ungefähr eine Stunde. Danach erweitert sich das instrumentale Treiben zur Jam-Session. Bringen Sie also Ihr Klavier – oder ein kleineres Instrument - mit. Und zur Musik lässt sich’s bestens essen und trinken. Lucio de Feo und seine Crew sind auf dem Posten. Und weshalb ist der Eintritt frei? Nicht, weil die Musikerinnen und Musiker gratis arbeiten müssten, sondern weil der Verein Offener Pavillon Schützenmattpark (VOPS) deren Gagen übernimmt. Aufgabe des VOPS ist es, den Pavillon im Park mit Kulturveranstaltungen zu unterstützen. Programm 2020 Mi 26.08.  19 h  TAKE THE 55 BAND Mi 30.09.  19 h  SUGAR FOOT STOMPERS Mi 28.10.  19 h  CS HOLDING BAND Mi 25.11.  19 h  BOOGALOO JAZZERS

  • KEIN SOMMER OHNE BOHO-KLEIDER

    Kein Kleidungsstück verbreitet mehr Hippie-Feeling als das Boho-Kleid. Es ist ein Evergreen, das Frauen rund um den Globus Jahr für Jahr begeistert. Das luftige Kleid steht für Leichtigkeit, Sonne, Sommer und ferne Länder – kein Wunder, ist es ein Must-have der Fashionistas. O b kurz oder lang, mit langen Ärmeln oder ausgeschnittenen Schultern, mit Stickereien, Spitzen oder Rüschen – in Boho-Kleidern fühlen wir uns frei und unbeschwert. Diesen Sommer darf es jedoch auch dunkler sein: Schwarz, Grün und Braun stehen hoch im Kurs. Aber auch Naturtöne, bunte Muster oder ein unschuldiges Weiss sind top.

  • ANNA KARINA: IKONE DER 60ER

    Das strahlende Gesicht der Nouvelle Vague – jetzt im Stadtkino Basel. Charmant, charismatisch und unverwechselbar verzaubert Anna Karina bis heute ihr Publikum. Zusammen mit Jean-Luc Godard drehte sie nicht weniger als acht Filme, darunter der wohl leichtfüssigste Film der Nouvelle Vague Une femme est une femme , in dem sie als hitzköpfige Burlesquetänzerin die Beziehungsordnung zwischen Mann und Frau auf den Kopf stellt. In liebevoller Erinnerung an die kürzlich Verstorbene widmet das Stadtkino Basel der unvergesslichen Anna Karina eine Retrospektive, in der ihr neu restauriertes Regiedebüt natürlich nicht fehlen darf. Auf der Suche nach der eigenen Stimme erntete die schillernde Ikone der 60er Jahre mit Vivre ensemble trotz kleinstem Budget grösste Anerkennung. Stadtkino Basel Klostergasse 5 4051 Basel (beim Theaterplatz via Kunsthallengarten)

  • VERANSTALTUNGEN IM CARTOONMUSEUM

    Mit kurzweiligen Führungen und einem spannenden Künstlergespräch startet das Basler Cartoonmuseum seine beliebte Veranstaltungsreihe. Führung und Film «Rue de Blamage» Donnerstag, 11.6.2020 Der Luzerner Regisseur Aldo Gugolz verbrachte einen Teil seiner Kindheit an der berühmt-berüchtigten «Rue de Blamage» im Herzen von Luzern. Jahrzehnte später nähert sich sein Dokumentarfilm behutsam Menschen wie dem Strassenmusiker Daniele auf seinen Rollerblades, Connie, die in der Beach Bar ihre Kundschaft empfängt, und Christoph, dem Künstler, der beim Kreuzstutz die Arbeit an seinem monumentalen Denkmal für den Strassenkehrer Heinz beginnt. Ein Filmabend mit Christoph Fischer und Aldo Gugolz in Kooperation mit dem Filmhaus und Gässli Film Festival Basel. 18 Uhr Cartoonmuseum Basel, 20.30 Uhr Filmhaus Basel. Künstlergespräch & Apéro: Christoph Fischer – Meet the artist! Freitag, 19.6.2020, 18.30 Uhr Der Künstler Christoph Fischer schöpft seine Kunst aus Träumen, seiner engsten Umgebung und dem Alltag. Er zeichnet auf, beobachtet geduldig, wartet auf den besonderen Moment – das Überraschende im Immergleichen. So gelingen ihm Entdeckungen und Erkenntnisse, denen er mit seinen Zeichnungen, Bildern und dreidimensionalen Arbeiten eine kraftvolle, aber immer zugängliche Form verleiht. Im Künstlergespräch unterhalten sich Anette Gehrig und der Künstler über seine Arbeit und die Strategien dahinter. Anschliessend Apéro. Sie und Ihre Freunde sind herzlich eingeladen. Kuratorenführung Sonntag, 21.6.2020, 14 Uhr Die Führung mit Anette Gehrig zeigt die ganze Breite des Werks des 2019 mit einem Comic-Stipendium der deutschsprachigen Städte ausgezeichneten Künstlers — von den Comicreportagen, Malereien bis hin zu grossformatigen Zeichnungen aus Traumtagebüchern skizzierten und festgehaltenen Träumen. Cartoonmuseum Basel St. Alban–Vorstadt 28 4052 Basel

  • IM FOKUS DIE NATUR

    Ausstellung von Ursula Palla „jardin infini“ 10.6. -18.07.2020 in der Galerie Gisèle Linder Was bleibt vom Erdengut, wenn es Stück für Stück, Zeitalter für Zeitalter abgetragen wird? Ursulas Pallas Arbeit ist stets wachsam für die grundlegende Problematik der Natur und ihrer Ausbeutung durch den Menschen. Die geheimnisvolle Schönheit der Natur wird in ihrem paradiesischen Zustand aufgebrochen und als Projektion, Oberfläche und Fiktion offengelegt, der wir nicht so einfach trauen können. In poetischen und raumreifenden Bildern erschafft die Künstlerin Situationen, die gleichsam Kulisse wie erzählte Geschichte sind und doch am Ende offen bleiben und dabei den bitteren Geschmack der eigenen Verantwortung in sich tragen. Auch in der Installation ‚empty garden‘ ist das eigene Erleben, die individuelle Bewegung des Betrachters innerhalb der Installation notwendiger Schritt auf dem Weg, den Palla zeichnet. Wohin wir gehen? Direkt hinein in den “empty garden”, welcher aus bronzenen Pflanzenresten aus dem Boden wächst. Bedrohlich schön, fragil und verlassen öffnet sich dieser Ort, in dem wir wandeln können. Die Inspiration für die Ausstellung fand Ursula Palla beim Besuch von Monets Garten in Giverny, einem Paradebeispiel kultivierter Natur, geschaffen von Monet, als Vorlage für seine Werke. Dieser Garten als Sinnbild der exquisiten Pflanzenauswahl verbannte jegliche Wildpflanzen oder Beikräuter und offenbarte eine streng selektionierte Fauna und Flora als “natürliches” Ideal. Bei ihrem Besuch im Januar 2013 fand Ursula Palla heimische Unkräuter, die sich Stück für Stück ihren Platz im früheren Revier zurück eroberten. Diese ursprünglichen, doch unerwünschten natürlichen Restbestände werden in der Installation ‚empty garden‘ aufgegriffen. Es ist das eigentlich Unsichtbare, das in Videoinstallation sichtbar wird: verdrängte und ausgerissene Pflanzen. In ‚empty garden’ ragen sie nun aus Bronze gegossen wie Gewächse und Gräser aus dem Boden und erinnern an ein brachliegendes Feld. Sie nehmen den Raum für sich ein und werfen im Halbdunkel ihren eigenen Schatten voraus. Eine Videoprojektion erweitert das Szenario: Wildpflanzen scheinen auf und vermischen sich mit den Schatten. Ein surrealer Schattenraum konzentriert sich, Schichten, aus Zeit, Ort und Material. So schweigsame und farbarm der “empty garden” vor einem liegt, so schön wirkt er. In der zweiten Installation ‚the pond’‘ sind Spiegelplatten auf dem Boden ausgelegt und erinnern an Monets Garten. Die Kontur der zwei Teichstücke geben eine eigene Geh- wie Blickrichtung vor, definieren die Räume auf neue Weise und spiegeln das Draussen und Drinnen. Die Videoarbeiten ‚cloud and foam‘ im chambre jaune und ‚the bird‘ im Innenhof sowie bronzene Pflanzen in der Galerie erweitern das Szenario. ‚Jardin infini’ zeigt eine Brüchigkeit, einerseits scheinbare Idylle und andererseits ein Kippmoment - das Zusammenbrechen der Harmonie. Der Garten ist Dystopie und zugleich reale Möglichkeit. Die Frage der Auflösung stellt sich, denn so wie die Farbe in Pallas Garten entschwunden ist, so entschwindet auch die Natur, … Stück für Stück. Ursula Pallas Arbeiten machen deutlich: Seit Monet hat sich der Blick auf den Garten verändert, er ist nicht mehr unberührtes Paradies, sondern ein fast zu Ende bestelltes Land geworden, dem seine eigene Natürlichkeit durch menschliches Zutun abhanden gekommen ist. Die Ausstellung zeigt jedoch keinen unbelebten Endzustand, sondern vielmehr eine zu füllende, selbst zu imaginierende Leerstelle und wirft die Frage auf, was der Begriff des Gartens und vielmehr der Begriff des Natürlichen heute bedeuten kann. Gleich einer brach liegenden Landschaft öffnet sich dieser Garten, als blanke Möglichkeit, vielleicht nahe am eigenen Ende, aber vielleicht auch: als tief schöpfendes Atem holen vor dem nächsten grossen Erwachen. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • SPLISH SPLASH! DIE NEUE BADEMODE VON HERMÈS

    Wer sagt, dass ein Badeurlaub an einem romantischen Bergsee nicht ein farbenfrohes, schickes Outfit verdient?! Eine verspielte Riemchensandalette, ein buntes Strandtuch und ein schattenspendender Hut und wir sind bereit für den Sommerurlaub in der Schweiz. Die neuen Accessoires des Sommers für Damen und Herren bewegen sich in frischer Luft und bunten Farbwelten: ein Spaziergang von Malabar Pink bis zu Blues & Reds . Die Motive sind figurativ bis abstrakt. Weitere Infos finden Sie hier

  • IM RAUSCH DER FARBEN

    Die neue Damenseide-Kollektion für Frühling/Sommer 2020 Mit sommerlicher Frische, Leichtigkeit und einem Kaleidoskop der Farben entführt uns der Fotograf   Oliver Hadlee Pearch auf eine urbane Safari in das von Sonne verwöhnte Nizza – ein Ort, an dem die neue Seidenkollektion für Frühjahr/Sommer 2020 mit innovativen Prints und leuchtenden Farben zum Leben erwacht und uns träumen lässt! Weitere Infos finden Sie hier.

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