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- RUINART UND DAVID SHRIGLEY
Am 21. September lud Ruinart zum Event « Unconventional Bubbles Cocktail » im Rahmen der jährlichen künstlerischen « Carte Blanche » ein. Das Apéro « Unconventional Bubbles Cocktail » fand in der Ruinart Lounge in der Collectors Lounge auf der Art Basel in Basel statt. Es war die Gelegenheit, Maison Ruinart und den Künstler David Shrigley mit seinem skurrilen Humor neu zu entdecken. Die Maison Ruinart in Reims, wurde 1729 als erstes Champagnerhaus überhaupt gegründet. Zu verdanken ist seine Entstehung der Intuition eines Mönchs, der seiner Zeit weit voraus war. Von Anfang an engagiert sich Ruinart für die Kunst. Durch die Zusammenarbeit mit dem Künstler David Shrigley entstanden 36 Zeichnungen und Acrylgemälde, die auch in einem Buch publiziert wurden. David Shrigley besuchte die Maison Ruinart vor Ort, stellte Fragen, wollte alles sehen und verstehen. Seine Werke geben mit einer unkonventionellen Ironie einen einzigartigen Blick auf die Welt und die Natur.
- NEUES AUS DER KUNSTHALLE BASEL
Rückwand-Projekt von Yoan Mudry, The Future Doesn't Need Us «In der Kunsthalle Basel wird die Kunst zum Korrektiv der Wirklichkeit», schrieb eine Journalistin kürzlich. Das Zitat passt zu den aktuellen Ausstellungen, darunter das am Wochenende neu eröffnete Rückwand-Projekt von Yoan Mudry, The Future Doesn't Need Us , und es ist auch eine perfekte Schlagzeile für die aufregenden Dinge, die die Kunsthalle geplant hat: eine neue Performance von Zhana Ivanova, ein NFT von Simon Denny, dessen Verkauf dem Programm der Kunsthalle zugute kommt, eine neue Monografie über Matthew Angelo Harrison, gerade rechtzeitig für die letzten Tage seiner eindrücklichen Ausstellung erschienen, und weitere besondere Veranstaltungen für die Kunstmesse-Woche. Weitere Informationen finden Sie hier.
- «SAGEN SIE NICHTS GEGEN TELEFONBÜCHER!»
Jubiläumsausstellung 50 Jahre Basler Afrika Bibliographien Seit 1971 gibt es die Basler Afrika Bibliographien (BAB) mit dem Sammlungsschwerpunkt Namibia. Aus diesem Anlass präsentieren sie ihre Arbeit in einer bunten Ausstellung: «Sagen Sie nichts gegen Telefonbücher!» gewährt vom 25. September bis 10. Dezember 2021 einen Blick in das Innenleben des vielfältigen Dokumentationszentrums. Die BAB wurden von Carl Schlettwein als private Bibliothek und Verlag gegründet. Heute sind sie zusammen mit ihrem umfangreichen Archiv ein international renommiertes Dreispartenhaus. Als der Institutsgründer Carl Schlettwein einmal verwundert auf den Sinn seiner Kollektion von Telefonbüchern angesprochen wurde, gab er die Antwort, die zum Titel dieser Ausstellung wurde. Er verwies auf die vorzügliche Informationsquelle, die Telefonbücher seien, sofern man sie zu lesen verstehe: Wer wann wo gewesen sei, wie sich Veränderungen dort ablesen liessen etc. – Damit ist eine Hauptkompetenz der BAB bis heute angesprochen: Informationen zu erkennen, sie zu benennen, zu ordnen und schliesslich zu bewahren und verfügbar zu machen. Genau darum dreht sich dieses Ausstellungsprojekt. Was wird hier eigentlich gemacht? Im Wesentlichen werden Aspekte einer Grundfrage beleuchtet: Wie wird heute, mitten in Europa, afrikanisches Wissen durch eine Bibliothek, ein Archiv und einen Verlag gehandhabt? Dies tangiert den Erwerb, die Vermittlung und Verbreitung von afrikanischen Inhalten, und es betrifft auch die Materialität von Schriften und Dokumenten jeglicher Art. In diesem Sinne dreht sich die Ausstellung um Fragen, die manche den BAB schon immer stellen wollten, sie aber nie zu fragen wagten – oder schlicht keine Gelegenheit dazu hatten: Wie ordnet man Wissen? Was genau sammelt dieses Archiv? Wer publiziert hier? Und – was ist eigentlich ein Thesaurus? Projektpartner Realisiert wurde die Ausstellung vom Basler Designerteam Whiteroom (Daniel Schoeneck, Dieter Thiel, Thorsten Romanus) in ständiger Zusammenarbeit mit dem Team der Basler Afrika Bibliographien. Ausstellung: «Sagen Sie nichts gegen Telefonbücher!» ( Carl Schlettwein) Basler Afrika Bibliographien, Klosterberg 23, 4051 Basel Vernissage: Freitag, 24. September, 18 Uhr Öffnungszeiten: 25. September bis 10. Dezember 2021 Sa. & So. 25./26.9. 14 – 17 Uhr (einziger geöffneter Sonntag!) Danach: Di. – Fr. 15 – 18 Uhr, Sa. 14 – 17 Uhr, So. & Mo. geschlossen Weitere Informationen finden Sie hier.
- ART BASEL IN BASEL 2021
Die Maison Ruinart lädt ein, mitten in Basel ein brandneues Augmented-Reality-Werk des Künstlers David Shrigley zu entdecken, welches dank der App «Acute Art» in Erscheinung treten wird. Im Herzen der Stadt wird der digitale Giant Worm zu sehen sein, inspiriert von einer Zeichnung, die der britische Künstler für Ruinart, das älteste Champagnerhaus überhaupt, anfertigte. Um die dreidimensionale, virtuelle Skulptur in Erscheinung treten zu lassen, muss man sich zunächst auf die Suche nach einem künstlerischen QR-Code begeben, der den Download der App ermöglicht. Der Wurm nimmt Gestalt an und erwacht auf dem Bildschirm des Smartphones in seiner urbanen Umgebung zum Leben. Die Kunst emanzipiert sich von ihrer konventionellen Form, wird digital und erreicht so Generationen von jungen Kunstbegeisterten. Der Giant Worm, ein neues Element der Carte Blanche, wird die Art Basel in Basel bis Ende Oktober 2021 mit einem Quäntchen Humor ausserhalb des Ausstellungsgeländes repräsentieren.
- KUNST AUS BASEL
Mit einer Strassenausstellung will die Basler Künstlergesellschaft ein Zeichen für die Kunst setzen. Die Plakate können ab Ende September bis Ende Oktober besichtigt werden. Foto: « Bauer in Malawi » von Christian Jaeggi Künstlerinnen und Künstler konnten in den letzten Monaten kaum auftreten oder ausstellen. Die Basler Künstlergesellschaft, als älteste Basler Künstlervereinigung, bietet 21 Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform mit Kunstplakaten, damit sie mit Texten und Bildern den Stadtraum für die Kunst zurückgewinnen können. Der Apero für die Eröffnung des BKG Kunstprojektes findet am Freitag, 24. September, zwischen 17 und 19 Uhr, vor der Barfüsserkirche in Basel statt. Die Plakate schmücken den Barfüsserplatz bei der Barfüsserkirche (24. September bis 8. Oktober 2021) und den Theaterplatz (8. Oktober bis 24. Oktober 2021). Bilder (v.l.n.r.) Nadine Seeger, Raphael Bachmann, Anjali & Sumitra Keshava Bilder (v.l.n.r.) : Pascal, Joray, Freddy Allemann, Alexia Papadopoulos
- PKZ FEIERT 140-JAHR-JUBILÄUM
Vom Herrenkaufhaus zum Omni-Channel-Unternehmen: PKZ blickt auf eine lange Geschichte zurück – aber vor allem nach vorn. Die Kundinnen und Kunden dürfen sich auf zahlreiche Angebote und Jubiläumsaktivitäten wie die «Digital Fashion Show» freuen. Die Geschichte von PKZ ist in erster Linie eins: eine Familiengeschichte. Mit Maurice Burger sitzt im Verwaltungsrat ein Nachkomme in fünfter Generation, der Einfluss auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens nimmt. 1881 von Paul Kehl gegründet, führt CEO Manuela Beer das grösste unabhängige Modehaus der Schweiz heute operativ in die Zukunft. So hat sich PKZ in den vergangenen Jahren erfolgreich als Omni-Channel-Unternehmen etabliert, die inzwischen schweizweit 40 Filialen sind mit einem stetig wachsenden Onlineshop verzahnt. Allein im vergangenen Jahr hat sich der Umsatz des Onlineshops verdoppelt. Grund genug, das 140-Jahr-Jubiläum gebührend zu feiern. Als Gründer Paul Kehl Ende des 19. Jahrhunderts die erste Kleiderfabrik in Winterthur eröffnete, legte er den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte. Mit Weitsicht und einer Portion Mut im Gepäck zügelte er das Geschäft nach Zürich und benannte es in PKZ um. Seine Initialen und die der Limmatstadt stehen auch heute noch für den Unternehmergeist, der PKZ seit jeher prägt. Bis 1974 betrieb PKZ zwei eigene Fabriken und exportierte seine angesehene Herrenkollektion nach ganz Europa. Inzwischen fokussiert das Modehaus – das mit der Übernahme und Konsolidierung von Feldpausch seit 1997 auch Damenmode verkauft – auf seine Wurzeln, die Schweiz. Und schwimmt selbst in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gegen den Strom. Eine Strategie, die sich bewährt hat: «Wir investieren antizyklisch, gehen unseren eigenen Weg – und der Erfolg gibt uns Recht», so Beer. Im Frühling wurde mit dem PKZ MEN-Store am Zürcher Löwenplatz die 40. Filiale eröffnet. Weitere Expansionen sind in Planung. Hierbei legt Beer vor allem Wert auf den Erlebnischarakter der Häuser. Das breite Sortiment an Toplabels ergänzt die Eigenmarken Paul Kehl, Paul und Burger, im Jubiläumsjahr kommt die junge Linie Pauline dazu. Eigens für den runden Geburtstag wurden zwei Capsule Collections von Paul Kehl für Herren und eine für Damen entworfen. Gleichzeitig wird der Bereich Masskonfektion, ein USP von PKZ, kontinuierlich weiter ausgebaut. Künstler-Kampagnen und Kooperation mit der ZHdK Den Blick nach vorne richten, ohne die Vergangenheit aus den Augen zu verlieren. Es sind immer noch dieselben Attribute, die PKZ auch nach 140 Jahren prägen: Innovation und Pioniergeist. PKZ bietet Mode für jeden Anlass – schon früh in Szene gesetzt von späteren Topmodels wie Patricia Schmid, Sarina Arnold oder David Gandi. Selbst der international erfolgreiche Fotokünstler Rankin fotografierte 2005 eine Kampagne für PKZ. Bereits Gründer Paul Kehl wusste um die Kraft der Bilder, über die Jahre hat PKZ mehr als 150 Plakatsujets in Auftrag gegeben bei renommierten Künstlern wie Karl Bickel, Niklaus Stoecklin oder Emil Cardinaux. Heute werden die Plakate als Sammlerstücke gehandelt, erzielen Höchstpreise an Auktionen und hängen selbst im Museum of Modern Art in New York. Da PKZ die Nachwuchsförderung besonders am Herzen liegt, kommt anlässlich des Jubiläums eine junge Gardean Künstlern zum Zug: PKZ hat Studierende der Zürcher Hochschule der Künste beauftragt, eine Kampagne rund um das 140-Jahr-Jubiläum zu erstellen. Die Plakate, Prints und Videos werden prämiert und an einer Ausstellung präsentiert, zudem kommen zwei limitierte T-Shirts in den Verkauf. Auch im eigenen Haus werden kommende Generationen gefördert. Im Schnitt bildet PKZ durchschnittlich 75 Lernende pro Jahr aus. Externe Weiterbildungsmöglichkeiten sorgen zusätzlich für exzellente Entwicklungschancen. Nachhaltige Strategie Das Jubiläum markiert auch den Auftakt in ein neues Modezeitalter. PKZ hat eigens eine Expertin für Nachhaltigkeit engagiert, die das Unternehmen auf dem Weg in eine grünere Zukunft unterstützt. Im Rahmen der «WE CARE»- Initiativen, die für mehr Transparenz hinsichtlich Materialien und Herstellung sorgen, ergänzen nachhaltige Labels wie Armedangels, Lanius oder Calida das Angebot. PKZ hat in den vergangenen 140 Jahren Pionierarbeit geleistet und stets nach vorne geschaut – jetzt wird die Erfolgsgeschichte weitergeschrieben. Mode, Meilensteine und Monitore: PKZ feiert mit einer «Digital Fashion Show». Schauen Sie hier den Fashion Talk und die Runway Show an und erfahren Sie, welche Trends diesen Herbst auf keinen Fall im Kleiderschrank fehlen dürfen. Alle Looks finden Sie online unter pkz.ch/df s . Unter allen Zuschauerinnen und Zuschauern der Digital Fashion Show verlost das Modeunternehmen zehn Einkaufsgutscheine im Wert von je 200 Franken. Verfolgen Sie die Show ganz genau und merken Sie sich, welche Farben der erste und der letzte Look beinhaltet. Um am Wettbewerb teilzunehmen, müssen Sie Ihre Antwort im Kommentar unter der Show eintragen! Teilnahmeschluss ist der 25. September.
- AUSSTELLUNG VON POSY SIMMONDS BEGEISTERT
Bis 24. Oktober können die Werke der britischen Cartoonistin, Comiczeichnerin und Kinderbuchautorin Posy Simmonds im Cartoonmuseum Basel betrachtet werden. Es ist die erste Ausstellung der Künstlerin im deutschsprachigen Raum. Mit den drei eigenwilligen Frauenfiguren und gleichnamigen Graphic Novels «Gemma Bovery» (1999), «Tamara Drewe» (2007) und «Cassandra Darke» (2018) hat die britische Cartoonistin, Comiczeichnerin und Kinderbuchautorin Posy Simmonds (*1945) internationale Beachtung gefunden. Sie fasziniert mit präzisen psychologischen Porträts, verspottet die Unzulänglichkeiten der Mittelschicht und der Kulturszene, karikiert Biederkeit und kritisiert gesellschaftliche Entwicklungen. Längere Textpassagen wechseln mit klassischen Comicsequenzen ab, Bezüge zu Klassikern von Schriftstellern wie Gustave Flaubert und Charles Dickens fügen den Geschichten weitere Ebenen hinzu. Posy Simmonds wird landesweit bekannt durch ihren ab 1977 im «The Guardian» erscheinenden Strip «The Silent Three of St. Botolph’s», der von drei langjährigen Freundinnen handelt. Später veröffentlicht sie diesen in Büchern und entwickelt ihn in ihrer ersten Graphic Novel «True Love» weiter. Auch weitere Publikationen von ihr starten als Strip im «The Guardian». In den 1980er-Jahren veröffentlicht sie mehrere sehr erfolgreiche Kinderbücher. Ein eleganter, klarer und körperhafter Zeichenstil, die tiefgründig ausgearbeiteten Figuren, der treffsichere Humor und der wache Geist einer grossartigen Erzählerin zeichnen alle Arbeiten von Posy Simmonds aus. Ihre grafischen Romane wurden in mehrere Sprachen übersetzt, einige ihrer Bücher wurden verfilmt. Das Cartoonmuseum Basel zeigt die bis anhin umfassendste Retrospektive dieser bedeutenden britischen Zeichnerin mit Originalzeichnungen aus allen Graphic Novels und den Kinderbüchern, Illustrationen und Cartoons für Zeitungen und Magazine sowie unveröffentlichten Vorarbeiten. Posy Simmonds wird zudem zum ersten Mal überhaupt im deutschsprachigen Raum mit Originalen ausgestellt. Posy Simmonds Close Up 28.8. — 24.10.2021 Eintrittspreise Fr. 12.— Erwachsene Fr. 7.— IV-Berechtigte, Personen in Ausbildung bis 25 Jahre Cartoonmuseum Basel St. Alban-Vorstadt 28 4052 Basel www.cartoonmuseum.ch
- CARTOONMUSEUM BASEL: LIVE-ZEICHNEN UND KONZERT
Frederik Peeters' musikalisch-packende Improvisation zu den Tönen von Franck Chenal. L’Apocalypse selon Frederik Peeters Freitag, 24.9.2021, um 20 Uhr Frederik Peeters verbindet seine Zeichnungen mit den Tönen von Franck Chenal zu einer gezeichneten, musikalischen und packenden Improvisation. Sie und Ihre Freunde sind herzlich eingeladen. Eine Kooperation mit Réseau BD Suisse und Comix Shop Basel Cartoonmuseum Basel St. Alban-Vorstadt 28 CH-4052 Basel cartoonmuseum.ch
- MIT KOPF UND HERZ FÜR DIE GLEICHSTELLUNG
Am 7. Februar 2021 feierte die Schweiz das 50-Jahr-Jubiläum der Einführung des Frauenstimmrechts. Wir haben Leila Straumann, Leiterin der Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern Basel-Stadt, zu einem Gespräch getroffen. Leila Straumann, Leiterin der Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern Basel-Stadt Carine Legio-Egli Die Ökonomin Leila Straumann setzt sich seit rund 20 Jahren für die Gleichstellung ein. Für sie ist dieses Jubiläum ein Grund zum Feiern. Damit wird gewürdigt, wie engagiert und beharrlich Frauen (wie auch Männer) fast ein ganzes Jahrhundert lang für ihre Rechte gekämpft haben. Was bedeutet dieser historische Moment für Sie? Ein Jubiläum zu feiern ist wichtig, damit wir uns erinnern, würdigen und in die Zukunft blicken. Die Abteilung Gleichstellung hatte gemeinsam mit verschiedenen Institutionen ein abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm für den 7. Februar geplant. Die meisten Aktivitäten mussten leider in die sozialen Medien verlagert werden. Und so war auch ich am 7. Februar online unterwegs. Die grosse Dynamik und Resonanz, die tausenden Posts, Tweets, Videos und Bilder zum Anlass haben mich beeindruckt. Meine Gedanken waren auch bei meiner Mutter, einer gebürtigen Malaysierin mit indischen Wurzeln. Nach der Heirat mit meinem Vater, einem Schweizer, wurde sie automatisch eingebürgert und verlor dadurch ihr Wahlrecht, dass sie in ihrer Heimat hatte. Für sie war es unverständlich, dass Frauen in der vermeintlich fortschrittlichen Schweiz nicht wählen durften, zur selben Zeit in Indien aber Indira Gandhi das Amt der Premierministerin innehatte. Bis vor 50 Jahren haben nur Männer die politische Debatte geprägt und bestimmt. Erst seit 1971 ist die Schweiz eine echte Demokratie. Was bedeutet das? Die Gleichstellung ist erst seit 50 Jahren ein Thema im politischen Alltag. Es hat weitere zehn Jahre gedauert, bis der Bundesverfassungsartikel zur Gleichstellung von Frauen und Männern angenom- men wurde. Und das Gleichstellungsgesetz kam erst 1996! In der Schweiz spüre ich zurzeit eine ak- tive und differenzierte Diskussion über die Gleich- stellung. Diese hat mit der #MeToo-Bewegungund dem Frauenstreik 2019 Auftrieb erhalten. Wir spüren auch, dass sich nicht nur Frauen, sondern insbesondere auch junge Männer aktiv für dieGleichstellung einsetzen. Gleichzeitig sind aber auch gegensätzliche Entwicklungen sichtbar, wie bewahrende und traditionelle Rollenvorstellungen.Mit diesen gegenläufigen Tendenzen ist es momen- tan eine bewegte Zeit für die Gleichstellung. Die Gleichstellung umfasst viele Themen. Worauf fokussiert die Abteilung Gleichstellung besonders? Die Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern setzt vielfältige Schwerpunkte. Ein zentrales Thema ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Im Netzwerk «Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel» engagieren wir uns beispielsweise gemein- sam mit Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, und Verwaltungsstellen für die Förderung von familienfreundlichen Arbeitsbedingungen. Ein spezielles Augenmerk legen wir zudem auf die Lohngleichheit. Basel-Stadt hat in diesem Jahr Lohngleichheitskontrollen im Beschaffungswesen eingeführt. Und auch die Verteilung von bezahlter und unbe- zahlter Arbeit (Care-Arbeit) steht vermehrt im Fokus unserer Tätigkeit. Diese Arbeit wird vor allem von Frauen geleistet, sei dies in Spitälern, Pflegeinstitutionen oder zu Hause. Die Corona-Pandemie hat die gesellschaftliche Relevanz der Care-Arbeit deutlich aufgezeigt. Sie setzen sich seit vielen Jahren für eine gerechtere Gesellschaft und für die Gleichstellung ein. Woher nehmen Sie diese Energie? I ch kann gemeinsam mit meinem Team in der Abteilung Gleichstellung ein gesellschaftliches Thema aktiv mitgestalten. Die Sinnhaftigkeit meiner Arbeit motiviert mich enorm. Unsere Abteilung ist nahe am Puls von gesellschaftlichen und politischen Veränderungen. Es ist ein Privileg, mich für die Gleichstellung in Basel engagieren zu dürfen. Mehr Informationen unter: ° gleichstellung.bs.ch ° familienfreundliche-wirtschaftsregion-basel.ch ° mamaworkrights.ch Links: Fackelzug in Basel, Staatsarchiv Basel-Stadt, BSL 1013 1-1532 1 (Foto Hans Bertolf) Rechts: Frauenstreik 2019 in Basel
- SPAZIERGANG: RAINER MARIA RILKE ZU GAST IN BASEL
Rilkes Schweizer Jahre bringt man mit Orten wie Soglio im Bergell oder dem Schlösschen Muzot im Wallis in Verbindung. Weniger bekannt ist, dass sich der grosse Dichter 1919/1920 in Basel und in der näheren Umgebung aufhielt. Er trat als Vortragsredner auf, war bei bekannten Basler Familien zu Gast und nahm an spiritistischen Sitzungen teil. Bleibende Freundschaften entstanden. Der Rundgang führt zu Rilkes Basler Inspirationsquellen, zu Auftrittsorten und Kaffeelokalen, die er gerne besuchte. SONNTAG, 19. SEPTEMBER 2021, 17 UHR Dauer: 1,5 Stunden Kosten: CHF 35.– Der Treffpunkt wird nach Anmeldung bekannt gegeben. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Änderungen vorbehalten. Weitere Informationen finden Sie hier .
- KINOTIPP: «AMAZONEN EINER GROSSSTADT»
Regisseurin Thaïs Odermatt auf der Suche nach modernen Amazonen: Frauen, die bereit sind für das einzustehen, was ihnen wichtig ist. Sie sind ungestüme Heldinnen, die bereit sind für das zu kämpfen, was ihnen wichtig ist. Ohne Rechtfertigungen, ohne Kompromisse. Inspiriert von ihrer Mutter, welche sich damals für das Frauenstimmrecht in der Innerschweiz einsetzte, macht sich Regisseurin Thaïs Odermatt auf die Suche nach modernen Amazonen. Diese findet Thaïs Odermatt in Berlin, wo auch die Heldinnen ihrer kindlichen Fantasie wieder lebendig werden. Dabei trifft sie auf DJ That Fucking Sara, auf MMA-Sportlerin Maryna Ivashko, auf die ehemalige kurdische Freiheitskämpferin Zilan und auf Menschenrechtsaktivistin Irmela Mensah-Schramm. Als exklusives Vorprogramm wird der Kurzfilm «Intimity» von Élodie Dermange in Zusammenarbeit mit Pro Short gezeigt. «Amazonen einer Grossstadt» ist ein feministischer Dokumentarfilm über das Leben als Frau in der Grossstadt - ab dem 17. Juni im Kino! Weitere Informationen finden Sie hier.
- VIEL PROMINENZ UND NOCH MEHR GRUND ZUM FEIERN
Hochkarätiges Herbstprogramm im Naturhistorischen Museum Basel Diesen Herbst gibt es im Naturhistorischen Museum Basel einiges zu erleben: Viel Prominenz, eine Mumie und ein schöner, runder Geburtstag sind nur ein paar der Höhepunkte im abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm des Museums. Neben dem Talk «Alles könnte anders sein» mit Harald Welzer und Barbara Bleisch und der Buchvernissage des Werkes «Anna Catharina Bischoff. Die Mumie aus der Barfüsserkirche» steht das 200-Jahr-Jubiläum des Museums im Fokus. 200 Jahre Naturhistorisches Museum Basel 200 Kerzen müssten es sein, und ein sehr grosser Geburtstagskuchen. Denn seit 1821 können in Basel naturkundliche Schönheiten und Kostbarkeiten erforscht und bestaunt werden. Dieses Jahr darf das Naturhistorische Museum zusammen mit der ganzen Bevölkerung das erste und älteste Museum Basels feiern. Am 12. November öffnet eine Ausstellung über die Geschichte des Hauses ihre Türen. Sie ist eine Hommage an Generationen von Sammlerinnen und Sammlern, die zum Fundament des Museums beigetragen haben. Das Festwochenende vom 13./14. November steht ebenfalls ganz im Zeichen des 200-jährigen Geburtstags. Der «Dame aus der Barfüsserkirche» wird eine Publikation gewidmet Ein stolzes Alter kann auch die «Dame aus der Barfüsserkirche» vorweisen, die bei Renovationsarbeiten des Gotteshauses 1975 entdeckt wurde. Das Rätsel um die Identität der Frau konnte erst vor drei Jahren gelöst werden. Einer internationalen Forschergruppe unter der Leitung des Naturhistorischen Museums Basel ist es 2018 gelungen, die namenlose Mumie als die 1787 verstorbene Anna Catharina Bischoff zu identifizieren. Nun wird diese kriminalistische Spurensuche in einem Buch nachgezeichnet. Das im Christoph Merian Verlag Basel erscheinende Werk «Anna Catharina Bischoff. Die Mumie aus der Barfüsserkirche» wird an der Buchvernissage am 19. Oktober vorgestellt, die Mumie selbst ist ebenfalls für kurze Zeit zu sehen. Alles könnte anders sein Das Naturhistorische Museum orientiert sich aber nicht nur an der Vergangenheit, genauso zentral sind Fragen rund um die Gegenwart und Zukunft. Die aktuelle Sonderausstellung ERDE AM LIMIT liefert zahlreiche Anknüpfungspunkte, um sich über den Zustand unseres Planeten, unseren Umgang mit Ressourcen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen zu unterhalten. Am 10. September ist der bekannte Soziologe Harald Welzer zu Gast im Museum. Die Philosophin, Autorin und Moderatorin der Sternstunde Philosophie (SRF), Barbara Bleisch, fühlt ihm im Talk «Alles könnte anders sein» auf den Zahn. Im gemeinsamen Gespräch versuchen sie die vielseitigen Probleme zu benennen und Lösungsansätze zu diskutieren. Ebenso brisant ist die prominente Zusammensetzung des Podiums vom 5. November mit dem Titel «Sind wir noch zu retten?». Die politische Philosophin Katja Gentinetta, der Ökonom Mathias Binswanger und der Ingenieur und ehemalige Rektor und Präsident der ETH Zürich, Lino Guzzella, diskutieren die Frage, wie die Zukunft aus politischer, ökonomischer und technologischer Perspektive aussehen müsste, um möglichst vielen Menschen ein gutes, freies Leben zu ermöglichen. Naturhistorisches Museum Basel Augustinergasse 2 4001 Basel Termine 10.09.2021 Talk «Alles könnte anders sein» mit Barbara Bleisch und Harald Welzer, Tickets erhältlich unter www.nmbs.kulturticket.ch/events 19.10.2021 Buchvernissage «Anna Catharina Bischoff. Die Mumie aus der Barfüsserkirche» 5.11.2021 Podiumsdiskussion «Sind wir noch zu retten?» mit Katja Gentinetta, Mathias Binswanger und Lino Guzzella, Tickets erhältlich unter www.nmbs.kulturticket.ch/events 12.11.2021 Vernissage Jubiläumsausstellung «200 Jahre Naturhistorisches Museum Basel» 13./14.11.2021 Jubiläumsfest «200 Jahre Naturhistorisches Museum Basel» Weitere Informationen finden Sie h ier.












