• BASLERIN

DIE FRAU HINTER DER MARKE EISURU

Die hausgemachten italienischen Gelati der Marke EISURU von Takako Matsudaira gibt es neu mit vielen ausgefallenen Sorten auch im Shopping Center St.Jakob-Park. Aber wie kommt eine Japanerin dazu, italienische Glace in Basel zu verkaufen? Wir sind der Frage nachgegangen.



EISURU steht für hausgemachte traditionelle aber auch ausgefallene Glace-Variationen wie Sesam oder Grüntee. Gründerin und Inhaberin ist Takako Matsudaira. In Tokio geboren und aufgewachsen interessierte sie sich bereits als Teenie für Sprachen und fremde Kulturen. In Basel hat sie die grosse Liebe gefunden, geheiratet und ist dann geblieben.

Wie kamen Sie zum Glacemachen? Als ich nach Basel zog, gab es in der Stadt keine Gelateria. Ich habe mich sofort gefragt, warum dies wohl so sei. Glace lieben doch alle und gute Glace macht dich glücklich, war meine Devise. Gibt es kei- ne Gelateria, weil die Nachfrage fehlt oder essen Baslerinnen und Basler keine Glace, weil es keine Gelateria gibt? Die Frage nach dem Huhn oder dem Ei beschäftigte mich die nächsten Jahre. Dann fuhr ich nach Italien, um herauszufinden, was das Geheimnis italienischer Gelato sei.

Und haben Sie es herausgefunden? Ja, es ist erstens die Liebe zum Produkt. Daher auch der Name meiner Marke. EISURU bedeutet auf Japanisch «lieben». Ohne Herzblut gibt es keinen Erfolg. Und zweitens sind es die Zutaten. Wir verwenden weder Farb- oder Konservierungsstoffe noch Geschmacksverstärker. Nur mit natürlichen Zutaten ist es möglich, Glace herzustellen, die nicht nur gut aussieht, sondern auch bekömmlich ist und hervorragend schmeckt. Und ob sie schmeckt, entscheiden unsere Gäste. Wir haben über 70 unterschiedliche Geschmacksrichtungen im Angebot, jedoch nur 12 in der Vitrine. Daher ist es für uns sehr wichtig, unserer Kundschaft die Möglichkeit des Probierens anzubieten. Wer möchte, kann eine grosse Box mit seinen Lieblingssorten füllen lassen und diese mit nach Hause nehmen. Auf diese Weise kann man bei seinen Gästen mit besonderen Glace-Sorten wie die Sesamglace punkten. Viele schätzen auch unsere veganen und laktosefreie Sorten.

Stichwort Sinnesabenteuer: Wie entstehen die vielen ausgefallenen Glace-Sorten? Ich kreiere die neuen Glacesorten, indem ich mich von der Rohware inspirieren lasse. Ich weiss nicht genau, aber ich glaube, ich höre zu, was sie zu sagen hat. Das ist keine Esoterik, sondern Inspiration. Wenn die neue Sorte fertig ist, probiere ich sie immer als Erste gleich selbst. Wenn sie mir schmeckt, dann lasse ich sie zuerst die Mitarbeitenden und dann die Kundinnen und Kunden kosten.

Was ist die Philosophie von EISURU? Ich wollte in Basel einen Ort kreieren, wo sich Jung und Alt, Arm und Reich, Mann und Frau, Schweizer und Ausländer die Klinke in die Hand geben. Es ist mein Wunsch, den Gästen ein Stück Lebensqualität im Alltag anzubieten. Nichts Grosses oder gar Kompliziertes, einfach ein Stückchen Genuss.

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