Search this site
665 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- KULTUR, KUNST, COOLE LÄDEN – DAS IST LISSABON
Ein unwiderstehlicher Charme umgibt die moderne, auf sieben Hügeln gebaute Metropole. Portugals Hauptstadt eignet sich hervorragend für ein (verlängertes) Wochenende. Von Karin Breyer Kosmopolitisch und gleichermassen entspannt zeigt sich die Stadt an der Atlantikküste. Es ist die historische Altstadt, welche die Einzigartigkeit und Beliebtheit Lissabons begründet. Baixa, Chiado und das verwinkelte Ausgehviertel Bairro Alto, sie wurden nach dem schweren Erdbeben im 18. Jahrhundert nach alten Grundrissen aus der mau-rischen Zeit neu aufgebaut. Häuser mit Azulejos — jene bunten Keramikfliesen, die wunderschön Fassaden überziehen — steile Treppen und lebendige Street Art zieren die Viertel. Vielleicht ist es am Schönsten, zu Fuss den Schmelztiegel der Kulturen zu erobern, es geht durch schmale Gassen und breite Alleen, an prächtigen (Barock-)Bauten vorbei. Da locken Museen und jede Menge cooler Design-Shops, Boutiquen, Plattenläden und Cafés. Entdecken Sie die alten Carmo-Klosterruinen und den kuriosen Aufzug Elevador de Santa Justa. Das Herz der City schlägt am grossen Rossio-Platz, bekannt für das kunstvolle Wellenmosaik. Oben auf den Hügeln eröffnen sich auf den unzähligen Miradouros (Aussichtspunkte) atemberaubende Blicke auf das rote Dächermeer, stolze Kirchtürme und die Lebensader Tejo. Wer eine Auszeit vom Bergauf- und Bergabgehen braucht – die «Stadt der sieben Hügel» ist wörtlich zu verstehen–, steigt kurzerhand in die weltberühmte Strassenbahn 28E, die eindrücklich durch die ganze Altstadt rattert. Es ist DAS Erlebnis, die Originalwagen aus den 1930er-Jahren bringen Ihnen in kürzester Zeit alle sehenswerten Stadtteile näher. Quartier Alfama Lassen Sie sich ein auf das magische Gassenlaby-rinth im ältesten Viertel, im Alfama, verlieren Sie sich, irgendwie findet sich schon der richtige Weg. Unbedingt sehenswert: die Festung Castelo de São Jorge und die Kathedrale Sé. Der Tag könnte in einer authentischen Fadobar enden, zum Beispiel in der «Coração de Alfama», im «Herz der Alfama». Hier lässt sich der melancholische portugiesische Musikstil (Fado) live erleben, geniessen Sie dabei den kulinarisch berühmten Bacalhau (Stockfisch). Quartier Belém Und dann gilt es noch durch das malerische Belém am Nordufer des Tejo zu flanieren mit seinen unzähligen Highlights. Markant erheben sich u. a. der Torre de Belém und das Kloster Mosteiro dos Jerónimos (UNESCO-Welterbe). Im Café Pastéis de Belém gibt es die besten Lissabonner Puddingtörtchen – diese muss man unbedingt probieren. Vermutlich verlassen auch Sie die faszinierende Metropole ein wenig wehmütig mit dem Gefühl, nicht genug gesehen zu haben. SHOPPING Haupt-Shoppingmeile ist die Rua Augusta in Baixa . Charmante kleinere Läden, Galerien und Buchläden gibt’s im Chiado-Viertel. Aussergewöhnliche Geschäfte finden Sie im Hipsterviertel Príncipe Real (wie das Luxuskaufhaus Embaixada und LX Factory – ein angesagter Shop-Komplex auf altem Fabrikgelände). Die Rua Garett gilt als teuerste Einkaufsmeile Portugals und ist teilweise eine Fussgängerzone. Vor allem Modemarken sind hier angesiedelt. Das Colombo Shopping Center ist das grösste Einkaufszentrum Portugals. AUSGANG In den engen Gassen des Bairro Alto reihen sich verschiedenste Bars und Clubs aneinander. Von traditionellen Tascas, in denen Fado gespielt wird, bis zu trendigen neuen Club-Bars, alten und neuen Kneipen ist alles dabei. Dieses Stadtviertel ist auch Zentrum der Lissabonner Hip Hop, Gothic, Jazz aber auch Schwulen und Lesben Szene. Deren Bars und Läden macht das Bairro Alto ziemlich hip und bunt. Das zweite Paradies für Nachtschwärmer sind die Docas de Santo Amaro , die schick renovierten Lagerhäuser am Yachthafen, direkt unter der grossen Hängebrücke (Ponte de 25 abril) über dem Tejo. Dort sind die angesagtesten Clubs der Stadt, gemischt mit Restaurants und Pubs. Im spannenden Stadtteil Chiado hat der Starkoch José Avillez ein neues Gourmet-Wunderland geschaffen, das gleich vier spannende Konzepte unter einem Dach vereint. In einer alten Halle auf über 1000m² hat er ein komplettes Gastroareal eröffnet und dieses, ganz bescheiden, gleich als sein Stadtviertel tituliert – BAIRRO DO AVILLEZ . Patéo ist der spektakuläre Innenhof mit einem großen Schiff in Mittelpunkt, passend dazu geben hier fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte den Ton an. Die Mercearia (dt. kleiner Lebensmittelladen) schlägt bescheidenere Töne an, doch auch hier sind die feilgebotenen Käse, Charcuterie-Spezialitäten und eingelegten Delikatessen erste Klasse. In der Taberna lächeln die Schweinchen von der bemalten Fliesenwand, eine Hommage an die berühmten azulejos, die man an vielen Fassaden Portugals findet. Auch die Küche hält sich daran, typisch portugiesisches neu und witzig zu interpretieren. Hervorragenden portugiesischen Wein, gibt es in allen Outlets dieses beeindruckenden Gastrotempels. Das Restaurant CEIA – das Wort "Ceia" steht für „Abendessen“– befindet sich im Boutique-Hotel Santa Clara 1728 , nahe der Altstadt von Lissabon. Küchenchef ist Pedro Pena Bastos, bekannt durch seine Küche, die er im Esporão im Alentejo kochte. Die meiste Zeit seiner Karriere hat der junge Koch damit verbracht, komplexe Aromen auf den Teller zu bringen. Im Ceia sind es 14 simple Gerichte, die mit Produkten auskommen, deren Ursprung der Koch kennt und er im Zyklus mit der Natur abstimmt. CEIA ist nur abends von Mittwoch bis Samstag geöffnet. Das Dinner kostet rund 100 Schweizer Franken, mit Weinbegleitung 50 Franken mehr. Das SILK is t Rooftop-Restaurant und Club zugleich. Das Japanisch-Mediterranes Menü begeistert nicht nur urbane Hippster. Auf der stilvoll eingerichteten Terrasse mit Blick über Lissabon lässt man den (Arbeits)tag gerne ausklingen. Weitere Rooftop-Bars mit tollen Cocktails sind das TOPO un d der PARK . PARK ist ein besonderer Ort, der eine 180 Grad Aussicht über die Stadt bietet: Ponte 25 Abril, Igreja Santa Caterina, der Fluss Tejo. Vor allem zum Sonnenuntergang ist man hier an einem schönen Ort. Am Nachmittag kann man sich hier wunderbar für ein oder zwei Gläschen hinsetzen, am Abend verwandelt sich PARK in einen Club und es ertönt immer lautere Musik aus den Lautsprechern. Auf der Aussichtsplattform «Miradouro de Santa Catarina» am Rande von Bairro Alto, gibt es fast jeden Abend Live-Musik und portugiesisches Bier dazu. Nur wenige Lissabonner kennen den Miradouro de Santa Catarina, aber fast alle kennen die Adamastor-Statue. Sie ist ein Anziehungspunkt für junge Leute, die sich hier an lauen Abenden versammeln und bis tief in die Nacht hinein Musik spielen, reden und das eine oder andere Bier trinken. Der Ausblick ist überwältigend. Man überblickt die ganze Tejomündung, die Brücke 25 de Abril und die Dächer der Gemeinde São Paulo. Es gibt zwar auch einen kleinen Park, besonders einladend ist jedoch die große Terrasse. Die riesige Adamastor-Statue stellt die mythische Figur des Poeten Camões dar und symbolisiert das Kap der Stürme. Falls Sie nicht wissen, wo dieses Kap liegt, lassen Sie sich gesagt sein, dass dies der alte Name des Kaps der guten Hoffnung ist, an dem viele portugiesische Caravellen Seebruch erlitten. Nachdem der Umseglung des Kaps durch Bartolomeu Dias verlor der Adamastor seinen Schrecken und ist heute eine angenehme Begleitung, wenn man am Miradouro von Santa Catarina den Sonnenuntergang beobachtet. KULTUR Eine ganz tolle Abwechslung zur üblichen Shoppingtour durch Lissabon bekommen Schnäppchenjäger jeden Dienstag und Samstag geboten. Die Feira da Ladra ist der wohl schönste und grösste Flohmarkt der Stadt. Der Trödelmarkt hoch oben im Stadtteil Graça bietet eine sagenhafte Vielfalt und allerlei Dinge, die man mehr oder weniger gebrauchen kann. Die Feira da Ladra nimmt den gesamten Campo de Santa Clara ein. Ein gigantischer Platz, der sich hinter der Kirche São Vicente da Fora in Richtung Pantheon erstreckt. Museen, die sich wirklich lohnen: Museu Calouste Gulbenkian (Werke aus aller Welt über verschiedene Kunstepochen hinweg), M useu Nacional do Azulejo (Sammlung der traditio-nellen Azulejos), M useu Coleção Berardo (z ählt zu Europas Spitze, Kunst des 20. Jahrhunderts), Museu Nacional de Arte Antiga (Nationalgalerie Portugals). 1.—31.10.19: Festa no Chiado (Musik, Tanz, Ausstellungen) 10.—13.10.19: Lisboa Fashion Week ÜBERNACHTUNG In Lissabon gibt es viele kleine und liebevoll eingerichtete Boutique-Hotels. The Lumiares Hotel & SPA ist ein wunderbares Hotel mitten in der Altstadt an bester Lage. Aus der Bar auf der Dachterasse hat man einen 180° Umblick in die Stadt und auf den Fluss. Das Boutique Hotel Memmo Principe Real liegt etwas im Verborgenen, dabei erfreut es sich durchaus einer beneidenswerten Lage. Man erreicht es über einen engen Durchgang, besser einen kleinen Tunnel, der zu einem geheimen Aussichtspunkt mit atemberaubendem Blick auf die Stadt führt. Zudem ist dies ein idealer Ausgangspunkt, um eines der bezauberndsten Viertel von Lissabon zu erkunden. Gleichsam schwerelos auf der Hügelspitze ruhend, ist dieses 41-Zimmer-Etablissement das erste Fünf-Sterne-Boutique-Hotel, das in diesem Teil der Stadt, sicherlich einem der trendigsten Viertel Lissabons, eröffnet wurde. Obwohl die nähere Umgebung das Flair eines Wohnviertels verströmt, bietet sie zugleich beste Einkaufsmöglichkeiten. Residierten in unmittelbarer Nachbarschaft einst Mitglieder des Königshauses, so ist derselbe weisse Kalkstein, der für die historischen Gebäude, Paläste, Statuen und Plätze der Stadt so vielfach Verwendung fand, bis heute das vorherrschende Baumaterial im Memmo Príncipe Real. Hier vereinen sich klassisches und zeitgenössisches Design zu einem zeitlosen, kosmopolitischen und von Ruhe geprägten Ambiente. Auch dank des tadellosen Services steht einem ungetrübten und authentischen Lissabon-Erlebnis in diesem Hause nichts im Wege. Wer gerne in einem Bed&Breakfast übernachtet, wählt am besten die Lisbon Cheese & Wine Suites. Sie liegen im angesagten Viertel Santos in Lissabon und bieten ein einzigartiges Erlebnis in einer eleganten und sorgfältig eingerichteten Unterkunft. Zahlreiche traditionelle portugiesische Restaurants laden in der Umgebung zu einem Besuch ein. Verschiedene Bars, in denen Sie entspannen und abends bei Getränken verweilen können, sind ebenfalls vorhanden. Die wichtigsten Attraktionen der Stadt wie die Viertel Chiado und Bairro Alto, die Parkanlage Jardim do Príncipe Real und der Bahnhof Lissabon Cais do Sodré sind im Umkreis von 1,5 km erreichbar. Das 262 Boutique Hotel befindet sich in einem lebhaften Ausgehviertel von Lissabon, nur wenige Schritte vom hippen Viertel Cais do Sodré und 600 m vom Altstadtviertel Chiado entfernt. Den Praça do Comércio erreicht man in 7 Gehminuten. Von dort ist der Triumphbogen der Rua Augusta auf der einen und der Tejo auf der anderen Seite zu sehen. Die Unterkunft befindet sich in einem historischen Lissaboner Gebäude ohne Aufzug. Im hauseigenen Restaurant kann man mittags und abends Gerichte mit frischem Fisch und Meeresfrüchten geniessen. Eine breite Auswahl an Bars und Restaurants befinden sich im Umkreis weniger Gehminuten, einschliesslich des Time Out Markets.
- TAVERNE JOHANN
Als ehemaliges Arbeiterquartier steht das Santihans seit je her für das Zusammentreffen unterschiedlichster Menschen und Kulturen. Diese Ambiance und Atmosphäre nimmt die Taverne Johann als Restaurant im St. Johann auf und ist so ein Quartiertreffpunkt, in dem sich jedermann wohl fühlt und in den Genuss einer guten und raffinierten Küche kommt. Die dem Konzept zu Grunde liegende Philosophie umfasst den Respekt vor dem ganzen Produkt und des Produzenten – sei es Käser, Bauer, Winzer oder Jäger. Nebst individuellen Apéro-Kompositionen mit ausgesuchten harmonierenden Weinen, stehen "Hot Pots", also einfache, aber raffinierte Schmorgerichte aus dem Topf, im Angebot. Der Schmortopf soll Erinnerungen wecken, das Mittagsmenü die umliegenden Firmen ansprechen und das monatlich wechselnde Abendmenu sowie die „Gniesser“-Karte eine Vielzahl von Neukunden, Freunden und Nachbarn im Quartier ansprechen. Ergänzt wird das kulinarische Angebot mit regionalen Erfrischungsgetränken, Bier aus der gruppeneigenen Brauerei „Stadtmauer Brauer“ sowie auserlesenen regionalen Weinen wie auch Spirituosen wie zum Beispiel Gin der eigenen Marke „Rheinbrand“. Die Philosophie von Taverne Johann im St. Johanns-Quartier beruht auf der Wertschätzung und Respekt vor den Produkten und vor deren Produzenten. Sei es ein Bauer, Jäger, Winzer, Käser oder ein Bäcker — der Küchenchef Christoph Hartmann und Mitarbeiter von Taverne Johann kennen ihre Partner persönlich und pflegen eine nachhaltige Beziehung zu ihnen. Die Produkte werden im Sinne von «nose to tail» frisch verarbeitet. Dies beinhaltet die Verarbeitung des ganzen Tieres. Es werden Würste, Trockenfleisch und Pasteten hergestellt. Neben frischen Zutaten ist auch das Handwerk des Kochs von grosser Bedeutung. Ob traditionell oder modern interpretiert — Zeit, Leidenschaft und Freude am Kochen und am Zubereiten von Gerichten stehen im Vordergrund. St. Johanns-Ring 34, 4056 Basel www.tavernejohann.ch
- (WILDES)SCHWEIN GEHABT
Das Wissen über die Herkunft von Produkten, die wir tagtäglich verzehren, geht immer mehr verloren. In unserer schnelllebigen Welt bleibt nur wenig Zeit, um über einzelne Zutaten und das Kochen im Allgemeinen zu sinnieren. Viele essen unterwegs oder alleine statt gemeinsam in Ruhe. Die «Genusswoche Basel» hat sich zum Ziel gesetzt, beim Publikum die Neugier auf die Herkunft und Herstellung der Nahrungsmittel zu wecken. Noch bis zum 22. September kann man von 100 Angeboten profitieren. Es wird probiert, gemischt, gekocht, bestaunt. Das Event «Baselbieter Wildschwein» ist uns besonders aufgefallen. Nicht zuletzt, da die Meinungen über Fleischverzehr in unserer Gesellschaft stark auseinandergehen. Das Lager der Vegetarier und Veganer steht dem Lager der Fleischfans gegenüber. Einerseits ist Fleisch ein wertvoller Eiweisslieferant, der unseren Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen, die in pflanzlichen Lebensmitteln nicht so zahlreich vorhanden sind, versorgt. Andererseits sind Nutztierhaltung und Ressourcenknappheit immer grösser werdende Themen. Also was tun? Eine gute Alternative bieten die Wild- und Weidtiere. Wild lebende Tiere wie das Wildschwein, Reh oder der Hirsch ernähren sich das ganze Jahr über von Gras, Blumen, Kräutern, Nüssen, Wurzeln und Pilzen, also von allem, was die Natur zu geben hat. Sie kennen keine Massentierhaltung und keine mit Antibiotika versetzte Tiernahrung. Wenn der Jäger sie schiesst, sind sie sofort tot. Hingegen Tiere, die bei der Schlachtung Todesangst erleiden, reichern in ihren Körpern Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin in grossen Mengen an. Infolge des eingetretenen Todes können sie aber nicht mehr abgebaut werden und gelangen beim Verzehr in den Kreislauf des Menschen. Ein anhaltender Cortisol-Überschuss bewirkt im menschlichen Körper wiederum immense Schäden. Das Fleisch der Wildtiere ist deshalb so wertvoll und zart, da es frei von Stresshormonen ist.
- WILDER WALD- UND WIESENMARKT
Herbst ist Erntezeit. Was im Frühling gepflanzt wurde, wird jetzt geerntet. Pilze, Kräuter, Äpfel, Nüsse, Marroni und vieles mehr. Die Tische werden reichlich gedeckt mit allerlei Buntem und Leckerem. Ob klassisch-herzhaft oder exotisch-scharf, der Duft der sämigen Kürbissuppe ist aus den Küchen nicht mehr wegzudenken. All das gibt es am 12. Oktober in der Markthalle zu erleben und zu geniessen. Und wer die Kinder zum Markt mitnimmt, der kann gleich noch kreativ werden: Drachenbauen, Kürbisschnit-zen oder Kastanienmännchen basteln, im Herbst gibt es viel zu tun.
- LITERATURSPAZIERGANG
Auf den Spuren schreibender Frauen Donnerstag, 26. September, 18 bis 19.30 Uhr in Basel Vor 500 Jahren kamen Gelehrte aus ganz Europa nach Basel, um hier zu debattieren, ihre Schriften zu drucken und an der Universität ihre Karriere zu befördern. Die Spuren ihres Wirkens sind bis heute in der Stadt präsent. Weniger offenkundig ist das Wirken der schreibenden Frauen. Der Literaturspaziergang durch die Basler Altstadt führt uns zu Tagebuchpoetinnen, Salondamen, Kinderbuchautorinnen, feministischen Kämpferinnen – und zu Elftausendjungfern. Wir kreuzen die Wege von Lisa Wenger, Cécile Ines Loos, Meta von Salis, Iris von Roten, Charlotte Louise Staehelin-Burckhardt, Thea Sternheim und anderen und lassen uns zwischendurch auf der Fähri über den Rhein schaukeln. Dauer: 1.5 Stunden – Kosten: CHF 30.– Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. ANMELDUNG Martina Kuoni LITERATUR SPUR +41 613010033 info@literaturspur.ch www.literaturspur.ch
- SAINT-PAUL-DE-VENCE UND DIE FONDATION MAEGHT
Saint-Paul-de-Vence ist ein kleines, mittelalterliches Städtchen in den Hügeln hinter Nizza. Es liegt von einer Befestigungsanlage umgeben auf einem Felssporn und hat etwas mehr als dreitausend Einwohner. Eine Hauptstrasse führt vom Südtor zum Nordtor durch das Städtchen, am höchsten Punkt befindet sich der Brunnen. In den Läden entlang der Hauptstrasse finden sich viele Galerien, die neben gefälligen Landschaftsbildern, schrägen Skulpturen und abstrakten Gemälden hauptsächlich Kitsch ausstellen. In den kleinen Läden werden Seifen oder Parfüm (Grasse ist nicht weit)verkauft, es gibt einige Restaurants, Gelaterien und Crêperien. Die Fondation Maeght Vor Saint-Paul-de-Vence gibt es einen riesigen Busparkplatz, von wo Touristengruppen in das Städtchen einfallen, sich durch die engen Gassen wälzen, die Pseudokunst bestaunen, Lavendelsäckchen kaufen und Crêpes essen. Danach steigen sie wieder in die Busse und fahren weiter. Keiner nimmt sich die Zeit, fünfzehn Minuten durch den Pinienwald oder über die Strasse zu spazieren, um zur Fondation Maeght zu gelangen. Das lohnt sich aber! Ende der 50er Jahre besichtigten Aimé und Marguerite Maeght in Palma de Mallorca die Werkstatt von Joan Mirò, die Josep Lluis Sert gebaut hatte. Sie trugen sich schon länger mit der Idee, einen Begegnungsort, ein Arkadien für Künstler zu schaffen und die Art, wie der spanische Architekt in seinem Bau das mediterrane Licht zu bändigen vermochte, begeisterte sie. 1958 kam Sert zum ersten Mal nach Saint-Paul-de-Vence, am 26. Juli 1964 wurde die Fondation Maeght im Beisein des damaligen französischen Kultusministers, André Malraux, eröffnet. Schon in seiner Galerie in Paris hatte André Maeght Künstler wie Matisse, Braque, Chagall, Léger und Derain vertreten, sie kamen nun nach Saint-Paul-de-Vence. Und liessen ihre Werke hier. Im Skulpturengarten vor dem Haupteingang stehen unter alten Schirmpinien Objekte und Installationen von Arp, Calder, Bury und Hepworth. Die kleine Kapelle St. Bernard erinnert an den früh verstorbenen Sohn der Maeght. Die Glasfenster entwarfen Braque und Raoul Ubac. Das Wasserbecken vor dem Hauptbau ziert ein Fischmosaik von Braque. Die Türgriffe wurden von Diego Giacometti entworfen. Durch die Eingangshalle gelangt man direkt in den “Court Giacometti“. Als Baslerin bin ich sofort an die Fondation Beyeler erinnert, nur schaut die Giacometti-Figur hier nicht durch ein Fenster in die grandiose Natur hinaus. Vom “Court Giacometti“ gelangen wir durch eine kleine Pforte ins “Miro-Labyrinth“. Auf Wegen aus weissem Kies kommen wir vorbei an Brunnen mit bunten, wasserspeienden Figuren und perfekt in die Umgebung eingefügten Skulpturen. Über gemauerte Treppen und Terrassen erreichen wir so das Obergeschoss des Museums. Die Bilderausstellung vereint gekonnt Bilder aus fast einem Jahrhundert (die letzte Ergänzung ist ein Werk von 2017). Bericht Andrea Hagen www.fondation-maeght.com
- SANSIBAR – EINER DER SCHÖNSTEN INSEL AFRIKAS
Endlose Traumstrände zum Seele baumeln lassen: magischer Korallensand, türkisblaues Wasser, Riffe. Daneben malerische Fischerdörfer und das geschichtsträchtige UNESCO-Welterbe Stone Town, das von Sultanen und Eroberern erzählt. Von Karin Breyer Allein der klangvolle Name Sansibar lässt einen träumen vom tropischen Paradies. Doch warum nur davon träumen? Viel beglückender ist es: einfach hinfliegen. 40 Kilometer vor Tansanias Küste erstrahlt der Sansibar-Archipel mit Unguja, Pemba und vielen kleinen Atollen in voller Schönheit. Wenn man von Sansibar spricht, ist die Hauptinsel Unguja gemeint. Auf der exotischen Gewürzinsel dreht sich glücklicherweise nicht alles um Tourismus, vielmehr hat sie ein starkes Eigenleben. Der Charme Sansibars liegt auch darin, dass es noch Orte gibt, die entdeckt werden wollen. Manchmal hat man das Gefühl, die Uhr sei stehen geblieben. Allerorts weht einem die Gelassenheit der afrikanischen Kultur entgegen: «Hakuna Matata» (frei übersetzt: Alles kein Problem. Relax! auf Swahili). Paradiesische Strände und Korallenriffe Dem Rauschen des glitzernden Ozeans in der Hängematte lauschen ... einen frischen Mangosaft in der Hand, der Kellner im Resort ruft fröhlich «Pole Pole» — langsam, immer mit der Ruhe. Im Hintergrund raschelt leise der Wind durch die sattgrünen Kokospalmblätter. Feinster, blendend weisser Sand, wohin das Auge schweift, Palmen und wogende Fischerboote. Das Abschalten vom Alltag gelingt wie von Zauberhand, augenblicklich stellt sich Urlaubsfeeling ein. Zwischen Juli und September bzw. Dezember und Februar ist die beste Reisezeit, die Wassertemperatur beträgt durchschnittlich 24 bis 27 Grad. Sansibar erfüllt jedes Klischee von Traumstränden. Wie aus dem Bilderbuch sind sie an der Ostküste, zum Beispiel Kiwengwa, Paje (auch Hotspot für Kitesurfer) oder Jambiani, im Norden lockt der vielleicht Schönste, der Nungwi Beach. Luxuriöse Resorts, im traditionellen Stil gebaut, oder auch einfache Gästehäuser finden sich wie auf einer Perlenkette aufgefädelt entlang der Küste. Viele Küstenlinien sind kaum touristisch erschlossen, sodass man kilometerlang alleine, nur Hand in Hand mit dem Wellengeplätscher, spazieren kann, hier und dort ein Fischerdorf. In Kizimkazi, im Süden in Küstennähe, tummeln sich gerne Delfinschwärme, während im Nordosten Mnemba Island, ein unberührtes Atoll und Naturschutzgebiet, zu einem unvergesslichen Unterwasserabenteuer lädt: Das Riff ist ein atemberaubendes Schnorchelgebiet — ein Halbtages-Bootsauflug lässt sich im Hotel leicht organisieren. Wo der Pfeffer wächst Seit dem 19. Jahrhundert trägt Sansibar den Spitznamen «Gewürzinsel» — kein Wunder, hat sie doch durch den Gewürzhandel in alle Welt damals immensen Reichtum erlangt. Eine geführte «Spice Tour» ist eine wunderbare Entdeckungsreise in die Welt der Gewürze. Auf den Farmen, beim Gang durch die duftenden Plantagen wird man unmittelbarer Zeuge, wie Pfeffer, Vanille, Chili, Zimt, Ingwer, Safran, Muskat, Kardamom, Kakao, Kaffee und der Exportschlager Nelken wachsen. Auch das Essen wird mit den heimischen Gewürzen köstlich verfeinert. Das UNESCO-Weltkulturerbe Stone Town Die ersten oder letzten Urlaubstage bieten sich an, im historischen Teil von Zanzibar Town zu verbringen, in Stone Town, dem Herzen von Sansibar. Die Multikultistadt, deren Häuser grösstenteils aus Korallenstein sind, ist voller Kontraste, höchst interessant, nicht aufpoliert. In dem lebendigen Gassenlabyrinth verirrt man sich leicht, bunte Läden reihen sich aneinander, die bröckelnden Mauern der Sultanspaläste und indischen Handelshäuser erinnern an den Glanz vergangener Tage. Noch bis vor rund 110 Jahren florierte in Sansibar der Sklavenhandel. Unbedingt sehenswert: der bekannte quirlige Darajani-Markt (Obst, Gemüse, Fisch), die alte Festung, das «House of Wonder», der allabendliche Forodhani-Food-Markt am Wasser mit dem Geruch von Gegrilltem, die kunstvoll geschnitzten Türen ... «Karibu Sansibar!»
- SUMMER IN THE CITY
Wer denkt, dass Basel im Sommer langweilig sei, ist definitiv auf dem Holzweg. Basel bietet eine Menge an Outdoor-Aktivitäten im Sommer. Die Stadt wird so lebendig wie zu keiner anderen Jahreszeit. Jede Menge Cafés und Restaurants werden zu kleinen Oasen und fast jede Veranstaltung könnte man zum Open Air erklären. Sommer in Basel bedeutet rausgehen, geniessen und die Stadt erkunden. Wir haben die besten Tipps, was Sie im Freien unternehmen können. Wer den Geldbeutel schonen, aber trotzdem nicht auf den Sommer verzichten möchte, geniesst die Zeit mit einer Picknickdecke am Rhein. Also, Freunde des warmen Wetters, raus aus den Wohnungen und geniesst die Sommerzeit! Outdoor-Oasen, Café, Bar, Restaurant Am Rheinufer, in einem Parkt, über den Dächern der Stadt, unter Bäumen gelegen, oder geschützt durch mächtige Mauern, die Vielzahl der Outdoor-Oasen hat keine Grenzen. Ob einen ruhigen Ort zum Lesen, ein gemeinsames Grillieren oder eine Party-Nacht, für jeden gibt es das passende Angebot. Geniessen Sie neben Musik, gutem Essen und feinen Drinks den Sonnenuntergang. 1. Vierteldach Münchensteinerstrasse 81 4052 Basel 2. Veranda Pellicanò Birskopfweglein 7 4052 Basel 3. Schöpfli im Park Grenzacherstrasse 200 4058 Basel 4. Sandoase Westquaistrasse 75 4057 Basel 5. Roofdeck Westquaistrasse 19 4057 Basel 6. Patschifig Uferstrasse 40 4057 Basel 7. Oetlinger Buvette Unterer Rheinweg Höhe Oetlingerstrasse 8. Marina Buvette Uferstrasse 80 4057 Basel 9. Landestelle Uferstrasse 35 4057 Basel 10. Café-Bar la Strada Kraftwerkinsel Birsfelden 4127 Birsfelden 11. Buvette Bollwerk Wallstrasse 4051 Basel 12. Baltazar Bar Steinenbachgässlein 34 4051 basel
- ART BASEL 2019
« Kunst gibt doch nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar. » Paul Klee Kunst zeigt uns neue Perspektiven auf. Kunst lässt uns inspirieren, Kunst zu machen. Kunst kann aber einfach auch nur zum Staunen oder zum Diskutieren anregen. Auf jeden Fall bewirkt Kunst etwas in jedem, der sie betrachtet. Deshalb freuen wir uns auf eine erneute Kunst-Saison in Basel. Bild: ART BASEL Wie Paul Klee so schön sagte: «Kunst macht sichtbar» — das heisst, Kunst lässt erkennen, was manch einer von uns übersehen würde. An der Art Basel (13. bis 16. Juni 2019) zeigen mehr als 280 führende, internationale Galerien aus über 30 Ländern moderne und zeitgenössische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Das Angebotsspektrum umfasst dabei unter anderem Gemälde, Skulpturen, Installationen, Videos, Fotografie und Performance von mehr als 4000 Künstlern. Über 30 Podiumsdiskussionen runden das Ausstellerangebot ab. Aber die Art Basel wäre nicht der bedeutendste Kunstevent der Welt ohne die Design Miami mit ihren ungewöhnlichen Möbelstücken (10. bis 16. Juni) oder die Art Unlimited (13. bis 16. Juni) mit den massiven Skulpturen und Installationen. Natürlich gibt es auch andere Plattformen während der Art Basel, wie die Volta (10. bis 16. Juni), gegründet von Galerien aus den USA und Deutschland und der US-Kuratorin Amanda Coulson, die Scope (11. bis 14. Juni) für aufstrebende Künstler mit eindrucksvollen Bildern, Drucken und Skulpturen, die ihren Sitz ebenfalls in New York hat. Oder die LISTE Art Fair Basel (10. bis 16. Juni), welche die international führende Entdeckermesse für zeitgenössische Kunst ist, die 1995 von Zürcher Galeristen und dem Basler Kurator Peter Bläuer als Verein gegründet wurde. Seit 1996 werden hier jedes Jahr neue Galerien und jüngere Künstlerinnen und Künstler vorgestellt. Den Galerien gibt der Auftritt an der LISTE die Möglichkeit, sich weltweit zu vernetzen und ihr Programm einem hochkarätigen Fachpublikum und Kunstinteressierten vorzustellen, die sich in der wichtigsten Woche des internationalen Kunstkalenders in Basel versammeln. Bild: LISTE Art Fair Basel Wer Kunst lieber in der Natur erleben möchte, kann einen Velo- und Wanderweg mit Skulpturen und Installationen von Tobias Rehberger erkunden. Der Rehberger-Weg verknüpft über eine Länge von rund fünf Kilometern zwei Länder mit zwei Gemeinden und zwei Kulturinstitutionen — durch unzählige Geschichten. Er verläuft zwischen Weil am Rhein und Riehen, zwischen der Fondation Beyeler und dem Vitra Campus. Geleitet von «24 Stops» , 24 Wegmarken des Künstlers, lässt sich eine einzigartig vielfältige Natur und Kulturlandschaft erkunden. So gibt der Rehberger-Weg mit seinen Wegmarken den Anlass, die Geschichte und Geschichten der Umgebung und seiner Menschen kennenzulernen und lädt gleichzeitig zu einem Ausflug in die Natur ein. Bild: 24 Stops Auch der Art-Parcours ist eine wunderbare Gelegenheit, Kunst im öffentlichen Raum zu begegnen. Während eines Spaziergangs in der Altstadt von Basel wird der Besucher konstant überrascht und kann Werke an den ungewöhnlichsten Orten entdecken. Der Art-Parcours ist eine skulpturen- und performancebasierende Ausstellung. Egal, welche und wie viele Ausstellungen Sie erkunden möchten, unser Tipp ist, die Augen gut aufzumachen, denn die Wahrscheinlichkeit ist sehr gross, dass Sie unterwegs in einen Garten oder in ein Haus laufen, in dem Sie eine unerwartete Ausstellung oder Performance antreffen. Also Augen auf, denn man kann nie wissen, was an der nächsten Ecke auf Sie wartet. Bild: Art-Parcours
- ALOHA SOMMER
Mit ein wenig Fantasie kann man ganz schnell den Garten, eine Grill-Party oder ein Fest in einen hawaiianischen Traum verwandeln. Das macht nicht nur Spass, sondern ist auch gesund — denn man verbringt Zeit mit Freunden und Familie, ist an der frischen Luft und bewegt sich. Sich mit Familie und Freunden auszutauschen, Probleme zu besprechen und über Gott und die Welt zu diskutieren, entspannt, lenkt ab, beruhigt und liefert neue Sichtweisen. In solchen Momenten lässt der Alltagsdruck nach und Stresshormone werden abgebaut. Auch werden bei einem Apéro, beim gemeinsamen Kochen oder Essengehen der Geist stimuliert und die Abwehrkräfte angeregt — und die Zufriedenheit insgesamt steigt an. Zusammen zu lachen ist ebenso gesund wie Sport und ist förderlich für Körper, Seele und Geist. Wer lacht, lebt länger und ist gesünder, denn Lachen wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. Wer am See ein Picknick macht, kann passend zum hawaiianischen Thema ein Stand-up Paddle (SUP) mieten und wie die Hawaiianer über das Wasser gleiten. Denn Stand-up-Paddeln kommt aus der Zeit, als die Polynesier auf ihren Booten fischen gingen. Besonders auf Tahiti und Hawaii wurden — und werden auch heute noch — diese Fischer häufig gesehen. Im 20. Jahrhundert wurde das SUP, wiederum auf Hawaii, von den Surfern wiederentdeckt, was sich in den vergangenen Jahren zu einer eigenständigen Wassersportart und einem neuen Kultsport entwickelte. SUP macht Spass und ist perfekt, um das Gleichgewicht zu trainieren. Es strafft die Muskeln und Stabilisatoren am ganzen Körper, doch am meisten werden Bauch, Beine und Po beansprucht, womit man sich das BBP-Training im Studio sparen bzw. an die frische Luft und aufs Wasser verlegen kann. Wer Wasser nicht mag oder sich nicht in Wassernähe befindet, kann zu Hula-Musik seine Hüften schwingen. Der Hula-Tanz, eine Art Erzähltanz, mit dem die Hawaiianer eine Geschichte erzählten, wurde von König David Kalākaua so beschrieben: «Hula ist die Sprache des Herzens und deshalb der Herzschlag des hawaiischen Volkes.» In der Schweiz gibt es noch eher wenige Hula-Workshops, aber wer sucht, der findet. Der Hula Hoop bekam seinen Namen übrigens auch vom hawaiianischen Tanz. Denn zwei Amerikaner, Arthur Melin und Richard Knerr, hatten in den 50er-Jahren die Idee, Reifen aus Kunststoff herzustellen und diese um die Hüften kreisen zu lassen. Sie gaben ihrer Erfindung den Namen Hula Hoop — «hoop» ist das englische Wort für Reifen. Stars wie Beyoncé schwören schon lange auf die fettverbrennende Wirkung der guten alten HulaHoop-Reifen. Für die, die lieber in einer Gruppe Sport machen, gibt es Hot Hula Fitness-Workouts, bei denen Arme, Beine, Po, Rücken und Bauch gleichermassen geformt werden und der Körper in einer Stunde bis zu 900 Kalorien verbrennt. Den Fitnessmuffeln und Partylöwen empfehlen wir als Alternative, einen Abend lang hawaiianische Lava Flow Cocktails zu schütteln — auch das kann den Bizeps stählen. > Hier geht es zum Rezept Also raus an die frische Luft!
- PORTRÄT – MAJA SACHER-STEHLIN
Eine Ikone der Gegenwartskunst Von Michèle Faller Kunst bestimmte ihr Leben. Und sie selber bestimmte mit, wie bedeutend Basel heute in Bezug auf die Gegenwartskunst ist: Maja Sacher-Stehlin. Die 1896 geborene Architekten-tochter studierte in München Bildhauerei und ging in Paris beim Bildhauer Antoine Bourdelle in die Lehre. 1921 heiratete sie den gleichaltrigen Emanuel Hoffmann, mit dem sie zuerst in Paris und ab 1925 in Brüssel lebte. 1930 zog die mittlerweile fünfköpfige Familie nach Basel, wo Emanuel Hoffmann seither Vizedirektor der Hoffmann-La Roche war. In Emanuel Hoffmann fand die junge Frau jemanden, der mit ihr die Begeisterung für die zeitgenössische Kunst teilte. Bereits in Paris und Brüssel hatte das Ehepaar Kontakte zur jungen Kunstszene geknüpft und erste Werke befreundeter Künstler angekauft. Zurück in Basel ging die Sammlungstätigkeit weiter, Emanuel Hoffmann wurde 1932 zum Präsidenten des Kunstvereins Basel gewählt und wurde zu einer Identifikationsfigur des Basler Kulturlebens. Maja Hoffmann-Stehlin tat es ihrem Mann gleich, doch einen der folgenreichsten Schritte in ihrem Engagement musste die junge Kunstsammlerin alleine tun, denn ihr Mann Emanuel starb 1932 an den Folgen eines schweren Autounfalls. «Um das Wichtigste der Tätigkeit meines Mannes einigermassen weiterführen zu können», wie in der Stiftungsurkunde nachzulesen ist, gründete Maja Hoffmann-Stehlin 1933 die Emanuel Hoffmann-Stiftung. Dass besagte Tätigkeit durchaus eine gemeinsame war, zeigte die Art und Weise, wie konsequent und geradezu visionär Maja Hoffmann-Stehlin sich für die neue Kunst einsetzte: «Aus dem Stiftungsertrag sind Werke von Künstlern zu kaufen, die sich neuer, in die Zukunft weisender, von der jeweiligen Gegenwart noch nicht allgemein verstandenen Ausdrucksmittel bedienen», ist der Stiftungsurkunde weiter zu entnehmen. Dass es ihr mit dem Sammeln, Konservieren und Sichtbarmachen von zukunftsgerichteter Kunst ernst war, zeigte Maja Sacher-Stehlin – 1934 hatte sie den Dirigenten Paul Sacher geheiratet – auf eindrückliche Weise. Sie fungierte als Präsidentin der Stiftung und war von 1940 bis 1964 als erste Frau Mitglied der Kunstkommission der Öffentlichen Kunstsammlung Basel, wobei sie bereits 1941 die Sammlung der Emanuel Hoffmann-Stiftung der Öffentlichen Kunstsammlung Basel als Depositum übergab. Bild: Andy Warhol Maja [Maja Sacher-Stehlin], 1980 Siebdruckfarbe auf Acryl auf grundierter Leinwand (101.5 x 101.5 cm) Emanuel Hoffmann-Stiftung, Depositum in der Öffentlichen Kunstsammlung Basel Foto: Kunstmuseum Basel, Martin P. Bühler 1980 initiierte Maja Sacher-Stehlin mit einer grosszügigen Schenkung sogar das weltweit erste Museum für Gegenwartskunst, das heutige «Kunstmuseum Basel Gegenwart» am St. Alban-Rheinweg. So wurde die Sammlung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht – heutige Klassiker der Moderne wie Werke von Paul Klee und Hans Arp oder prominente Werkgruppen von Joseph Beuys und Bruce Nauman, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren angekauft wurden, haben sich zu den flämischen Expressionisten der Anfänge gesellt. Ebenfalls 1980 porträtierte Andy Warhol die Stiftungsgründerin in einer fünfteiligen Serie und machte die Kunstsammlerin damit definitiv zur Ikone. Heute ist die Sammlung der Emanuel Hoffmann-Stiftung so umfangreich, dass nur noch ein kleiner Teil im Kunstmuseum Basel gezeigt werden kann. Den gleichen Weg wie ihre Grossmutter gehend, rief die Enkelin der Stiftungsgründerin, Maja Oeri, das Schaulager ins Leben, wo seit 2003 die Werke der Sammlung aufbewahrt werden.
- ZWISCHEN VERFÜHRUNG UND IRRITATION
Von Maria Becker Wer sich in einer Ausstellung der Malerin Jung-Yeun Jang bewegt, befindet in einem Kosmos der Frauen. Jung und schön sind sie, und die Gemälde zeigen sie aus unzähligen Perspektiven und in vielen Stimmungen: Sie lachen und träumen, posieren verführerisch oder plätschern im Schwimmbecken. Es sind Momente wie aus einem Film, in dem alle Rollen von Frauen besetzt sind. Ein Video zu einer Ausstellung von 2017 zeigt, dass die Künstlerin ihre Bilder für den Raum komponiert wie ein Set. Es gibt grosse Einzelauftritte und dichte Cluster, in denen sich das Auge verirrt wie in einem Spiegelkabinett. «Frauen sind ein Sujet, dass mich seit mehr als zwanzig Jahren beschäftigt», sagt Jung-Yeun Jang. Ich treffe sie in ihrem Atelier in Basel. Auch hier eine Welt, die fast ausschliesslich von Frauenbildern dominiert ist. Nur vereinzelt sind Stillleben und Architektur-Motive darunter. Die Antwort ist überraschend, als ich sie frage, was Frauen für sie verkörpern: «Ein Gesicht oder ein Körper sind immer mit der Psyche verbunden. Sie sind beweglich, wie eine Tür zum Wechseln.» Steckt nicht auch etwas von dir darin, will ich wissen. «Ja, vielleicht ein Detail, eine Erinnerung oder ein Wunsch. Dass es Frauen sind und nicht Männer, ist wichtig. Es hat mit meiner Identität zu tun.» Jung-Yeun Jang ist in Seoul geboren und hat dort an der Seoul Woman’s University mit Schwerpunkt westliche Malerei in Korea studiert. 1990 zog sie nach Paris, um ein Studium an der renommierten Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts anzuschliessen. Die Jahre in Paris — zehn insgesamt — haben sie sehr geprägt: «Ich habe viel gelernt, viele Leute kennengelernt. Der Austausch und die Inspiration waren so anders als in Korea.» Schon während dieser Zeit hat sie ihre Bilder ausgestellt. Heirat und Familie haben sie dann nach Basel geführt. Zahlreiche Einzel- und Gruppenschauen in Paris, Berlin, Korea und der Schweiz folgten. Ihr Leben spielte sich in drei Welten ab, sagt Jung-Yeun Jang. Jeweils etwa ein Drittel ihrer Zeit war von anderen Orten bestimmt. Drei verschiedene Kulturen und drei verschiedene Arten zu denken. Bei ihrem letzten Aufenthalt in Korea 2018 ist ihr dies besonders bewusst geworden. Sie war mit einem Stipendium drei Monate dort und arbeitete für eine grosse Einzelausstellung im Youngeun Museum of Contemporary Art. Sie merkte, wie viel europäisches Denken in ihr ist. «Das war eine grosse Konfusion. Doch dann habe ich plötzlich gedacht, dass ich sehr reich bin durch diese Erfahrung. Aber die andere Seite ist, dass ich nie ganz in einer der drei Welten sein kann.» Koreanische Motive kommen in ihren Bildern nur sehr selten vor. Die direkt mit dem Pinsel auf der Leinwand komponierten Sujets sind in klassischer Öltechnik gemalt. Ihre Farben leuchten sinnlich und delikat. Tizian und Manet, die Meister der grossen Peinture, aber auch zeitgenössische Maler wie der Amerikaner John Currin sind Vorbilder für Jung-Yeun Jang. Ebenso präsent ist die Welt der Fotomodelle, der Werbung, der Stars und Magazine. Die Künstlerin verwandelt diese Vorlagen, verändert das Licht, die Gesten, den Ausdruck. Das englische Modell Kate Moss wird bei ihr zu einer unbekannten Frau, die eine Strasse überquert. Der symbolistische Frauentyp von Ferdinand Hodler ist in ein modernes Kleid geschlüpft. Es sind Bilder zwischen Verführung und Irritation. Das Auge entdeckt Bekanntes, und doch ist alles neu. Was ist für sie Schönheit, frage ich. Auch jetzt ist die Antwort überraschend. «Für mich ist Schönheit, zu akzeptieren, was wir haben. Das ist schwierig in unserer heutigen Welt.» Widerspricht das nicht dem Frauenbild ihrer Kunst, das ein Ideal weiblicher Schönheit verkörpert? Schönheit sei für sie inspirierend, entgegnet sie mir. Doch aus der Faszination kommt auch Erkenntnis. «Mit der Erfahrung wird das Sehen anders. Die Erfahrung von Schönheit kann wechseln.» Im Atelier steht das grösste Bild, das Jung-Yeun Jang je gemalt hat. Es ist ein Blick aus dem Wintergarten einer historischen Villa. Es sei für sie neu gewesen, in den Raum eines Bildes so einzusteigen. In der Grössendimension erkundet sie eine unbekannte Erfahrung. Überhaupt sei das Moment des Lernens und der Erfahrung mit der Zeit für sie wichtiger geworden. Zeigt sich darin ein Wandel der Verführung? Jung-Yeun Jang lächelt. Ihre künftigen Bilder werden es zeigen. www.jung-yeunjang.ch










