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  • FRAUENZIRKEL «WOMENS ALCHEMY»

    Auf dem Münsterhügel mitten in der Basler Altstadt gibt es einen Ort, der Frauen – unabhängig vom Alter oder der momentanen Lebenssituation – dazu einlädt, den eigenen femininen Qualitäten mehr Raum zu geben: In noa:sanctuary, dem Yogastudio für « embodied movement & transformation» , leitet dessen Gründerin Salome Noah den Neumond- und Vollmond-Circle. Foto: Lea Hummel Im Februar 2020 wurde «Womens Alchemy» auf vielfachen Wunsch hin ins Leben gerufen. Das Interesse seitens der Frauen an einem solchen Angebot ist gross. Bei vielen scheint das Bedürfnis, sich mit der eigenen weiblichen Kraft in Verbindung zu setzen, den monatlichen Zyklus bewusster zu durchleben und im Einklang mit der Natur zu sein, wieder präsenter zu werden. Wie können Frauen aus ihrer kreativen Quelle schöpfen, die eigene Sexualität feiern und sich der inneren Intuition hingeben? Mit solchen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich der Womens-Circle. Die knapp zweistündige Klasse ist eine Mischung aus verschiedenen Elementen. Es gibt jeweils einen Opening-Circle, in dem sich die Frauenrunde dem Thema des aktuellen Neu- oder Vollmonds widmet. Danach folgt, was auch immer in die gegenwärtige Praxis passt: befreiende Atemübungen, fliessende Bewegungssequenzen, das Verbinden von Embodiment und somatischen Praktiken, heilendes Womb Yoga, geleitete Meditationen oder Visualisierungen und vieles mehr. Die grundlegende Intention bei all dem ist immer die Gleiche: Sich den verändernden Qualitäten der Zyklusphasen des Körpers, des Mondes und der Natur hinzugeben und das Bewusstsein für den eigenen Lebensrhythmus zu stärken. Denn dadurch findet man als Frau einen tieferen Zugang zu sich selbst, der eigenen Weiblichkeit und Sinnlichkeit, Zartheit und Urkraft. Es hilft dabei, die Selbstwahrnehmung zu verfeinern, das Herz und den Geist zu öffnen. Energien dürfen frei fliessen und jede Frau ist willkommen, ihre Wildheit und gleichermassen ihre Sanftheit zu erleben und zu verkörpern. Das im Prozess neugefundene Gleichgewicht im inneren und äusseren lässt zu, die eigenen Ressourcen achtsamer zu nutzen. Beim Neumond- und Vollmondzirkel im noa:sanctuary wird Platz geschaffen, um den Puls des Lebens zu spüren. Die Frauen bestärken sich hier gegenseitig in ihrem freien, lebendigen und souveränen Wesen. Sie umarmen und integrieren die eigenen Schattenseiten und lassen ihre Sonnenseiten strahlen. Die «Womens Alchemy» ist eine Einladung an alle Frauen, die ihren Körper im Einklang mit der Natur als Wegweiser wahrnehmen und erforschen möchten. Mehr Informationen unter: www.noasanctuary.space

  • Kunst & Aufklärung: Ein Tages-Workshop für alle Sinne

    Im Herzen von Basel, über den Dächern vom Barfüsserplatz, fand Anfang November letzten Jahres der Testdurchlauf für den Workshop «Kunst & Aufklärung» statt. Da dieser bei allen teilnehmenden, jungen Frauen so wunderbar ankam, wird es nun mehrere solcher Workshops im Jahr geben. Die Workshop-Leiterinnen berichten über ihre Motivation, Vision und das spannende Konzept. Die Frauen, die den Workshop ins Leben riefen, sind beruflich in zwei scheinbar komplett verschiedenen Bereichen tätig: Vera Plattner ist Lehrerin und Sexualtherapeutin in Ausbildung und Eliza Sodo ist Kommunikations-Designerin und Leiterin von Kunstkursen. Irgendwann stellten beide fest, dass ihre beruflichen Hintergründe doch gut zusammenpassen könnten. Sehr gut sogar. Aus dieser Erkenntnis entstand die Idee, die zwei Bereiche zu kombinieren. Da sich beide sehr für Kunst und Themen rund um Sexualität, Körperwahrnehmung und zeitgemässe Aufklärung interessieren, begannen sie ein Angebot zu kreieren: Heraus kam ein künstlerisch-sinnlicher Workshop im Bereich Sexualpädagogik. Gedacht ist es für junge Frauen, die sich – jenseits vom biologischen Schulwissen (welches meist nur an der Oberfläche kratzt) oder der Aufklärung auf Social Media – mal ganz bewusst im realen Leben mit ihrer Sexualität und ihrem Körper auseinanderzusetzen wollen. Wie genau kamt ihr auf die Idee, diesen Workshop anzubieten? Vera Plattner: Als Pädagogin war und ist es mir ein Anliegen, dass Aufklärung nicht nur aus sexueller Gesundheit, Zykluswissen & Verhütung besteht. Es gehört jedoch weitaus mehr zu einer gesunden Entfaltung der eigenen Sexualität als das. Für junge Frauen reicht es nicht, nur gut informiert zu sein. Es ist vor allem wichtig, dass sie ein gutes Körperbewusstsein und Selbstsicherheit entwickeln können. Das sind wertvolle Lehren, die es braucht, um sich innerhalb einer intimen Begegnung mit einem anderen Menschen wahrnehmen und mitteilen zu können. Und nicht zuletzt braucht es dies, um die eigenen Wünsche klar zu kommunizieren und die eigenen Grenzen sowie die des Gegenübers zu wahren. Ausserdem liebe ich es, als Pädagogin Wissensinhalte lustvoll und fühlbar aufzubereiten. Wir wollten deshalb ein Angebot kreieren, welches jungen Frauen die Möglichkeit bieten, mehr mit sich selbst, ihrem Körper und ihrer Sinnlichkeit in Kontakt zu kommen. Eliza Sodo: Mich inspiriert das Thema philosophisch und künstlerisch. Das kreative Schaffen als Übung soll die Intuition stärken und die Sinnlichkeit fördern. Vieles aus meinem Kunstkurs kann ich hier wunderbar einbetten. Als Künstlerin und Kunstvermittlerin möchte ich zum Nachdenken und zum Philosophieren anregen. Es gibt so viel Interessantes zum grossen Thema Sexualität, Körperbild und Aufklärung aus der Kunstgeschichte zu vermitteln. Ich denke, dass Kunst einen sehr greifbaren und gleichzeitig tieferen Zugang zu solchen Themen bietet. Was ist eure Motivation dahinter? Eliza Sodo: Die sexuelle Revolution in unserem digitalen Zeitalter hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Wir leben in einer Zeit, in der Sex und Sexualität scheinbar allgegenwärtig sind ist. Im gemeinsamen Austausch haben wir uns gefragt, was das mit jungen Menschen macht. Noch nie war es für Kinder und Jugendliche so einfach an pornografische und sexualisierte Inhalte zu gelangen. Dieser Sex-Konsum stieg in den letzten Dekaden drastisch an und führt zu immer jünger werdenden Konsumenten. Dabei geht jedoch der Sex-Genuss, die Sinnlichkeit und das Kennenlernen der eigenen Bedürfnisse immer mehr unter, was sehr schade ist. Die Idee, Sexualpädagogik zu modernisieren hat uns begeistert. Unser beider Wissen und Können zu kombinieren, ergab in unseren Augen ein starkes Konzept. Ihr habt auch schon Zukunftsvisionen, richtig? Vera Plattner: Wir sehen sehr viel Potenzial in einem solchen Workshop. Als Lehrerin weiss ich, dass immer mehr Schulen, wenn es um Aufklärung geht, auf externe Personen zurückgreifen. Wir könnten uns deshalb auch vorstellen zukünftig unser Angebot auf Schulen zu erweitern. Ob freiwilliger Tagesworkshop, Nachmittagskurse an einer Sekundarstufe oder einem Gymnasium oder ein Kurs für eine Intensivwoche: Wir sind da ganz offen. Das Wichtigste ist, dass es für die Schule, die Lehrperson und vor allem für die Schülerinnen stimmig ist. Wer also Lust hat, seine Sinnlichkeit künstlerisch zu erforschen, ist in diesem Tagesworkshop genau richtig. Vera Plattner und Eliza Sodo öffnen jungen Frauen ab 16 Jahren einen Raum für eine moderne und bewusste sexuelle Aufklärung. Eine, die nicht nur die Körperwahrnehmung schult und tieferes Wissen vermittelt, sondern auch zum Philosophieren, Austauschen und zum Kreativsein einlädt. Anmeldung und weitere Infos unter: https://www.praxis-vera-plattner.com/workshop-kunst-und-aufklärung info@praxis-vera-plattner.com

  • Curvy & Confident: Die neue Power der Plus-Size-Mode

    In einer Welt, die zunehmend auf Vielfalt setzt, haben Plus-Size-Frauen längst ihren festen Platz in der Modewelt erobert. Es geht nicht mehr nur darum, sich mit Mode zu bekleiden – es geht darum, mit Stil, Selbstbewusstsein und Mut die eigene Schönheit zu zelebrieren und sich die Mode zu holen, die man liebt. Getty Image Diese Frauen inspirieren: Plus-Size-Ikonen auf dem Vormarsch Schauspielerinnen und Models wie  Melissa McCarthy ,  Ashley Graham ,  Paloma Elsesser  und  Precious Lee  sind lebende Beweise dafür, dass Plus-Size-Mode nicht nur tragbar, sondern auch unvergleichlich stilvoll, elegant und ausdrucksstark ist. Sie inspirieren Tausende von Plus-Size-Fans und beweisen, dass Mode – wenn sie richtig eingesetzt wird – keine Grenzen kennt. Mode ist nicht nur ein Werkzeug, um den Körper zu kleiden, sondern um ihn zu feiern und das Selbstbewusstsein zu stärken. Diese Frauen sind nicht nur für ihre auffälligen Outfits bekannt, sondern auch für ihre Haltung zur Körperpositivität. Sie tragen ihre Kurven mit Stolz, lieben ihren Körper und ermutigen andere, sich in ihrer eigenen Haut wohlzufühlen. Sie machen Lust auf Mode und Styling und zeigen, dass jede Frau – unabhängig von Grösse oder Form – das Recht hat, sich wunderschön zu fühlen.   Ashley Graham auf dem roten Teppich, Getty Image Runway & Red Carpet: Designer und Trends, die Kurven feiern Karoline Vitto , eine Designerin, die für ihre kurvenfreundlichen und eleganten Designs bekannt ist, setzte auf der London Fashion Week Looks in Szene, die die Körperformen ihrer Models betonten und ihnen Raum zur Entfaltung gaben. Auf der Pariser Fashion Week präsentierte  Ester Manas  mit figurbetonten Outfits und raffinierten Cut-outs, wie Mode die Silhouette einer Frau betonen kann, ohne sie zu verstecken. Karoline Vitto , London Fashion Week ss25 Ester Manas , Pariser Fashion Week ss25  Christian Sirianos Ein weiteres Plus-Size-Mode-Highlight war Melissa McCarthys Auftritt bei den Golden Globes 2025, der dank Christian Sirianos massgeschneiderter Robe unvergesslich wurde. Der strahlend pinke Hosenanzug mit Rüschen-Cape setzte nicht nur McCarthys Kurven perfekt in Szene, sondern verlieh ihr eine neue, selbstbewusste Ausstrahlung – ein wahres Statement für Stärke und Stil.   Melissa McCarthy in einem massgeschneiderten Kleid von Christian Siriano bei den Golden Globes 2025, Getty Image Diesen Frühling wird es bunt! Eine faszinierende Mischung aus Nostalgie, modernen Akzenten und femininem Touch. Kräftige Farben wie das leuchtende Pink von McCarthys Golden-Globes-Look setzen ein klares Statement, das sich auch auf den Laufstegen der Welt widerspiegelt, wo eine farbenfrohe Palette von kräftigem Rot, Orange, Limettengrün und Türkis bis hin zu sanftem Puderrosa präsentiert wurde – von leuchtenden Akzentfarben bis zu gedeckten Nuancen war alles vertreten. Verspielte Blumenprints, markantes 90er-Karo und wilde Muster zeigten sich in intensiven Tönen. Fransen im Stil der 20er, verführerische Peep-Toes und der maritime 50er-Jahre-Navy-Look sorgten für einen Hauch von „Oh là là“. Doch auch sportliche und lässig-elegante Styles kamen nicht zu kurz: Oversize-Anzüge, schlichte Hemden, luftige Blusen und klassische weisse Tanktops wurden stilvoll in Szene gesetzt – mal leger, mal mit einer Prise Raffinesse.   Missioni, ss25 BOSS, ss25 Styling-Tipps: So gelingt der perfekte Look für jede Gelegenheit Ein durchdachter Kleiderschrank benötigt nicht unzählige Teile, sondern die richtigen. Mit einer Auswahl gut kombinierbarer Basics und ein paar charakteristischen Signature Pieces lässt sich mühelos ein stilvoller Look kreieren. Die Grundlage bilden zeitlose Essentials – eine perfekt sitzende Jeans, eine klassische Bluse und ein Blazer, der sowohl im Alltag als auch am Abend getragen werden kann. Ergänzt mit besonderen Stücken – sei es eine auffällige Jacke, ein spezielles T-Shirt, ein hochwertiges Kleid oder ein Statement-Accessoire – setzt man gezielte Akzente und verleiht dem Outfit eine persönliche Note. So entsteht ganz einfach ein individuelles Styling, das den persönlichen Stil unterstreicht. Kurvige Frauen finden be i Happy Size  eine vielseitige Auswahl an Basics und besonderen Stücken, die sich wunderbar kombinieren lassen und ihre Persönlichkeit unterstreichen. Mode ist ein Werkzeug, das den Körper umschmeichelt, ihn feiert und das Selbstbewusstsein stärkt. Und dabei geht es nicht nur um das Tragen von Kleidung in grösseren Grössen, sondern um das Erleben und Geniessen von Mode – mit einem klaren Bekenntnis zu Body Positivity. Jetzt ist es an der Zeit, sich neu einzukleiden und den eigenen Stil zum Vorschein zu bringen.

  • Street-Style Basel

    Unsere talentierte Street-Style-Fotografin Ada Neguer ist immer auf der Suche nach inspirierenden, stilvollen, speziellen und kreativen Persönlichkeiten, die das pulsierende Leben auf den Strassen Basels widerspiegeln. Street Style Basel – BaslerIN s/s 2025 Street-Style Basel: Fashion trifft Kunst – und ihr mittendrin Mode ist mehr als Kleidung – sie ist Ausdruck, Haltung und gelebte Kunst. In der Street-Style-Galerie des BaslerIN Magazins werden Frauen und Männer porträtiert, die mit ihrem Stil Geschichten erzählen. Gesucht werden authentische Persönlichkeiten, die auf den Strassen von Basel auffallen – weil sie sichtbar machen, was sie bewegt. Ob Fashionista, Künstlerin oder kreative Seele – hier trifft Mode auf Kunst, Kunst auf Mode und Alltag auf Inszenierung. BaslerIN feiert individuelle Looks, originelle Stilbrüche und starke Statements – direkt aus dem urbanen Raum. Fashion meets Art – mitten in Basel. Anna aus Basel, Foto: Ada Neguer Miriam aus der Region Basel, Foto: Ada Neguer Adeline aus Basel, Foto: Ada Neguer Teil der BaslerIN-Community werden – sichtbar, stilvoll, lokal Das Lifestyle-Magazin BaslerIN lädt dazu ein, aktiv mitzuwirken: Wer gerne im Rampenlicht steht oder seine modische Handschrift teilen möchte, kann sich auf den Strassen von Basel von Fotografin Ada entdecken lassen – stilvoll, individuell, echt. Alternativ besteht die Möglichkeit, eigene hochwertige Bilder einzusenden: Erlebnisse mit dem Magazin, spontane Lieblingsmomente mit Freundinnen, stylische City-Vibes oder persönliche Basel-Geschichten. Auch kurze Interviews mit Einblicken in Stil, Haltung oder die Beziehung zu Basel sind willkommen. Bilder und Beiträge bitte an: info@basler-in.ch Basel lebt – voller Stil, Kunst und Lebensfreude. BaslerIN zeigt die Gesichter dieser Stadt.

  • Editor’s Pick: Dan’s Lab

    In unserer Rubrik «Editor’s Pick» stellt die Redaktion handverlesene Favoriten vor – Orte, Produkte und Erlebnisse, die uns begeistert haben und die wir gerne weiterempfehlen. Dan’s Lab «Wer mich kennt, weiss: Ich habe ein Faible für schöne und besondere Orte. Dan’s Lab am Totentanz 10 gehört definitiv dazu. Ein Café, das mehr kann als Kaffee: Hier trifft feiner Geschmack auf entspanntes Flair – ideal, um allein eine Auszeit zu nehmen oder sich mit Freundinnen zu treffen. Besonders liebe ich die Auswahl an Magazinen, die dazu einladen, stundenlang zu blättern und sich inspirieren zu lassen. Dazu ein Cappuccino, ein Stück Kuchen oder eines der kunstvoll belegten Sandwiches – und der Moment ist perfekt. Die Patisserie ist ein Highlight für sich: Cookies, Küchlein und Törtchen, die fast zu schön zum Essen sind – und trotzdem unwiderstehlich. Nebenbei entdeckt man im Café Schönes zum Mitnehmen: von Interior-Pieces wie Lampen oder Bildern über ausgewählte Kleidung bis hin zu kulinarischen Kostbarkeiten.» Tipp der Chefredaktorin Dora Borostyan

  • Editor’s Pick: Mathis Hof

    In unserer Rubrik «Editor’s Pick» stellt die Redaktion handverlesene Favoriten vor – Orte, Produkte und Erlebnisse, die uns begeistert haben und die wir gerne weiterempfehlen. Mathis Hof, Fotos: Claudia Link « Da ich mich auch mit Dekoration beschäftige, bin ich ständig auf der Suche nach natürlichen Materialien und deren Bezugsquellen. Wie viel spannender ist es, diese Materialien unter freiem Himmel, direkt an ihrem Ursprungsort, selbst auszuwählen und zu sammeln – so wird der Prozess gleichzeitig zur Erholung. Auf den beiden Blumenfeldern von Mathis Blumen in Bottmingen und Bruderholz können von Mitte März bis Mitte November saisonale Blumen selbst gepflückt werden. Auf dem zentral gelegenen Familienhof in Bottmingen (Mathis Hof) stehen von Ende August bis Anfang November über 250 verschiedene Kürbissorten zur Auswahl! Im kleinen Hofladen gibt es Fleisch, Eier, Spirituosen. » Tipp der Grafikerin Kato Siegried

  • 100 Jahre Volkshaus Basel – Design, Geschichte und Gastfreundschaft

    Was 1925 als Treffpunkt für die Basler Arbeiterschaft gegründet wurde, hat sich über die Jahrzehnte hinweg zu einem kulturellen, architektonischen und gesellschaftlichen Fixpunkt entwickelt – und ist heute als Boutique- & Designhotel mit Brasserie, Bar, Innenhof und Veranstaltungssälen fest in der Gegenwart angekommen. Der Weg dorthin ist geprägt von Brüchen, Visionen und einer Neuinterpretation mit Weitblick. Volkshaus Basel Exterior, ©Robert Rieger für Volkshaus Basel Volkshaus Basel – Von der Burgvogtei zum Haus für das Volk Die Ursprünge des Volkshaus Basel reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück, als an diesem Standort die Burgvogtei stand – ein mittelalterlicher Verwaltungssitz, der den Grundstein für die vielfältige Nutzung des Areals legte. Im Jahr 1845 wurde auf dem Gelände eine Brauerei mit angeschlossenem Restaurant errichtet, die 1874 um einen Bier- und Konzertsaal erweitert wurde. Diese Einrichtungen entwickelten sich rasch zu beliebten Treffpunkten für die Bevölkerung und boten Raum für gesellige Zusammenkünfte und kulturelle Veranstaltungen. Mit der Übernahme des Areals durch die Stadt Basel im Jahr 1905 wurde das Gelände zu einem Zentrum für politische, soziale und kulturelle Aktivitäten. Die wachsende Beliebtheit führte bald zu Platzmangel, sodass 1919 ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben wurde, den der Architekt Henri Baur für sich entschied. Sein Entwurf integrierte den bestehenden Konzertsaal und ergänzte das Gebäude um Säle unterschiedlicher Grösse, Büros, Konferenzräume, eine Bibliothek, ein Restaurant und ein Hotel. Am 1. November 1925 wurde das neue Volkshaus feierlich eröffnet und avancierte rasch zum gesellschaftlichen Mittelpunkt der Basler Arbeiterschaft. Volkshaus Archivmaterial @Henri Bauer Fortschrittlicher Gedanke im Herzen von Kleinbasel Als das Volkshaus vor hundert Jahren seine Türen öffnete, war es Ausdruck einer fortschrittlichen Idee: Kultur, Bildung und Gemeinschaft sollten für alle zugänglich sein – unabhängig von Herkunft, Status oder Einkommen. Das Haus war von Beginn an ein Ort für Austausch und Teilhabe, als Veranstaltungszentrum konzipiert, das politischen Diskussionen, künstlerischen Auftritten und geselligem Beisammensein Raum bot. Im damals noch wenig glamourösen Kleinbasel war es ein sichtbares Zeichen für ein modernes, demokratisches Basel. Architektur und Nutzung standen dabei gleichermassen im Dienst des Gemeinwohls. Wandel und Neuanfang Über viele Jahre hinweg wurde das Volkshaus diesem Anspruch gerecht. Doch mit dem Wandel der Gesellschaft und der Stadt veränderten sich auch die Anforderungen an solche Orte. In den 1970er-Jahren geriet das Gebäude in Bedrängnis: Ein Abriss stand zur Debatte, wurde jedoch im letzten Moment abgewendet. Die anschliessende Renovierung bewahrte zwar die Struktur, veränderte aber wesentliche Teile des ursprünglichen Charakters. Die Vision des Hauses als sozialer und kultureller Knotenpunkt geriet in Vergessenheit – seine Strahlkraft verblasste. Der entscheidende Wendepunkt kam im Jahr 2011. Die Unternehmer Leopold Weinberg und Adrian Hagenbach erkannten das Potenzial des geschichtsträchtigen Baus – und wagten den Neuanfang. Mit Feingefühl für die Historie und einem klaren architektonischen Anspruch holten sie Herzog & de Meuron an Bord. Das international renommierte Basler Architekturbüro entwickelte ein Konzept, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet. Ziel war es, die ursprüngliche Idee des Hauses wieder sichtbar zu machen – als lebendigen Ort der Begegnung, der sich selbst treu bleibt und dennoch modern ist. Boutique-Hotel Volkshaus Basel mit Basler Identität 2020 wurde das Projekt vollendet: Das bestehende Ensemble wurde um ein Boutique-Hotel mit 45 Zimmern erweitert. Jedes Detail wurde neu gedacht – ohne die Geschichte zu leugnen. Herzog & de Meuron übersetzten die architektonische Sprache der 1920er-Jahre in eine zeitgenössische Ästhetik. Das Ergebnis ist ein Hotel, das urbanes Flair mit kulturhistorischer Tiefe vereint. Die Zimmer sind individuell gestaltet, die Materialien sorgfältig ausgewählt. Parkett, Lichtführung, Möblierung – alles trägt die Handschrift des Architektenduos, das mit diesem Projekt ein Stück Basler Identität neu interpretiert hat. Volkshaus Basel, Room Classic Hero ©Robert Rieger Ein Ort für alle Sinne Doch das Volkshaus ist weit mehr als ein Hotel. Es ist ein kuratierter Ort, an dem sich Architektur, Kunst, Gastfreundschaft und kulturelle Offenheit begegnen. Die Imi Bar mit ihren klassischen Barelementen und Bistrotischen aus Zinn, die kosmopolitische Brasserie, der begrünte Innenhof – sie alle sind Räume, die sich gleichermassen an Reisende und Einheimische richten. Die drei grossen Säle des Hauses, bereits historisch bedeutend, wurden technisch und funktional erneuert und sind heute vielgenutzte Bühnen für Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen und private Feste. Damit ist das Volkshaus Basel erneut das, was es schon in den 1920er-Jahren war: ein offener, vielstimmiger Ort mitten in der Stadt. Imi Bar @Andreas Zimmermann Fotografie Volkshaus Basel Innenhof ©Robert Rieger Volkshaus Basel Galeriesaal Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung von Architektur und zeitgenössischer Kunst. Die Sammlung, die im gesamten Haus zu entdecken ist, wurde sorgfältig kuratiert – Werke renommierter Künstlerinnen und Künstler sind integraler Bestandteil der Innenarchitektur. Die Kunst soll nicht dekorieren, sondern herausfordern, inspirieren und begleiten. Das Volkshaus Basel wird so zu einem Ort der alltäglichen Begegnung mit Kultur – selbstverständlich, stilvoll und überraschend. Volkshaus Basel Brasserie Angle ©Robert Rieger Jubiläum mit Weitblick 2025 nun blickt das Haus auf 100 Jahre bewegter Geschichte zurück. Gefeiert wird das Jubiläum mit einem grossen Anlass am Samstag, 6. September 2025. Das Volkshaus Basel öffnet seine Türen für die Öffentlichkeit – als Einladung, das Haus in seiner heutigen Form kennenzulernen, durch Hotelzimmer zu schlendern, kulinarische Köstlichkeiten zu probieren und mit den Gastgebern ins Gespräch zu kommen. Die Eigentümer Leopold Weinberg und Adrian Hagenbach sowie Geschäftsführerin Manuela Voser geben an diesem Tag Einblick in die Geschichte des Hauses – und in die geplante Weiterentwicklung: Mit dem Erwerb des benachbarten Gebäudes steht ein nächstes Kapitel bereits in den Startlöchern. Bereits im Vorfeld des Jubiläums wird ein spezielles Angebot lanciert: Vom 5. August bis 6. September 2025 bietet das Boutique-Hotel ein Jubiläums-Package an. Wer zwei Nächte bucht, erhält die dritte zum Festpreis von 100 Franken – eine Hommage an die 100-jährige Geschichte des Hauses und eine Gelegenheit, in einem der stilvollsten Stadthotels der Schweiz zu übernachten. Denn das Volkshaus Basel wurde bereits kurz nach seiner Wiedereröffnung von der BILANZ als eines der besten Stadthotels des Landes ausgezeichnet – als einziges Boutique-Hotel neben den renommierten Fünf-Sterne-Häusern. Diese Auszeichnung bestätigt, was Gäste längst spüren: dass hier ein Ort geschaffen wurde, der nicht laut sein muss, um Wirkung zu entfalten. Ein Haus, das Basel atmet – in seiner Vergangenheit, seiner Gegenwart und seiner Zukunft. Volkshaus Basel Brasserie ©Robert Rieger Kultur trifft Kulinarik Das Volkshaus Basel präsentiert sich heute als vielseitiges Kultur- und Gastronomiezentrum mit einem breitgefächerten Angebot für Gäste und Einheimische. Die hauseigene Brasserie bildet das kulinarische Herzstück und serviert traditionelle Klassiker der Cuisine du Marché sowie abwechslungsreiche saisonale Gerichte, die in urbaner Atmosphäre genossen werden können. Ein besonderes Highlight ist das exklusive Jubiläumsgericht, das Küchenchef Kevin Kirchmaier anlässlich des 100-jährigen Bestehens kreiert hat – eine Hommage an die traditionelle französische Haute Cuisine. Für musikalische Genüsse sorgt die Soirée Piano, die jeweils am ersten Freitag des Monats von Herbst bis Frühling in der Brasserie stattfindet. Gäste können dabei einen Abend mit Live-Pianoklängen in stilvollem Ambiente erleben. Neben kulinarischen Erlebnissen bietet das Volkshaus Basel ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm. Im Festsaal finden regelmässig Konzerte, Lesungen und Comedy-Abende statt. Die Imi Bar lädt mit ihrem charmanten Ambiente zum Verweilen ein und bietet eine vielfältige Auswahl an Getränken. Für Gäste, die ihr Wissen in der Kunst der Mixologie erweitern möchten, werden Cocktail-Workshops angeboten, bei denen ein Barprofi Einblicke und Tipps gibt. Mit diesem vielfältigen Angebot bleibt das Volkshaus Basel seiner Tradition als Ort der Begegnung und des Genusses treu – und verbindet gekonnt Geschichte mit modernem Flair. www.volkshaus-basel.ch

  • AUSFLUG NACH AUGUSTA RAURICA

    Gerade für Kinder ist Augusta Raurica eine wahre Entdeckungsreise: Brot backen, Salben herstellen und sogar selber richtig ausgraben, im unterirdischen Gang des Abwasserkanals, oder im Römerhaus, in welchem man die echte Antike auch mal getrost anfassen darf. Aber nicht nur für den kulturellen Ausflug ist Augusta Raurica ein beliebtes Ziel, denn in der Römerstadt in Augst kann man auch einfach einen wunderbaren Tag im Grünen mit Picknick verbringen und ganz nebenbei, umgeben von den spannenden Ruinen, die Römer entdecken. Während des ganzen Jahres finden in Augusta Raurica zahlreiche Veranstaltungen statt. Die Workshops und die Führungen sind ab Juli wieder erlaubt. Workshop Brotbacken: Schritt für Schritt erleben und gestalten Kinder und ihre Eltern gemeinsam eine Brotproduktion wie in römischer Zeit. Zuerst wird das Korn auf der römischen Steinmühle gemahlen. Danach fordert das Kneten und Formen des Teiges die persönliche Kreativität. Anschliessend wandern die Brote in den Ofen und werden zum Schluss noch warm und duftend mit nach Hause genommen. Dieser Workshop wird einmal im Monat vier Mal am Tag durchgeführt. Tickets vor Beginn an der Museumskasse lösen. Eine Anmeldung beim Gästeservice ist empfehlenswert. Augusta Raurica, Giebenacherstrasse 17, 4302 Augst Weitere Infos finden Sie hier.

  • LA VITA E SPUMANTE

    Der Gasthof zum Goldenen Sternen lädt am 29. August 2020 zum mediterranen Sommerabend inkl. musikalischer Begleitung mit Rosetta Lopardo ein. Viele Menschen schätzen den mediterranen Lebensstil und die gastliche Geselligkeit in einer grossen Runde. Geniessen Sie den ausklingenden Sommer an der ersten Tavolata unter dem Motto «La vita spumante» unter den Kastanienbäumen des Goldenen Sternen im St. Alban-Tal. Rosetta Lopardo macht als Gastgeberin den Auftakt zur ersten Tavolata im Vorgarten des traditionsreichen Gasthofs. Sie lebt und liebt das Temperament des Südens, ist Künstlerin auf der Bühne und an der Leinwand und Medium mit guten Verbindungen ins Dies- und Jenseits. Mit ihrer Band begleitet sie uns durch den Abend und verzaubert mit den schönsten Canzoni und den besten Anekdoten aus Ihrer Heimat. Inspiriert von Rezepten Rosettas verwöhnt uns die auf Fisch spezialisierte Küchencrew des Goldenen Sternen mit einem mediterranen Menu.   Weitere Informationen finden Sie hier.

  • EXTRAWURST -  DIE SOMMERKOMÖDIE MIT BISS

    Die Helmut Förnbacher Theater Company präsentiert die neue, unglaublich witzige und hochaktuelle Komödie der Star-Comedy-Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob – in der Basler Fassung von Helmut Förnbacher. Es geht um die Wurst. Die Bratwurst und den «Glöpfer» – und um Toleranz. Es geht ums Ganze…! Das Stück ist viel mehr als ein satirisches Kabarettfeuerwerk. Thematisch ist «Extrawurst» das Stück der Stunde. Es gibt sehr viel zu lachen an diesem Abend – und zu denken. Die Frage ist nur, wer wann worüber lacht. Vorstellungen: Sa, 05. Sep. 19:30 Uhr Fr, 11. Sep. 19:30 Uhr Fr, 25. Sep. 19:30 Uhr Sa, 31. Okt. 19:30 Uhr So, 06. Sep. 18:00 Uhr Sa, 12. Sep. 19:30 Uhr Do, 15. Okt. 19:30 Uhr Fr, 13. Nov. 19:30 Uhr Mi, 09. Sep. 19:30 Uhr Do, 17. Sep. 19:30 Uhr Sa, 17. Okt. 19:30 Uhr Sa, 21. Nov. 19:30 Uhr Die Helmut Förnbacher Theater Company Schwarzwaldallee 200, 4058 Basel

  • FASHION MEETS ART

    Basel ist eine Stadt der Kunst und des Designs. Museen, Messen und die lokale Kreativszene zeigen, wie eng Kunst und Mode miteinander verbunden sind. Basel gilt als ein führendes Zentrum für Kunst und Kultur, das mit einer beeindruckenden Anzahl von Museen und renommierten Messen internationale Beachtung findet. Ein herausragendes Beispiel ist das Kunstmuseum Basel , das die älteste öffentliche Kunstsammlung der Welt beherbergt und die grösste öffentliche Kunstsammlung der Schweiz besitzt. Besonders bemerkenswert ist die weltweit grösste Sammlung von Werken Hans Holbeins d. J. in diesem Museum. Neben dem Kunstmuseum bietet Basel eine Vielzahl weiterer Museen, die ein breites Spektrum an Kunst und Kultur abdecken. Zahlreiche Galerien und wechselnde Ausstellungen tragen zur Vielfalt der Kunstszene bei. Zudem lockt die Museumsnacht jährlich zahlreiche Besucher an und bietet ein einzigartiges kulturelles Erlebnis mit Sonderführungen, Performances und musikalischen Darbietungen. Diese Vielfalt trägt dazu bei, dass die Stadt als kultureller Hotspot wahrgenommen wird. Ein weiteres Highlight ist die jährlich stattfindende Art Basel , eine der bedeutendsten Kunstmessen weltweit, die Sammler, Galeristen und Künstler aus aller Welt anzieht. Parallel dazu findet die Design Miami/Basel statt, die sich auf modernes Design spezialisiert hat und die Verbindung zwischen Kunst und Funktionalität zelebriert. Die enge Verbindung von Kunst und Design zeigt sich nicht nur in den Museen und Messen der Stadt, sondern auch in der lokalen Kreativszene. Mode und Kunst beeinflussen sich gegenseitig – sei es in Form von kunstinspirierten Stoffen, avantgardistischen Designs oder Modekollektionen, die auf Kunstrichtungen oder berühmte Künstler verweisen. In Basel gibt es zahlreiche Boutiquen, Designer und Veranstaltungen, die diese Verbindung aufgreifen und weiterentwickeln. Die Stadt bietet damit eine inspirierende Plattform für Künstler und Modedesigner, die die Grenzen ihrer Disziplinen erweitern und neue Ausdrucksformen finden möchten. Basel vereint Tradition und Innovation, Historie und Moderne – und schafft damit eine einzigartige Atmosphäre, in der Kunst und Mode in ständigem Dialog stehen.

  • INTERVIEW MIT MARILEN SCHWALD UND STEFANIE FEHR

    Karrierewege verlaufen nicht für alle gleich. Auch heute noch sind es oft Frauen, die auf dem Weg nach oben besonderen Herausforderungen begegnen. Zwei Frauen erzählen, wie sie ihren eigenen Platz gefunden haben – mit Haltung, Weitblick und dem festen Vertrauen in ihre Stärken. Ein Gespräch über berufliche Entwicklung, den Wert eines starken Netzwerks und die Kunst, Chancen zu erkennen und elegant zu nutzen. Marilen Schwald und Stefanie Fehr_Co-Gründerinnen womenmatter/s Was sind die Gründe dafür, dass es nach wie vor so wenige Frauen in Führungspositionen gibt? Stef:  Die Ursachen sind vielfältig. Statistiken zeigen, dass in der Schweiz mehr Frauen als Männer einen Hochschulabschluss erlangen. Frauen stellen auch nahezu die Hälfte der Einstiegspositionen – doch bereits bei der ersten Beförderung gehen rund zwei Drittel der Positionen an Männer. Diese sogenannte «Broken Rung» ist ein erstes Hindernis. Eine weitere Hürde ergibt sich oft mit dem ersten Kind: Frauen ziehen sich dann vorübergehend aus dem Berufsleben zurück – oder gelten zumindest in der Wahrnehmung vieler als «nicht verfügbar». Währenddessen machen männliche Kollegen möglicherweise bereits den nächsten Karriereschritt. Diese Lücke lässt sich schwer aufholen – mit der Folge, dass der Anteil an Frauen auf höheren Ebenen kontinuierlich sinkt. Mary:  Hinzu kommt, dass sich viele Frauen selbst im Weg stehen, weil sie sich zu lange mit Zweifeln aufhalten. Sie wägen ab, zögern – und verpassen so Chancen. Dabei ist es entscheidend, die Komfortzone zu verlassen und sich etwas zuzutrauen – denn Beförderungen kommen nicht von allein. Ein weiterer Punkt: In manchen Branchen sehen Frauen einander eher als Konkurrentinnen statt als Verbündete. Auch beobachten wir Unterschiede im Auftreten: Männer formulieren ihre Ziele oft klar und selbstbewusst. Frauen hingegen stellen häufig die Sinnhaftigkeit ihrer Aufgaben über Rang oder Lohn – und sagen das auch offen. Das ist sympathisch, aber hinderlich, wenn es um Karriereplanung geht. Wer vorwärtskommen will, sollte seine Entwicklung strategisch angehen. Mit womenmatter/s möchten Sie genau hier ansetzen. Wie kam es dazu? Stef:  Als wir ins Berufsleben einstiegen, fiel uns zum ersten Mal auf, dass wir nicht mehr auf Augenhöhe mit unseren männlichen Kollegen agierten. Im Studium war uns das nie bewusst geworden. Plötzlich zählten nicht mehr nur Leistung und Fleiss – sondern auch Netzwerken, Sichtbarkeit, Präsenz. Gerade für mich als introvertierte Person war das eine Umstellung. Mary:  Ich hatte es anfangs leichter, weil ich gerne an Netzwerkanlässen teilnahm. Doch je sichtbarer ich wurde, desto angreifbarer wurde ich auch. Ich musste lernen, Konflikte auszuhalten und für meine Themen einzustehen. Und ja, das Phänomen des «Mansplaining» war real – immer wieder erklärte mir jemand, wie ich meine Arbeit eigentlich machen sollte. Stef:  Wir suchten nach anderen Frauen mit ähnlichen Erfahrungen. Zwar gab es Diversity-Initiativen – doch meist für Frauen in Führungspositionen. Viele Veranstaltungen waren theoretisch, unkonkret oder wirkten rückwärtsgewandt. Dieses «wir gegen die Männer»-Narrativ entsprach nicht unserem Ansatz. Mary:  Deshalb haben wir womenmatter/s gegründet – ein modernes, praxisorientiertes Angebot für Frauen, die weiterkommen wollen. Ohne Umwege. Ohne alte Muster. Frau Schwald, Sie haben sich nach zehn Jahren in der Unternehmenswelt selbstständig gemacht. Was hat Sie dazu bewogen? Mary:  Der Wunsch war immer da: Entscheidungen selbst zu treffen, Ideen schnell umzusetzen, Verantwortung zu tragen. Erst durch meine Arbeit mit womenmatter/s und INNOVATION BASEL wurde mir klar, welche Themen mich wirklich bewegen. Heute begleite ich andere auf ihrem Weg, entwickle sie weiter – und schaffe bewusst ein Umfeld, in dem der Mensch im Zentrum steht. Sind Sie heute noch mit ähnlichen Hürden konfrontiert wie früher im Angestelltenverhältnis? Mary:  Teils, ja. In der Weinbranche, in der ich mit meinem Mann die Donati Vini AG führe, spüre ich, dass ich mich häufiger erklären muss – obwohl wir beide das Unternehmen mit gleichem Anteil führen. Kommentare wie «Können Sie das wirklich?» bekomme ausschliesslich ich – sei es in Bezug auf Zahlen oder Weinwissen. Die Branche ist nach wie vor stark männlich geprägt. Zudem bekomme ich die Fragen zur Kinderbetreuung – wie ich drei Unternehmen führen und gleichzeitig Mutter sein kann. Das sind neue Herausforderungen, auf die ich mit eigenen Strategien reagiere. Dafür kann ich als Unternehmerin heute vieles selbst bestimmen. Ich setze die Regeln – für mich und mein Team. Und mein beruflicher Rucksack hilft mir, mit Gelassenheit und Klarheit zu agieren. Frau Fehr, Sie arbeiten in der Bankenbranche – nicht unbedingt für ein frauenfreundliches Umfeld bekannt. Wie kam es dazu? Stef:  Ich habe diesen Weg nicht aktiv gewählt – nach dem Studium stand ich vor der Entscheidung: Familienunternehmen oder ein neuer Weg. Ich habe mich für Letzteres entschieden. In Zürich fand ich eine Praktikumsstelle bei einer Bank – und bin bis heute geblieben. Natürlich ist es als Frau in einer Führungsposition auch in der Bankenwelt nicht immer einfach. Aber ich bin überzeugt: Man kann den Weg aktiv gestalten. Ich hatte die Möglichkeit, mich vertikal wie horizontal weiterzuentwickeln – und habe dabei viel gelernt und ein starkes Netzwerk aufgebaut. Was raten Sie Frauen, die am Anfang ihrer Laufbahn stehen? Stef:  Studieren Sie etwas, das Ihnen liegt und Freude bereitet. Und bleiben Sie offen: Es ist nicht nötig, von Beginn an alles genau zu wissen. Wichtig ist, dass Sie eine klare Richtung haben – Ihren persönlichen «Nordstern». Auf unserer Plattform finden Sie übrigens ein kostenloses Purpose-Modul, das bei der Orientierung hilft. Mary:  Schauen Sie sich Lebensläufe von Personen an, die Sie inspirieren – und überlegen Sie, welche Erfahrungen Sie ebenfalls machen möchten. Füllen Sie bewusst Ihren Karriere-Rucksack. Und sagen Sie Ja zu Gelegenheiten – auch wenn sie spontan kommen. Ihr Weg muss nicht linear sein. Oft sind es die Umwege, die Sie am meisten weiterbringen. Haben Sie konkrete Empfehlungen für eine erfolgreiche Beförderung? Mary:  Aus über zehn Jahren Erfahrung in der Unternehmenswelt wissen wir: Frauen, die am Anfang ihrer Karriere stehen, sollten sich auf sieben zentrale Bereiche fokussieren, um die sogenannte «Broken Rung» zu überwinden – also die erste Sprosse der Karriereleiter, an der viele scheitern. Wir nennen das unseren Karriere-Blueprint: Selbstverständnis:  Überlegen Sie sich, wer Sie sind und wofür Sie stehen. Nur wer sich selbst gut kennt, kann die eigene Wirkung bewusst einsetzen – das stärkt auch das Selbstvertrauen. Passgenaue Bewerbung:  Wenn Sie Ihre Stärken und Ziele klar kennen, können Sie sich gezielt auf Positionen bewerben, in denen Sie Ihr Potenzial entfalten. Persönliches Branding:  Ihre Eigenmarke ist ein wertvolles Kapital. Zeigen Sie, was Sie können – nach innen wie nach aussen. Souveränität im Alltag:  Lernen Sie, sich auch in komplexen oder politischen Situationen zu behaupten – sei es in Meetings, bei Feedback oder wenn es um Sichtbarkeit geht. Beziehungen:  Netzwerke sind entscheidend. Umgeben Sie sich mit Menschen, die Sie fördern, inspirieren und unterstützen. Bauen Sie sich Ihren persönlichen «Board Room» auf. Kommunikation:  Überlassen Sie Kommunikation nicht dem Zufall. Wer klar, bewusst und konsequent kommuniziert, schafft Vertrauen und Präsenz. Resilienz:  Je weiter Sie kommen, desto grösser wird die Verantwortung. Kritik, Druck oder Gegenwind gehören dazu. Entscheidend ist, wie Sie damit umgehen – mit innerer Stärke und Klarheit. Was würden Sie jeder Frau empfehlen? Mary:  Ich nehme mir regelmässig Zeit für Selbstreflexion. Zwei- bis viermal pro Jahr notiere ich mir Gedanken zu meinen Zielen, zu offenen Fragen oder Herausforderungen – ganz bewusst mit Stift und Papier. Das hilft mir, Klarheit zu gewinnen und meine Fortschritte zu sehen. Vieles hätte ich sonst vergessen oder als selbstverständlich abgetan. So erkenne ich, was ich bereits erreicht habe, was mich motiviert – und woran ich weiterarbeiten möchte. Stef:  Für mich war der bewusste Aufbau eines Netzwerks entscheidend – insbesondere mit anderen Frauen. Studien zeigen, dass Frauen mit starken, weiblichen Netzwerken deutlich häufiger in verantwortungsvolle Führungspositionen gelangen. Wenn Sie also darüber nachdenken, Ihr Netzwerk zu erweitern: Vielleicht ist unser womenmatter/s Circle genau der richtige Ort für Sie. Was ist der womenmatter/s Circle? Mary:  Der womenmatter/s Circle ist eine digitale Membership – ein geschützter Raum, in dem Frauen sich vernetzen, voneinander lernen und gemeinsam wachsen können. Persönlich. Professionell. Auf Augenhöhe. Stef:  Wir teilen unsere Erfahrungen – und lernen auch voneinander. Jeden Monat widmen wir uns einem Schwerpunktthema aus der Berufswelt. Dazu treffen wir uns dreimal monatlich via Zoom. Die Inhalte reichen von persönlichen Erfolgsgeschichten bis hin zu Gesprächen mit Persönlichkeiten wie Bernhard Heusler (Berater und ehemaliger Präsident des FC Basel), Heidi Zaugg (COO bardusch AG) oder Manuel Kunzelmann (CEO Migros Bank). Welcher Ratschlag hat Sie persönlich besonders geprägt? Stef:  Eine Mentorin sagte einmal zu mir: "Not everyone is always going to like you. And that’s ok." – Nicht alle müssen Sie mögen, und das ist in Ordnung. Diese Haltung hat mir geholfen, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren und mich weniger von Aussenmeinungen beeinflussen zu lassen. Mary:  Ein Geschäftsleitungsmitglied eines internationalen Unternehmens sagte vor einer wichtigen Präsentation zu mir: "Seien Sie bedeutsam." Dieser Satz hat sich mir eingeprägt. Er erinnert mich immer wieder daran, dass ich Einfluss nehmen kann – und Verantwortung trage, diesen Einfluss sinnvoll zu nutzen. Wie kann man mit Ihnen in Kontakt treten? Am besten erreichen Sie uns per E-Mail an: hello@womenmatters.ch Zudem finden Sie uns auf LinkedIn unter womenmatter/s  oder auf Instagram unter @womenmatters_network Unsere persönlichen LinkedIn-Profile: Marilen Alison Schwald  und Stefanie Céline Fehr

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