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  • LILIANE DÄSTER

    Im Gespräch mit der neuen Leiterin des Private Banking der Basler Kantonalbank (BKB) Im Private Banking und der Vermögensverwaltung ist neben der Fachexpertise der persönliche Kontakt besonders wichtig. Für welche Situationen empfiehlt Liliane Däster das Gespräch mit einer Finanzexpertin oder einem Finanzexperten, wie beschreibt sie die Rolle der BKB in der Beratung und was ist ihr persönlich wichtig? Wir haben sie gefragt. In welchen Lebenssituationen bietet sich eine Beratung bei der BKB an? Es ist immer wichtig, eine verlässliche Finanzpartnerin an seiner Seite zu haben. Oft sind es aber be- sonders die einmaligen Lebensabschnitte, die eine spezialisierte Beratung brauchen, wie beispielsweise die erste Arbeitsstelle, die Geburt eines Kindes, der Kauf eines Hauses, die Pensionierung oder eine Erbschaft. In all diesen Momenten braucht es eine menschliche Interaktion, die auch auf Emotionales Rücksicht nimmt. Wir beraten unsere Kundinnen und Kunden persönlich und auf Augenhöhe, um die für sie passende und individuelle Lösung zu finden – zudem begleiten wir sie auf ihrem Weg, wenn Änderungen eintreten oder neue Fragen auftauchen. Stichwort Beratung, was ist anders als bei anderen Banken? Vorab in einem Satz: Wir möchten die Kundin oder den Kunden ganz persönlich kennenlernen. Sprich: Wir unterhalten uns intensiv über die persönliche und familiäre Situation, die aktuelle finanzielle Lage, die individuellen Wünsche und Ziele. Dies braucht es viel Empathie uns Sachverständnis. Dann können wir gemeinsam mit unserer Kundin oder unserem Kunden einen massgeschneiderten Plan erarbeiten. Wir arbeiten dazu sehr eng mit unseren Spezialisten in den Bereichen Vorsorge, Pensionierung, Erbschaft etc. zusammen. So können wir in allen Lebenssituationen und ein Leben lang eine echte finanzielle Partnerin für unsere Kunden sein. Angefangen bei der ersten Arbeitsstelle über den Immobilienerwerb bis hin zu Erbschaftsangelegenheiten. Unser Ziel ist es, da zu sein für alle Anliegen. Was bringen Sie aus Ihren früheren Positionen an Erfahrungen für das Private Banking der BKB mit? Ich bin mit 25 Jahren Berufserfahrung quasi eine erfahrene Füchsin, die sich in vielen Bereichen schlau gemacht hat. Unmittelbar vor der BKB war ich zehn Jahre lang bei einer Grossbank tätig. Mitgenommen aus meinen diversen Stationen habe ich, dass sich die Finanzwelt insbesondere in den letzten Jahren stark verändert hat. Digitalisierung, regulatorische Entwicklungen, sich verändernde Kundenanforderungen und nicht zuletzt die Coronakrise haben unseren Arbeitsalltag deutlich beeinflusst. Agilität wird immer wichtiger. Flexibel zu bleiben und sich immer wieder den neuen Marktsituationen zu stellen. Dabei gilt es, den richtigen Fokus zu haben, um auch den Anspruch auf exzellente Kundenbetreuung – fachlich wie emotional – stetig zu verbessern. Wenn wir das schaffen, freue ich mich ganz persönlich. Was sind die Stärken und Kompetenzen der BKB? Wir sind eine Kantonalbank und legen viel Wert auf Kundennähe und Bodenständigkeit. Deshalb haben wir mit unseren 13 Filialen ein breites Netz in Basel und fokussieren durchgängig auf gute Beratung. Ausserdem engagieren wir uns als regional verankerte Bank stark für und in der Stadt: sportlich, kulturell, wirtschaftlich und natürlich sozial. Hier, wie in unserem gesamten Geschäft, ist uns Nachhaltigkeit extrem wichtig. Wir unterstützen seitvielen Jahren die nachhaltige Entwicklung der Region. Und wir wären keine gute Bank, wenn wir nicht auch eine starke Vermögensverwaltung hätten. Was etliche Auszeichnungen bewiesen haben. Gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern, wenn es um die Bedürfnisse rund um finanzielle Themen geht? Meiner Erfahrung nach ist das Vertrauen zur Bank das Wichtigste für beide Geschlechter. Ob Frau oder Mann, jede Person will verstanden und ehrlich beraten werden. Allerdings habe ich bei den Gesprächen erlebt, dass Frauen mehr nachfragen und auch Details genauer verstehen wollen. Und ganz wichtig: Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei den Frauen eine sehr grosse Rolle, insbesondere wenn es um die Geldanlage geht. Was machen Sie in Ihrer freien Zeit? Verbringen Sie diese mit Ihrer Familie, haben Sie besondere Hobbys oder Engagements? Ich verbringe meine freie Zeit gerne in der Natur mit Velofahren, Wandern, Joggen. Im Winter gehe ich gerne Skaten und fahre Ski. Ich mag die Bewegung. Eine meiner Lieblingsrouten führt über den Gempen, und vor der Rückkehr nach Hause nehme ich gerne ein kleines Dessert in meinem Lieblingscafé in Rheinfelden. Apropos Zuhause: Da steht immer ein Buch auf meinem Nachttisch. Aktuell das «Warum Nationen scheitern – die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut». Wo trifft man Sie in Basel an? Beim Essen und Geniessen zum Beispiel. Kulinarisch hat Basel eine ganze Menge zu bieten. Wir haben hier tolle Restaurants, die ich gerne mit meiner Familie, Freunden oder Kunden besuche. Auch der Rhein zählt zu meinen persönlichen Genüssen. Regelmässig einmal pro Woche jogge ich am Fluss entlang. Das hat für mich auch etwas Beruhigendes, ich kann gut abschalten. Liliane Däster, geboren 1980 in Langenthal, kam am 1. Juli 2021 als Leiterin Private Banking von der Credit Suisse zur Basler Kantonalbank. Sie verfügt über langjährige Front- und Führungserfahrung in diversen Positionen im Finanzsektor. Liliane ist absolut firm in allen Fragen der Finanzberatung und Finanzplanung sowie in Akquisition, Private Banking und individueller beruflicher Vorsorge.

  • WEIHNACHTSAPERO BEI TARZAN

    Das kultige Fashionlabel zieht mit seinem Pop-up-Store von der Basler Schneidergasse an die Falknerstrasse. Am Donnerstag, 9. Dezember 2021, lädt das Unternehmen an der neuen Adresse die BaslerIN-Leserschaft zu einem Weihnachtsapéro. 20 Jahre nach der Gründung steht das Streetfashionlabel ungebrochen für Individualität, ökologische Verantwortung und eine faire, nachhaltige Produktion. Das zeigt sich auch im neusten Streich der beiden Basler Manuel Rieder und Caesar von Däniken. Die beiden Gründer der TARZAN GmbH verwenden im neuen Pop-up-Store an der Falknerstrasse Inneneinrichtung aus wiederverwendeten Möbeln aus dem vorherigen Laden sowie alte Transportboxen. Diese Adresse gilt voraussichtlich bis Februar 2022 — Verlängerung möglich. Mit der eigenen Modekollektion aus rezyklierter Baumwolle, einem noch grösseren Schuhangebot und einem erweiterten Markensortiment von nordirischen Brands geht das Pop-up ab sofort in die zweite Runde. Dabei beweisen die beiden Basler, wie sehr ihnen das Thema Recycling am Herzen liegt. Bereits das erste Pop-up wurde aus regionalem Abfallholz gebaut, das die Baslerinnen und Basler bei TARZAN vorbeibringen konnten und dann zu Möbeln verarbeitet wurde. Das Grün im Laden stammt aus dem Pflanzenheim. Mit der Wiederverwertung dieser Einrichtung ist der neue Store also gleich doppelt rezykliert. «Wir sehen in der Kreislaufwirtschaft klar die Zukunft und upcyclen, verändern und verwerten Dinge wieder, statt neue zu produzieren. Diese Philosophie leben wir mit TARZAN seit Tag eins», betont Manuel Rieder. Für die Raumentwicklung ist die Basler Agentur «Bravo Ricky» verantwortlich, die auf kreative Innenarchitektur und Szenografie spezialisiert ist. Bei allen Produkten steht eine nachhaltige Produktion an erster Stelle. «Gerade Stoffe von einwandfreier Qualität enden oft im Abfall, da sie beispielsweise wegen falsch berechneter Mengen übrig bleiben. Zusammen mit unserem portugiesischen Produktionspartner stellen wir jeweils aus diesem sogenannten «Deadstock» eine neue TARZAN-Kollektion zusam- men», erklärt Caesar von Däniken. Dementsprechend ist diese jeweils limitiert, da sie nicht nachproduziert werden kann. TARZAN verwendet auch noch andere Ausgangstoffe wie die industriell hergestellte und momentan nachhaltigste Textilfaser Lyocell/Tencel aus Eukalyptusholz sowie zertifizierte Bio-Baumwolle, bei der auf chemische Unkrautvernichtungs- und Düngemittel verzichtet wird. WEIHNACHTSAPÉRO: Exklusiv für die Leserschaft von BaslerIN veranstaltet TARZAN am Donnerstag, 9. Dezember von 17 bis 19.30 Uhr einen Apéro. Einfach zur Filiale an der Falknerstrasse kommen, das Magazin vorzeigen und geniessen. Die Mitglieder erhalten zusätzich einen einmaligen Preiserlass von 20 Prozent auf das gesamte Sortiment (reduzierte Artikel ausgenommen). > JETZT MITGLIED WERDEN!

  • «GSCHÄNKLI FÜR SENIORE»

    Die Aktion der Seniorenbetreuung «Home Instead» hat zum Ziel, Menschen, die am Weihnachtsfest alleine sind, eine Freude zu bereiten. Viele Seniorinnen und Senioren sind an den Festtagen einsam. Um diesen Menschen zu Weihnachten eine Freude zu bereiten, hat die Seniorenbetreuung «Home Instead» die Aktion «Gschänkli für Seniore» ins Leben gerufen. Das Prinzip ist ganz einfach: Senioren schreiben einen Wunsch auf. Dieser wird an einen Weihnachtsbaum an einem besonders gut frequentierten Ort gehängt. Jeder, der mitmachen möchte, kann einen Wunsch pflücken, erfüllen und das Päckli im Anschluss unter den Baum legen. Pünktlich zum Fest verteilen die Initiatoren die «Gschänkli» an die glücklichen Empfänger. Standorte der Weihnachtsbäume, Aktionsdauer und Kooperationspartner Basel Manor St. Jakob Park, St. Jakobsstrasse 397 (24.11. bis 13.12.) Migros MPark Dreispitz, Münchensteinerstrasse 200 (19.11. bis 11.12.) Pauluskirche, Steinenring 20 (24.11. bis 13.12.) Liestal Manor Center, Büchelistrasse 10 (20.11. bis 13.12.) Weitere Informationen: www.homeinstead.ch/gschaenkli

  • IM HERZEN DER STADT

    VISIONAPARTMENTS sind seit diesem Jahr auch in Basel an Toplage präsent. An der Nauenstrasse 55 können die 127 Studios (Single Studio) inklusive Kitchenette, Nebenkosten und wöchentlicher Reinigung gemietet werden. Die exklusive Immobilie verfügt ferner über einen Pool auf dem Dach, ein Fitnessstudio, Parkplätze, ein Shared Office, eine Gemeinschaftsküche sowie die beiden Restaurants «La Lup Café & Bar» und das karibisch-venezolanische «El Manducare». www.vis ionapartments.com

  • DIE GESCHICHTE VON HAIKU AUS SIBIRIEN

    Der Deutsche Jugendliteraturpreis 2021 in der Sparte Jugendbuch ging an die litauische Autorin Jurga Vilė. Sie gewann mit ihrem Graphic Novel « S ibiro Haiku» . Autorin Jurga Vilė mit der Illustratorin Lina Itagaki. Sibiro Haiku ist litauisch und heißt übersetzt «Haiku aus Sibirien». Wie in einem japanischen Kurzgedicht erzählt die litauische Autorin Jurga Vilė in knapper, aber bildhafter Sprache die Geschichte von Algis – die Geschichte ihres eigenen Vaters. Kurz nachdem die sowjetischen Truppen die baltische Republik besetzt haben, wird die Familie von Algis im Sommer 1941 zusammen mit Tausenden von Litauerinnen und Litauern nach Sibirien deportiert. Das Buch lässt den jungen Algis erzählen, und schon auf der ersten Seite dieses Romans in Bildern sind wir mitten im Zeitgeschehen. Die Reise in den Viehwaggons scheint endlos und im Lager erwartet die Menschen Kälte, Hunger und Krankheiten. Die Autorin nimmt sich literarische Freiheiten heraus, ohne dabei die historischen Fakten aus den Augen zu verlieren. Lina Itagaki illustriert nicht nur die harsche Realität und die Verzweiflung jener Jahre, sondern auch Herzenswärme und Menschlichkeit. Denn trotz widrigster Umstände halten die Menschen in den Lagern an ihrer Würde fest. «Ein poetisches Gesamtkunstwerk, das das Leiden der Deportierten ebenso wie ihr von Solidarität und unbedingtem Lebenswillen geprägtes Miteinander schildert», schreibt die Kritikerjury in ihrer Begründung. Sibiro Haiku von Jurga Vilė Illustration: Lina Itagaki Baobab Books

  • DER CHOR DER PFLANZEN

    Die Galerie Carzaniga in Basel zeigt in der Ausstellung « Choir of Plants » Werke der Künstlerin Sonja Maria Schobinger. Anthemis Nobilis Nr. 16, Fragaria vesca, 2021 Pigmentdruck auf Fine Art Papier Hahnemühle Photo Rag 94 x 80 cm 68/1 Sonja Maria Schobinger beschäftigt sich seit ihrem 14. Lebensjahr mit der Pflanzenwelt, indem sie diese in Fotografie festzuhalten versucht. Ihre Arbeiten eröffnen einerseits den Blick auf die ungebändigte Natur, andererseits auf die Schnittstelle zwischen Natur und Kultur. Die Opposition von Natur und Kultur zieht weitere Gegenüberstellungen nach sich, die das Werk bestimmen: Weibliches und Männliches, Unordnung und Ordnung, Analoges und Digitales. Durch gekonnte Inszenierung und eine opulente und fein abgestufte Farbigkeit entfesseln die fotografischen Arbeiten von Sonja Maria Schobinger beim Betrachter unbändige Lust am Schauen und offenbaren beim genaueren Betrachten eine subtile Brisanz. Die Künstlerin sucht in ihren Fotografien nach einer aktuellen Form des Stilllebens. In spürbarer Auseinandersetzung mit der flämischen Malerei sind in ihren Arrangements Blumen und Zweige in schlichten Gefässen angeordnet und entfalten im Spiel mit dem natürlichen Licht eine zeitlose Monumentalität. Die Spiegelungen von Fensterkreuz und Zimmer auf der Wölbung der Gefässe verorten die Inszenierung in einem raumzeitlichen Gefüge, unterstreichen aber auch die Bedeutung des Lichts für das Sehen im Allgemeinen und für die Technik der Fotografie im Besonderen. In der Gattung des Stilllebens wird der Übergang von Natur und Kultur exemplarisch. Das Leben ist erstarrt, die Blumen sind geschnittenen und stehen in einem Krug, der von Menschenhand geschaffen wurde, um die wilde Natur in vernünftigen Portionen in die zivilisierte Welt zu holen. „So symbolisiert der Krug auf der unteren Hälfte des Bildes die Zivilisation, die Kultur, quasi die Domestizierung des Wilden, während der obere Teil des Bildes die Natur zeigt, das Organische, Lebendige. Der Rand des Kruges, wo die Stängel der Pflanzen auf die Öffnung des Gefässes treffen, markiert eine Schnittstelle, die Verschmelzung von Bewusstsein und Unterbewusstsein.“ Sonja Maria Schobinger versucht die sinnliche und ästhetische Bedeutung sichtbar zu machen, die unentdeckt in ihren Motiven schlummert. Die Sprache und insbesondere die Literatur bil-den dabei eine wichtige Inspirationsquelle. Wichtig sind ihr die Bücher von Siri Hustvedt, Aylet Gundar Goshen oder A. L. Kennedy. In der Auseinandersetzung mit Sprachbildern geht es auch darum, fremde und vertraute Gefühlswelten zu durchleben und für die eigene Arbeit fruchtbar zu machen. Beim Fotografieren von Pflanzen, Blüten und Bäumen, geht es für Sonja Maria Schobinger ums Sichtbarmachen des Aufeinandertreffens scheinbar getrennter Welten. In der Pflanzenfotografie treffen die ungebändigte, organische Natur und die Kultur als vom Menschen erschaffene Ordnung und Technik aufeinander. Zugleich dient die Darstellung der Naturelemente der Künstlerin dazu, metaphysische Gedanken und Zusammenhänge sinnlich erfahrbar zu machen und damit Innen- und Aussenwelt zu verschmelzen. Prozesse wie Entstehung und Zerfall – Phasen des menschli-chen Lebens und jeder Existenz – finden in ihren Arbeiten einen Resonanzraum. « Choir of Plants » 28.11.2021 - 08.01.2022 Galerie Carzaniga GmbH Gemsberg 10 CH-4051 Basel Weitere Informationen: www.carzaniga.ch , www.schobinger.net Sonja Maria Schobinger

  • «LES NOUVELLES ÈVES» – BASLER VORPREMIERE

    Am Donnerstag, 18. November, findet um 18.30, im kult.kino Atelier ein e Spezialvorstellung statt, an der Anna Thommen (Regisseurin), Naima Cuica (Protagonistin aus Basel) und Sibel Arslan (Nationalrätin BS) anwesend sein werden. Juni 2020, Corona, ein Jahr nach dem nationalen Frauenstreik. Sechs Regisseurinnen tauchen in den Alltag von sechs Frauen ein und erforschen, was es heisst, in der heutigen Schweiz eine Frau zu sein. Es werden ihre Kämpfe, ihre Träume gezeigt und die porträtiert, die sich aktiv gegen Rollenzuschreibungen wehren, über Hindernisse stolpern und trotzdem wieder aufstehen. Getragen vom Echo des Frauenstreikes, sind sie Les Nouvelles Èves, die die immer noch aktuellen Genderungleichheiten in unserem Land herausfordern. Premiere in Anwesenheit von Anna Thommen & Thaïs Odermatt (Regie), Noemi Grain Merz (Historikerin) und Sibel Arslan (Nationalrätin BS), Liliane Ott (Produktion) und Naima Cuica (Protagonistin); Moderation: Franca Schaad Weitere Informationen finden Sie hier.

  • KUNSTMUSEUM BASEL IM ZEICHEN DES DIALOGS

    Im Kunstmuseum Basel werden 2022 drei einzigartige Sonderausstellungen stattfinden. Zum Auftakt treffen im Frühling zwei bedeutende zeitgenössische Künstlerinnen aufeinander: Die US-amerikanische Konzeptkünstlerin Jenny Holzer befragt in einer häuserübergreifenden Ausstellung Werke von Louise Bourgeois. Darauf folgt mit Picasso – El Greco die beeindruckende Auseinandersetzung Pablo Picassos mit dem bedeutenden spanischen Altmeister griechischer Herkunft. Im Herbst schliesslich beschäftigt sich das Kunstmuseum Basel mit einem Kapitel der eigenen Geschichte: Die Zerrissene Moderne versammelt Werke «entarteter Kunst» aus der Sammlung des Hauses mit bedeutenden und selten gezeigten internationalen Leihgaben. Mit Louise Bourgeois X Jenny Holzer zeigt das Kunstmuseum Basel die beispiellose Begegnung zweier aussergewöhnlicher Persönlichkeiten der amerikanischen Kunst. Jenny Holzer (*1950), eine der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler:innen ihrer Generation, hat sich der Kunst von Louise Bourgeois (1911–2010) über deren umfangreiche Schreibtätigkeit angenähert: Bourgeois‘ gewaltiges Archiv reicht von Tagebüchern und Briefwechseln bis hin zu psychoanalytischen Texten. Darüber hinaus verwendete sie das geschriebene Wort auch häufig in ihrer Kunst. Für die über 200 Werke umfassende Ausstellung hat Holzer Werke aus sämtlichen Schaffensphasen von Bourgeois ausgewählt – Skulpturen, Installationen, Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik und Texte. Picasso – El Greco widmet sich im Sommer einer weiteren künstlerischen Auseinander- setzung: Rund 40 Gegenüberstellungen von Meisterwerken beider Künstler zeichnen einen Dialog nach, der zu den faszinierendsten der Kunstgeschichte zählt. Schon früh liess sich Pablo Picasso (1881–1973) vom Werk des auf Kreta geborenen Altmeisters Doménikos Theotokópoulos, besser bekannt als El Greco (1541–1614), inspirieren. Die Ausstellung zeigt, dass dieses Interesse sich durch Picassos gesamtes Schaffen zieht, von den kubistischen Gemälden bis hinein ins Spätwerk. Mit der Ausstellung Zerrissene Moderne befragt das Kunstmuseum Basel im Herbst seine eigene Geschichte. 1939 erwarb das Museum 21 Meisterwerke der klassischen Moderne, darunter Franz Marcs Tierschicksale, Paula Modersohn-Beckers Selbstbildnis, Marc Chagalls Die Prise (Rabbiner) und Oskar Kokoschkas Windsbraut. Sie bilden das Fundament der heute weltberühmten modernen Sammlung. Die Gelegenheit zu diesen zukunftsweisenden Ankäufen ergab sich jedoch infolge der menschen- und kunstverachtenden Politik der Nationalsozialisten und inmitten grösster politischer Spannungen. Die Gemälde und Plastiken waren mit tausenden anderen Werken aus deutschen Museen entfernt und vom NS-Regime für den Verkauf ins Ausland bestimmt worden. Sie galten den Nationalsozialisten als «entartet», aber auch als «international verwertbar». Die Ausstellung beleuchtet diesen wichtigen und komplexen Moment der Basler Sammlungsgeschichte in allen Facetten. Neben diesen grossen Sonderschauen gibt es 2022 noch zahlreiche weitere Präsentationen zu sehen. So setzt sich beispielsweise die aus Aotearoa (Neuseeland) stammende Künstlerin Ruth Buchanan für die Ausstellung Heute Nacht geträumt intensiv mit dem in den 1970er-Jahren entworfenen Kunstmuseum Basel | Gegenwart auseinander und denkt die Regeln neu, nach denen ein Museum funktioniert. Inner Space zeigt mit rund 90 Werken zwischen 1972 und 2019 unter anderem wichtige Zeichnungsserien und Gemälde aus der Sammlung des US-amerikanischen Künstlers Brice Marden – einige sind zum ersten Mal überhaupt zu sehen. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • YOUNG STAGE BASEL 2021: DAS SIND DIE GEWINNER

    Bei der 12. Ausgabe des YOUNG STAGE Festivals haben 20 junge Profiartisten in sechs Shows alles gegeben, um einen der begehrten Preise zu gewinnen. YOUNG STAGE ist für die teilnehmenden Künstler Karrieresprungbrett und Plattform, sich dem Publikum und Fachleuten, Agenten, Scouts oder Show-Produzenten aus aller Welt zu präsentieren. Die internationale Jury hat am Dienstagabend in Anwesenheit internationaler Showgrössen und Showbiz-Prominenz aus dem In- und Ausland die begehrten Preise vergeben. Folgende Artisten wurden von der Jury ausgezeichnet: Hauptpreise: Golden Star (Preispate Bank CIC), Wert Fr. 5000.—: Mikail Karahan, Germany. Discipline: Cyr Wheel. Überreicht durch Jurymitglied Nadja Sieger und Thomas Müller, CEO Bank CIC. Silver Star (Preispate Merian Iselin Klinik), Wert Fr. 3000.—: Maxime & Corentin, Canada. Discipline: Duo Trapeze Überreicht durch Jurymitglied Isabel Joly und Simon Heinis, Merian Iselin Klinik. Bronze Star (Preispate IWB), Wert Fr. 2000.—: Kalle Pikkuharju, Finland. Discipline: Equilibristics/Contortion Überreicht durch Claudio Dettwiler, IWB und Jurymitglied Camilla Pessi. «Young Star»-Preis (Preispate Implenia), Wert Fr. 1000.—: Chun-Huang Chang, Taiwan. Discipline: Diabolo Dieser Preis wurde bereits am 7. November durch die Kinderjury vergeben. Publikumspreis (Preispate Sat.1 (Schweiz)), Wert Fr. 1000.—: Maxime & Corentin, Canada. Discipline: Duo Trapeze Für Jurysprecher Werner Buss war es dieses Jahr sehr interessant zu sehen, wie die Veranstaltung vom DAS ZELT in eine so grosse Halle übertragen werden konnte. «Das hat fantastisch geklappt», so sein Fazit. «Die Nähe, die Energie, die spürt man vom Publikum. Und die Künstler brauchen das Publikum. Das war eine unglaubliche Symbiose, auch dank der halbrunden Form der Bühne.» Das stetig gewachsene Festival strahle trotz seiner Professionalität Wärme aus. «Man spürt die Liebe der Festivalleitung nicht nur zu den Künstlern, sondern auch zum Publikum – und das macht es für mich so spannend. Qualität und Herz sind hier eins.» Für Festivaldirektorin Nadja Hauser war die 12. Ausgabe des YOUNG STAGE Festivals höchst emotional. «Ich bin unendlich glücklich, konnten wir YOUNG STAGE nach so langer Zeit endlich wieder durchführen, den Künstlern diese wichtige Plattform nach vielen Monaten Pause erneut bieten und innovativen, jungen und inhaltsstarken Circus auf sehr hohem Niveau präsentieren. Es war in vieler Hinsicht eine spezielle Festivalausgabe, mit der wir sehr zufrieden sind. Die neue Location hat sich bewährt, der Ticketverkauf war besser als erwartet und die Rückmeldungen aus dem Publikum äusserst positiv. Was können wir uns mehr wünschen?»

  • EIN VERSUCH, DIE MALEREI NEU ZU DENKEN

    Auf das Ganze achten und gegen die Tatsachen existieren – Ausstellung von Michaela Eichwald In ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung in der Schweiz präsentiert Michaela Eichwald (* 1967) ganz neue Arbeiten. In einer Mischung aus Abstraktion und Figuration, Sprache und Geste entfaltet sich die malerische Praxis der deutschen Künstlerin auf üppig beschichteten Oberflächen aus unkonventionellem Trägermaterial wie Lederimitaten oder Autositzbezügen. Mehr Informationen zur Ausstellung, die vom 8. Oktober 2021 bis zum 23. Januar 2022 läuft, finden Sie hier . Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau in München entstanden und wird grosszügig unterstützt von der Isaac Dreyfus-Bernheim Stiftung, Max Chocolatier und Nicoletta Fiorucci / Fiorucci Art Trust, mit zusätzlicher Unterstützung von Dominik Müller und der Stiftung Anne-Marie Schindler.

  • POETRY SLAM

    Am 31. Oktober 1971 durften Frauen sich schweizweit zum ersten Mal an nationalen Parla- mentswahlen beteiligen – dies wird mit einem Spoken Word Wettstreit gefeiert. Je drei Slam-Poetinnen und -Poeten tragen Texte zu Frauenstimmrecht und Gleichberechtigung vor. Das Publikum amtet als Jury und kürt die Siegerin oder den Sieger. Sonntag, 31. Oktober, 14 bis 16 Uhr Gundeldinger Feld, Halle 7, Dornacherstrasse 192, 4053 Basel www.frauenbasel.ch

  • DIE GESCHICHTE DER ART BASEL

    Die Art Basel ist weltweit bekannt und dies nicht nur in Künstlerkreisen. Aber nur wenige wissen, wann, weshalb und unter welchen Umständen sie gegründet wurde. BaslerIN geht der Frage nach ... Erste Unternehmungen, eine Kunstmesse im deutschsprachigen Raum als eine Mischung aus Kultur-Show und Verkaufs-Event für ein weltweites Publikum zu organisieren, hatte es bereits in den 1960ern in der deutschen Rheinmetropole Köln gegeben. Die Grundhaltung der Messe wurde damals als konservativ, die Auswahlkriterien als gängelnd empfunden. Der legendäre Galerist, Kunstsammler und Kunsthändler Ernst Beyeler wollte ein Gegengewicht zu Köln schaffen. Hier in der Schweiz sollte es liberal und weltoffen zugehen. Gemeinsam mit Trudl Bruckner und Balz Hilt erstellte Beyeler ein Konzept und eröffnete im Juni 1970 die erste Kunstmesse Art Basel, an der 90 Galeristen und 20 Verleger aus zehn Ländern teilnahmen. Seither entwickelte sich die Art Basel zur führenden und wichtigsten Kunstmesse in Europa und der Welt. Dieses Jahr zählt die Art Basel in Basel über 270 Galerien aus 33 Ländern, die an der bereits 52. Ausgabe teilnehmen. Die Auswahlkriterien für die Zulassung von nationalen und internationalen Galeristen gelten als die strengsten auf einer Kunstmesse weltweit. Ein Auswahlkomitee sucht die Galerien, die jedes Jahr in verschiedenen Sektionen an der Art Basel teilnehmen, aus. Es sind sowohl etablierte Kunstschaffende, als auch erfolgreiche Newcomer. Die Schweiz und Basel wurden damit zum wichtigsten Standort für die kommerzielle Präsentation von Kunst auf Messen und zum Gradmesser für Trends bei Sammlern und auf dem Kunstmarkt. Vergleichbare Kunstmessen im deutschsprachigen Raum wie die Art Cologne und die Art Frankfurt hat die Art Basel vor allem als hochwertiges Verkaufs-Event weit hinter sich gelassen. Internationale Kunstsammlerinnen und Kunstsammler mit grossen Bud- gets kommen an der Art Basel nicht vorbei. Ähnlich hochkarätig auf globaler Ebene sind die Ableger in Amerika und Asien: die Art Basel Miami Beach in Florida sowie die Art Basel Hongkong in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Wegen Ihrer überragenden Bedeutung als Marktplatz und Seismograf für zeitgenössische Kunstwerke für Sammler und Anleger wird die Art Basel in den Medien gelegentlich als «Olympiade der Kunstwelt» (Zitat Daily Telegraph London) bezeichnet. Der Markenname der bedeutendsten Kunstmesse der Welt geht auf den Erfinder der lila Milka-Kuh, Herbert Leupin, zurück: Der weltweit renommierte Grafikdesigner und Plakatkünstler gestaltete 1970 das Plakat für die allererste Art Basel. Das Signet wurde zum Markenzeichen.

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