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- Hermann Hesse in Basel: ein literarischer Spaziergang auf seinen Spuren
Ein literarischer Spaziergang auf den Spuren von Hermann Hesse führt zu Basler Orten, an denen der Schriftsteller gelebt, gearbeitet und geschrieben hat. Literatur Spur lädt am Samstag, 19. März 2022, von 16 bis 17.30 Uhr zu diesem Rundgang durch Basel ein. zVg. Hermann Hesse in Basel: Kindheit, Liebe und literarische Anfänge Die Stadt Basel hat in der Biografie Hermann Hesses eine besondere Rolle gespielt. Hier verbrachte er glückliche Kindheitsjahre, legte einen Grundstein für seine Laufbahn als Schriftsteller und lernte zwei seiner Ehefrauen kennen. Wir spazieren zu Basler Orten, an denen Hesse gelebt, gearbeitet und geschrieben hat. Dabei entdecken wir Spuren weltberühmter Texte und unbekannter Werke des Autors. Anmeldung zum Spaziergang mit Hermann Hesse SAMSTAG, 19. MÄRZ 2022, 16 BIS 17.30 UHR, BASEL Dauer: 1.5 Stunden Kosten: CHF 35.– Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. Maria Marggraf LITERATURSPUR Wanderstrasse 8, 4054 Basel – Schweiz. +41 77 2500 770. info@literaturspur.ch
- Fondation Beyeler: Ruth Asawa und die Kunst, mit Draht zu zeichnen
Sie hängen von der Decke wie schwebende Zeichnungen aus Metall: die Drahtskulpturen von Ruth Asawa. Nach San Francisco, New York und Bilbao kommt die grosse Retrospektive der amerikanischen Künstlerin im Herbst in die Fondation Beyeler nach Riehen, als erste Retrospektive ihres Werks in Europa. Wer die Geschichte hinter den Formen kennt, sieht sie mit anderen Augen. Hängende Drahtskulptur mit ineinanderliegenden Formen, Detailansicht. Ruth Asawa, «Untitled (S.398, Hanging Eight-Lobed, Four-Part, Discontinuous Surface Form within a Form with Spheres in the Seventh and Eighth Lobes)», um 1955, Messingdraht, Eisendraht und verzinkter Eisendraht. The Museum of Modern Art, New York Ruth Asawa: ein Leben gegen Widerstände Ruth Aiko Asawa kam am 24. Januar 1926 in Norwalk, Kalifornien, zur Welt, als viertes von sieben Kindern japanischer Einwanderer, die eine Farm bewirtschafteten. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Familie wegen ihrer japanischen Herkunft interniert, zuerst auf der Pferderennbahn Santa Anita, danach im Lager Rohwer in Arkansas. Ausgerechnet dort begann die Jugendliche, Kurse in Malen und Zeichnen zu besuchen. Nach dem Krieg wollte sie Lehrerin werden. 1946 blieb ihr das Diplom verwehrt, wegen der Vorurteile gegenüber Menschen japanischer Abstammung. Sie schrieb sich stattdessen am Black Mountain College in North Carolina ein, einer experimentellen Kunstschule, an der Josef Albers, Richard Buckminster Fuller und Merce Cunningham unterrichteten. Dort entwickelte sie die offene, forschende Arbeitsweise, die ihr ganzes Werk trägt. Werke von Ruth Asawa in der Retrospektive im Guggenheim Museum Bilbao. zVg: Guggenheim Museum Bilbao Drahtskulpturen: Linien, die Raum umschliessen Den Schlüssel zu ihrem Werk fand sie 1947 während eines Aufenthalts mit Josef und Anni Albers in Toluca, Mexiko. Dort lernte sie, Körbe aus Draht zu schlingen. Zurück in den USA übertrug sie die Technik in die Skulptur: Mit einem Holzstab legte sie Schlaufe an Schlaufe und liess Volumen entstehen, die keinen inneren Kern besitzen. Ihre bekanntesten Arbeiten hängen frei von der Decke, Formen liegen in Formen, alles bleibt durchlässig für den Blick. Asawa beschrieb das Arbeiten mit Draht als Zeichnen im Raum und sprach von der «Ökonomie einer Linie», die dreidimensionalen Raum umschliesst. Der persönliche Ausdruck interessierte sie weniger als die Frage, was ein Material leisten kann. Ab den 1960er-Jahren kamen Skulpturen aus gebundenem Draht hinzu, deren verzweigte Formen der Natur nachempfunden sind. Parallel entstanden Papierfaltungen, Bronzegüsse, Masken aus Ton und Reliefs aus einem Teig aus Mehl, Wasser und Salz. Manche Skulpturen fallen winzig aus: Die kleinsten messen kaum mehr als zweieinhalb Zentimeter im Durchmesser. Blick in einen Saal der Ausstellung «Ruth Asawa: Retrospective» in Bilbao. zVg: Guggenheim Museum Bilbao Das Zuhause als Atelier: Familie, Garten und Lithografie 1949 zog Asawa nach San Francisco und heiratete den Architekten Albert Lanier, den sie am Black Mountain College kennengelernt hatte; den Ehering entwarf Buckminster Fuller. Die Familie wuchs auf sechs Kinder an. 1960 kaufte das Paar ein Haus im Quartier Noe Valley, das zugleich Wohnort und Werkstatt war. Die Kinder waren oft in den kreativen Prozess eingebunden, handgeschnitzte Türen aus Redwood-Holz prägten das Haus, und der eigene Garten lieferte Motive für Zeichnungen und Aquarelle. 1965 arbeitete sie acht Wochen im Tamarind Lithography Workshop in Los Angeles. Ein Blatt wie «Desert Flower» wirkt dabei wie die Draufsicht auf eine ihrer transparenten Drahtskulpturen. Arbeiten auf Papier in der Retrospektive im Guggenheim Museum Bilbao. zVg: Guggenheim Museum Bilbao Brunnen, Schulen und eine Stadt als Bühne Ab den späten 1960er-Jahren trat ihre Kunst in den öffentlichen Raum. Für den Ghirardelli Square entstand zwischen 1966 und 1968 der Brunnen «Andrea», für das heutige Grand Hyatt am Union Square von 1970 bis 1973 der «San Francisco Fountain» aus Bronzetafeln. In San José erinnert ein von ihr gestaltetes Mahnmal an die Internierung japanischstämmiger Amerikanerinnen und Amerikaner. Ebenso wichtig war ihr die Bildung. 1968 gründete sie den Alvarado School Arts Workshop mit und setzte sich unermüdlich für Kunstunterricht an den öffentlichen Schulen San Franciscos ein. Die erste öffentliche Kunstschule der Stadt auf Gymnasialstufe, 1982 mit ihrer Unterstützung gegründet, trägt heute ihren Namen. Ihr Credo klang schlicht: Ein Künstler sei ein gewöhnlicher Mensch, der gewöhnliche Dinge nehmen und sie zu etwas Besonderem machen könne. Ausstellungsansicht der Retrospektive, die von San Francisco über New York nach Bilbao reiste. zVg: Guggenheim Museum Bilbao Späte Anerkennung und eine Retrospektive auf Reisen Die Anerkennung kam spät. 1956 tat eine New Yorker Kritik ihre Arbeiten noch als dekorative Objekte ab. 2020 widmete ihr die amerikanische Post eine Briefmarkenserie, 2024 folgte postum die National Medal of Arts. Ruth Asawa starb 2013 in San Francisco, 2026 wäre sie hundert Jahre alt geworden. Die erste Retrospektive nach ihrem Tod, gemeinsam konzipiert vom San Francisco Museum of Modern Art und vom Museum of Modern Art in New York, vereint rund 300 Werke aus sechs Jahrzehnten. In San Francisco zählte sie 2025 rund 285'000 Besucherinnen und Besucher, danach war sie bis Februar 2026 in New York und von März bis Mitte September 2026 im Guggenheim Museum Bilbao zu sehen. In Bilbao führten zehn Kapitel durch das Werk, vom Black Mountain College über die Formen in Formen und die Tamarind-Lithografien bis zum Zuhause, das Asawa selbst als ihr Atelier bezeichnete. Ein weiterer Saal der Retrospektive im Guggenheim Museum Bilbao. zVg: Guggenheim Museum Bilbao Ruth Asawa in der Fondation Beyeler: der Besuch in Riehen Vom 18. Oktober 2026 bis zum 10. Januar 2027 zeigt die Fondation Beyeler die erste Retrospektive von Ruth Asawa in Europa, erarbeitet in Partnerschaft mit den beiden amerikanischen Museen. Zu sehen sind Draht- und Bronzeskulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälde sowie ihre Arbeiten für den öffentlichen Raum, von Brunnen bis zu Gedenkstätten. Unterstützt wird die Schau von der Beyeler-Stiftung und von Hansjörg Wyss. Wer tiefer eintauchen möchte, findet im Programm deutschsprachige Termine der Reihe «Insights», die einzelne Werke genauer in den Blick nimmt. Ein Besuch lässt sich mit «Constellations» verbinden: Ab dem 26. September 2026 verteilt das Museum rund 230 Werke von Monet bis Rothko erstmals über den Neubau von Peter Zumthor, das Haus von Renzo Piano und den erweiterten Park. Den Titel liefert Alexander Calders Werkserie «Constellations» von 1943. Parallel dazu würdigt das Kunstmuseum Basel mit Gertrud Dübi-Müller eine Sammlerin, die die Kunst ihrer Zeit aktiv mitprägte. Und wer nachlesen will, welche Rolle Ernst Beyeler bei der Gründung der grossen Kunstmesse spielte, findet sie in der Geschichte der Art Basel. So wird der Herbst in der Fondation Beyeler zur Gelegenheit, eine Künstlerin zu entdecken, die aus einfachem Draht eine eigene Sprache geformt hat.
- Rehpfeffer: der Klassiker der Wildsaison
Wenn sich die Wälder färben, kehrt ein Gericht auf die Karten der Schweizer Gasthäuser zurück, das wie kaum ein anderes für den Herbst steht: der Rehpfeffer. Dunkel, würzig, lange geschmort. Was den Klassiker ausmacht, woher das Fleisch stammt, welche Beilagen und Weine ihn begleiten und warum das Baselbiet eine besondere Nähe zum Wild pflegt. Rehpfeffer, klassisch geschmort Wildsaison in der Schweiz: wenn der Herbst auf den Teller kommt Mit dem Beginn der Jagd verändert sich die Küche. Die offiziellen Jagden starten je nach Region am 1. September oder am 1. Oktober, das beste Angebot an frischem Wild gibt es erfahrungsgemäss zwischen Mitte und Ende September. Reh gilt dabei als das Lieblingswild der Schweizerinnen und Schweizer; besonders gefragt sind Rehschnitzel und Rehentrecôte. Die Nachfrage übersteigt das heimische Angebot deutlich. Rund 30 000 Jägerinnen und Jäger sind in der Schweiz aktiv, 2023 wurden etwa 43 500 Rehe, 13 200 Hirsche, 10 000 Gämsen und 8500 Wildschweine erlegt. Dazu kommt Hirschfleisch aus 324 Landwirtschaftsbetrieben mit Hirschhaltung. Trotzdem stammen nur rund 35 Prozent des verzehrten Wildfleischs aus dem Inland, der grosse Rest wird importiert. Wer Wert auf Herkunft legt, fragt deshalb nach. Die Reihenfolge ist dabei klar: Jäger decken zuerst den Eigenbedarf, danach beliefern sie Restaurants und erst dann den Detailhandel. Rehpfeffer mit gebratenem Speck und Champignons Was einen Rehpfeffer ausmacht Der Name führt leicht in die falsche Richtung. Mit dem Gewürz hat der «Pfeffer» wenig zu tun, die Bezeichnung geht auf das französische «Civet» zurück, ein Schmorgericht mit dunkler Sauce. Früher kamen dafür die weniger edlen Stücke und Innereien in den Topf; heute verarbeiten Köche vor allem Wildschwein, Hirsch und Reh, seltener, aber ebenso klassisch, Hase. Was den Pfeffer von einem gewöhnlichen Ragout unterscheidet, ist das Finish. Die Sauce wird zum Schluss mit dem Blut des Tieres oder mit Schweineblut gebunden, und zwar abseits der Hitze, damit nichts gerinnt. Am Anfang steht die Beize aus Rotwein und Essig. Die Säure macht das Fleisch mürbe und prägt das typische Aroma; die klassische Zubereitung rechnet dafür mit mehreren Tagen. Rehpfeffer zubereiten: die Sauce entscheidet Spitzenkoch Andreas Caminada geht kürzer vor und legt das Fleisch 24 bis 36 Stunden ein. Seine Marinade verbindet Rotwein, einen Schuss Sherry und Essig mit Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Lauch, Apfel, Tomate und Knoblauch, dazu Rosmarin, Thymian, Pfefferkörner, Lorbeer, Nelken, Piment und Wacholderbeeren. Danach wird das Fleisch angebraten, mit Kalbsfond und der Marinade aufgegossen und 60 bis 90 Minuten geschmort. Zum Schluss reduziert er die Flüssigkeit und passiert sie. Sein Rat ist unmissverständlich: Die Sauce sei das A und O des Gerichts und müsse unbedingt lange einkochen. Das Blut zum Binden ist in seinem Rezept optional. Beim verwandten Hirschpfeffer darf selbst gebeiztes Fleisch drei bis zwölf Tage im Kühlschrank ruhen; zum langsam geschmorten Ragout passen gebratene Speckwürfel und Champignons. Als Grundlage für die Sauce gibt es inzwischen auch fertigen Wildfond. Das geduldige Einkochen ersetzt er nicht. Spätzli, Rotkraut und Marroni: die klassischen Beilagen Zum Rehpfeffer gehört ein festes Ensemble aus Spätzli, Rotkraut und Marroni. Die Handschriften der Köche unterscheiden sich im Detail. Spitzenkoch Raphael Tuor, einst Küchenchef der Krone in Blatten im Kanton Luzern, bereitet seine Spätzli mit Quark zu und löscht das Rotkraut mit Portwein ab. Caminada wiederum serviert den Pfeffer mit in Butter knusprig gebratenen Brotcroûtons, Preiselbeeren und Rotkohl. Die Preiselbeeren setzen dazu eine süss-säuerliche Note. Auch die Esskastanie hat eine lange Geschichte: Bevor Kartoffel und Mais nach Europa kamen, galt sie als «Brot der Armen». Warum sich ein zweiter Blick auf die Marroni und ihre Vorzüge lohnt, zeigt ihr Nährstoffprofil. Spätzli, Rotkraut, Marroni und Preiselbeeren Der passende Wein zum Wild Geschmortes Wild verlangt nach anderen Weinen als ein kurz gebratener Rücken. Marc Almert, 2019 zum besten Sommelier der Welt gekürt, empfiehlt zu Schmorgerichten weniger gerbstoffbetonte, dafür opulente Weine, etwa Cuvées aus Grenache und Syrah. Syrah zählt er ausdrücklich zu seinen liebsten Sorten für dieses Pairing, auch aus dem Wallis. Als Schweizer Favoriten nennt er den Cornalin. Die alte Walliser Sorte wächst ausschliesslich in diesem Kanton und wurde bis 1972 «Rouge du Pays» genannt. In den Siebzigerjahren beinahe verschwunden und von Liebhabern gerettet, gilt sie heute als emblematischer Rotwein des Wallis. Im Glas zeigt der Cornalin Aromen von schwarzer Kirsche, Veilchen und Himbeere, getragen von dichten, seidigen Tanninen und einem angenehm bitteren Nachhall. Cornalin-Trauben im Wallis. Foto: Carole Parodi Das Baselbiet und seine Wildtradition Vor den Toren Basels hat Wild einen festen Platz. Baselland Tourismus zählt es seit jeher zur kulinarischen Tradition des Baselbiets, und die Baselbieter Genusswoche, bei der Restaurants, Höfe, Bäckereien, Weingüter und Produzenten ihre Türen öffnen, widmete ihre Ausgabe 2026 im September dem Schwerpunkt «Wald & Wild». Häuser wie das Hotel Bad Schauenburg interpretierten das Thema klassisch, modern und kreativ. Auch die Jägerschaft spielt mit, denn das Schwarzwild beschäftigt Jagd Baselland seit Jahren. Warum das Fleisch frei lebender Tiere geschätzt wird, zeigt ein Blick auf das Baselbieter Wildschwein, das ohne Massentierhaltung aufwächst. Und wer den Herbst über das Wild hinaus kulinarisch erleben möchte, findet in der saisonalen Herbstküche mit Pilzen, Quitten und Walnüssen weitere Ideen. Rehpfeffer in Basel: Zutaten für die eigene Wildküche Wer den Rehpfeffer zu Hause zubereiten möchte, findet bei Globus am Basler Marktplatz eine eigene Abteilung für Delicatessa Food & Wine. Unter der Eigenmarke Delicatessa führt Globus einen Wildfond, der in der Schweiz aus Schweizer Rohstoffen hergestellt wird und als Basis für Saucen und Wildgerichte gedacht ist. Dazu passen eine Gewürzmischung für Wild mit Wacholder, Lorbeer, Nelken, Thymian und Salbei sowie ein Wildpreiselbeeren-Gelee aus Schweizer Herstellung, das sich besonders zu Wildgerichten eignet. Ob im Gasthaus oder am eigenen Tisch: Ein guter Rehpfeffer braucht Zeit, eine lange eingekochte Sauce und Fleisch, dessen Herkunft bekannt ist.
- Tierheim Basel: eine kostenlose Führung für Familien mit Kindern
Wer das Tierheim Basel und die dahinterstehende Stiftung TBB Schweiz besser kennenlernen möchte, ist zu einer kostenlosen Führung herzlich eingeladen. Foto: AdobeStock Tierheim Basel: Führung, Datum und Anmeldung Dann melden Sie sich unbedingt zu dieser kostenlose Führung im Tierheim an. Datum: Mittwoch, 23. August 2023 Zeit: 14.00 Uhr Anmeldung und weitere Infos: WORKSHOP
- Malwina Sosnowski: die Basler Geigerin bringt Musik in die Gärten
Malwina Sosnowski, die Basler Geigerin und Preisträgerin mit polnischen Wurzeln, verzaubert ihr Publikum mit stimmungsvollen Gartenkonzerten. Foto: Nathalie Reichel 2020 Malwina Sosnowski und die Basler Gartenkonzerte Malwina Sosnowski gründete im Frühling 2020 pandemiebedingt die Gartenkonzerte. Ihr Ziel ist es, Musik zu den Menschen in die Gärten zu bringen. So spielt sie in über 40 Gärten von Basel bis Graubünden Konzerte mit ihrer Violine. Dieses Jahr sollen noch mehr Menschen in den Genuss von privaten aber auch öffentlichen Gartenkonzerten mit weiteren glänzenden Interpret*innen kommen: Die «Gartenkonzerte unterwegs» finden vom 19. Juni bis 11. Juli in Waldenburg, Basel, Riehen, Willisau, Beggingen und Biel statt. Die Basler Konzerte bieten dabei einzigartige Erlebnisse: Vom wilden Gemeinschaftsgarten Landhof beim Wettsteinplatz (20. Juni, 19 Uhr), über den schnuckligen Privatgarten in 4051 Basel (3. Juli, 19 Uhr), bis hin zum Französischen Garten im blühenden Wenkenpark von Riehen (25. Juni, 18 und 20 Uhr) wird ein bewegendes Musikprogramm geboten. Das Abschlusskonzert im Ramsteinerhof an der Rittergasse mit einem der schönsten Ausblicke auf den Rhein vereint nochmals vergangene Programmpunkte und läutet die Basler Ferien am 11. Juli ab 19 Uhr musikalisch ein. Die Initiantin der Gartenkonzerte schreibt zur Programmgestaltung: «Wir spielen sinnreiche Musik: Von stürmischen Klängen Vivaldis über Bachs glühende Ohrwürmer bis hin zu wilden Tangos im Sonnenschein.» Anmeldung und Eintritt zu den Gartenkonzerten Anmeldung: E-Mail an gartenkonzerte@gmx.ch oder SMS (079 661 67 95) Die Platzzahl ist limitiert. Eintrittspreise: CHF 15.–/30.– oder Gönnerticket ab CHF 50.– Die Gartenkonzerte finden bei jeder Witterung statt. Weitere Informationen zu den zehn Konzerten: www.gartenkonzerte.ch/unterwegs
- Les Nouvelles Èves: der Dokumentarfilm über Heldinnen des Alltags
Juni 2020, mitten in der Corona-Pandemie und ein Jahr nach dem nationalen Frauenstreik: Sechs Regisseurinnen tauchen in «Les Nouvelles Èves» in den Alltag von sechs Frauen ein und erforschen, was es heisst, in der heutigen Schweiz eine Frau zu sein. zVg: First Hand Films Les Nouvelles Èves: sechs Geschichten von Schweizer Frauen Heute startet das Zurich Film Festival, an dem auch der Film Les Nouvelles Èves gezeigt wird. Sechs Regisseurinnen (u.a. Anna Thomes) tauchen in den Alltag von sechs sehr unterschiedlichen Schweizer Frauen ein. Es werden ihre Kämpfe, ihre Träume gezeigt und die porträtiert, die sich aktiv gegen Rollenzuschreibungen wehren, über Hindernisse stolpern und trotzdem wieder aufstehen. Getragen vom Echo des Frauenstreikes, sind sie Les Nouvelles Èves, die die immer noch aktuellen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in unserem Land herausfordern. Weitere Informationen: www.firsthandfilms.ch www.zff.com Kinostart: 18.11.2021
- La Garçonne Schuhe: bunte Modelle für gute Laune
Die bunten La Garçonne Schuhe sind in der Schweiz designt und werden in einem kleinen Familienunternehmen in Spanien gefertigt. zVg: La Garçonne La Garçonne Schuhe: Design aus der Schweiz Die Kollektionen von La Garçonne zeichnen sich durch eine klassische, elegante und modische Handschrift aus. Die meisten Modelle werden länger als nur eine Saison angeboten und sind in einer grossen Farbenvielfalt erhältlich. Die Must-Have-Schuhe zeichnen sich durch eine perfekte Passform aus. Designt in der Schweiz und hergestellt in einem kleinen Familienunternehmen in Spanien. Eine Vielzahl an Modellen und Farben finden Sie hier.
- Women's Walk: mit Daniel Zahno auf den Spuren starker Frauen in Basel
Mittwoch, 4. Dezember 2019, 18 Uhr in Basel: Der «Women's Walk» ist ein verführerischer Spaziergang durch die Stadt Basel mit Autor Daniel Zahno. zVg. Women's Walk: eine Spurensuche zu starken Frauen in Basel Wussten Sie, wo in Basel 1959 der Lehrerinnenstreik für das Frauenstimmrecht stattfand? Oder wo die Autorin und Juristin Iris von Roten lebte, die mit ihrem Buch «Frauen im Laufgitter» 1958 einen (vor allem bei Männern) Skandal provozierte? Dies sind nur zwei von vielen Episoden, die Ihnen Daniel Zahno auf seinem «Women's Walk» durch die Stadt Basel vorstellt. Der Spaziergang führt von der Steinenschanze zum Gymnasium Leonhard, weiter durch die Altstadt zur Helvetia auf der Kleinbasler Seite der Mittleren Brücke und dauert ungefähr eineinhalb Stunden. Sie werden dabei mit grösster Wahrscheinlichkeit Frauen begegnen, die Sie vom Namen her kennen, aber nicht unbedingt mit Basel in Verbindung bringen. Frauen, die für Basel und die Schweiz Pionierarbeit in einer von Männern dominierten Epoche geleistet haben. Selbstverständlich können Sie den «Women's Walk» auch ohne offizielle Führung ablaufen. Sie finden diesen Stadtspaziergang und 24 weitere im neusten Buch des bekannten Autors Daniel Zahno. Sie werden «Damhirsch am Dyych», einen «abenteuerlichen Kettenweg», «Weite und Wollschweine», «Lachs à la Bâloise», die urbaslerische Spezialität schlechthin, und viele weitere Highlights kennenlernen. Daniel Zahno versteht es meisterhaft, uns auf das Alltägliche, das wir nicht mehr wahrnehmen, hinzuweisen. Oft hetzen wir im Alltagsstress durch die Stadt und sehen die kleinen und grossen Schätze im öffentlichen Raum und an den Hauswänden gar nicht. Daniel Zahno öffnet uns mit seinem Buch die Augen und macht Dinge sichtbar, die wir zwar täglich sehen (sollten), die uns aber in der Hektik verborgen bleiben. Was wäre also geeigneter, als diese Kostbarkeiten mit einem gemütlichen Spaziergang durch Basel, allein, mit Freundinnen oder mit Daniel Zahno zu erkunden? Dabei wird Ihnen der «Stadtverführer» Hinweise, Erklärungen und Tipps geben. Und vielleicht, nein, mit absoluter Sicherheit werden Sie weitere verborgene Schätze entdecken, die selbst dem Autor bisher verborgen blieben. Denn unsere Stadt bietet weit mehr, als wir wissen und glauben. Anmeldung zum Women's Walk Melden Sie sich bis zum Freitag, 25. Oktober 2019, unter Mail: baslerin@reinhardt.ch an. Es können maximal 20 Personen teilnehmen. Berücksichtigt werden Anmeldungen in der Reihenfolge des Eingangs. Den Treffpunkt teilen wir Ihnen per Mail mit. Der Spaziergang wird von BaslerIN gesponsort und ist für die Teilnehmerinnen kostenlos. Text: Laura Schneider
- Bvlgari Parfum Baciami Ancora: Die neue Intensität der Allegra-Signatur
Manche Düfte begleiten eine Frau wie ein zweites Gedächtnis – sie kehren zurück, sobald man die Augen schliesst. Die floral-amberige Duftsignatur, die Bvlgari mit der Allegra-Kollektion geprägt hat, gehört zu jenen Kompositionen, die in Gedächtnis bleiben, ohne aufdringlich zu sein. Mit dem Bvlgari Parfum Baciami Ancora bekommt diese Signatur nun eine dichtere, dunklere Version, die Meisterparfümeur Jacques Cavallier als kraftvolle Weiterentwicklung des ursprünglichen Eau de Parfum konzipiert hat. Der Name ist Programm: «Baciami ancora» – küss mich noch einmal. Wer eine intensivere Interpretation eines vertrauten Damendufts sucht, findet hier eine Antwort, die sowohl an italienische Lebenskunst als auch an klassische Parfümeurskunst erinnert. Bvlgari Allegra Baciami Ancora Parfum, Flakon der Allegra-Kollektion Bvlgari Parfum Baciami Ancora: eine floral-amberige Signatur, neu verdichtet Baciami Ancora ist keine völlig neue Kreation, sondern die intensivste Interpretation eines bereits etablierten Damendufts: des Bvlgari Allegra Baciami Eau de Parfum. Cavallier hat die floral-amberige Duftsignatur, die das Eau de Parfum prägt, in einer konzentrierteren und unverfälschten Komposition weiterentwickelt. Im Zentrum steht dieselbe Verbindung aus cremigem Gardenien-Akkord und sinnlicher Vanille Absolue, die das Original unvergesslich macht. Doch die höhere Konzentration verändert die Wahrnehmung: Aus einer leuchtenden Balance wird eine dichtere, greifbarere Präsenz. Wie sich Gardenie, Vanille und Gewürze neu verbinden Cavallier verstärkt in Baciami Ancora gezielt die olfaktorischen Kontraste der Komposition. Die Gardenie zeigt sich facettenreicher und reichhaltiger, während die Vanille eine intensivere, amberartige und zugleich subtil feurige Tiefe offenbart. Zedernholz und schwarzer Pfeffer geben dem Duo aus Gardenie und Vanille eine holzig-würzige Kontur, während Peru-Balsam Absolue, Zimtessenz und ein Hauch Ingweressenz für zusätzliche Wärme und Tiefe sorgen. Diese Kombination macht Baciami Ancora zu einem intensiven Damenduft, der sich klar von leichteren, transparenten Kompositionen abhebt. Bvlgari Allegra Baciami Ancora Parfum, Produktansicht Ein Flakon zwischen römischer Architektur und persönlicher Note Der Flakon der Allegra-Kollektion zitiert die römische Baukunst: Seine Geometrie ist klar gehalten, die skulpturalen Details wirken wie in Stein gefasst, und die Riffelung an Ober- und Unterseite nimmt den Takt antiker Säulen auf. Weil der Glaskörper wie ein Cabochon geschliffen ist, leuchtet die Farbe des Duftes umso intensiver. Für Baciami Ancora erhält das charakteristische Rot der Kollektion einen dunkleren, samtigeren Ton. Wie jede Kreation der Allegra-Linie lässt sich auch dieser Duft mit einer Magnifying Essence individuell veredeln – die hochkonzentrierten Essenzen der Kollektion lassen sich mit dem Parfum kombinieren und verleihen ihm eine persönliche Facette. Wer sich für intensive Damendüfte mit Wiedererkennungswert interessiert, findet in dieser Personalisierungsoption einen zusätzlichen Reiz gegenüber Parfums, die stets identisch bleiben. Was Baciami Ancora von vielen intensivierten Duft-Neuauflagen unterscheidet, ist die Konsequenz, mit der die floral-amberige Duftsignatur weitergedacht wurde – nicht als lauteres Echo, sondern als eigenständige, dichtere Interpretation derselben Idee. Wer die ursprüngliche Version von Baciami kennt, wird die vertraute Gardenien-Vanille-Verbindung wiedererkennen, aber auch spüren, wie viel mehr Tiefe die höhere Konzentration und die zusätzlichen Gewürznoten hineinbringen. Für Frauen, die Düfte als persönliche Signatur verstehen und nicht als saisonales Accessoire, bleibt er anpassbar, ohne seinen Charakter zu verlieren. Damit gehört das Bvlgari Parfum Baciami Ancora zu jenen Damendüften, die weniger auf schnelle Wiedererkennung als auf langfristige Vertrautheit setzen – ein Gedanke, der sich auch auf den Flakon übertragen lässt, dessen architektonische Form ebenso auf Dauer angelegt ist wie der Duft selbst.
- Karomuster: Tartan, Glencheck und Hahnentritt für Herbst und Winter
Karomuster sind die Handschrift dieser Saison. Chanel, Dior, Burberry, Louis Vuitton, Chloé und Dries Van Noten haben ihre Kollektionen für Herbst und Winter mit Karos durchzogen: als Tweed und Tartan, als Glencheck und Gingham, auf Blousons, Blusen und ganzen Anzügen. Welche Muster dahinterstehen, wie sie sich kombinieren lassen und wo in Basel die passenden Stücke hängen. Chanel Karomuster auf dem Laufsteg: von Chanel bis Burberry Bei Chanel erzählt die Kollektion Herbst/Winter 2026 von Verwandlung, und das Karo spielt darin eine Hauptrolle. Auf einem Tweedrock wird das emblematische Zweifarbenspiel des Hauses zum Prince-of-Wales-Karo, die berühmte Jacke verwandelt sich in einen karierten Blouson aus Wolle. Für den Abend entstehen Jacken, Mäntel und Kleider aus schillerndem Metallgeflecht, dessen Muster an Tweed erinnert. Burberry, seit jeher mit dem Karo verbunden, machte es unter Daniel Lee zum Begleiter durch das nächtliche London: auf bedruckten, gewebten und beschichteten Trenchcoats, auf Pelzen, Seidenblusen, beflockten Jeans und sogar auf Sandalen aus Kettengeflecht. Bei Louis Vuitton zeigte Nicolas Ghesquière Miniröcke und kurze Jacken aus karierter Wolle, verziert mit verspielten Schafmotiven, dazu eine Jacke im zweifarbigen Tartan aus fliessender Wollseide. Und bei Ralph Lauren lagen Wollcapes in erdigen Tönen und Tartan über Korsettkleidern und Hosen. Burberry Glencheck und Prince of Wales: das Tailoring der Saison Im Tailoring wird das Karo zur Frage der Haltung. Jonathan Anderson schickte bei Dior übergrosse Anzüge aus karierter Wolle auf den Laufsteg und kombinierte sie mit weiten Jeans; eine Jacke aus grauer Schurwolle und Kaschmir mit Prince-of-Wales-Muster erhält durch einen abnehmbaren Krawattenkragen ihre neue Eleganz. Michael Kors setzte in New York auf Glencheck in Schwarz und Elfenbein, als asymmetrischen Blazer mit passendem Rock oder als kurzen Blazer zu einem Pareo mit ausgefransten Kanten. In Paris liess Jonny Johansson bei Acne Studios zum 30-jährigen Bestehen der Marke Prince-of-Wales-Karos in Massstab und Farbe verrutschen und kombinierte sie mit kurzen Bikerjacken aus Leder. Stella McCartney wiederum taucht das Muster für ihren Oversized-Blazer aus reiner Wolle in tiefes Mitternachtsschwarz und verbindet es mit markanten Schultern, eine Verbeugung vor der Schneiderkunst der Savile Row, in der die Wurzeln der Designerin liegen. Michael Kors Collection Gingham und Flanell: das weiche Karo Chemena Kamali liess sich für Chloé von traditioneller Tracht und folkloristischem Handwerk inspirieren. Gingham zieht sich wie ein roter Faden durch die Kollektion, auf schwingenden Röcken, voluminösen, transparenten Maxikleidern und taillierten Blusen. Zu den Stücken gehören eine Lavallière-Bluse im Westernstil aus kariertem Baumwollgemisch und ein Midikleid mit eckigem Ausschnitt aus karierter Seidenmousseline, in Stufen gerafft und mit Rüschen besetzt. Chloé Bei Dries Van Noten übersetzte Julian Klausner das Karo in eine jugendliche, sportliche Sprache: karierte Pufferjacken und Bomberjacken neben langen Dufflecoats, eine schmale Hose aus kariertem Baumwollflanell und ein übergrosser Regenmantel in Neongelb, bedruckt mit einem Karo aus dem Archiv des Hauses. Dries Van Noten Von Tartan bis Hahnentritt: die Familie der Karos Karo ist nicht gleich Karo. Der Tartan stammt aus Schottland; mehrere Farben kreuzen sich darin in übereinanderliegenden Streifen, und traditionell besass jeder Clan sein eigenes Muster. Feiner ist der Glencheck, benannt nach dem schottischen Tal Glen Urquhart. Wird sein zurückhaltendes Grundmuster von einem farbigen Überkaro durchzogen, entsteht das Prince-of-Wales-Karo, in Österreich auch als Esterházy-Karo bekannt. Der Hahnentritt verdankt seinen Namen der Ähnlichkeit mit den Fussspuren eines Hahns; Coco Chanel machte das zweifarbige Muster in der Mode populär. Noch kleiner fällt Pepita aus, dessen Karos weniger als einen Zentimeter messen und das nach einer spanischen Tänzerin benannt ist. Gingham, auch Vichy genannt, ist zweifarbig gewebt und vielen von karierten Tischtüchern vertraut. Tagliatore Karomuster kombinieren: ein Muster in der Hauptrolle Der eleganteste Einstieg führt über ein einzelnes starkes Stück. Ein karierter Blazer oder Mantel übernimmt die Hauptrolle, dazu eine schlichte, dunkle Jeans, eine Verbindung, die auch Dior auf dem Laufsteg zeigte. Werden die Farben des Karos in Schuhen, Tasche oder Oberteil wieder aufgenommen, kehrt Ruhe in den Look ein. Auch die Proportionen wollen bedacht sein: Ein voluminöses Karostück verlangt nach einer schmalen Jeans, eine weite Jeans nach einem schmal geschnittenen Karo. Weitere Ideen für den vielseitigen Klassiker versammelt der Beitrag Blazer kombinieren. Mutiger ist der Mix mehrerer Karos. Grosse und kleine Muster lassen sich verbinden, solange die Farben miteinander harmonieren. Eine karierte Hose wirkt modern mit übergrossem Blazer und einem taillierten Hemd, das die Taille betont. Wer dem Karoanzug etwas Leichtigkeit geben möchte, wählt flache Schuhe wie die Ballerinas der Saison. Zum grafischen Muster passt ein weich verwischter Blick, wie ihn die Smokey Eyes dieser Saison zeigen. Dior Wolle mit Karo richtig pflegen Viele Karostücke dieser Saison sind aus Wolle gefertigt, und Wolle verlangt wenig, aber das Richtige. Nach dem Tragen wird der Stoff mit einer weichen Kleiderbürste in Längsrichtung ausgebürstet, danach darf er auslüften, gewebte Stücke am besten auf einem gepolsterten Bügel. Vor dem nächsten Einsatz braucht die Faser rund 24 Stunden Ruhe, um ihre Form zurückzugewinnen. Knitter lösen sich im Dampf des Badezimmers. Vor der Sommerpause kommen nur saubere Stücke in den Schrank, denn Flecken und Hautfett ziehen Motten an. Zedernholz hält die Schädlinge fern, atmungsaktive Stoffbeutel schützen empfindliche Teile. Viele Blazer sind ohnehin für die chemische Reinigung bestimmt; das letzte Wort hat stets das Pflegeetikett. Chanel Karomuster in Basel: wo der Trend hängt Wer den Trend in Basel entdecken möchte, wird bei Bongénie an der Eisengasse fündig. Im Sortiment findet sich der zweireihige Hahnentritt-Blazer Parigi von Tagliatore, in Italien gefertigt aus einer Wollmischung in mittlerem Braun, mit sechs Knöpfen und spitzem Revers. Er passt zu schmalen Zigarettenhosen ebenso wie zu einem fliessenden Rock. Auch Manor führt die Muster der Saison: Hahnentritt-Blazer von GANT und Liu Jo, darunter ein taupefarbenes Modell mit strukturierter Silhouette, sowie ein kariertes Sakko von s.Oliver Red Label. So wird das Karomuster vom Laufstegzitat zum Lieblingsstück, das durch Herbst und Winter begleitet.
- Steinpilze: vom Waldboden bis zum Risotto
Wenn warmer Regen auf den Waldboden fällt, beginnt die Zeit der Steinpilze. Kaum ein anderer Speisepilz übt eine solche Anziehung aus: festes Fleisch, ein leicht nussiges Aroma und eine Küche, die von der Pilzsuppe bis zum Risotto reicht. Was es über Steinpilze zu wissen gilt, vom Erkennen über die Pilzkontrolle bis zur Zubereitung. Pilze für die Herbstküche Steinpilze erkennen: die Merkmale des edlen Röhrlings Der Steinpilz, botanisch Boletus edulis, trägt einen gewölbten, rötlich- bis nussbraunen Hut, der acht bis dreissig Zentimeter Durchmesser erreichen kann. Unter dem Hut sitzen keine Lamellen, sondern Röhren. Ihre Poren sind zuerst weiss und färben sich mit dem Alter gelbgrünlich. Der kräftige, helle Stiel zeigt vor allem im oberen Teil ein feines Netz. Sein deutscher Name spielt auf das feste Fleisch an. In Italien heisst er porcino, in Frankreich cèpe, abgeleitet vom gascognischen Wort für Baumstamm. Züchten lässt sich der Steinpilz kaum, denn er lebt in enger Gemeinschaft mit Bäumen wie Fichten, Tannen, Kiefern und Eichen. Jeder Steinpilz auf dem Teller stammt deshalb aus dem Wald. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit dem bitteren Gallenröhrling: Sein heller Stiel trägt ein dunkles Netz, seine Poren schimmern rosa. Pilzsaison: wann die Steinpilze kommen Die klassische Pilzsaison ist der Herbst. Eierschwämme zeigen sich bereits ab Juni, Steinpilze folgen ab dem Spätsommer, und die Saison zieht sich bis in den November. Das Wachstum der Fruchtkörper setzt ein, wenn Regen bei warmen Temperaturen fällt, später dann, wenn auf Herbstregen ein Temperatursturz folgt. Morcheln gehören dagegen ganz dem Frühling, weisse Trüffeln der Zeit von Oktober bis Dezember. Pilze sammeln rund um Basel: Regeln und Pilzkontrolle In Basel-Stadt, in Basel-Landschaft, im Aargau und im Kanton Solothurn gelten weder Schontage noch Höchstmengen. Im Aargau ist organisiertes Sammeln allerdings verboten, und wer gewerbsmässig sammelt, braucht eine Bewilligung. Schweizweit bleiben Pilze in Natur- und Pflanzenschutzgebieten stehen. Wer den Wald ohnehin als Ort der Ruhe schätzt, etwa beim Waldbaden, verbindet den Spaziergang leicht mit dem Blick auf den Boden. Gesammelt wird in luftigen Körben, nie in Plastiktaschen, in denen Pilze rasch verderben. Erde und Nadeln lassen sich schon im Wald entfernen, die Stielbasis bleibt dabei erhalten, denn sie ist für die Bestimmung wichtig. Bewährt hat sich, den Pilzfuss mit drei Fingern zu umfassen und behutsam aus dem Boden zu drehen. Sehr junge und überständige Exemplare dürfen stehen bleiben, ebenso giftige Arten, die im Ökosystem eine wichtige Rolle spielen. Hausmittel wie der Silberlöffel- oder der Zwiebeltest sind reine Ammenmärchen. Vor dem Kochen gehört die gesamte Ernte, nach Arten sortiert, zur Pilzkontrolle. In Basel übernimmt das Kantonale Laboratorium an der Kannenfeldstrasse 2 diese Aufgabe, kostenlos und in der Hauptsaison ohne Voranmeldung. Wie wertvoll der Blick der Fachleute ist, zeigt die Bilanz von 2024: Bei 508 ausgestellten Kontrollscheinen waren 32 Prozent des Sammelguts ungeniessbar oder giftig, darunter 400 Gramm tödlich giftige Pilze, mehr als die Hälfte davon Grüne Knollenblätterpilze. Unter den Speisepilzen dominierten Steinpilze, Eierschwämme und Riesenschirmlinge. Im Baselbiet und in den übrigen Gemeinden der Region führt das Verzeichnis der Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane der Schweiz (VAPKO) zur nächsten Kontrollstelle. Bei Verdacht auf eine Vergiftung hilft der Giftnotruf unter der Nummer 145. Pilze sammeln Steinpilze putzen, lagern und richtig garen Wasser ist der grösste Feind des Aromas. Steinpilze werden deshalb nicht gewaschen, sondern mit einem Backpinsel oder einer Pilzbürste gesäubert; nur stark verschmutzte Exemplare dürfen kurz unter fliessendes Wasser. Danach wird die Stielbasis mit dem Messer gekürzt. Bis zur Verarbeitung ruhen Pilze in einer Papiertüte oder einem Stoffsäcklein im Gemüsefach, niemals in Plastik. Am besten kommen sie gleich nach der Kontrolle in die Pfanne. Roh gehören Pilze nicht auf den Teller, auch nicht als Salat. Sie garen rund zehn Minuten und werden erst kurz vor dem Servieren gesalzen. In wenig Flüssigkeit angedämpft entfalten sie am meisten Aroma, sie lassen sich aber auch portionenweise braten. Reste dürfen aufgewärmt werden, sofern sie rasch abgekühlt, zugedeckt im Kühlschrank gelagert und danach kräftig erhitzt werden. Als Richtwert gelten höchstens 250 Gramm Pilze pro Woche. Getrocknete Steinpilze: Aroma für das ganze Jahr Getrocknet schmecken Steinpilze deutlich intensiver, und sie sind das ganze Jahr verfügbar. Beim Ersetzen gilt ein Verhältnis von etwa zehn zu eins: 150 Gramm frische Steinpilze entsprechen rund 15 Gramm getrockneten. Vor dem Kochen werden die Pilze in Wasser eingeweicht. Das Einweichwasser ist zu kostbar zum Wegschütten. Durch einen Kaffeefilter gegossen, hält es feine Rückstände zurück, denn selbst bei sorgfältiger Verarbeitung können sich in getrockneter Ware kleine Steinchen finden. Die aromatische Flüssigkeit wandert später mit in den Topf. Steinpilze trocknen und einfrieren Eine reiche, kontrollierte Ernte lässt sich haltbar machen. Im Backofen bei 50 bis 60 Grad oder im Dörrautomaten getrocknet und luftdicht verschlossen, halten Pilze rund zwölf Monate. Durch den Wasserverlust entwickeln Steinpilze ein ausgeprägtes Umami-Aroma; im Dörrgerät brauchen sie bei 50 bis 55 Grad etwa sechs bis acht Stunden. Tiefgekühlt bleiben Pilze ungefähr sechs Monate geniessbar. Dörrgerät mit Timer Pilzrisotto mit Steinpilzen: der Klassiker der Herbstküche Kein Gericht bringt Steinpilze so elegant zur Geltung wie das Risotto ai funghi porcini. Die Basis ist schlicht. Eine fein gehackte Zwiebel wird in Butter angedünstet, dann kommt Risottoreis wie Carnaroli dazu und dünstet mit, bis er glasig ist. Ein Schluck Weisswein löscht ab und köchelt fast vollständig ein. Nun wird heisse Gemüsebouillon nach und nach zugegossen, zusammen mit dem gefilterten Einweichwasser, unter häufigem Rühren und so, dass der Reis knapp bedeckt bleibt. Nach 18 bis 20 Minuten ist er cremig und hat noch Biss. Frische Steinpilze kommen erst in den letzten sieben bis zehn Minuten dazu, eingeweichte getrocknete bereits nach dem Ablöschen. Zum Schluss werden Butter und geriebener Käse untergezogen, Parmesan oder Sbrinz AOP; eine Prise Safran schenkt ein feines Aroma. Das Pilzrisotto ist nur eine Spielart: Pilzsuppe, Pilzravioli und Waldpilz-Tatar gehören ebenso zu den Lieblingen der Saison wie Kürbis, Trauben und Walnüsse oder die Marroni. Steinpilz Risotto Steinpilze in Basel Porcino, cèpe, Steinpilz: Der Pilz verbindet die Küchen Europas, und in Basel beginnt die Suche nicht zwingend im Wald. Zum Globus am Marktplatz gehört die Delicatessa Food & Wine, und unter der Eigenmarke delicatessa führt Globus getrocknete Steinpilze aus Serbien, als Steinpilze Extra und als Steinpilze premium. Für das Haltbarmachen der eigenen Ernte finden sich im Sortiment von Manor Dörrgeräte, etwa das Schweizer Modell mit Timer von Stöckli. Wer selbst gesammelt hat, trägt den Korb vor dem ersten Risotto zur Pilzkontrolle an der Kannenfeldstrasse. So wird aus dem Fund im Wald ein Genuss ohne Risiko, und die Steinpilze dürfen zeigen, warum sie als Könige der Herbstküche gelten.
- Selbstwertgefühl stärken: Wenn das Selbstbild uns im Weg steht
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen hinter einem Vorhang. Auf der anderen Seite sitzt ein Zeichner, der Sie noch nie gesehen hat – und Sie auch jetzt nicht sehen kann. Er wartet darauf, dass Sie sich beschreiben, damit er ein Porträt von Ihnen zeichnen kann. Dafür müssen Sie Ihr Gesicht in Worte fassen. Wie würden Sie sich beschreiben – und womit würden Sie beginnen? Mit Ihren schönen Augen? Ihrem sympathischen Lächeln? Ihren wunderschönen lockigen Haaren? Mit der Wärme und Leidenschaft, die in Ihrem Gesicht sichtbar werden, wenn Sie von etwas erzählen, das Sie begeistert? Oder würden Sie den Blick zuerst auf Ihre vermeintlichen Makel richten: die zu grosse Nase, die Augenringe, die hängende Wangenpartie, das zu wuchtige Kinn, die Falten im Gesicht oder die unreine Haut? Image by Dora Borostyan Dove Kampagnenfilm – Real Beauty Sketches Genau diese Frage machte Dove 2013 im Kampagnenfilm «Real Beauty Sketches» sichtbar. Das Experiment berührte damals Millionen Menschen und tut es bis heute, weil es eine erstaunliche Erkenntnis sichtbar machte: Das Bild, das wir von uns selbst haben, ist häufig viel kritischer, strenger und unvorteilhafter als das Bild, das andere von uns wahrnehmen – und als der Eindruck, den wir tatsächlich hinterlassen. Zwei Porträts – und ein entscheidender Unterschied Im Dove-Film schilderten sich die Frauen genau so: hinter einem Vorhang, gegenüber dem vom FBI ausgebildeten forensischen Zeichner Gil Zamora. Er war darauf spezialisiert, Gesichter allein anhand mündlicher Beschreibungen zu skizzieren – eine Technik, die unter anderem für Phantombilder eingesetzt wird. Die Frauen beschrieben die Form ihres Gesichtes und ihres Kinns, ihre Stirn, ihre Augen, ihre Lippen und ihre Haare. Zamora konnte sie währenddessen nicht sehen und zeichnete sie ausschliesslich nach ihren Worten. Danach verliessen die Frauen den Raum. Anschliessend kam jeweils eine zweite Person herein, die der vorherigen Frau kurz begegnet war. Sie beschrieb dieselbe Frau ein zweites Mal. Wieder zeichnete Zamora, ohne sie zu sehen und ausschliesslich anhand der Erzählung. Die Erkenntnis war erschütternd: Als die beiden Porträts später nebeneinander aufgehängt wurden, war deutlich zu sehen, wie stark sie sich voneinander unterschieden. Alle Frauen im Experiment hatten sich selbst kritischer, härter und unvorteilhafter beschrieben, als die fremden Personen sie wahrgenommen hatten. Die Porträts aus den Selbstbeschreibungen wirkten müder, strenger und verschlossener. Die Zeichnungen nach den Beschreibungen der fremden Personen zeigten dieselben Frauen hingegen weicher, offener und wohlwollender. Mit anderen Worten: Die Frauen im Experiment sahen sich nicht so, wie sie auf andere wirkten. Ihr kritischer Blick hatte ihr Selbstbild verzerrt. Doch was geschieht, wenn wir diesem verzerrten Bild nicht nur vor dem Spiegel begegnen, sondern beginnen, unser Leben danach auszurichten? Image by BaslerIN Wenn der verzerrte Blick das ganze Leben beeinflusst Das Erschreckende an einem verzerrten Selbstbild ist, dass es nicht im Badezimmer zurückbleibt, sobald wir den Spiegel verlassen. Es begleitet uns nach draussen – in unsere Beziehungen, unsere Gesundheit und unseren Beruf. Es beeinflusst, wie wir auftreten, welche Möglichkeiten wir ergreifen und wie viel Liebe, Erfolg und Lebensfreude wir uns selbst erlauben. Vielleicht kennen Sie das auch: Sie haben sich verabredet und möchten ausgehen, neue Menschen treffen, sich wieder einmal attraktiv und lebendig fühlen – und sich vielleicht sogar verlieben. Dann betrachten Sie sich im Spiegel, und plötzlich sehen Sie nur noch die paar Kilos zu viel, die schlaffe Haut oder das Kleid, das angeblich nicht richtig sitzt. Sie sagen die Verabredung ab und versprechen sich: «Wenn ich abgenommen habe und wieder fit bin, gehe ich wieder aus.» Doch während Sie auf diese vermeintlich bessere Version Ihrer selbst warten, findet das Leben ohne Sie statt. Sie verpassen Begegnungen, Leichtigkeit und die Möglichkeit, einen Menschen kennenzulernen, der Sie genauso interessant und attraktiv finden könnte, wie Sie heute sind. Der Rückzug verstärkt die Einsamkeit, die Enttäuschung nährt den Selbstzweifel – und der verzerrte Blick scheint am Ende recht zu behalten. Auch im Beruf kann dieser Blick Entscheidungen treffen. Sie sitzen in einer Besprechung und wissen genau, was Sie beitragen könnten. Trotzdem schweigen Sie, weil eine andere Person souveräner oder selbstsicherer auf Sie wirkt. Wenig später spricht sie genau den Gedanken aus, den Sie zurückgehalten haben – und erhält dafür die Anerkennung. Nicht Ihre Kompetenz hat gefehlt. Der Zweifel hat verhindert, dass Ihre Stimme gehört wurde. Oder Sie hadern mit dem Älterwerden, wie Millionen Frauen auf der ganzen Welt. Plötzlich bemerken Sie die hängende Wangenpartie, die Augenringe oder die dünner werdende, fahle und trockene Haut. Sie betrachten ein altes Foto und vergleichen die Frau von heute mit der Frau, die Sie mit zwanzig oder dreissig waren. Vielleicht schleicht sich der Gedanke ein: «Wer will mich noch mit fünfzig?» Solche Situationen und Gedanken kennen die meisten Frauen. Wenn Sie sich darin wiedererkennen, sind Sie damit also nicht allein. Der verzerrte Blick kann jedoch noch viel mehr Schaden anrichten. Seine eigentliche Macht liegt darin, uns falsche Gedanken einzupflanzen, die sich mit der Zeit in unserem Bewusstsein festsetzen. Und das ist verheerend. Denn wie Sie wissen: Was wir glauben, beeinflusst unsere Entscheidungen. Aus Entscheidungen entstehen Handlungen, aus wiederholten Handlungen werden Gewohnheiten – und aus diesen Gewohnheiten kann ein Leben entstehen, das viel kleiner, einsamer und freudloser ist, als es sein müsste. Die gute Nachricht ist: Dieser kritische Blick ist kein unveränderliches Schicksal. Er lässt sich verändern. Auch Gedanken und Selbstbilder, die sich über Jahre eingeprägt haben, lassen sich korrigieren. Den entscheidenden Hinweis liefert bereits das Dove-Experiment: Die Frauen konnten ihren eigenen Blick erweitern, indem sie erfuhren, was andere Menschen in ihnen sahen. Ein wirkungsvoller Weg zu einem vollständigeren Selbstbild sind deshalb Rückmeldungen von aussen. Image by BaslerIN Selbstwertgefühl stärken heisst, den eigenen Blick zu prüfen Der erste Schritt besteht nicht darin, sich vor dem Spiegel einzureden, dass alles an Ihnen schön ist. Ein Satz, an den Sie nicht glauben, wird Ihren Blick kaum verändern. Wenn Sie Ihr Selbstwertgefühl stärken möchten, beginnen Sie stattdessen damit, Ihre Wirkung zu überprüfen und sich eine entscheidende Frage zu stellen: Ist das Bild, das ich von mir habe, wirklich richtig? Diese Frage können Sie nicht allein beantworten. Denn was Sie im Spiegel sehen, betrachten Sie immer durch Ihren eigenen, vertrauten Blick. Wenn dieser Blick seit Jahren auf dieselben vermeintlichen Makel gerichtet ist, wird er wahrscheinlich auch morgen wieder genau dort hinschauen. Ihre Wirkung entsteht nicht allein vor dem Spiegel. Sie entsteht in der Begegnung mit anderen Menschen: wenn Sie einen Raum betreten, jemanden begrüssen, zuhören, sprechen, lachen oder von etwas erzählen, das Sie begeistert. Erst ein Gegenüber kann Ihnen beschreiben, was in diesem Moment bei ihm ankommt. Eine KI kann ein Bild auswerten. Ein Buch oder E-Book kann Ihnen Wissen vermitteln und die richtigen Fragen stellen. Ein Foto kann einen einzelnen Augenblick festhalten. Doch all das erlebt nicht, wie Ihre Stimme klingt, wie Sie sich bewegen, welche Energie Sie ausstrahlen und welchen Eindruck Ihre Anwesenheit hinterlässt. Um Ihre Wirkung wirklich zu überprüfen, brauchen Sie deshalb Menschen – und reale Begegnungen. Image by BaslerIN Warum andere Perspektiven so wichtig und wertvoll sind Beginnen können Sie in Ihrem eigenen Umfeld. Bitten Sie mehrere Menschen aus unterschiedlichen Bereichen Ihres Lebens um eine ehrliche und konkrete Rückmeldung. Fragen Sie nicht einfach: «Findest du mich schön?» Stellen Sie stattdessen gezielte Fragen wie: «Was fällt dir an meiner Ausstrahlung zuerst auf?» «Wie wirke ich, wenn ich einen Raum betrete?» «Was ist das Besondere an mir, das dir in Erinnerung bleibt?» «Was nehme ich an mir selbst deiner Meinung nach zu wenig wahr?» Hören Sie den Antworten zu, ohne sie sofort abzuschwächen oder zurückzuweisen. Schreiben Sie die Rückmeldungen auf. Wenn verschiedene Menschen unabhängig voneinander ähnliche Eigenschaften nennen, erhalten Sie Hinweise auf eine Wirkung, die in Ihrem bisherigen Selbstbild möglicherweise fehlt. Vertraute Menschen haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind erreichbar. Sie können eine Freundin anrufen, Ihren Partner fragen oder bei einem gemeinsamen Familienessen ein ehrliches Gespräch beginnen. Gleichzeitig kennen diese Menschen Ihre Geschichte. Sie erinnern sich an frühere Versionen von Ihnen, möchten Sie vielleicht schützen und begegnen Ihnen innerhalb längst gewachsener Rollen. Ihr Blick kann ehrlich und liebevoll sein – vollkommen unvoreingenommen ist er selten. Einen frischeren ersten Eindruck erhalten Sie von Menschen, die Ihnen noch nie begegnet sind. Auch dieser Weg ist möglich. Sie können auf einer Veranstaltung, einer Party oder während eines Gesprächs in der Stadt eine fremde Person fragen, wie Sie auf sie wirken. Ein solches Feedback kann besonders aufschlussreich sein, weil dieser Mensch weder Ihre Vergangenheit noch Ihre Unsicherheiten kennt – ähnlich wie die fremden Personen bei Doves «Real Beauty Sketches». Dieser Weg verlangt allerdings Mut und den richtigen Moment. Nicht jede Frau möchte fremde Menschen um eine persönliche Rückmeldung bitten, nicht jede Situation eignet sich dafür, und eine einzelne Antwort bleibt immer nur eine Perspektive. Ein klareres Bild entsteht, wenn mehrere Frauen unabhängig voneinander beschreiben, was sie wahrnehmen. Deshalb habe ich für all jene Frauen, die ehrliches Feedback von fremden Menschen erhalten möchten, ohne selbst auf die Suche gehen zu müssen, den Visual Impact Day entwickelt: einen geschützten und wertschätzenden Rahmen, in dem Frauen ohne gemeinsame Vergangenheit aufeinandertreffen und sich ehrlich spiegeln. Dabei entstehen an einem einzigen Tag oft erstaunliche Erkenntnisse. Manche Frauen nehmen sich am Abend anders wahr, als sie am Morgen angekommen sind – nicht, weil ihnen jemand etwas eingeredet hätte, sondern weil sie endlich erkennen, was andere längst in ihnen sehen. Wenn Sie diesen Perspektivenwechsel selbst erleben möchten, lade ich Sie zum Visual Impact Day in Basel ein. Dora Borostyan ist Gründerin und Chefredaktorin von BaslerIN sowie Expertin für visuelle Transformation und Wirkung. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet sie in den Bereichen Beauty, Mode, Medien, Design und visuelle Kommunikation. Mit ihrer Visual Impact Method™ zeigt sie Frauen den Weg von ihrer aktuellen Wirkung zu ihrem gewünschten Erscheinungsbild – für mehr Selbstbewusstsein, Ausstrahlung und Präsenz. In ihrem Workshop Visual Impact Day in Basel beschäftigen sich Frauen mit der Frage, wie ihr oft überkritischer Blick auf sich selbst das eigene Selbstbild prägt und wie sehr dieses von der Wahrnehmung anderer abweichen kann. doraborostyan.com












