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WORK-LIFE-BALANCE – EINE MISSION IMPOSSIBLE?

Aktualisiert: 8. Juni

Alle, die berufstätig sind, haben schon einmal von der Work-Life-Balance gehört. Das Konzept an und für sich ist ja gut gemeint, nämlich das Arbeits- und Privatleben miteinander in Einklang zu bringen. Doch wie macht man das?


In der Natur Energie tanken – für eine ausgewogene Lebensweise essentiell. Foto: Wix



Von Myriam Born Klarheitsexpertin und Business-Coach


Genau, eine Person alleine kann das gar nicht schaffen. Denn auch die Strukturen drumherum müssen dafür gegeben sein. Egal, ob es sich um einen familienfreundlichen Arbeitgeber, Kita-Plätze, Ferien oder flexible Arbeitszeiten handelt. Weil jede und jeder ein anderes Leben und Bedürfnisse hat.

Hinzu kommt, dass man das Leben in «work» (Arbeit) und «life» (Leben) unterteilt und das ist meiner Meinung nach der fatale Fehler daran, denn wir haben nur EIN Leben. Dies zu unterteilen ist schlicht und einfach unmöglich und bringt die Menschen noch mehr unter Druck, weil die Kräfteverhältnisse nicht stimmen. Wie sollen wir die Arbeit mit acht bis zehn Stunden Arbeitszeit pro Tag an fünf Tagen die Woche im Büro mit dem Privatleben an zwei Tagen am Wochenende, paar Feier- tagen sowie vier bis sechs Wochen Ferien im Jahr aus- balancieren? Das geht nicht. Deshalb glaube ich, dass einem der Job auch erfüllen muss, ansonsten versucht man in der wenigen Freizeit, die man hat, die schlechten Gefühle vom Job zu kompensieren.

Dazu kann ich das Buch 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen von Bronnie Ware empfehlen. Die Australierin hat acht Jahre lang Sterbende in den letz- ten Wochen ihres Lebens begleitet und ihre Erfahrungen in diesem Buch zusammengefasst. Auf die Frage, was sie am meisten bereuten, sagten viele der Sterbenden: «Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben, meine Gefühle auszudrücken, ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.» Es sind Erkenntnisse, die zum Nachdenken anregen und bewusst machen, was im Leben wirklich zählt. Denn Sterbende erkennen, dass der wahre Wert eines Menschen unabhängig von seinem Besitz ist. Es kommt darauf an, wer man ist. Was am Ende wirklich wichtig ist, ist, wie viel Zeit man mit Dingen verbracht hat, die einem am Herzen liegen und wie viel Glück man den Menschen beschert hat, die man liebt.

Darum lohnt es sich, sich auf den Weg zu machen und herauszufinden, was man wirklich will. Dabei beginnt alles mit der eigenen Klarheit. Dafür kann man sich folgende Fragen stellen: • Wer bin ich? • Was macht mich aus? • Wo möchte ich hin? • Wie komme ich dorthin? • Was blockiert mich beim Losgehen? Ich nenne das in meinen Coachings den «Key to clarity», den «Klarheitsschlüssel», und genau diesen sollte man durcharbeiten. Wobei man vor allem den unbewussten Blockaden und limitierenden Glaubenssätzen Beachtung schenken sollte. Diese hindern uns daran, eine bessere Version von uns selbst zu werden und ein erfülltes Leben, frei von den Meinungen anderer zu leben.










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Das Buch

Bronnie Ware: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen finden Sie im Kulturhaus Bider & Tanner. Der Gutschein kann bis 31. August 2022 mit dem Rabattcode «BaslerIN» im Webshop eingelöst werden. Nicht kumulierbar mit anderen Rabatten.