Schweizer Wein aus dem Waadtland: Murailles No.7 und die Rückkehr der Eidechse
- BaslerIN

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Wer Schweizer Wein mit Geschichte sucht, wird im Waadtland fündig – Authentizität, die im Glas weiterklingt. In Aigle kehrt die Smaragdeidechse in die historischen Trockenmauern zurück und mit ihr ein Sinnbild gelebter Biodiversität. Seit 1919 prägt das «Eidechsli» die Identität von Murailles, jetzt öffnet die Linie No.7 ein neues, fruchtbetontes Kapitel. Die Handschrift der Weinmacherin Marjorie Bonvin verbindet Tradition mit Zeitgeist, leichtfüssig und präzise. So wird aus Herkunft Gegenwart – und aus einer Ikone ein zeitgemässer Genussmoment.
Die Rückkehr der Eidechse: Biodiversität mit Symbolkraft
Lange fehlte sie im Blickfeld, jetzt ist sie wieder da: die Smaragdeidechse in den Trockenmauern von Aigle. Für Murailles ist sie seit über hundert Jahren das Sinnbild der Verbindung von Weinberg und Terroir – geboren 1919 auf dem Etikett des «Aigle les Murailles» durch den Waadtländer Künstler Frédéric Rouge.
Ihre Wiederkehr ist kein Zufall: Gemeinsam mit Fachpersonen und der Hochschule Changins initiierte Henri Badoux ein Biodiversitätsprojekt zur Wiederansiedlung der Eidechse. In den historischen Murailles-Reblagen wurden einzelne Zeilen entfernt, Korridore begrünt, Waldränder geöffnet und abgestufte Übergangszonen geschaffen. So entstehen naturnahe Rückzugsorte – ein lebendiges Netzwerk, das im Chablais bereits wieder mehrere Tiere zeigt.
Diese Entwicklung steht exemplarisch für eine neue Selbstverständlichkeit im Weinbau: Ökologie und Qualität gehören zusammen. Wer Nachhaltigkeit auch jenseits des Weins entdecken will, findet inspirierende Anknüpfungspunkte – von Reisen bis Kulinarik mit Weitblick.
Schweizer Wein aus dem Waadtland: was No.7 verspricht
Mit der Linie Murailles No.7 öffnet die Marke ein modernes Genusskapitel – gemacht für Momente, die unkompliziert und spontan sein dürfen. Drei Cuvées tragen die Idee: fruchtbetont, frisch, zugänglich.
No.7 Blanc zeigt exotische Fruchtaromen von Mango und Ananas und endet weich und rund. No.7 Rosé ist floral, leicht und wie geschaffen für sonnige Stunden. No.7 Rouge setzt auf rote und schwarze Beeren und verabschiedet sich mit einem charmanten, geschmeidigen Abgang.
Hinter dieser Handschrift steht Marjorie Bonvin. Die Winemakerin verbindet fundierte Weintechnologie mit dem Gespür für Balance – geprägt von Kindheitstagen im Rebberg über die Ausbildung zur Winzerin und Weintechnologin bis ins Maison Henri Badoux: seit 2011 begleitet sie die Crus des Hauses, seit 2021 leitet sie Produktion, Vinifikation und Önologie.
No.7 geniessen: von der Basler Terrasse bis in den Chablais
Serviert wird No.7 am besten gut gekühlt – Maison Henri Badoux empfiehlt rund 10 Grad. So entfalten sich die exotischen Noten von Mango und Ananas am schönsten: als Apéro auf der Terrasse, zu asiatisch inspirierter Küche, zu Fisch oder einem fruchtigen Dessert. Aus einer Flasche wird so ein unkomplizierter Begleiter für laue Sommerabende.
Und wer dem «Eidechsli» einmal selbst begegnen möchte: Aigle liegt näher, als man denkt – mit dem Zug ist das Chablais von Basel aus gut erreichbar, dorthin, wo Trockenmauern, Reben und die Eidechse seit über hundert Jahren zusammengehören. Bis dahin genügt ein gut gekühltes Glas auf der Terrasse – ein Genuss-Moment für sich, so wie eine stille Auszeit in den Bergen. Genau das macht diesen Schweizer Wein besonders: Er bringt ein ganzes Terroir – Landschaft, Handwerk und ein wiederkehrendes Symbol – in ein einziges Glas. Und erinnert daran, dass die schönsten Geschichten nicht erzählt, sondern eingeschenkt werden.



