• BASLERIN

MISTE DEINEN GEISTIGEN KLEIDERSCHRANK AUS

Aktualisiert: 1. März

Möchte man eine positive Veränderung im Leben erfahren, muss man lernen, anders zu denken und zu handeln.




Von Myriam Born


Wie ich in meiner Kolumne «Sei mutig und zeige dich» in der Februar-Ausgabe der BaslerIN erwähnt habe, bin ich davon überzeugt, dass wir erst etwas Neues in unserem Leben erschaffen und erleben können, wenn wir bereit sind, hinzusehen und uns darüber bewusst werden, was uns gerade noch davon abhält, dieses Neue zu erschaffen bzw. auch anzuziehen.


Dabei können uns gewisse Muster, eine Verhaltensweise, sich immer wiederholende Gedanken, limitierende Glaubenssätze oder das festhängen an gewissen Erlebnissen unbewusst davon abhalten, loszugehen oder uns zu verändern bzw. diese anderen Erlebnisse und Menschen im Aussen anzuziehen.


Erst wenn wir uns verändern, verändern sich auch die Dinge im Aussen und die Menschen fangen an, anders auf uns und unsere Verhaltensweise zu reagieren. Dafür müssen wir zuerst bei uns hinschauen und uns bewusst darüber werden, wo diese Blockaden denn sein können.


Gerne erkläre ich dies anhand des Kleiderschrank-Beispiels:

Ob wir wollen oder nicht, die Welt und wir verändern uns täglich. So auch die Mode, unser Körper, unser Stil, unser Umfeld, unsere Einstellungen und Wertvorstellungen. Darum sollte man von Zeit zu Zeit seinen Kleiderschrank anschauen und die Kleidungsstücke ausmisten, die nicht mehr passen, stiltechnisch überholt sind oder worin man sich nicht mehr wohl fühlt. Das schafft Platz für neue Kleidungstücke, die uns besser passen, worin wir uns wohler fühlen und worin wir auch das Ausstrahlen, was wir ausstrahlen möchten.


Genau so ist es auch im Leben mit dem geistigen Kleiderschrank. Präsentiert Ihnen das Leben immer wieder ähnliche Herausforderungen in Form von wiederholenden Erlebnissen, Diskussionen mit Menschen oder wiederkehrenden Gefühlen und Gedanken, dann ist es Zeit genauer hinzusehen. Sobald man dann gewisse Dinge erkannt hat, also ins Bewusstsein geholt hat, geht es darum, diesen nachzugehen, um sie anschliessend zu transformieren. Damit sie uns nicht mehr länger davon abhalten, etwas zum Positiveren oder Besseren hin in unserem Leben zu verändern.


Manche nennen das «Schattenarbeit», andere nennen es «inner work». Eines ist bei beidem klar, es ist Arbeit. Man muss bereit sein, bei sich hinzusehen, hinzuhören und zu fühlen und es braucht Mut. Eine grosse Portion Mut, Dinge anders zu machen, als es alle anderen machen und für sich und seine Werte einzustehen und dafür in Kauf zu nehmen, aufzufallen.

Ist das ein Spaziergang? Nein. Eher ein Marathon. Aber es lohnt sich.


Denn das anschliessende Gefühl von innerer Freiheit, Fülle und Ruhe und die neu gewonnene Klarheit und Kraft, die sich dadurch freisetzen, sind einfach unbezahlbar.


Möchten Sie in Ihrem Leben Dinge verändern und Ihren geistigen Kleiderschrank einmal ausmisten? Dann sollten Sie Ihre wiederkehrenden Themen angehen und für sich transformieren. Dadurch können Sie in Ihre volle Kraft kommen und mit der freigesetzten Energie Ihre Ziele auch wirklich erreichen bzw. sich ein erfüllendes Leben nach Ihren Vorstellungen erschaffen.


Mit einem Therapeuten, Arzt, Coach oder einer Mentorin geht die Aufarbeitung leichter, effizienter und man fühlt sich nicht so alleine. Also warten Sie nicht, sondern gehen Sie aktiv und mutig die sich zeigenden Themen an und werden zur kraftvollsten Version von sich selbst.


 


Folgende drei Bücher und ein dazugehöriges Arbeitsbuch kann ich dir zum Thema Schattenarbeit empfehlen:


• Ich bin ein Fehler und Liebe es. - Jeffrey Kastenmüller

• 199 Fragen an dich selbst. - Michael Curse Kurth

• Das Kind in dir muss Heimat finden. - Stefanie Stahl

• Das Kind in dir muss Heimat finden: In drei Schritten zum starken Ich – das

Arbeitsbuch - Stefanie Stahl


Alle Bücher gehen das Thema Schattenarbeit unterschiedlich an und weil auch wir Menschen sehr individuell sind und unterschiedliche Geschichten haben, räsoniert das eine Buch vielleicht mehr mit dir als das andere.