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EIN BLICK HINTER DIE KULISSEN BEI SUTTER BEGG

Aktualisiert: 25. Nov 2020

Sutter-Begg-CEO Katharina Barmettler-Sutter über Frauen-Power und sommerliche Weihnachtsvorbereitungen.


Frauen haben beim Sutter Begg schon früh eine wichtige Rolle gespielt. Als die Urgrosseltern von Sutter Begg-CEO Katharina Barmettler-Sutter das Unternehmen vor über 100 Jahren gründeten, erhielten sie im gleichen Jahr auch Nachwuchs: Im Gründungsjahr 1911 kam die Grossmutter der heu- tigen CEO zur Welt. Sie war die erste prägende Frau im Betrieb. Denn nachdem sie mit ihrem Mann die Geschäftsleitung übernommen hatte, lancierte sie das Filialgeschäft. Sie eröffnete laufend weitere Sutter Begg-Filialen und legte so den Grundstein für den heutigen Erfolg.

«Ich erinnere mich gerne an meine Grossmutter: Sie hatte eine sehr herzliche, aber auch strenge Art – bei den Verkäuferinnen achtete sie immer auf perfekt sitzende Frisuren. Generell faszinieren mich engagierte, starke Frauen. Wie beispielsweise Michelle Obama oder die Triathletin Daniela Ryf», erzählt Katharina Barmettler-Sutter. Beruflich schätze sie eine gute Mischung der Geschlechter. Bei ihren Mitarbeitenden-Teams beobachte sie immer wieder, dass die besten Ergebnisse erzielt werden, wenn keine reinen Männer- oder Frauen-Teams eingesetzt werden.

«Wenn wir heute bei einer offenen Stelle sowohl eine passende Kandidatin als auch einen passenden Kandidaten haben, entscheiden wir ganz bewusst so, dass beim Team der Geschlechter-Mix stimmt. Natürlich schaffen wir das nicht immer. Wir sind letztlich auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt angewiesen. Und dort ist es nun mal so, dass im Verkauf mehr Frauen und in der Produktion – vor allem im Bereich Bäckerei und Konditorei – mehr Männer tätig sind.» Dass sie bis vor Kurzem keinen einzigen Mann in der Geschäftsleitung hatten, war für sie überhaupt keine Besonderheit. Es hatte sich einfach so ergeben, als Katharina Barmettler-Sutter ihren Vorgänger als Geschäftsleiterin abgelöst hatte. «Eine rein weibliche Geschäftsleitung wäre zu Zeiten meiner Urgrosseltern noch undenkbar gewesen. Zum Glück leben wir heute in anderen Zeiten», weiss die Baslerin zu schätzen.

Dennoch spielten sie seit Längerem mit dem Gedanken, der Produktion in der Geschäftsleitung eine stärkere Stimme zu geben. Im vergangenen September war es dann so weit: Die Unternehmensspitze ernannte den Produktionsleiter Beat Stohler zum neuen Geschäftsleitungsmitglied. Und damit endete die Ära der reinen Frauen-Geschäftsleitung. «Das ist ganz okay so. Denn wie gesagt, muss die Mischung stimmen. Ganz wie bei einem guten Brotteig», sagt Katharina Barmettler-Sutter mit einem Lächeln.



«Dr Basler Wiehnachts-Begg» – Weihnachten beginnt beim Sutter Begg bereits im Sommer.

Juni Das Innovationsteam trifft sich zur ersten Sortiments- planung: Welche Produkte kommen neu dazu und stehen im Mittelpunkt? Welche Farben bestimmen das kommende Weihnachtsgeschäft? Nach dieser Besprechung zwischen der CEO, dem Produktions- leiter und der Leiterin des Verkaufsinnendienstes entstehen erste Produktmuster.

September Das Innovationsteam legt das Festtagssortiment fest, inklusive Mengen- und Preisangaben. Zudem regt es Marketingmassnahmen an.

Anfang Oktober Die Bäckerinnen und Bäcker legen Rosinen und Beeren in Rum ein. Diese benötigen sie später für die Christstollen.

Ende Oktober Die Grättimänner-Produktion rollt an. Ihren Höhepunkt erreicht sie in der Nacht auf den 6. Dezember. Beim Sutter Begg entstehen jährlich insgesamt rund 95 500 Stück – in Handarbeit.

November/Dezember Nicht nur die Mitarbeitenden der Bäckerei arbeiten auf Hochtouren. Auch jene in der Confiserie und in der Konditorei sind jetzt gefordert: Es entstehen Weihnachtsgutzi, Christstollen (jeweils in der Weihnachtswoche) und Schokoladenkreationen in unter- schiedlichsten Varianten. Alleine für die Basler Bruns- li werden 100 kg Schokolade verarbeitet – auch hier: in Handarbeit.

Dezember Bereits vor Weihnachten entstehen in der Confiserie Silvesterprodukte wie zum Beispiel das Marzipanglücksschweinchen. Und mit dem Ende der Weihnachtsproduktion am 26. Dezember in der Filiale im Bahnhof SBB startet bereits am 27. Dezember die Saison der Fastenwähen.

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