• BASLERIN

WOHLIGE WÄRME VON INNEN UND AUSSEN



Patricia Raña

Wenn es draussen nass und kalt und bereits früh dunkel wird, beginnen wir unser Leben etwas ruhiger zu nehmen. Anstatt rauszugehen und uns an der frischen Luft zu bewegen, ziehen wir es vor, uns Grosis Weihnachtssocken überzuziehen und uns bei stimmungsvoller Adventsbeleuchtung am lodernden Kaminfeuer aufzuwärmen. Wir verkriechen uns unter eine dicke Wolldecke, geniessen eine heisse Schokolade und beissen herzhaft in die ersten Weihnachtsgutzi hinein.

Besonders wichtig ist es, sich in dieser von Kälte und Feuchtigkeit geprägten Jahreszeit von innen her mit wärmenden Lebensmitteln und Gewürzen zu stärken. Nicht umsonst fielen die Mahlzeiten im Winter seit jeher nahrhafter aus. Auch finden wir wärmende Gewürze wie Sternanis, Ingwer, Kardamom oder Zimt, um nur einige wenige zu nennen, nicht zufällig in vielen saisonalen Speisen wieder. Sie aromatisieren nicht nur unsere Weihnachtsgutzi, sondern machen üppige Gerichte bekömmlicher. So tragen wir aktiv zu einem gesunden Darm bei. Durch den Verzehr gut verträglicher Speisen verbessern wir nicht nur die Aufnahmefähigkeit und Verdauungsfunktion, welche unsere Immunabwehr stärkt, sondern legen die Grundlage für die Gesundheit im kommenden Jahr, wenn im Frühling frische Winde aufkommen und Allergien uns zu schaffen machen. So wusste bereits Sun Si Miao, ein berühmter Arzt der Tang-Dynastie um 618 bis 707 n. Chr.: «Ohne das Wissen um eine richtige Ernährung ist es kaum möglich, sich einer guten Gesundheit zu erfreuen.»

Halten Sie also nicht nur Ihre Füsse warm, sondern vor allem auch Ihren Magen. Unsere Region bietet eine Vielfalt saisonaler Köstlichkeiten an. Ohne grossen Aufwand können Sie täglich nicht nur stärkende und nährende Leckerbissen auf den Esstisch zaubern, sondern tragen auch Ihren Teil zur Nachhaltigkeit bei.

Heimische Vitaminquellen wie die Kartoffel – die Zitrone des Nordens – oder fermentiertes Gemüse, welches sich über den Winter ohne grösseren Verlust des Vitamingehalts lagern lässt, sind nährstoffreich und können unseren normalen Tagesbedarf decken.

Dabei gilt es jedoch auf das hiesige Angebot zurückzugreifen: Saisonale Kohlsorten sind die Tabellenführer, wenn es um Mikronährstoffe undVitamine geht. Sie machen nicht nur fit und munter, sondern liefern wichtige Vitamine und Mikronährstoffe wie Magnesium, Kalium, Calcium, Vitamin C, Folsäure, B-Vitamine und Vitamin K und tragen so ihren Anteil zur Unterstützung unseres Immunsystems bei. Da die Verträglichkeit bei jedem einzelnen variieren kann, reichert man Kohlgerichte gerne mit etwas Kümmel oder Fenchelsamen an und macht sie so auch für empfindlichere Mägen bekömmlicher.

Die Kartoffel liefert Mikronährstoffe und Vitamine wie Kalium, Phosphor, Magnesium, Kalzium, Vitamin C, Vitamin B und enthält sogar Eisen. Fettarm zubereitet ist sie mit ihrem knapp 80-prozentigen Wasseranteil zudem ein echter Schlankmacher im Winter.

Ein anderer Apfel, unser heimischer Baumapfel, der sich sowohl als Beilage zu einem salzigen Gericht als auch als Dessert mannigfaltig zubereiten lässt, versorgt uns mit einer Vielzahl an Vitaminen und einer grossen Spannbreite an Mineralstoffen. Sie können den kühlen und sauren Orangensaft aus dem Süden als Vitaminzulieferer also problemlos aus dem Kühlschrank verbannen und durch einen der vielen heimischen Äpfel ersetzen. Bekommen wird er Ihnen sicherlich besser. Wissenschaftliche Untersuchungen haben zudem ergeben, dass Apfelesser seltener an Lungen- und Bronchialkrankheiten leiden. Da gewinnt das englische Sprichwort «an apple a day keeps the doctor away» plötzlich an Bedeutung. Weiter können die Pektine im Apfel den Cholesterinspiegel senken, indem sie Schadstoffe binden und aus dem Körper schwemmen. Die antioxidative Wirkung der Pektine kann also zudem auch zu einem schöneren Hautbild beitragen.

Machen Sie sich also die Apotheke der Natur zunutze. Sollte Sie diesen Winter nach einem Spaziergang dennoch eine Erkältung heimsuchen, empfehle ich Ihnen, auf die altbewährte stärkende Hühnersuppe zurückzugreifen. Grossmutters berühmter Gesundheitstipp bei einer Erkältung, eine wärmende Hühnersuppe, gehört zu dieser Jahreszeit und hat nicht an Aktualität verloren. Forscher der Universität Nebraska (USA) konnten nachweisen, dass die Einnahme einer stärkenden Hühnersuppe beim Auftreten erster Erkältungszeichen, bestimmte weisse Blutkörperchen, sogenannte neutrophile Granulozyten, blockiert und dadurch Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute hemmt.


Unsere Tipps, um gesund und vital durch den Winter zu kommen und glücklich das neue Jahr einzuläuten:

o Meiden Sie feuchte Kälte, ziehen Sie sich warm an (am besten nach dem Zwiebelprinzip) und gehen Sie an die frische Luft mit Ihren Freunden, denn soziale Kontakte sind weiterhin sehr wichtig für unsere Gesundheit. o Bevorzugen Sie heimische Vitaminquellen. o Ernähren Sie sich ausgewogen mit saisonalen Lebensmitteln und Gewürzen und verzichten Sie auf unnatürliche, verarbeitete Lebensmittel. o Nehmen Sie morgens ein warmes Frühstück ein und verlegen Sie das Abendessen nicht auf nach 19 Uhr. o Trinken Sie ausreichend Wasser und halten Sie Ihre Schleimhäute schön feucht, damit diese ihre Funktion komplett entfalten können. Ein Luftbefeuchter kann hier sinnvoll eingesetzt werden. o Gehen Sie es gesamthaft langsamer an, entschleunigen ist erlaubt. o Schlafen Sie genug und gönnen Sie sich schon früher am Abend eine digitale Pause. Vielleicht nehmen Sie wieder einmal ein gutes Buch in die Hände und tauchen in eine spannende Geschichte ein, die Sie Ihren Alltag vergessen lässt. BaslerIN wünscht Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit bei einem köstlichen Festmahl. Lassen Sie sich inspirieren.




Drei leckere Rezepte zum Ausprobieren


30g Butter

1 kleiner weisser Lauch

1 Zwiebel

300gr Kartoffeln

7dl Gemüseboullion

1dl Rahm

Salz und Pfeffer nach Belieben

Trüffelöl

Servieren Sie die Suppe mit einer Rahmrosette und beträufeln Sie diese mit 2-3 Tropfen Trüffelöl



Roastbeefbraten mit Süsskartoffelgratin

Für das Fleisch:

1kg Entrecôte am Stück

2EL Senf

1TL Salz

Ein wenig Pfeffer

1EL Bratbutter

2 Zweige Rosmarin

ca. 2 Stunden im Ofen bei 80° niedergaren

Für das Gratin:

1 Knoblauchzehe

800gr Süsskartoffeln

4dl Milch

1.3dl Rahm

100gr Gruyère gerieben

1TL Salz

Etwas Pfeffer und Thymianblättchen abgezupft



Tarte Tatin mit Zimtglace

60g Zucker caramelisieren

30gr Butter, kalt

3-4 Äpfel, süsse Wintersorte

ca. 300gr Blätterteig rund, ausgewallt

Tarte nach dem auskühlen auf einen Teller stürzen

Mit Zimtglace servieren

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