Schokolade Basel: das Baslerstäbli vom xocolatl und seine sieben Namen

In der Basler Altstadt, wo die Marktgasse ihre Gäste seit jeher mit kleinen Fachgeschäften empfängt, verbirgt sich hinter einer unscheinbaren Fassade eine ganze Welt aus Kakao. xocolatl heisst das Geschäft an der Marktgasse 6 – und mit dem Baslerstäbli führt es eine Spezialität, die es so nur hier gibt: ein Stück Schokolade, das seine Heimat gleich im Namen trägt.

Bild: Basel Tourismus
Schokolade Basel: die Welt der Schokolade an der Marktgasse
Wer bei xocolatl eintritt, betritt kein gewöhnliches Süsswarengeschäft, sondern eine Bibliothek des Geschmacks. Rund 600 Schokoladenprodukte aus aller Welt reihen sich hier aneinander, sortiert wie Bücher im Regal – aus Madagaskar, Ecuador, der Schweiz und vielen weiteren Herkunftsländern. Der Name ist Programm: «Die Welt der Schokolade» steht über dem Sortiment, und gemeint ist das durchaus wörtlich.
Hinter dieser Auswahl stehen Handarbeit und Haltung. Maren Gnädinger hat Anbaugebiete bereist, Kooperativen besucht und mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern auf ihren Plantagen gesprochen, um zu wissen, woher der Kakao stammt und wie er gehandelt wird. Nachhaltige Produktion und fairer Handel sind hier keine Schlagworte, sondern Auswahlkriterien – Produkte aus Ländern, in denen missbräuchliche Kinderarbeit zum Alltag gehört, sucht man bewusst vergeblich. Damit reiht sich das Fachgeschäft in eine Basler Genussszene ein, die Qualität und Herkunft ernst nimmt, vom neuen Restaurant BANKS im Grand Hotel Les Trois Rois bis zum kleinen Laden in der Altstadt.
Das Baslerstäbli und seine sieben Dialektnamen
Das eigentliche Wahrzeichen des Hauses aber ist das Baslerstäbli. Das Schokoladenformat wird exklusiv für xocolatl gefertigt und ist in sieben Basler Dialektnamen aufgeteilt – eine kleine Hommage an die Sprache der Stadt, die aus Schokolade mehr macht als eine Nascherei: ein Stück Basel. Wer die sieben Namen entziffern möchte, muss den Weg an die Marktgasse antreten, denn ihren Charme entfalten sie erst in der Vitrine.
Über das Jahr verändert sich das Sortiment mit den Jahreszeiten. Ein Herz und ein Schmetterling gehören ebenso dazu wie ein Stern zur Weihnachtszeit und ein Hase zu Ostern. So wird das Baslerstäbli zum Begleiter durch den Kalender – und zum Mitbringsel, das sich in Basel ebenso gut macht wie als Gruss aus der Rheinstadt in die Ferne. Es ist die lokal verwurzelte Antwort auf ein globales Sortiment: international inspiriert, unverkennbar baslerisch.
Gerade als Geschenk entfaltet das Baslerstäbli seinen Reiz: ein Stück Basel, das sich verschenken lässt, ohne beliebig zu wirken. Wer grössere Aufmerksamkeiten sucht, wird bei xocolatl ebenfalls fündig – das Geschäft stellt auf Wunsch Präsente zusammen, berät auch Firmenkunden und liefert diese versandfertig. So verbindet sich die Sorgfalt, mit der die Schokoladen ausgewählt werden, mit der Freude, sie weiterzureichen: Aus einer Tafel wird ein durchdachtes Mitbringsel, das seine Herkunft gleich miterzählt.
Schokoladen-Kaffee statt WLAN
Im hinteren Teil des Ladens öffnet sich ein Schokoladen-Kaffee, das zum Verweilen einlädt. Über dreissig heisse und kalte Trinkschokoladen stehen zur Wahl, mit und ohne Aromen, dazu Kaffee- und Tee-Spezialitäten und eine Vitrine mit hausgemachten Kuchen. Zu den Klassikern zählt die glutenfreie Schokoladen-Tarte, die sich stückweise oder als ganze Torte mitnehmen lässt.
Über allem wacht ein Motto, das in Zeiten permanenter Erreichbarkeit fast programmatisch klingt: «Sorry we don’t have WiFi – please talk to each other.» Es ist eine Einladung, den Blick vom Bildschirm zu heben – und passt bestens zu einem Basler Sommer, der ohnehin am liebsten draussen und miteinander gelebt wird, ob beim Rheinschwimmen quer durch die Stadt oder bei einer heissen Schokolade in der Altstadt.
Ein süsses Stück Basel zum Mitnehmen
Schokolade Basel hat viele Adressen, doch nur wenige erzählen ihre Herkunft so charmant wie das Baslerstäbli vom xocolatl. Wer das Globale und das Lokale auf einem einzigen Löffel vereinen möchte, findet an der Marktgasse 6 nicht nur eine Spezialität mit sieben Namen, sondern ein süsses Stück Stadtgeschichte zum Mitnehmen.



