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MISSION 21 – EIN ARBEITSORT VOLLER GESCHICHTEN

Aktualisiert: Okt 15

Ein Blick hinter die Kulissen mit Gaby Ullrich, der Marketingverantwortlichen von Mission 21.



Früh am Morgen betritt Gaby Ullrich das altehrwürdige Haus an der Missionsstrasse 21 mit dem prächtigen Garten. Es gehört der Basler Mission, aus der vor 20 Jahren die gemeinnützige Organisation Mission 21 entstand. Im Erdgeschoss herrscht bereits emsiger Hotelbetrieb, Kaffeeduft liegt in der Luft und die ersten Seminargäste unterhalten sich.

Die Mitarbeitenden von Mission 21 sind im ersten und zweiten Stock tätig. Das internationale Missionswerk engagiert sich in 20 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika im Rahmen von nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit sowie Nothilfe und Wiederaufbau für Friedensförderung, Bildung, Gesundheit, Ernährungssouveränität und Einkommensförderung. Die farbenfrohen Stoffe, Holzschnitzereien und Bilder, die die Büros zieren, zeugen von einer engen Beziehung der Mitarbeitenden zu den Partnern aus 100 Projekten. Diese trifft man nicht selten auch am Hauptsitz in Basel an.

Gaby Ullrich ist begeistert von der Atmosphäre im Haus, den knarrenden Holzböden und den Schätzen des Archivs. «Wenn diese Wände sprechen könnten, würden sie uns viele spannende Geschichten erzählen. Mein Büro beispielsweise war früher das Schlafzimmer eines Missionars in Ausbildung. Diese Missionare erfuhren erst zum Schluss ihrer jahrelangen Ausbildung das Ziel ihres Einsatzes. Sie machten sich per Schiff auf den langen Weg ins Unbekannte. Einige von ihnen verstarben bereits nach kurzer Zeit an damals unbekannten Tropenkrankheiten. Ich bewundere ihren Mut sehr!»

Mit Basel verbinden Gaby Ullrich auch familiäre Wurzeln. Ihre Mutter ist Baslerin, ihre Grosseltern lebten in Riehen. Nach ihrem Studium in München stieg sie ins Marketing bei der Balair am Flughafen Basel ein. An der Uni Basel studierte sie später NPO- Management. Seit 25 Jahren lebt sie mit ihrem Sohn in Zürich.

Im Einsatz für Nachhaltigkeit Die Ökonomin und NPO-Managerin engagiert sich nicht nur beruflich für die UN Agenda 2030 und deren Nachhaltigkeitsziele. Sie ist auch als Stiftungsrätin aktiv und absolviert gerade ein Ethik-Studium an der Uni Zürich. «Wichtig für mich ist unser Einsatz für Menschenwürde und Gerechtigkeit besonders für vulnerable Menschen. Mit unserer Bildungsar- beit stärken wir insbesondere Frauen und Kinder als tragende Säule der Gesellschaft und nachhaltige Quelle für Veränderung.»

Die erste Sitzung steht an. Gemeinsam mit der Projektverantwortlichen für Südsudan und der Fundraiserin wird das nächste Spendenmailing besprochen. Es geht um die Hebammenschule, die vom Flüchtlingslager zurück nach Juba im Südsudan verlegt werden soll. Es folgen Aufgaben wie die Analyse der monatlichen Spendeneingänge als Vorbereitung für die Geschäftsleitungssitzung und danach eine letzte Korrekturrunde des Spendenmagazins «begegnen».

Unser Leben im Überfluss wird uns bewusster Immer mehr Menschen möchten an privaten Anlässen wie ihrem Geburtstag, zur Geburt oder Hochzeit für ein Hilfsprojekt sammeln. «Es wird uns immer bewusster, wie viel Überfluss wir haben. Die aktuelle Situation hat vielen die Augen geöffnet und gezeigt, dass man auch mit weniger durchaus glücklicher sein kann.» Schnell und unkompliziert spenden zu können, ist ein Anliegen vieler Menschen. So hat auch Mission 21 die Möglichkeiten für Online-Spenden ausgebaut.

Am Nachmittag wird die bevorstehende Herbstkampagne zum Thema «Bildung hier und dort» besprochen. Mit der Kampagne 2021 fokussiert Mission 21 gemeinsam mit den tansanischen Partnerkirchen auf die Bildungsarbeit in Tansania und der Schweiz. Benachteiligten Kindern und Jugendlichen soll Zugang zu Bildung ermöglicht werden. Jugendlichen in der Schweiz bietet Mission 21 Einblicke in globale Zusammenhänge und motiviert sie zu solidarischem Handeln. «Wir beleuchten die Bedeutung von Bildung im Weltsüden wie auch in der Schweiz. Denn für friedliche, inklusive und gerechte Gesellschaften braucht es Bildung für alle sowie Begegnungen auf Augenhöhe.»

Weiter geht es mit den Vorbereitungen für den Zukunftstag, der dieses Jahr zum ersten Mal auch bei Mission 21 stattfinden wird. «Wir möchten Schülerinnen und Schülern zeigen, wie spannend und vielfältig die Aufgaben bei einer gemeinnützigen Organisation sind und was man bewirken kann», erklärt Gaby Ullrich. Interessierte können sich anmelden auf: www.mission-21.org/zukunftstag



Gaby Ullrich im Austausch mit Mwombeki Fidon, Generalsekretär von AACC (All Africa Conference of Churches) im Garten des Missionshauses in Basel.


Teilnehmerinnen des internationalen Advocacy Workshop zum Thema Frauenförderung im Missionshaus in Basel.

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