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GESPRÄCH MIT DR. MED. GRIT VETTER

Seit Anfang des Jahres arbeitet Dr. med. Grit Vetter als Leitende Ärztin mit dem Schwerpunkt Geburtshilfe am Kantonsspital Baselland (KSBL). Die engagierte Gynäkologin bringt einen breiten Erfahrungsschatz mit und weiss, was werdende Mütter erwarten und brauchen.



Sie verbrachte ihre Kindheit in Ostdeutschland und kam als 16-Jährige mit ihren Eltern nach Lörrach. Weil sie sich schon immer für Medizin interessiert hatte, absolvierte Grit Vetter ein Studium an der Universität Freiburg. Bald entdeckte sie ihre Leidenschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. «Das ist ein kleines, übersichtliches, aber vielseitiges Fachgebiet, das mir sofort zusagte.»

Nach dem Studium sammelte sie in verschiedenen Häusern Erfahrungen in der Medizin und Chirurgie, um anschliessend in die Gynäkologie zu wechseln. Dafür nahm sie Stellen in Glarus und Solothurn an und entdeckte dabei ihre Liebe zur Schweiz. Zurück in der Region Basel bildete sie sich in der Frauenklinik des Universitätsspitals Basel (USB) zur Fachärztin weiter und war zehn Jahre als Kaderärztin Teil des Ärzteteams. In dieser Zeit brachte sie selber zwei Kinder zur Welt. Dabei sei ihr so richtig klar geworden, wie wichtig eine gute Kommunikation bei der Geburt sei. «Obwohl ich wusste, dass ich in guten Händen war, war es ein Riesenunterschied, plötzlich selber Gebärende zu sein. Seither kann ich gut nachvollziehen, wenn sich Frauen während der Schwangerschaft und der Geburt auch mal hilflos fühlen.» Aufgrund dieser Erfahrung legt sie besonderen Wert darauf, sich in die Schwangere einzufühlen.


Mit Hand und Herz

Grit Vetter kann sich keine andere Arbeit mehr vorstellen und schon gar nicht einen Bürojob. Dafür sei sie viel zu umtriebig, sagt sie mit einem Lachen. «Mir gefällt der Kontakt mit Menschen, der viel Schönes mit sich bringt. Die meisten Frauen sind einfach nur glücklich, wenn sie ihr Kind in den Armen halten.» Die Tätigkeiten rund um die Geburtshilfe sind vielfältig und erfordern viele Fähigkeiten. «Für diese Arbeit braucht es einerseits hand- werkliches, aber auch psychologisches Geschick. Wenn während der Geburt ärztliche Hilfe nötig ist, kann ich mit wenigen Eingriffen viel bewirken. Wenn alles gut läuft, ziehe ich mich zurück, dann ist die Unterstützung der Hebamme wichtiger.»

Dr. Vetter freut sich darüber, dass sie als Leitende Ärztin am KSBL arbeiten kann, denn sie schätzt den regionalen Charakter und die kurzen Wege. Auf die Frage, wie sie ihren 60-Prozent-Job mit dem Familienleben unter einen Hut bekomme, meint sie: «Es ist ein Spagat. Da mein Mann noch mehr eingespannt ist, liegt das Organisatorische in der Familie grösstenteils an mir. Das geht aber vielen so. Ich versuche das Beste daraus zu machen.»

Gut betreut im Kantonsspital Baselland

Die Frauenklinik Baselland bietet individuelle Begleitung und umfassende medizinische Betreuung rund um Schwangerschaft und Geburt.


Weitere Informationen: www.ksbl.ch/frauenklinik