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FRÜHLING UNTER FREIEM HIMMEL

Endlich bricht sich neues Leben Bahn, wohin man schaut, unaufhaltsam spriesst, grünt und blüht es. Zweifelsohne weckt die erwachende Natur die Lebensgeister. Geniessen Sie die Schönheit des pulsierenden Lebens unter freiem Himmel.



Von Karin Breyer


Gemütlicher Spaziergang durch den Maischnee Im Frühling verwandeln tausende wildblühende Berg-Narzissen die Hügel oberhalb von Montreux in ein weisses Blumenmeer. So, als hätte es frisch geschneit, daher die Bezeichnung «Neige de Mai», Maischnee. Wunderbar eintauchen in das Naturspektakel können Sie in Les Avants (9 km von Montreux entfernt). In dem Dorf mit Belle-Epoque-Flair beginnt ein gut markierter Lehrpfad, der sich dem Thema Narzissen widmet sowie der Geologie, Flora und Fauna der Region. Auf der rund 6 km langen Rundwanderung geniessen Sie die grandiose Aussicht vom Genfersee bis zu den Alpen, es geht locker und abwechslungsreich durch Wald und Wiesen und immer wieder versetzen die schneeweissen Narzis- sen einen ins Staunen. Übrigens, in der Belle Epoque waren Narzissen die wichtigste Attraktion der Region, zwischen 1897 und 1957 wurden pompöse Narzissenfeste gefeiert. Dann nahmen gut betuchte Gäste mitunter kistenweise die weissen Blumen mit nach Hause, heute stehen die Pflanzen unter Naturschutz.

Mit dem Velo durchs Kirschblütenmeer Wer den Frühling sportlich einleiten möchte, schwingt sich aufs Velo (oder E-Bike) und begibt sich auf die Chirsi-Route, benannt nach den vielen Hochstamm-Kirschbäumen in Baselland. Ein Traum im Frühling, wenn Millionen von weissen Kirschblüten die 38 km lange Route von Liestal nach Laufen säumen (Nummer 111, Auf- bzw. Abstieg 1100 m). Ein bisschen wie im Märchenland fühlt man sich. Einen ganzen Tag fahren Sie auf idyllischen Strässchen durch die Hügellandschaft, und es lohnt sich, ab und zu abzusteigen und in urigen Gaststätten einzukehren oder auch beim Bauern regionale Spezialitäten zu probieren. Die malerischen Altstädte Liestal und Laufen laden zum entspannten Bummel.

Wanderung entlang des rauschenden Doubs Im kleinen Juradorf Soubey geht’s los, schönste Frühlingsnatur begegnet Ihnen auf der rund vierstündigen, gut signalisierten Wanderung nach St-Ursanne. Schonbald ist das Rauschen des Doubs zu vernehmen, der Sie mit auf seine abwechslungsreiche Reise nimmt. Anfangs vagabundieren Sie durch Kulturland, dann tauchen Sie ein in eine wilde, einsame Flusslandschaft. Auf Wiesenstreifen, schmalen und breiten Uferpfaden, über Wurzeln und Steine gehen Sie völlig anstrengungslos mit dem Fluss. So nah am Wasser zu sein, ist ungeheuer vitalisierend, einladende Plätze zum Verweilen gibt es zuhauf. Über die berühmte vierbogige Steinbrücke erreichen Sie das 700-Seelendorf St-Ursanne, das mit bunten mittelalterlichen Häuserzeilen, Stiftskirche, alten Brunnen und der Einsiedlergrotte des heiligen Ursinicus ungemein verzaubert.

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