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EIN HOCH AUF DIE MARRONI

Aktualisiert: Sept 25

Es ist wieder Saison: Edelkastanien — wie Marroni auch genannt werden — stecken voller Vitamine und Mineralstoffe.



Marroni sind viel mehr als nur eine winterliche Leckerei. Früher, noch lange bevor Kartoffel und Mais in Europa Fuss fassen konnten, galten sie für eine breite Bevölkerungsschicht als unentbehrliches Grundnahrungsmittel. Meistens wurden die Marroni zu Mehl verarbeitet, aus dem dann Brote gebacken wurden. Vor allem für die ärmere Bergbevölkerung stellten die Kastanienbäume wahre Lebensretter dar, die sie vor Hungersnöten bewahrten. Nicht umsonst wurden die Marroni deshalb als das «Brot der Armen» bezeichnet. Es hiess gar, dass ein Kastanienbaum pro Person genüge, um gut durch den Winter zu kommen. Anhand dessen lässt sich bereits erahnen, welches Multitalent sich hinter der Esskastanie verbirgt — sowohl bei der Verarbeitung und Verwendung als auch im Hinblick auf eine sättigende, vollwertige und gesunde Ernährung.

Wir haben drei Vitamine der Marroni und ihr Wirken auf unseren Körper angeschaut.


Marroni für die Gesundheit

Marroni enthalten eine grosse Menge an diversen B-Vitaminen. Die B-Vitamine sind reine Nervennahrung — sie sorgen für ein starkes und stabiles Nervensystem, eine gesunde Psyche und die Weiterleitung von Nervenimpulsen. Sie fördern somit das Erinnerungs-vermögen und die Konzentration und mildern Müdigkeit und Erschöpfungserscheinungen. Ausserdem sind sie an der Produktion von Serotonin, das für gute Laune sorgt, beteiligt. Im Herbst/Winter also unerlässlich für jede Person, die mit dem November-Blues hadert.

Die B-Vitamine wirken unmittelbar auf das Immunsystem, schützten unsere DNA sowie die Zellen vor Oxidation. Auch unterstützen sie die Bildung roter Blutkörperchen und regulieren den Hormonhaushalt. Die sekundären Pflanzenstoffe in den Marroni wirken ausserdem entzündungshemmend.

Vitamin C ist das zweite Wundermittel in der Edelkastanie. Es aktiviert das Abwehrsystem und senkt die Anfälligkeit für Infekte. In hohen Dosen verabreicht neutralisiert Vitamin C Viren, die zu Hepatitis, Kinderlähmung oder Herpes führen können. Es begünstigt die Produktion von Fresszellen und unterstützt somit das Immunsystem. Ausserdem schützt Vitamin C die Zellen vor freien Radikalen und Oxidation und fördert die Entstehung von Hormonen wie Serotonin.

Auch das Vitamin A (Retinol) stärkt das Immunsystem, schützt vor Infektionen, fördert Wachstum, Widerstandskraft und die Entwicklung der Zellen. Vitamin A ist für die Blutbildung, den Knochenaufbau und für gesunde Zähne zuständig. Sie fördert das Sehvermögen — besonders die Nachtsicht — und schützt den Körper vor freien Radikalen.


Marroni für die Schönheit

Das Vitamin C der Marroni wirkt gegen das Altern, unterstützt die Kollagenbildung und stärkt das Bindegewebe. Einige der B-Vitamine sorgen für schöne Nägel und für die Regeneration der Haut. Vitamin A wirkt der Alterung entgegen und unterstützt Aufbau und Erneuerung von Haut und Haaren. Ausserdem fördert und repariert Vitamin A das Zell- wachstum und die Gewebebildung.

Marroni helfen sogar beim Abnehmen. Denn sie enthalten kaum Fett im Gegensatz zu anderen Nüssen. Die Vitamine A, B und C kurbeln ausserdem den Stoffwechsel an und stimulieren die Fettverbrennung. Die gesunden Esskastanien besitzen ausserdem viele komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Sie sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Essen nur langsam ansteigt. Wenn man Marroni verspeist, ist man länger satt, ohne dass sich ein Völlegefühl einstellt. Die Ballaststoffe unterstützen die Verdauung und tragen zu einer gesunden Darmflora bei.



Schoko-Marroni-Tarte






Wenn der Herbst ein Lieblingsdessert hätte, dann wäre es wohl dieses: zartschmelzende Schoko-Marroni-Creme trifft auf Nuss-Haferflocken-Kruste.


NUSS-HAFERFLOCKEN-BODEN 100 g Haferflocken

50 g Dinkelflocken oder Haferflocken

80 g Walnüsse 6 EL Kokosöl 4 EL Ahornsirup

2 EL Bitterkakaopulver

0,5 TL Zimt

0,5 TL Kardamompulver optional

0,25 TL Salz

SCHOKO-MARRONI-CREME

350 ml Kokosmilch (vorzugsweise der feste Teil) 180 g Bitterschokolade (mit mindestens 70 % Kakao-Anteil) 2 EL Kokosöl

60 g Marroni gegart TOPPING 40 g Marroni gegart

2 Stück frische Feigen

Bitterschokolade



ANLEITUNG

  1. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Tarteform (ca. 25cm Ø) vorbereiten – wenn nicht beschichtet, dann mit etwas Kokosöl ausstreichen und mit (Haferflocken)Mehl ausstauben.

  2. Das Kokosöl in einem Wasserbad zum Schmelzen bringen. Walnüsse, Hafer- und Dinkelflocken in einen Mixer geben und mahlen.

  3. Die gemahlenen Zutaten mit dem Kokosöl, Kakaopulver, Ahornsirup und Salz vermischen, bis die Masse zusammenhält. Ev. 1-2 EL Wasser dazumischen.

  4. Den Teig in die Tarteform geben und gleichmässig bis zum Rand verteilen.

  5. Im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten lang backen, bis die Kruste leicht Farbe angenommen hat. Abkühlen lassen.

  6. Für die Fülle alle Zutaten (bei der Kokosmilch vorzugsweise den festeren Teil) in einen Mixer geben oder mit einem Pürierstab fein mixen. Abschmecken und ev. 1-2 EL Ahornsirup oder Honig hinzufügen.

  7. Die flüssige Masse auf den Tarte-Boden leeren. Sie sollte nicht über den Teigrand kommen. Im Kühlschrank mindestens 2 Stunden oder über Nacht kalt stellen.

  8. Vor dem Geniessen mit frischen Feigen, Marroni und Bitterschokolade-Raspel verzieren.

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