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Ballerinas 2026: der It-Schuh für den Herbst – von Mary Jane bis Two-Tone

Autorenbild: BaslerIN
BaslerIN
19. Aug.
3 Min. Lesezeit

Kein Schuh trägt den Übergang vom Sommer in den Herbst so leichtfüssig wie die Ballerina. Was die Modewelt 2026 fest im Griff hat, ist längst mehr als ein kurzes Revival: Der flache Ballettschuh bleibt der It-Schuh der Saison – mal mit Riemchen, mal aus Mesh, mal zweifarbig, mal in sattem Herbstbraun. Von der Anzughose bis zum Strickkleid tragen Ballerinas jeden Look eine Spur eleganter, ohne je bemüht zu wirken. Höchste Zeit, den Trend für den Basler Herbst zu übersetzen.



© Tory Burch



Warum die Ballerina bleibt

Die Rückkehr der Ballerina begann 2022, als das Modehaus Alaïa unter Pieter Mulier eine beschlagene Mary Jane vorstellte, die im Nu ausverkauft war. Seither hat praktisch jede Marke – von der Luxusadresse bis zur Highstreet – ihre eigene Version geformt. Der Grund für die Beständigkeit liegt in der Vielseitigkeit: Zur weiten Anzughose wirkt die Ballerina im Büro souverän, zur Boyfriend-Jeans lässig, zum Midikleid am Abend feminin. Sie ist der wandelbarste It-Schuh der Saison – und trägt jene französische Lässigkeit in sich, die nie aus der Mode kommt.




Mary Jane Ballerinas: der Riemen macht den Unterschied

Der grösste Auftritt dieser Saison gehört der Ballerina mit Riemchen über dem Spann – der Mary Jane. Das schmale Band verwandelt den klassischen Ballettschuh in etwas Verspieltes, das mit feinen Söckchen und Minirock einen Hauch Schulmädchen-Nostalgie erhält. Nach ihrem Sommerauftritt kommt die Riemchen-Ballerina nun in herbstlichen Tönen zurück: Schokolade, Sand und Kaffeebraun lösen das reine Schwarz ab. Häuser wie Givenchy setzen die Silhouette edel um, während COS, Flabelus oder Repetto sie alltagstauglich interpretieren.



© Repetto



Mesh Ballerinas: zweite Haut und hoher Spann

Transparenz bleibt das eleganteste Spiel der Saison. Mesh-Ballerinas – zart wie eine zweite Haut – prägen den Trend, seit Alaïa das feine Netzgewebe in den Ballettschuh brachte. Neu ist der höhere Schnitt: Ein tiefer V-Ausschnitt am Spann streckt den Fuss optisch und lässt das Bein länger wirken, während die Zehenpartie betont spitz zuläuft. Marken wie Le Monde Béryl, The Row oder Khaite zeigen, wie viel Raffinesse in dieser scheinbar schlichten Form steckt.



© Alaïa



Two-Tone und Cap-Toe: der zeitlose Kontrast

Wer nur in ein Paar investiert, wählt die zweifarbige Ballerina. Der Klassiker – heller Schuh, dunkle Kappe – geht auf das Erbe von Chanel zurück und hat bis heute nichts von seiner Eleganz verloren: Die dunkle Spitze lässt den Fuss schmaler wirken und passt zu praktisch allem. Auch auf den Laufstegen war der Kontrast präsent, etwa als kräftiges Colour-Blocking. Gesteppte Modelle und Cap-Toe-Varianten machen die Two-Tone-Ballerina zum stillen Luxus, der Saison für Saison funktioniert.



© Chanel



Rote Ballerinas: der Farbtupfer für den Basler Herbst

Die Französinnen schwören diesen Herbst auf die rote Ballerina – nicht im gedämpften Bordeaux, sondern in klarem, leuchtendem Rot, das schlichte Looks sofort veredelt; das Pariser Traditionshaus Repetto gilt hier als erste Adresse. Wer es ruhiger mag, folgt den warmen Brauntönen von Karamell über Kastanie bis Mokka. In Basel entfaltet der Trend seinen Reiz zur Feinstrumpfhose und zum kurzen Trench – und zu Swiss-Made-Accessoires wie einer Tasche von kleinbasel oder einem Stück von LABELED. Ob mit Riemchen, aus Mesh oder zweifarbig: Die Ballerina beweist, dass wahre Eleganz flach sein darf.



© Repetto



Ballerinas richtig kaufen und tragen

Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Grösse: Ballettschuhe – besonders von Repetto – fallen knapp aus, weshalb eine halbe bis ganze Nummer grösser meist besser sitzt; am besten probiert man sie abends an, wenn die Füsse leicht angeschwollen sind. Weiten tun sich die Modelle nur wenig, dafür passt sich das Leder mit der Zeit dem Fuss an – eine Machart, die vom echten Ballettschuh stammt. Beim Styling folgt man am elegantesten der französischen Schule: zur Feinstrumpfhose und zum Rock oder Kleid für den Tag, zur weiten Jeans und Bluse für den lässigen Auftritt, zur Anzughose fürs Büro. So wird die flache Silhouette vom Basler Kopfsteinpflaster bis zum Abend am Rheinbord zum wandelbarsten Schuh der Garderobe.

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